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der Uwe., 17.11.2008 at 23:38h
klasse bea
lg uwe Kalle Ka , 17.11.2008 at 23:39h
Wirklich ganz toll umgesetzt.
GrüßeWunderbare Erzählung...... Gefühl, Vertrauen, Liebe...
Grandiose Gestaltung.....gefällt mir sehr
wunderbare Musik......Danke
LG Birgitt MarlenD. , 17.11.2008 at 23:46h
love, love, love is sunshine.....
und in welch liebevollem Licht stehen sie dort sich berührend zusammen...
ausserordentlich gut....Kerstin
MarlenJames Taylor nimmt mir die Worte aus dem Mund - das ist eine ganz starke Arbeit von Dir, die ich zu meinen Favs nehme. James Taylor ist dort schon seit vielen Jahren.
LG Ralf BiSa , 17.11.2008 at 23:53h
eine Beziehung auf den Punkt gebracht
starkes Bild
LG BirgittIch mag das sehr. Weiter so mit Experimentieren! Heraus kommen besondere und interessante Fotos!
LG Sabine E-Punkt , 18.11.2008 at 7:44h
Liebe Kerstin,
du machst mit die eigenwilligsten
Fotos
Äußerst sehenswert übermittelst
du visuell und vom Wort her
das Gefühl, das sich hier vermittelt.
Ganz großartig.
LG Elfi
Liebe Kerstin, „Shower the people“ ist bei mir für „October Road“ (14) vorgesehen. Eckhard
paules, 18.11.2008 at 8:43h
Eine Superarbeit...ist Dir sehr gelungen!! Grüße Paulnich so ganz mein ding..... sorry ! Jonny May, 18.11.2008 at 9:30h
... mein Ding um so mehr!
Eine eindrucksvolle Arbeit mit einer ungewöhnlich intensiven Aussage. Hab ich mal meinen Favoriten zugefügt.
Lg, Jonnydieses Bild hat für mich wieder eine versteckte Botschaft. Jeder steht dann und wann im "Focus" und dann muss jeder seine Sicht der Dinge an einen nächsten weiter geben. Also lohnt es sich mit sich selber im Reinen zu sein.....Respekt, gefällt mir sehr gut.
LG Stefan@alle: Danke für die schönen und lobenden Anmerkungen bisher
@Ralf J. Diemb: Lieber Ralf, das freut mich ganz besonders! Danke.
@Sabine Jandl-Jobst: Liebe Sabine, Du hast recht, es ist ein Experimentieren. Und gerade das macht natürlich sehr viel Freude.
@E-Punkt: Liebe Elfi, "eigenwillig" betrachte ich als besonderes Lob! Danke Dir.
@Jonny May: Lieber Jonny, danke! Freut mich.
@Stefan Obernosterer: Lieber Stefan, natürlich, wie immer :-).
Viele Grüße. Kerstin
@Eckhard: Lieber Eckhard, danke für die Bilder. Ich hatte sie natürlich auch bereits im "Fotoheim" betrachtet und meine, wenn ich sie recht deute, dass sie wunderbar in den Kontext dieses Bildes passen.
„Shower the people“ hatte ich für "Im Fokus" ursprünglich gar nicht vorgesehen. Zufällig hörte ich gestern abend jedoch eine Sendung über James Taylor im DLF, in der auch über das Lied gesprochen und es gespielt wurde. Ich dachte, es könnte in diesem Kontext gut zum Bild passen.
Auf „October Road (14)" bin ich, wie auf jedes Bild auf dem Weg dorthin, sehr gespannt.
Kerstin@Sigrid nordlicht in der pfalz: Liebe Sigrid, was meinst Du speziell, die Bildaussage oder die Fotografie selbst?
Gruß. Kerstin erich w., 18.11.2008 at 11:03h
der große und der kleine klaus...
wunderschön, diese symbiose von bild und wort
lg.e@Erich W.: Lieber Erich, danke! Das Märchen mit diesem Titel passt auch symbolisch auf einer Interpretationsebene sehr gut zum Bild: "Der kleine Klaus ist ein Bauer, der ein Pferd besitzt, der große Klaus hat vier Pferde. Beim Pflügen leihen sie sich gegenseitig ihre Pferde, so dass der jeweils andere fünf Zugtiere zur Verfügung hat. Der kleine Klaus ruft jedoch beim Pflügen stets "Hü, alle meine Pferde", dass die Leute glauben, er besäße fünf. Deshalb erschlägt der große Klaus das einzige Pferd des kleinen Klaus. Der kleine Klaus zieht dem toten Pferd die Haut ab, und zieht los, sie zu verkaufen. Bei einem Bauern angekommen, beobachtet er die Frau, die mit dem Küster zu Abend isst und eilig alles versteckt, als ihr Mann heimkommt - der kleine Klaus wird zum Essen eingeladen und spiegelt einen Zauberer im Sack vor, der "Essen in den Backofen" zaubern könne. Er verkauft den Sack mit der Haut darinnen dem Bauern, und bekommt dafür die Kiste, in der sich "der Teufel" (der Küster) befindet. Für dessen Freilassung verlangt er nochmals ein Scheffel Gold. Der große Klaus will gierig wissen, woher der kleine Klaus das viele Geld hat - als er erfährt, dass dieser die Pferdehaut verkauft hat, schlägt er sofort alle seine vier Pferde tot, um ebenfalls reich zu werden, wird aber von den Dorfbewohnern verprügelt..." http://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Klaus_und_der_gro%C3%9Fe_
Klaus
Gruß. Kerstin
Man kann die Gedanken des Kindes spüren: Einmal in den Lichtstrahl und den hellen Kreis hineintreten und sehen, was passiert. Aber man ist ja lieber vorsichtig, doch wenn Opa(?) mitkommt, könnte man es wagen!
Ist es schon angeboren, dass man gern aus dem Schatten in das Licht treten möchte? Stehen wir gern im Fokus und im Rampenlicht? Aber wer im Licht steht, wirft auch Schatten, wie dieses Experiment zeigt. Darauf wird sich der kleine Wicht einstellen müssen.
Das Foto, liebe Kerstin, ist von Technik und Ausdruck sehr kreativ. Im ersten Moment dachte ich an Mehrfachbelichtung aber dann sah ich die Verschlussangabe. Nebenbei gesagt, erinnert mich das Bild auch an das Raumschiff Enterprise: Klar zum Beamen! Aber das war sicher nicht Deine Intension :-)
Gruß KDLieber Karl-Dieter, eigentlich war es in diesem Fall der Opa, der den Enkel ins Licht gelockt hatte. Der Knirps hatte scheinbar großen Respekt, da der Lichtschein nicht konstant an einem Fleck blieb, sondern von jemandem "hinter den Kulissen" bewusst gesteuert wurde. Das hatte er schon bemerkt. Mit anderen, größeren Kindern spielte er regelrecht :-).
Auch wenn ich es nicht fachgerecht erklären kann, denke ich schon, dass die meisten, oder zumindest viele Menschen gern im Rampenlicht bzw. im Fokus stehen. Kindern im Kindergarten- oder im Grundschulalter macht das meist auch gar nichts aus, erst später scheint eine gewisse Aufgeregtheit in solchen Situationen hinzuzukommen.
Danke für dein Lob bezüglich der Kreativität. Es macht immer Freude, wenn man etwas Zeit und Gelegenheit hat, eine Idee umzusetzen.
Enterprise+Beamen: Doch, daran hatte ich tatsächlich gedacht :-). Und wenn man das Bild genau bzw. aus einigem Abstand betrachtet, könnte man auch meinen, die beiden schweben losgelöst auf einer Lichtinsel.
Gruß. KerstinLiebe Kerstin. Ich bin immer langsam mit meinen Reaktionen auf Bilder, die mich spontan irriteren. Ich lese auch bewußt keine Anmerkungen oder Begleittexte. Sie könnten mich ablenken, auf Fährten locken, die nicht meine sein sollten. Hier empfinde ich zwei Ebenen. Die eine ist Munch: Der Schrei. Die andere, mich tiefer treffende ist der Golem. Es sind existentielle Fragen, die nur wenige Bilder aufzuwerfen in der Lage sind. Diese, Deine Fotokunst will abstrahierend neue Wege gehen. Es scheint mir, als würde die Fotografie hier eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie der Impressionismus - wobei ich mir hier nicht sicher bin. Der Mut jedoch, das Studio, will heißen: ausgetretene Pfade zu verlassen, ist dort wie hier gegeben. Wir haben spannende Zeiten vor uns. (sieh dazu auch E. Meineke). Danke für Deine optischen Denkanstöße. Andreas
Sorry Eckhard für die Verunstaltung Deines Namens!Du sollst meinen Namen richtig schreiben, lieber Pawlo: Meineke. ;-))) Eckhard Adrian K, 19.11.2008 at 9:32h
Ja, die Opis, sie kaufen den Kidis Schokolade oder verdorbenes Spielzeug und oft ist es so, dass sie selbst noch gerne ein bisschen spielen wollen.... ;-)
Diese Szene ist berührend und wirklich sehr schön.
Viele Grüße Adriandurch die leichte Abstaktion wird die Aussage verallgemeinert. Zuneigung, Schutz im Fokus.
Ich hab nicht erraten, daß es von Dir ist, Kerstin. Gruß, Bringe
Ich finde es sehr gelungen. Claudy B. , 19.11.2008 at 12:52h
Ein sehr interessantes und vielsagendes Bild, Kerstin!
LG C.ein tolles Foto , hervorragend bearbeitet !
Gruß HerbertLiebe Kerstin,
ein wenig geht es mir wie Andreas Pawlouschek.
Die Schatten um die Gestalten, besonders der Schatten um den Erwachsenen, wirken drohend, fremd, ein wenig unheimlich.
Ohne das Lied und die beigereihten Bilder könnte man daher auch zu einer ganz andere Sichtweise gelangen.
Besonders der Schatten des Mannes scheint fast, als wäre er von diesem losgelöst; der dunkle Umriss wendet sich dem Kind zu.
Evtl. neigt das Kind den Kopf ein wenig ängstlich zum Boden.
Eine andere Interpretation, die wohl nicht Deinen Gedanken zum Bild entspricht, aber auch möglich ist, denke ich.
lg Carsten[Danke für die weiteren Anmerkungen. Ich antworte am späteren Abend oder morgen.
Gruß. Kerstin] Nora F. , 19.11.2008 at 20:34h
für mich ist es eine sehr sensible aufnahme....
in gedanken entstehen geschichten ohne
ende - wunderbare arbeit von dir, kerstin
lg, norada drehen sich zwei. der kleine lernst durch den halt des großen zu vertrauen...bevor er alleine losläuft...
ich liebe solche geschichten_erzähl_bilder, liebe kerstin.
lg renateLiebe Kerstin,
die Benennung „Im Fokus“ scheint mir in mehrfacher Hinsicht für dieses Foto sehr angemessen zu sein. Zunächst betrifft sie die grundlegende Tatsache, dass es eine Voraussetzung für jedwede Aufnahme ist, dass der Fotograf ein Objekt in seinen höchstpersönlichen Fokus nimmt. Dass er auf es aufmerksam wird und dass aufgrund dieser Aufmerksamkeit überhaupt etwas „Objekt“ wird, was bei vielen anderen Leuten, vermutlich den meisten anderen Leuten, nicht Objekt wird, nie Objekt werden würde.
Alsdann gilt es ja, das als Objekt Ausgewählte rein technisch gesehen „in den Fokus“ zu bekommen. Nun ist das in den Zeiten der automatischen Fokussierung durchaus viel leichter als zu Zeiten der manuellen Fokussierung, in der gerade Aufnahmen mit Teleobjektiv zu dem Schwierigsten gehörten, was man sich als Fotograf antun konnte. Ich erinnere mich an mein erstes Nikon f/4,5 300 mm. Es war ein sehr schweres und großes Objektiv, mit Stativschelle, und trotz der relativ großen Öffnung war es alles andere als leicht, es scharf einzustellen. Bei belebten, sich bewegenden Objekten war es eigentlich fast unmöglich. Und dazu kam, dass man das Ergebnis nicht unmittelbar nach der Aufnahme überprüfen konnte. Manche „unwiederbringliche“ Gelegenheit ging so verloren. Insoweit ist hier auch die moderne Fototechnik „im Fokus“, mit der man Aufnahmen hinbekommt, die früher so gar nicht oder nur zufällig gelangen.
Die Wischtechnik ist eine alte Methode, Bilder herzustellen, die impressionistisch und dynamisch wirken können, Bewegung im Bild auch als leichte oder stärkere Verschiebung der Objekte zeigen. Ein weiterer Effekt kann die Symbolisierung innerer Bewegung sein. Meine Serie „October Road“ möchte fototechnisch gesehen die alten Zeiten mit den neuen verbinden. Alle Aufnahmen sind „unplugged“. Das heißt, dass hier lediglich durch Brennweite, durch Blende, durch Verschlusszeit und Bewegung die Effekte hergestellt werden, die die Bilder zeigen. Von dieser Konzeption unterscheidet sich dein Bild durch die leichte Kreuzschraffur der grauen Bildpartien. Der Effekt ist allerdings nicht so stark ausgefallen, dass die Bearbeitung über die fototechnische Grundlage dominiert. Wischtechnikeffekte ließen sich ja auch über eine Bearbeitung als solcher scharfer Bilder herstellen, wobei sich die Frage stellt, was das dann noch mit Fotografie zu tun hat. Spannender ist auf jeden Fall der Weg über die durch die dynamische Kamera hergestellten Bilder mit all seiner Zufälligkeit.
Allgemein sagt man ja, wenn man die Formulierung, etwas sei im Fokus, gebraucht, dass etwas in das helle Licht der zumeist öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt wurde, auf das sich dann sozusagen alle Augen richten, auf das, was von den Leuten, bildlich gesprochen, in den Blick genommen wird.
In die Aufmerksamkeit gerückt wird hier natürlich der Großvater und sein Neffe, die im hellen Licht des Scheinwerfers stehen. Dabei ist nicht ganz klar, ob die beiden selbst diesen hellen Punkt, der fest auf den Boden projiziert wurde, aufgesucht haben, oder ob derjenige, der die Lichtkegel dieser Scheinwerfer bewegte, sie in den Fokus seines Scheinwerfers gerückt hatte. Das wäre dann eine weitere Fokussierung, der der Fotograf sozusagen mit seiner Technik nur gefolgt wäre. So wie hier den Großvater und den Neffen könnte man an öffentlichen Plätzen jede Einzelperson, jedes Paar, jede Gruppe in den Fokus nehmen.
Der Effekt ist dramatisch. Durch die Fokussierung wird der Fokussierte sogleich aus der ihn umgebenden Gruppe herausgelöst. Jemand, der vielleicht nie im öffentlichen Interesse stand, nie stehen wird, nie stehen will, ist, jedenfalls für wenige Augenblicke, Objekt der Blicke aller anderen Leute in dieser Szene. Das schafft zumeist Unbehagen und den Wunsch, dass der Scheinwerfer doch am besten gleich jemand anderes treffen möge. Außerdem blendet das Licht. Es ist ein hartes, grelles Licht, ein Schlaglicht. Nur sehr selten blüht jemand in diesem Licht auf. Die da in diesem Licht aufblühen, die sind dann im Fernsehen zu sehen, und das erklärt zum Teil die Misere dieses Mediums.
In die Aufmerksamkeit gerückt wird zugleich, wie die beiden, Großvater und Neffe, zueinander stehen. Der Neffe, so sieht es aus, sucht beim Großvater Schutz, der Großvater beschützt dieses Kind. Das ist eine sehr menschliche, schöne Szene. Natürlich steckt hier hinter dem Schutz auch gewiss Liebe. Damit wären wir bei dem Lied von James Taylor. Dessen Quintessenz, dass man den Leuten, die man liebt, diese Liebe auch zeigen soll, sie sozusagen mit dieser Liebe überschütten soll, ist die Gegenposition zu der des Egoismus und des dummen Stolzes. Leute, die so leben, werden anderen Leuten nie soviel Gefühl vermitteln können, dass aus Nebeneinander Freundschaft und mehr als das werden könnte. Zugleich aber werden sie auch nicht das von anderen Menschen empfangen können, was sie doch eigentlich brauchen, eben mehr als beziehungsloses Nebeneinander, sondern eben eine menschliche Zuwendung, wie immer diese aussieht. Man kann weglaufen, aber man kann sich nicht vor sich selbst verstecken. Vielleicht können manche auch gar nicht lieben.
Menschliche Beziehungen, die über das bloße Nebeneinander oder gar Gegeneinander hinausgehen, werden gerne mit sprachlichen Bildern bezeichnet, in denen die Wörter „Wärme“ oder aber auch „Licht“ vorkommen. Zum Teil mag das mit der biblischen Metaphorik zusammenhängen, in der Jesus als das „Licht dieser Welt“ bezeichnet wird. Da wir in der christlichen Ethik unsere Mitmenschen als Geschöpfe Gottes betrachten, ebenso wie natürlich auch uns selbst, folgt daraus der Auftrag, dass wir diese Liebe Gottes zu den Menschen, der ihnen das Licht der Welt geschenkt hat, auch untereinander schenken sollen. Wir sollen also für Andere nach unserem Vermögen das Licht sein, das es sinnvoll macht, in dieser Welt zu leben. Wenn wir das tun, indem wir das Licht Gottes weitergeben, ist das ein Licht, das diesen anderen Menschen für uns aus der Gemeinschaft heraushebt, ohne ihn aus der Gemeinschaft herauszulösen. Es ist ein Licht, das den Einzelnen von innen erleuchtet, aber nicht von außen blendet. So ist uns unser Nächster im Fokus, aber nicht im Schlaglicht.
EckhardLieber Eckhard, herzlichen Dank für deine umfangreiche Besprechung. Ich antworte Dir, wie auch auf die anderen Besprechungen, im Laufe des Tages.
Kerstin @Andreas Pawlouschek: Lieber Andreas, danke! Ich finde den Ansatz, ein Bild zunächst bewusst ohne Texte und Anmerkungen zu betrachten, sehr wichtig. So kann es allein schon über die Darstellung, die Farben, die Strukturen auf einen wirken und eine Empfindung (oder keine) auslösen. Bevor ich gegebenenfalls an die Überlegungen bezüglich einer Interpretation gehe, lasse ich ein Bild auch erst ganz für sich auf mich wirken. Erst danach befasse ich mich eingehend mit einem möglichen Zusammenhang zwischen Bild, Titel und Beschreibung, die dann natürlich untrennbar mit ihm verbunden sind.
Dass meine Bilder Empfindungen auszulösen versuchen, ist natürlich gewollt und ich freue mich, wenn das gelingt; immerhin ist man doch nur ein Hobbyfotograf. Dass sie jedoch so tief reichen können, wie Du es beschreibst, und dass sie existenzielle Fragen aufzuwerfen in der Lage sind, beeindruckt und berührt mich sehr.
Natürlich hast Du richtig erkannt, dass ich in letzter Zeit verschiedene Dinge ausprobiere. Es ist ja das Glück und der Vorteil der Amateurfotografen, dass sie in dieser Hinsicht frei sind. Natürlich wird das, was man bezüglich der Ideen umsetzt, nicht immer auf allgemeinen Zuspruch stoßen; dessen muss man sich dabei bewusst sein, und man will das sicherlich auch gar nicht. Man tut das ja, weil man sich selbst weiterentwickeln möchte und weil es Freude macht. Wenn es dann noch diskutiert wird, ist es sehr schön.
Viele Grüße. Kerstin
@Adrian: Lieber Adrian, nicht alle Opis tun das ;-). Ich kenne beispielsweise einen persönlich, der ganz maßgeblichen Anteil am schulischen und menschlichen „Gelingen“ eines mir vertrauten jungen Menschen hatte :-). Natürlich gab es da auch einmal ein Eis ...
Viele Grüße. Kerstin
@Bringfried: Lieber Bringe, ja, die Abstraktion und der verallgemeinernde Effekt waren mir wichtig. So kann man ein Bild, was dessen Deutung betrifft, auch für andere, als die direkt sichtbaren Bereiche nutzen.
Gruß. Kerstin@Carsten: Lieber Carsten, Du hast mit deiner Vermutung gar nicht Unrecht. Und natürlich weißt Du ja auch, dass die Bilder in aller Regel nicht nur eine Ebene ansprechen. Wäre es mir hier ausschließlich um Liebe und Vertrauen zwischen Großvater und Enkel gegangen, hätte ich das Bild in die Sektion Emotionen eingestellt. Es steht aber unter „Ästhetik der Sichtbarkeit“, was dann auch bedeuten könnte, dass es symbolisch gesehen werden kann.
In der Antwort an Erich hatte ich bereits die Inhaltsangabe des Märchens vom „Kleinen und vom Großen Klaus“ angegeben, in dem es ja durchaus sehr „geschäftstüchtig“ zugeht und ich erwähnte in dem Zusammenhang auch, dass diese Geschichte eine weitere Interpretationsebene ansprechen könnte.
So sind denn ganz aktuell mit der Finanzkrise auch manche Bereiche der Wirtschaft in den Fokus geraten. In diesem Zusammenhang kann man die dargestellten Personen, die, wie Bringe erwähnte, abstrahiert wurden, beispielsweise auch als Mutter- und Tochterkonzern sehen. Ich spreche als Beispiel nur GM und Opel an; man kann das jedoch ganz gewiss ausweiten. Was nicht direkt im Lichtkegel steht, sieht man als normaler Bürger meist nicht. Was in diesem Kontext derzeit abläuft, ist meiner Meinung nach ganz ungeheuerlich; Vertrauen, Verlässlichkeit und ähnliche Attribute dürften da völlig fehl am Platze sein. Die Auswirkungen wird man global zu spüren bekommen - global könnte man auch den Lichtkreis sehen, in dem die „Menschen“ voneinander abhängig sind. Millionen Arbeitsplätze hängen von weiteren Entscheidungen ab, von den Milliarden im Finanzbereich, die zum Auffangen dieser Fehlentwicklung benötigt würden, ganz zu schweigen. Dimensionen, die für den Einzelnen kaum noch nachvollziehbar sind. Die dunklen Schatten, insbesondere beim „Erwachsenen“ hast Du deshalb sehr richtig gedeutet, das entspricht meinen Gedanken zum Bild durchaus. (Es wären auch weitere Ansätze möglich.)
Gruß. Kerstin
@Doris: Liebe Doris, danke! Das Sprichwort ist sehr schön; genau so sollte es sein, finde ich.
Ich freue mich auch immer, wenn ich ältere Menschen sehe, die sich bewusst mit den Kindern befassen und ihnen damit etwas auf den Lebensweg mitgeben.
Grüße. Kerstin
@Eckhard: Lieber Eckhard, als ich mich selbst mit dem Bild befasste, spielte ich in der Tat auch mit den möglichen Zuordnungen des Titels (ähnlich wie bei „Spiegelei“ ;-)). Ich habe sie zwar nicht gezählt, bin jedoch auf einige Möglichkeiten gekommen. Es gab natürlich auch andere Ideen, jedoch war letztlich die Mehrdeutigkeit von „Im Fokus“ allein bereits auf der Titelebene entscheidend für die Wahl.
Damit kommt man natürlich ganz automatisch auch auf die „technische Ebene“. Mit diesen schweren und großen Objektiven, die Du ansprichst, habe ich natürlich keine Erfahrungen sammeln können, jedoch war auch das Fotografieren mit dem leichten Teleobjektiv aus dieser Entfernung, bei den Lichtverhältnissen und ohne Stativ eine Herausforderung. Die meisten der gemachten „Lichtkegel-Aufnahmen“ waren derart verwackelt, dass sie nicht einmal mehr mit einem digitalen Filter zu gebrauchen sind; es sei denn, man machte ein ganz abstraktes Bild daraus (wofür sich allerdings immer Rohmaterial finden würde) ;-).
Die impressionistische Fotografie hatten wir ja auch bereits einmal unter einem Bild von Carsten angesprochen. Das ist natürlich grundsätzlich nichts Neues. Interessant dabei ist für den Fotografen, dass er bei einem bewegten Objekt, wie es ein Mensch eben ist, nicht genau vorhersehen kann, was letztlich als Bild entstehen wird. Man kann nur grundsätzliche Einstellungen an der Kamera vornehmen, wenn dazu Zeit bleibt.
Die Wischtechnik, die Du in deiner Serie nutzt, ist natürlich nicht passiv, wie sie hier im Bild war, sondern aktiv, da Du die Kamera beim Auslösen selbst bewegtst. Die kinetische Kunst bzw. die kinetische Fotografie, die man damit auch in Verbindung bringen könnte, hatte ich unter „October Road (11)“ am Rande angesprochen.
Was die hier angewandte leichte Kreuzschraffur der grauen Bildpartien betrifft, so ist sie so fein, dass man sie bei dieser Bildgröße eigentlich nicht wahrnimmt. Sie diente in diesem Fall allein dazu, Unebenheiten und Unregelmäßigkeiten des Fußbodens auszugleichen, so dass der Fokus wiederum auf den beiden Menschen liegen konnte und nicht durch banale Störungen abgelenkt wurde. Der Effekt sollte hier in keinem Fall dominieren.
Wischtechnikeffekte über eine Bearbeitung als solcher scharfer Bilder finde ich zu einseitig; sie betrifft zumeist das gesamte Bild in gleicher Intensität.
Was den Lichtkegel betrifft, in dem die beiden stehen, so war er nicht permanent vorhanden und wenn er erschien, suchte er sich die Menschen, um sie direkt zu treffen; zum Teil wanderte er auch herausfordernd in die Nähe der Kinder, die in der Eingangshalle spielten und „wartete“ regelrecht darauf, dass sie zu ihm kamen. Klar, hinter dem Schweinwerfer saß ein Techniker, der das Gerät steuerte. - Die Fotografin, die auf einer Empore stand, musste nur auf passende Gelegenheiten warten ;-).
Was eine solch direkte oder selbstgewählte Fokussierung bewirken kann, wurde bei diesem Spiel, das mir für ein solches Museum sehr passend erschien, sehr deutlich. Im Kleinen, mit einfachen Mitteln, wurde hier alles bewirkt, was diesbezüglich auch im realen Leben möglich ist.
Was die von Dir angesprochenen menschlichen Beziehungen in diesem Kontext betrifft, so hast Du das ganz wunderbar beschrieben. Ich könnte es nicht besser ausdrücken, deshalb möchte ich das auch einfach so stehenlassen. Danke!
Kerstin
Camy , 20.11.2008 at 22:30h
Wieder ein ganz wunderbares Foto mitText. Ich bewundere Dich. Camy @Camy: Schön, dass Du unter anderem Namen doch da bist! :-) Ich glaubte Dich hier schon verloren.
Danke! LG. KerstinLiebe Kerstin, danke für die ausführliche Erwiderung. Der kinetischen Fotografie, so wie sie beschrieben wird, werde ich mich nur dann hingeben, wenn ich eine Kamera loswerden will. Das Wechselspiel zwischen dem die Menschen suchenden und dem auf die Menschen wartenden Scheinwerfer muss sehr reizvoll gewesen sein. Eckhard
@Eckhard: Lieber Eckhard, der Hinweis auf die kinetische Fotografie war natürlich verallgemeinernd zu verstehen. Dass Du die Kamera nicht in die Luft werfen würdest, war mir schon klar ;-). Mit diesem Hinweis ging es mir grundsätzlich um den Einfluss der Kinetik, also der Bewegung auf die Fotografie.
Mein nächstes Bild könnte sich voraussichtlich auch in gewisser Weise mit derbefassen ;-).
Das Spiel mit dem Scheinwerfer war in der Tat sehr reizvoll - und wirkungsvoll. Ich habe bestimmt eine halbe Stunde zugesehen und fotografiert. Eigentlich kann man das sogar als Kunstwerk betrachten, auch wenn es nicht als solches deklariert wurde.
KerstinTolles Foto - wirkt auf diese unbestimmbare Art "überirdisch"...Klasse!
lg HendrikAls ich gerade meine Seite der "Fotos von Freunden durchging, baute sie sich nicht richtig auf, nur dein Vorschaubild zeigte sich. Ein "Wink" endlich mal eine Anmerkung zu schreiben;-)) Ich richte also mein Focus jetzt auf dein Bild und werde in selbiges hinein gesogen: optisch und gedanklich. Wir sollten wirklich wieder mehr den Blick auf die Generationen Jung und Alt werfen, wobei ich mich genau dazwischen fühle, eben genau mitten in diesem Focus.
Gruß Andreas@Andreas Denhoff: Lieber Andreas, vielleicht ist ja gerade dieses "Dazwischen" eine schöne Ausgangsposition, um die Generationen Jung und Alt im Auge zu haben und um mit dem Blick zurück und dem in die Zukunft sinnvolle und tragfähige Entscheidungen zu treffen, die beide tangieren.
Wir selbst werden ja gern auch als "Sandwichgeneration" betitelt, wenn auch vor einem bestimmten Hintergrund eher mit einem gewissem Bedauern.
Gruß. Kerstin
Ein in jeder Hinsicht bewegendes Bild.
LG Tilman Hanne L., 24.11.2008 at 20:18h
Außergewöhnlich und hervorragend bearbeitet, liebe Kerstin! Ich nenne das Fotokunst ...
Liebe Grüße, Hanne Arnd U. B., 22.12.2008 at 20:47h
Sehr schön - das "Im Fokus" passt hier ganz genau....sonst mag ich den Modeausdruck nicht. Unglaublich, was heutzutage alles so im Fokus steht....Lg Arndklasse Arbeit,...spizte !!!!
ciao, fabioDas sind sicherlich die längsten Anmerkungen, die ich je gesehen habe ;-)
In jedem Fall ein persönlicher Austausch den ich in der FC oft vermisse
aber zu viel zum Lesen...
Das Bild ist für mich wie ein Blueprint für Erinnerungen, die wir alle in uns tragen über die Nähe zu unseren Großeltern oder anderen Alten Menschen
Udo Ludo, 28.07.2009 at 11:04h
Erinnert an Zeichnungen von Gottfried Wiegand. Voting-Center, 28.07.2010 at 6:58h
Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 84 pro und 456 contra Stimmen abgelehnt.
geneigt
Begegnung
intensiv - das ganze Leben lang in Erinnerung
PROUnd sowas nicht in Best of fc. Eine Schande!!!!
Mein Thread bestätigt meine Befürchtungen.
LG Franziskus
http://www.fotocommunity.de/forum/members-talk-ernste-themen/gale
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