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Hier seht Ihr das Werk einer Einparkkünstlerin.
Man erkennt es auf dem Bild nicht ganz, aber der Wagen wurde genau zwischen die beiden Masten gezirkelt.
Das macht mal nach.
Den Namen der Fahrerin verrate ich nicht.
Der Wettkampf fand auf der Autobahn vor Algier statt.
Es war das erste Panarabic German Parking Championship.
Sie steht noch stolz daneben und staunt selbst über den ersten Preis.
Auch in der Haltungsnote erhielt die Künstlerin die höchste Punktzahl.
Sie hatte das Tor schon von der Ferne angepeilt,
legte auf der Autobahn eine elegante Pirouette hin,
sammelte sich,
überwand den Graben mit einem eingesprungenen Rittberger
und landete satt genau im Tor.
Es gab standing ovations ohne Ende.
Das Preiskomitee ist im Anmarsch und muß nur noch den Straßengraben überwinden, ohne Rittberger.
Und diese hellen Punkte auf dem Bild, das sind Flocken der Glücksseligkeit, ganz bestimmt.
ja, also zum Glück ist mein Auto kleiner, das hätte in jedem Fall dazwischen gepaßt und Kopf steh ich eh nicht so gern.
auch dir eine schöne Woche!
LG Dorit
PS: mira, bist du das da, die Künstlerin???
Hätten auch einige Algerier kaufen und sowas machen wollen, aber der algerische Staat bestand darauf, dass es ausgeführt oder zum Neuwert verzollt werden müsste, damit hatte sich das Thema erledigt. :-)
"Das Auto war ein Totalschaden!"
Was diese Fahrerin anpackt, macht sie ordentlich.
Und die Preisgelder haben das locker aufgewogen.
Und die Verwertungsrechte für Film und Funk und Fernsehen auch.
Nee, aber der konische Straßengraben, von dem man ein kleines Stück sieht, wirkte wie eine!
Und der plötzliche Regen nach langer Trockenheit zusammen mit dem Staub auf der Straße wirkte wie Schmierseife, da half nix, kein Bremsen, kein Gegenlenken gar nix! Da ging nur Einparken!
Wir hatten beide nur ein paar Kratzer von den kaputten Scheiben, sonst fehlte zum Glück nix, nur mir für die nächsten 3 Monate ein Auto, das war bitter!
@ Jopi
Nix Glückseligkeit!
In Algier war man damals täglich mindestens 4 Stunden damit beschäftigt, von Markt zu Markt und von Händler zu Händler zu fahren und zu hoffen, Dinge wie Klopapier, Butter etc. zu bekommen. Gemüse der Saison und Baguette gab´s eigentlich immer, Der Rest war teilweise eine Herausforderung! Und dann hab mal kein Auto! Das alles war nämlich über eine Stadt von 2,5 Millionen Einwohnern verteilt, und öffentliche Verkehrsmittel konnte man vergessen!
Sozialistische Mangelwirtschaft vom Feinsten! Und im weiten Rest von Afrika bekam man für fetten Aufpreis alles, da nicht! Auch eine Form von Gerechtigkeit! Wenn ein Händler einen nicht mochte, bekam man gar nichts, wenn er einen mochte, bekam man, was er hatte, und das war oft auch wenig.
Aber wir waren trotzdem privilegiert, wir flogen 1 x im Jahr nach Deutschland, da kauften wir Klamotten, gingen zum Zahnarzt etc., brachten eine Reisetasche voll mit Wurst und Käse und sonstigen Leckereien mit ..... Wir konnten ab und zu Bier und andere Sachen zollfrei importieren. Unser Leben war hart, aber viele andere Leute waren schlimmer dran. Für so manche Einheimische waren wir reich!
...meiner Güte, Mira...den A.... in der Hose muß man haben, in so einer Situation, noch so unkonventionell zu parken...sauber ;-)))
Mit schreckensbleichem Gesicht grüßt
Ingrid
Mein Fahrrad ist unschuldich und gelb. Das parkt vorschriftsmässig auf dem Gehweg. Und da fahr ich auch , wenn die Strassen eng sind. Ich bin ein Gesetzesbrecher durch und durch.
Corry,
das hat sie echt alleine hingekommen.
Während des Kunststücks erbat sie noch meinen Rat, aber als Schiedsrichter im Objekt durfte ich ihr keinen geben.
Eine klasse Sololeistung.
Unsere Gedanken schlagen ja gleich mit Purzelbäume, bei dem was wir hier zu sehen und lesen bekommen.
Das ist ja Abenteuer pur - dafür ist es ja noch glimpflich ausgegangen!!!!!!1
Aber jetzt ist doch das ganze Gepäck durcheinander gepurzelt! Ne, also das würde ich dann doch als DEN gravierendsten Nachteil dieser Einparktechnik benennen. Ich parke lieber konventionell - das Durcheinander in meinem Auto ist schon ohne 180° Drehung beeindruckend, ich brauch's nicht geschüttelt und auch nicht gerührt...
Ansonsten jedoch ein Bild, das zweifellos große Ästhetik besitzt! :-)
Grüße,Gabriele
Tja, Gabriele,
die eine liebt eher das beschauliche Leben in Bamberg, die andere die Herausforderung internationaler Championships verbunden mit künstlerischen Höchstleistungen.
:-)
Karl, hast du schon mal probiert, in Bamberg einen Parkplatz zu finden? Da is nix mit beschaulich... Wir haben da andere Kunstformen entwickelt, bei denen der Inhalt des Autos möglichst in seiner Ausgangslage zu bleiben hat, während die Länge des eigenen Autos variabel gestaltbar und der Kontakt zu anderen Autos ausdrücklich erwünscht ist. Das gibt dann Zusatzpunkte bei der Stilnote!
Karl, ich habe mich heute im Büro kaputtgelacht an der Parkhauspfeilerkunst... leider kam dann Arbeit dazwischen (wie lästig!). Nach dem dazugehörigen Bild werde ich demnächst in den hiesigen Parkhäusern auf die Suche gehen... habe auch schon selbst einiges hinterlassen und werde mal schauen, was die anderen Künstlerinnen meinen intuitiv angebrachten, dezenten weißen Lackstrichen in der Zwischenzeit hinzugefügt haben.
:-)
Einstweilen schön kreativ weiterparken!
Gabriele,
ich hoffe, Du bist nicht so ganz kaputtgelacht, denn ich könnte einen Nachsatz haben, zumal ich vor kurzem selbst solch eine Kunst produzierte und man diese an meinem Auto noch sieht.
:-)
Was, Karl - DU AUCH? Und ich dachte, es geht um die Entfaltung weiblicher Identität im öffentlichen Parkraum... wenn sich da jetzt auch noch männliche Identitäten reinmischen, wird das ganze echt kompliziert..... :-)
Keine Angst, bei solchen Kunstformen lasse ich, wenn es darauf ankommt, Damen natürlich immer den Vortritt.
Das soll mich aber ab und an nicht davon abhalten, zu testen, sie life is at the other side.
Das ist eine sehr löbliche Einstellung :-)
Ich weiß jetzt übrigens, was die hellen Punkte auf dem Bild (die du so poetisch 'Flocken der Glückseligkeit' nennst) wirklich sind: Schnee. Das ganze ist nämlich eigentlich eine Schneekugel. Sie wurde unmittelbar nach der denkwürdigen Leistung dieser Einparkkünstlerin produziert, um diese für die Nachwelt zu bewahren und in einem würdigen Rahmen zu konservieren. Die internationale Jury hat jüngst beschlossen, dass diese Schneekugel fürderhin den Siegerpokal des Panarabic German Parking Championship oben drauf zieren soll und so noch Generationen zukünftiger Sieger(Innen) beglücken wird.
Die beiden könnte man, finde ich, als Vorher - Nachher montieren. Á la 'Bertha fährt nach Mannheim' - 'Bertha parkt vor Algier'. Ein symbolisches Memento an den Fortschritt, aber auch die Entwicklungspotenziale weiblichen Fahr- (und Park-)verhaltens.
Das mit der Schneekugel ist eine gute Geschäftsidee.
Es gibt ja diese "zweiteiligen", vom man auf Vorder- und Rückseite verschiedene Motive zeigen kann.
Hinten das Vorher und vorne den Sieg.
Wow!
Wir werden reich!
:-)
Aber sowas von, Karl! Am besten mit frei selbstdrehendem Motiv. Wir gehen gleich zum Patentamt. Ich hätte auch schon Schneekugel-Ideen mit der Parkhaussäule... so eine könnte man dann etwa feierlich dem/der 100. Künstler/in, der/die an einer Säule mitgestaltet hat, überreichen.
Nö, Selbstanzeige geht nicht. Dafür sind die meisten Künstlerinnen viel zu bescheiden. Die gehn nicht hin und sagen 'Hallo, ich habe gerade meine Identität im öffentlichen Raum gesucht und eine Parkhaussäule im Stil des fantastischen Surrealismus nachbearbeitet'. Also doch eher berührungssensible automatische Zähler, die gleich mit einem Kamera-Auslöser verbunden sind. Okay, zum Kostensparen könnte man das ganze erstmal auf die Frauenparkplätze beschränken, als Pilotprojekt quasi. Und dann mal gucken!
Einverstanden,
ich finde es auch interessanter, Frauenparkpläzte zu beoabachten als die der Männer.
Da ist mehr los, mehr Geschiebe, vor und zurück, seitlich und quer, mehr Aufregung.
Ich melde mich freiwillig.
Als Pilot quasi.
Gut! Da kannst du dann gleich wieder deinen Kabelfernauslöser zum Einsatz bringen, denn eine gewisse physische Distanz zum Geschehen ist aus gesundheitlichen Gründen unbedingt anzuraten. Wie du richtig erkannt hast und auch dein Bild beweist - Frauen parken leidenschaftlicher ein. Da kann es zu Kollateralschäden kommen. Und wir wollen doch nachher noch die Drehkugel basteln. Also pass hübsch auf dich auf! (Evtl auch die Rüstung anziehen!)
Danke, danke.
Das mit der Rüstung war nur so ein Gedanke.
Aber wenn ich die Adventures eines Ritters Kunibert so ansehe, will ich doch lieber vorsichtig sein:
Ja, pass lieber auf, dass du auch wirklich die Heavy-Duty-Rüstung aus dem Schrank nimmst, die rostfreie mit der Sonderlackierung. Der arme Kunibert ist ja schon hin - aber wir können aus seinen Fehlern lernen!
Ahhh... das sind gute Perspektiven. Einen neuen Ritter ins Rennen schicken! Ja, an zu errettenden Maiden mangelt es uns bestimmt nicht. Sei es in den Verliesen von Burg Luderstein oder zwischen den Parkhaussäulen der Bamberger Karstadt-Tiefgarage....
Na ja, daß ein Ritter zur Rettung in die Tiefgarage galoppiert, ist ja eher dem Reich der Phantasie entnommen. Bei Karstadt könnte es vielleicht ein fescher Bursch mit Papas Lamboghini sein oder Thelma und Louise aus Brandenburg.