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Zwillingsausbruch am Vulkan Stromboli sowie Informationen über die aktuelle Situation am Berg.
Auf meiner diesjährigen Strombolitour durfte ich zwei Nächte erleben, wo der Vulkan praktisch ununterbrochen schönster Feuerzauber produzierte.
Zur Situation am Berg im Frühjahr 2006:
Es ist zur Zeit strengstens verboten, ohne Bergführer in die oberen Regionen des Vulkans aufzusteigen. Bei Nichtbeachtung der vom italienischen Staat verordneten Regelung sind drastische Strafen angezeigt. Und die Behörden haben ein ausgeklügeltes Kontrollsystem aufgezogen.
Eine solche Führertour läuft wie folgt ab:
Aufstieg gute 3 Stunden, Aufenthalt auf dem Gipfel maximal 1 Stunde, Abstieg zirka 2 Stunden. Für eine professionelle Fotoarbeit eignet sich eine solche Tour, so meine Ansicht, absolut nicht.
Ohne Einschränkung ist der selbständige Aufstieg auf zirka 400 Höhenmeter (am Rande der Feuerhalde) erlaubt. Und glücklicherweise sind auch attraktive Aufnahmeperspektiven in dieser Region anzutreffen. Obige Fotografie wurde ab dem Helikopter Notlandeplatz realisiert.
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Aufnahmeort:
Am Rand der Feuerhalde am Vulkan Stromboli
Technik:
Digitale Spiegelreflexkamera
Blende 4.0 mit 15 Sekunden Verschlusszeit
ISO 200 (Bei ISO 100 würde ja die VZ bei 30 Sekunden liegen. Und da ist bei der verwendeten Kamera das Bildrauschen etwas höher ausgefallen)
Brennweite: 100mm (KB Basis / Faktor x1.5)
Bildausschnitt: Nachträgliche Panorama Maskierung
Speziell:
Die Fotografie wurde zirka 30 Minuten nach Sonnenuntergang erstellt. So erscheint der Himmel, dank dem Restlicht, nicht völlig im Dunkeln. Auch auf den Mondstand ist zu achten.
Bitte um Einhaltung der Bildrechte!
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Kontaktaufnahme über:
Markus A. Bissig Fotografie
Eichhofweg 9 CH-7206 Igis
mabissig@bluewin.ch
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okay, auch diesmal nicht komplett gelesen *ungeduldig sei* ...aber deine hintergrundinfos sind sehr aufschlussreich...da schau ich doch öfter mal rein!
Ach ja: super schönes Bild, mit beneidenswerter SChärfe und Farbe...haben wohl extra auf dich gewartet, die beiden ;-)
LG T.anja
Ja, von solchen Aufnahmen träume ich auch, leider macht mir die italienische Vetternwirtschaft (anders kann man das völlig übertriebene Verbot nicht bezeichnen - offiziell mit der Gefahr nach dem Ausbruch zum Jahreswechsel 2002/2003 begründet, offensichtlich aber zum Wohl der Bergführer erlassen) einen Strich durch die Rechnung. 1997 habe ich an einer solchen geführten Tour teilgenommen, was beim ersten Mal sicher Sinn macht, um den Berg und den Weg kennenzulernen.
Einen zweiten Aufstieg unternahm ich bei Tag 2001, um mir die Landschaft und die Wege noch besser einzuprägen. Nun warte ich darauf, dass wieder bessere Zeiten kommen, um die gemachten Erfahrungen von 1997 umzusetzen, aber so lange es genug Touristen hat, die sich ausnehmen lassen und das System so toll funktioniert (wer erwischt wird, zahlt horrende Bussen), wird dies wohl ein Wunsch bleiben. Jä nu, sagt meinereine und nimmt sich Ziele vor, wo der Individual-Berggänger und Vulkanbegeisterte noch Selbstverantwortung tragen darf. Im Gegenzug schlage ich vor, für Italiener in unseren Bergen ebenfalls eine Bergführerpflicht einzuführen ;-)
Grüessli und vielen Dank für die aktuelle Information
Fabienne
hmmmm ... war im April 2006 auch auf den Liparen ... Traumziel Stromboli bei Nacht leider nicht erreicht ... Schirocco ... aber ich werde es wieder probieren ... notfalls auch mit Bergführer ...
mich beschleicht bei einem solchen anblick immer wieder das gefühl der gewissheit, dass wir alle auf einem pulverfass sitzen.
die schönheit, die ich dabei empfinde, hat daher immer auch irgendwie einen morbiden charakter.
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Tante Anja
R. aus E.
Franky Boy´s Weizenliebe
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Fabienne M.
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Euch allen mein Dankeschön für die Anmerkungen!
Herzliche Grüsse aus Graubünden:
Markus
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Fabienne M.
Ja Deine Zeilen sprechen eine deutliche Sprache. Ob das Verbot so übertrieben ist? Da sind bestimmt auch juristische Hintergründe zu beachten.
Wer übernimmt die Haftung, wenn ein glühender Lavastein in die Gipfelzone fliegt.
Auch ist der alte Weg absolut nicht mehr begehbar, es wurden deshalb neue Aufstiege gelegt.
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Christian Camenzind
Würde gerne mehr FC Präsenzzeit geben, aber eben…………….. (zum Glück)
Da der Vulkan praktisch ununterbrochen aktiv war, fehlte mir (leider) die Zeit um eine Touristenverarschung durchzuziehen.
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Franziska Schädel
NEIN, eben nicht 100 ISO
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Friederike R
Ja der berühmt berüchtigte Südwind. Der hat mich in den vergangenen Jahren schon oft in die Pfanne gehauen. Aber das ist das Spiel mit der Natur, und diese darf ja auch gelegentlich gewinnen.
Gute Frage, wer übernimmt die Haftung...
... wenn mir bei einer Bergwanderung am Niederhorn ein Stein auf den Kopf fällt? Bergführerpflicht einführen!
... wenn mich bei einem Waldspaziergang eine Wildsau anfällt? Jägerbegleitungspflicht einführen!
... wenn beim Schwimmen oder Böötlen im Thunersee ein Gewitter aufzieht und jemand nicht rechtzeitig das Wasser verlassen kann? Meteorologenbegleitpflicht einführen! --> Hätt ich auch endlich nen festen Job ;-))
Die sind gar nicht so blöd, die Strombolianer, und wir sollten von ihnen lernen. Gefahren gibt es immer und überall - Leute die sich schlecht informieren und/oder dumm waghalsig verhalten ebenfalls. Das ist doch eine gute Gelegenheit, auch jene zu bestrafen und das Geld aus der Tasche zu ziehen, die sich gut vorbereiten und die nötigen Vorsichtmassnahmen treffen.
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Ursula Kuprat
Da habe vor zwei Jahren folgendes angestellt. Habe meiner Gruppe gesagt, jetzt lösen wir die Kameras aus.
Per Zufall folgte wenige Sekunden später ein Ausbruch. Da fragte ein hinter mir anwesender Tourist: Wie hast Du das gewusst? Meine Antwort: Ich lege immer die Hand auf einen flachen Stein. Wenn dann ein leichtes Zittern festzustellen ist, dann dauert es nur noch wenige Sekunden bis zum nächsten Ausbruch.
Als ich dann das nächste mal zurückschaute, ach ja kannst Dir ja die Geschichte selber zu ende denken…..
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Steve Scaramella
Herzlichen Dank
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Fabienne M., heute um 1:16 Uhr
OK, aber die mathematische Chance, dass ein Lavastein am Stromboli zu fliegen kommt ist doch um ein vielfaches höher als ein Steinschlag am Niederhorn. Und das Gewitter hat doch eine Vorwarnzeit. Vulkanausbrüche kennen diese Regelung nicht so wirklich…..
So würde doch der Jurist argumentieren.
Die Haftungsfrage ist ein grosses Problem. Ein Jugendkollege von mir beschäftigt sich mit Klagen von Touristen an Bergbahnunternehmungen, Hotels, usw.
Und wenn ein USA Bürger eine Klage einreicht, ja dann wird es echt……..
Mein Fazit:
Wir Menschen machen es uns ja selber so kompliziert:
Euch allen herzliche Grüsse aus Graubünden:
Markus A. Bissig
Ein sehr eindrucksvolle Naturdokument.... solange dieser Ausbruch in gezähmter Form stattfindet, ist es schön, dieses Ereignis bewundern zu können.
lg.
lydia
Lieber Markus, ich glaube, dass ich gerade erst begreife, was den Reiz deiner Stromoli-Tour ausmacht. An einen spuckenden Vulkan habe ich dabei nie gedacht. - Sehr schöne Farben, erinnert mich an diese Neonelemente, die vor 20 Jahren mal für Wohnzimmer Mode waren.... VG C