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Aus aktuellem Anlass und auch weil die Klick-Statistik in diesem Account so haeufig im lustigen Gegensatz zu den mageren Bemerkungen darunter steht, einige Gedanken zu meinem Selbstverstaendnis hier:
freue mich genauso ueber diejenigen Leute, denen meine Arbeit gefaellt wie beinahe noch mehr ueber diejeinigen, die wirklich etwas kritisch und ehrlich anzumerken haben. Obwohl zumindest ich weder fuer die fc noch fuer irgendeine Galerie lebe und mein Publikum auch nicht unbedingt hier suchen muss, kalkuliere ich dennoch selbstredend jeden ernstzunehmenden Hinweis auf die Qualitaet meiner Fotos dankend in meine zukuenftige Arbeit mit ein - uebrigens aus derselben Motivation, aus der heraus ich auch Kommentare bei anderen hinterlasse. Bemuehe mich, dies auf einem Niveau zu tun, das stets dem Thema angemessen ist und erwarte dies eigentlich auch von meinen Kritikern. Das ist wirkliche Professionalitaet, alles andere faellt mir wirklich schwer ernstzunehmen. Muss hier gluecklicherweise weder Kunden, Models noch Freunde suchen, das geht ausserhalb des Webs viel besser, auch wenn sich das eine oder andere erfreulicherweise zuweilen ergibt. Daneben bin ich auch fuer jeden Spass zu haben, so er sich denn als solcher zu erkennen gibt. Denn es gibt kein schoeneres Testfeld im deutschen www als dieses ... :-)
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Model I Yedenar Pone
Make up I Moe Thidar@L'Oreal Yangon / La Source Beauty Spa
Necklace I Scott Market
12. February 2007 I Manis Restaurant & Bar, Rangoon (Myanmar/Birma)
jo. ich kenn das mit den klicks im verhältnis zu den anmerkungen... kann auch am niveau deiner bilder liegen... ich hab mir damals auch nicht angemaßt bilder, die von leute kommen, die viel besser sind als ich, irgendwie zu kritisieren... (gerade wenn man dann so sieht "Februar, Myanmar" und dann irgendwann 2 uploads später "März, Paris" oder so ;) )
wenn viele so denken, kann das passieren, dass wenige schreiben :) oder nur sowas wie "toll" etc kommt.
tu mich ja heute noch schwer damit bei dir, tobi etc was zu kritisieren, auch wenn sich bei mir ein bisschen was verbessert hat und ichs evtl sogar "dürfte" - obwohl ich aber trotzdem kein profi bin ;)
vielleicht ists jetzt etwas plausibler für dich, woran das liegen kann.
aber mal zum bild *g*
gefällt mir gut, wobei ich mir da auch n hochformat mit mehr unten dran vorstellen kann.. nicht ganz 2:3, n tick kürzer...
Ehrliche Kritik - ich finde es gut!° Was mich dann doch ein wenig stört ist der kleine Abschnitt vom Arm im gesamten Rechten Bereich. Aber das ist wieder rum auch Geschmachssache, denke ich. Das zur "Kritik" - eines "Amateur", wie die meisten hier die mit Ihren Fotos nicht ihren Lebensunterhalt verdienen. Sondern meistens etwas damit Ausdrücken wollen... Damit kann ich natrülich nicht für alle sprechen. Die Quali deiner Bilder ist ausgezeichnet- aber ich glaube, dessen bist Du Dir bewusst. Noch ein schönes Wochenende, lg
Zur Technik kann ich nicht viel sagen, da ich da, ehrlich gesagt, keine Ahnung habe.
Die Sache mit den Klicks kennen wir wohl alle.
Ich finde es etwas schade, dass das eine Auge nicht ganz zu sehen ist. Das Model hat so schöne und ausdrucksstark Augen. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. Denn sonst habe ich nichts zu meckern . Es ist ein sehr intensives Portrait !
Arne, das Leben hat mich gelehrt, dass das eigene Koennen nur die Summe der eigenen Faehigkeiten, Eindruecke und Erfahrungen ist - wie *gross* jemand ist, ist tatsaechlich immer nur eine Frage der Perspektive.
Klar kann ich mir seit einiger Zeit den Luxus goennen, in der Welt rumzureisen - aber wie auch jede andere Kollegin oder jeder andere Kollege habe ich mal 'nen Job irgendwo und mal nicht. Das ist 'ne Lebensphilosophie, die nicht nur toll, sondern manchmal auch ganz schoen bitter abzuleisten ist. Liest man sich Biographien bekannterer Fotografen wie Newton, Cowan oder beispielsweise Mapplethorpe durch, dann bemerkt man erstaunt, dass es denen - meist sogar noch bis zu deren Tode - ebenso erging. Eine Stange Geld aendert daran anscheinend ebensowenig wie Ruhm und Ehre. Der Prozess des Schaffens und Gestaltens ist weit groesser als der Glanz, der eventuell dabei abfaellt, und wer hoch fliegt, der kann auch ... aber das kennen ja alle ;-))
Dies alles passiert natuerlich nicht im luftleeren Raum - Mode und Trend gehen ganz sonderbare Wege und sind schwer zu kalkulieren ... gluecklich kann sich der schaetzen, der die Faehigkeiten und Moeglichkeiten dazu hat, diese zu setzen. Mir bleibt wie den meisten anderen nur die aufmerksame Beobachtung und die Hoffnung, eines Tages daran teilhaben zu duerfen .. ;-)
Nina, ich verstehe genau was Du meinst, also versuch’ ich mal zu erklaeren was ich da gemacht habe:
Also meiner Beobachtung und Erfahrung nach sind die Sachen, die ich vorher produziert habe und hier in der fc so eher akzeptierter Fashion-Mainstream sind stilmaessig und auch von der Aussage her laengst durch. Und zwar schon Jahre. Sicher – ein sauberes Fashion-Foto zu machen ist beeindruckend mit all den Portys, Gegenlichtakzenten und Phantasiestories – aber versuch’ damit mal noch einen Artdirector in London oder Paris zu ueberzeugen … never.
Und der regelmaessige Blick in die angesagten Magazine verraet auch warum: Ideen sind gefragt, Sachen, die noch nie dagewesen sind, neue Sichtweisen, das souveraene Spiel mit dem Licht in seiner Natuerlichkeit … ein innovativer Umgang mit Mode und ihrer Geschichte im globalen kulturellen Kontext, das Ausreizen aktuellster technologischer Moeglichkeiten.
Bin da in meiner Arbeit auch noch laengst nicht da wo ich gerne waere – aber gerade die Asien-Serie hat letzte Woche in London den Anklang gefunden, dem ich schon seit zwei Jahren zuarbeite. Und das Foto, das am meisten geklingelt hat, war ausgerechnet Neven vor dem Aston Martin.
Aktuell laeuft in dort “Face of Fashion”, eine kleine feine Ausstellung zur zeitgenoessischen Modefotografie: http://www.npg.org.uk/fashion/ . Gezeigt werden erstaunlich wenige Fotos von Mert Alas/Marcus Piggott, Paolo Roversi, Mario Sorrenti, Corinne Day und Steven Klein fuer happige 8 Pfund Eintritt - aber wie so oft bei guten Schauen entfaltet die Auswahl die herausstechende Qualitaet und nicht deren Quantitaet.
Und noch was zur *Reportagelastigkeit* meinerseits: Reportagestile haben die Mode- und Portraitfotografie zeitlebens vor allzugrosser Starre bewahrt. Zu nennen waeren da beispielsweise Ellen von Unwerth oder viel viel frueher Leute wie Cowan, Haskins oder auch Will McBride. Und nach der Aalglaette der Milleniumjahre vermag ich zumindest fuer die kommenden Jahre eine Rueckbesinnung auf die tieferen, rauheren Werte der Aesthetik auszumachen, und darauf mag ich mich fuer meinen Teil auch gerne einstellen …
Aber, bitte, bitte, alles was ich hier schreibe ist meine ganz persoenliche Sichtweise ohne Anspruch auf Allgemeingueltigkeit … andere moegen auch ganz andere Erfahrungen machen …
Zum Foto:
Das mit dem Arm war ein Wagnis, ueber das ich mir auch noch nicht sicher bin. Finde ihn als auflockerndes Stilmittel aber interessant und freue mich, dass ihn ueberhaupt jeder auch als Arm wahrnimmt … ;-)) … Arne, Johannes, hatte in der Tat auch eine Version mit mehr unten dran erarbeitet, die wirkte mir aber am Ende zu steif. Kann sie ja morgen mal reinladen, wenn ich wieder an der Platte bin …
sehr, sehr interessante punkte, die du ansprichst.
was du sagst - mit dem "gutgehen", das stimmt sicher, da sage ich auch gar nichts gegen. ich denke jeder, der in irgendeinerweise kreativ tätig ist, wird das bestätigen können. meist ist das ganze begleitet von einem ständigen selbstzweifel etc - das kenne ich auch.
aber das ganze zu erkennen und da so sehr drinzustecken, das ist - um mal auf das thema kommentare in der fc zurückzukommen - genau der punkt, den viele einfach hier nicht haben, weil es für sie hobby.. und sehr sehr locker ist. zu der erkenntnis kommt man denke ich erst mit einer etwas professionelleren denkweise bzw wenn man dafür lebt.
was du zu nina meintest.. mit den ideen und reportage, da gebe ich dir auch recht. man schaue sich nur magazine wie I-D etc an... da zählt ein bild, schon eher ein gefühl, was oftmals einfach besser von einem "schnappschuss-(artigen)" bild transportiert wird als von einer klasse inszenierten modeaufnahme, die einfach nicht authentisch wirkt. wobei ich aber auf der anderen seite mit der "zeitgenössischen modefotografie" selber etwas auf kriegsfuß stehe, weil es bei vielen sachen so aussieht, als würde wirklich NUR die idee zählen, was mir fotografisch zu wenig wäre.
ich gehe auch davon aus, dass die klassische modefotografie trotzdem immer weiterexistieren wird und dieses zeitgenössische - wie der name schon sagt - eher vergänglich ist und nur bei denen ankommt, die sich mit dem ganzen kram beschäftigen, in der materie sind.. werber, art directoren, verlage, designer etc... otto-normal, der auf werbung reagiert wird den trend evtl wahrnehmen aber trotzdem immer nach den klassischen sachen gehen, die erreichen einfach mehr leute - denke, dass das die massenträgheit ist.
dass das den schaffenden auf dauer nicht befriedigt, das ist was anderes und das verstehe ich vollkommen.
den dokustil finde ich gerade in der modefotografie super. weil er eben dieses natürliche rüberbringt.. gefühle eher und realsitischer zeigen kann (selbst wenns trotzdem gestellt ist), einfach mehr credebility hat. aber da kommt wieder die frage ins spiel.. wie objektiv sind wir, die ständig mit bildern, deren inhalten etc zutun haben. was sagt der, der am ende der kette steht und uns indirekt bezahlt? was sagt otto-normal? erkennt er das? ist ihm das egal, was gezeigt wird? ich versuche das ganze meistens in nem größeren zusammenhang zu sehen - okay, wenn man zu sehr drauf achtet wird man teil davon, das sollte nicht passieren. wenn ich noch weiterrede komm ich bald bei adam und eva an... weil ich jetzt gerade fragen wollte.. was machen wir? ist das kunst oder fotografie? ist da überhaupt eine grenze? wie stark darf / sollte man sich selbst verwirklichen oder wie sehr sollte man darauf achten, was wirklich umsatz macht...?
oh ich mags unheimlich, hat sowas nahes und intensives und lebendiges.....toll
(...ich hab wirklich auch net viel Ahnung und versuch die Bilder, die für mich interessant sind mit einem "normalen" Blick zu sehen und so bildet sich auch meine Meinung darüber. Ich sehe, fühle und schreibe so ...)
Ich hab leider nicht die Zeit die hier sicher interessanten Anmerkungen zu lesen, aber die irgendwo zu Beginn getroffenene Anmerkung von Arne, Bilder, die von Leuten kommen, die besser sind als man selbst, früher nicht kritisiert zu haben, ist eine sicher nicht zielführende Attitude.
Überhaupt wird in FC meist nur kommentiert wenn mans gut findet. Das bringt null weiter. Und ich scheue mich nicht, Bilder von Top-Fotografen zu kritisieren, dies besser können als ich. Fotografie zu verstehen und Geschmack zu entfalten sowie Tecknik zu erkennen heißt nicht, es in der Praxis selbst umsetzen zu können.
Deine eigene Anmerkung kann ich nachvollziehen und sehe es komplett gleich.
Zu Deinem Bild: Der enge Bildschnitt gefällt mir. Der Anschnitt des linken Auges unterstreicht den verstohlenen oder vielleicht auch schüchternen, eventuell nicht gewollt bemerkten Blick. Ein heimliches Beobachten ds sehr gekonnt in Szene gesetzt wird. So jedenfalls verstehe ich diese Präsentation.
Dass das Model sehr hübsch ist, schreibe ich selten, da ein gut aussehendes Model zwar oft die halbe Bildmiete einfährt aber im Grunde mit der Technik nicht viel zu tun hat. Hier aber ist das Aussehen für meinen Geschmack schon sehr besonders.
ehrlich gesagt ist mir die webbildquali bei deinen modestrecken hier manchmal zu substandard, um die bilder für mich beurteilen zu können. klar muss nicht alles blinken & blitzen, um's gut wirken zu lassen, nur etwas mehr nähe zum original würde sicher auch die zahl der anmerx pushen, wenn dir das wichtig ist...
was den inszenatorischen teil betrifft, finde ich deinen gezeigten weg absolut gangbar und in der art großartig, oft etwas unbehauen, wohl gerade deshalb charmant & eigenständig. darauf kommt's für mich an, nur muss ich das zeug nicht kaufen (wie wohl keiner hier). dass das mal wenig mit dem hiesig vorherrschenden, sterilen anziehpuppenstyle zu tun hat, ist für mich ein gewinn.
für den big bang fehlt für mich mitunter die straightere konzeption hinter der kamera (die oft aber auch sichtbar ist), manchmal die performance davor, um die leichtigkeit noch mehr in den frame zu setzen - vergleichbar mit artisten etwa, die am tag 8std. trainieren, um's am trapez locker wirken zu lassen. mal sind's die halbdistanzierten schnitte & perspektiven, mal anderes - aber das ist hier eigentlich nicht der ort für diese diskussion, weil zu allgemein und nicht auf dies bild bezogen...
Sehr interessante Gesichtspunkte die Du oben äußerst. Ich sehe das übrigens sehr ähnlich, auch wenn ich in der Industrie arbeite und Fotografie mein Hobby ist. Gerade die Asienaufnahmen brachten für mich den frischen Wind der hier den Unterschied zu vielen anderen Fotografen ausmachte.
Wow, Leute, ich bin zutiefst beeindruckt wie viel – und vor allem was hier zusammenkommt an einem Tag wie diesem, der einen doch eher nach draussen zieht ... ;-) ... aber das scheint zu zeigen, wie gross der Bedarf ist, auch mal solche Sachen zu besprechen.
Arne, das Thema Selbstzweifel ist eines der zentralsten Punkte ueberhaupt – denn jeder hat sie und keiner wagt darueber zu sprechen, weil solche offen geaeussert ja das Image des *perfekten* oder *schon gemachten* Fotografen unterlaufen koennten. Gerade hier in der fc. Und selbst wenn man darauf fuer jeden erkenntlich gar keinen Wert legt, wird einem eine gewisse Attituede immer wieder unterstellt. Das finde ich laestig, es ist mir aber eigentlich egal. Kann gut zu meinen Selbstzweifeln und Fehlern stehen.
Zwischen klassischer und zeitgenoessischer Modefotografie kann ich aber im Gegensatz zu Dir keinen Unterschied erkennen – Man Ray, Guy Bourdin oder all die Wilden und Ungestuemen der fruehen siebziger Twen-Jahre wuerden Dir an die Gurgel springen, wenn Du sie nicht zu den Klassikern zaehlen wuerdest. Und die haben weiss Gott kaum cleane, klassische Studiosets gemacht. Und gerade auch erfolgreiche Leute wie der bereits von mir einmal erwaehnte Sean Ellis („365 – A Year in Fashion“) haben die Sterilitaet der Jahrtausendwende mit all den dominierenden Makeup-Artisten und Fashion-Stylisten wenn ueberhaupt nur gestreift und sind ihrem rauen, neugierigen Stil treugeblieben. Das zahlt sich jetzt aus – denn wer einen Demarchelier wirklich haben will, der bucht besser ihn und nicht einen seiner unzaehligen Nachahmer. Und noch weniger Sinn sehe ich darin, heutzutage auf diesen Zug aufzuspringen, der eigentlich schon laengst in der Abstellhalle steht.
Ottonormalverbraucher mag vielleicht schlicht sein, aber er ist nicht doof. Und was noch viel schlimmer ist – er ist mittlerweile beinahe so schnell gelangweilt wie die Kreativen, die davon leben, ihm alles vorzutanzen. Oder wie kommt es, dass ich gestern abend eher zufaellig und zum ersten Mal die deutschen Superstars anschalte und just in dem Moment derjenige den Pausenclown macht, der am schlechtesten von allen 30.000 Bewerbern singen kann? Da hielt sich sogar Glattmeister Bohlen die Ohren zu. Mehr raue Wirklichkeit geht ja schon gar nicht mehr, nach der sich die Leute aktuell anscheinend sehnen, oder?
Kunst oder Fotografie? Newton hat immer kokett betont, er mache keine Kunst. Nun haengt er im eigenen Museum. Ob er wohl ehrlich war oder nur bescheiden? Ob man sich entsprechend selbst verwirklichen kann haengt wohl entscheidend davon ab, wie gut man den Markt und die Geschichte seines Metiers kennt, wuerde ich vermuten. Deshalb arbeite ich so intensiv daran.
Rika, letztlich werden alle Bilder fuer Leute wie Dich mit dem *normalen Blick* gemacht, denn wir Professionellen wollen Euch damit einfangen. Meiner Meinung nach liegst Du goldrichtig.
Nina, ich glaube Du irrst. Nur weil Deutschland seit vierzig Jahren in PR & Werbung hintendran ist heisst das nicht, dass die Sachen frueher oder spaeter nicht doch hierher kommen. Nenne mir einen Deutschen in dieser Branche, der von Deutschland aus operiert und in Gestaltungsfragen wirklich tonangebend ist ... ich kenne keinen. Selbst Lagerfeld (der ja in Paris lebt) veroeffentlicht in Deutschland nur seinen Schrott und zeigt die wirklich interessanten Sachen woanders. Zur Kunst: wenn ich reiner Dienstleister haette werden wollen, waere ich zur Lehre ins Passbildstudio um die Ecke gegangen.
Alan, danke, ich freue mich darauf. Gerade auch, weil ich Deine Bemuehungen eines Lightening-Tutorials fuer wirklich interessant halte. Gerade zu diesem Thema gibt es aber auch sehr gute Buecher (*Pro-Lightening*-Serie), die eigentlich bei jedem Fotografen im Regal stehen sollten. Ansonsten finde ich, dass gute Mode&Portrait-Fotografie immer auch ein wenig ueberraschen sollte, will sie nicht nur Handwerk sein. Wenn mir das manchmal gelingt, so freut mich das natuerlich ganz besonders.
Thomas, in dieser Art ist die Bearbeitung des Bildes hier gemeint gewesen – wie gesagt, auf der Originaldatei war weit mehr drauf. Zur Auswahl der Models komme ich noch weiter unten zu sprechen.
Mr. Engels (Dein Vorname ist mir leider wieder entfallen, sorry dafuer), was die Webdarstellung von Fotos angeht, hab ich’s eigentlich schon laengst aufgegeben, mir darueber einen Kopf zu machen ... Screendarstellungen sind schon aufgrund der verschiedenen Farbraeume und Kalibrierungen denkbar ungeeignet, um einen vernuenftigen, repraesentativen Eindruck von Fotografien zu erhalten (Nina kann ein Lied davon singen ... ;-))
Im Printbereich kannst Du dieselben Sachen dagegen auf ungestrichenem, unlackiertem halben Toilettenpapier drucken, und sie sehen immer noch stylish aus. Die besten Modemagazine wie das „W-Magazine“ leben seit Jahren mit diesem einstigen kostenguenstigen *Kompromiss*, der heute schon laengst keiner mehr ist. Und da jeder 70-€-Tintendrucker heutzutage mehr rausholt als der teuerste Bildschirm, habe ich mir abgewoehnt, Webdarstellungen nach diesem Kriterium zu beurteilen.
Den Big Bang halte ich fuer den zweiten zentralen Punkt, der hier heute angesprochen wurde. Fuer den arbeiten wir wohl alle, und genauso gut wissen wir, wie schwer er zu erreichen ist. Insofern ist das hier der idealste Ort, das zu diskutiern ... ;-)
Ich danke Dir wirklich fuer Deine persoenliche Einschaetzung meiner Arbeit, weil sie fuer mich zum ersten Mal in Worte fasst, was auch ich darueber fuehle. Hast Recht, die Konzeption koennte manchmal noch konsequenter sein, sie steht halt in direkter Konkurrenz zur Sponanitaet, die auch ihren Raum haben muss. Denn genau dazwischen liegt fuer mich das Koennen des Fotografen.
Was die Performance vor der Kamera angeht, so ist gerade die Auswahl der Models ein ganz entscheidender Punkt fuer mich geworden, der noch viel zu oft in der Luft haengt. Manch einer mag verwundert, gelangweilt, ja ich hoerte sogar schon genervt darueber sein, dass ich beispielsweise mit Neven so viel gearbeitet habe. Sicher, Neven ist – jedenfalls bislang noch nicht – ein Top-Model, und es haengt allein an ihm selbst, ob er einmal auch nur in die Naehe davon kommen wird, ..., aber er ist irre genug, mir bei jeder noch so verrueckten Idee zu folgen, und das koennen sowohl ich als anscheinend auch jene Leute honorieren, die so etwas tatsaechlich beurteilen koennen. Biete ich London an, dann kommt er einfach hin, ohne zu diskutieren, die Chance auf interessante Bilder im Blick und mit einem Ticket in der Tasche, das letztlich billiger ist als ‚ne Zugfahrt von Berlin nach Hamburg. Er bringt die Abenteuerlust mit, die genau jenen Models fehlt, die immer gerne wuerden, aber nie machen.
Habe ja schoene Models noch und noecher gehabt von Agenturen und ueberall her in den vergangenen Jahren, aber Schoenheit alleine reicht halt selten fuer ein gutes Foto – wer sich selbst nicht performen kann, also es noch nicht einmal schafft, sich fuer eine gute Chance ein Ticket nach nirgendwo zu organisieren, der wird auch vor der Kamera nicht richtig performen koennen. Und mal ganz ehrlich, habe schon einigen Models hier von mir aus angeboten mit mir zu arbeiten, weil ich hier und da enormes Potential sehe – gekommen ist bislang immer nur einer: Neven. Und der ist dafuer sogar bis nach Asien gereist. In Berlin habe ich mit ihm dagegen noch nie Fotos gemacht, hier sind wir *nur* befreundet.
Auch an den halbdistanzierten Schnitten und Perspektiven ist was dran, Du hast eine phaenomenale Beobachtungsgabe, Hut ab, koennte die fc doch nur oefter so praezise sein – denn genau fuer Schnitte und Perspektiven versuche ich gerade in meinem bescheidenen Rahmen eine adaequate Loesung zu finden ... :-)
Nico, Schlanker, Falte, Markise? Steh auf’m Schlauch ... (Sonne brennt so gnadenlos ....)
Fragt mich zukuenftig jemand nach ‚ner passenden *Bedienungsanleitung* fuer gute Fotos, dann werde ich auf Deine Passage hier verweisen. Die trifft’s auf den Punkt.
Und all den anderen mal wieder: merci fuer all Eure Gedanken!
Kritik kann ich kaum von mir geben weil ich keine Ahnung von Techniken habe also unscharf, säuft ab usw. Dementsprechend kommt nur gut odere gar nichts.
Voting Center, 1.05.2007 at 20:25h
Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 122 pro und 367 contra Stimmen abgelehnt. Vielleicht klappt es das nächste Mal ;-)
Ich hatte die Ehre einen Mann zu kennen, der mit Bezug zu seinen Models fotografiert. Einige Menschen denken Geld ist alles im Leben. Andere fotografieren um zu leben.
Dieser Mensch lebt um zu fotografieren. Wer das nicht glaubt , sollte sich seine Bilder anschauen.
Mögest du weiterhin die Regeln brechen und wie ein kranker mit 3 anderen Kranken bei McDonalds Tiramisu essen und im Biergarten deine Cola "light" trinken.
wow, das sind die mit abstand längsten anmerkungen die ich hier in meiner FC Zeit gelesen habe.
das problem ist, die fc stumpft ab. die mehrzahl der bilder sehen sich alle sehr ähnlich und sobald ein bild fuer die galerie vorgeschlagen wird, misst man es an den anderen bildern, die als gut und "richtig" angesehen werden.
pro fürs bild.
doppel-pro für die Pose und den Schnitt!
mir fehlt auch etwas Schärfe und Zeichnung in den Augen
und feine Haarsträhnchen vorm Gesicht mag ich gar nicht (aber ich denke, das ist Geschmackssache und keine Qualitätswertung)
insgesamt pro - lg - Sabine
Neven Pilipovic, 1.05.2007 at 20:25h
Ich hatte die Ehre einen Mann zu kennen, der mit Bezug zu seinen Models fotografiert. Einige Menschen denken Geld ist alles im Leben. Andere fotografieren um zu leben.Dieser Mensch lebt um zu fotografieren. Wer das nicht glaubt , sollte sich seine Bilder anschauen.
Mögest du weiterhin die Regeln brechen und wie ein kranker mit 3 anderen Kranken bei McDonalds Tiramisu essen und im Biergarten deine Cola "light" trinken.
Danke! Es macht Spaß ;)
Das ist eine Liebeserklärung!!! *g* hrhrhr
Leute haut rein!