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Die Kaiserthermen (UNESCO Weltkulturerbe)
von Wolfgang
Constantin's Kaiserthermen, die Badeanstalt der feinen Gesellschaft, imponieren selbst als Ruinen. (begonnen ab dem 4. Jahrhundert)
Die Mauertechnik der Thermen ist schon byzantinisch.
Sichtbar rötliche Ziegelschichten sind nichts anderes als der Beton des Altertums.
In den grossen Sälen und Apsiden befanden sich Wannen- und Wasserbecken in aufwändiger, prachtvoller Ausstattung:
das Frigidarium (Kaltbad), das Tepidarium (Warmluftbad) und das Caldarium ( Heissbad).
Man kam hierher, um in den hohen Gewölben zu promenieren, zu spielen, in's Wasser zu tauchen oder aus der Bibiothek eine Buchrolle zu holen.
Da das weitläufige Bauwerk fast in seinem ganzen Umfang ausgegraben
ist, gewinnt man einen guten Eindruck von dieser mächtigsten Badeanlage ausserhalb von Rom.
An den Bögen der Kaiserthermen kondensierte einst der Dampf des römischen Dampfbades.
Die behäbige Stadt an der Mosel gehörte einmal zu den vornehmsten Zentren der alten Welt.
Ein Kalender des 4. Jahrhunderts nennt Trier in einem Atemzug mit Rom, Alexandria und Konstantinopel. Trier war sogar eine Zeitlang die Hauptstadt des Römischen Weltreichs: Sieben römische Kaiser regierten hier.
Einer von ihnen war Constantin der Grosse. Er lebte mit seiner Familie in einem Palast unweit des Doms. In Trier empfing er die Gesandten aus seinem riesigen Reich, von hier aus ergingen die Befehle an die Präfekten und Feldherren von Britannien bis Ägypten.
Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. ( "urbs antiquissima")
Die Vielfalt der hier vorhandenen Epochen und Stile verleihen der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter.
Die frühen Bauten und Ruinen atmen eine zweitausendjährige Geschichte.
In Trier war es, wo die antiken Strassen sich kreuzten, und in ihrem Gefolge Kunst, Religion, Wissenschaft, Politik und Lebensart gepflegt wurden.
Das antike Trier, mit seinen prachtvollen Bauten, der Römerbrücke, der Porta Nigra, den Kaiserthermen, der Aula Palatina des Kaisers Constantin, heute Basilika genannt und dem Amphitheater, ziehen jeden Besucher in ihren Bann.
Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts war Trier mit 70.000 Einwohnern die grösste Stadt nördlich der Alpen.
Das mittelalterliche Trier mit dem mächtigen Dom aus dem 9. Jahrhundert, das Trier der Gotik, der Ranaissance, das barocke Trier mit dem Kurfürstlichen Palais nach Plänen Balthasar Neumanns.
Die Geschichte hat die Stadt nicht geschont.
Brandschatzung, Plünderung und Zerstörung waren an der Tagesordnung.
Hunnen, Franken, Normannen, Spanier, Franzosen, Schweden - Kriegshorden vieler Nationen fielen hier ein und machten nieder, was soeben erst wieder aufgebaut worden war.
Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren verheerend.
Benutzte Literatur: Auszüge aus Merian: "Trier" und "Die Mosel"
Bild Atlas: "Trier"
Buch: "Trier" von Hans Scherer und aus diversen Schriften der
Tourist - Information in Trier.
Wir freuen uns, wenn unsere Aufnahmen und die Erklärungen dazu gefallen haben und danken im voraus für Eure Anmerkungen.
Die Struktur des Bauwerkes sieht interessant aus und kommt auf der Aufnahme schön zur Geltung. Ein klasse Licht. Und der Durchblick gefällt mir auch sehr gut. Eine feine Aufnahme ist das.
Ganz herzliche Grüße an Euch
Inga
Die roten Ziegel stehen in einem interessanten Kontrast zum blauen Himmel, der enge Bildschnitt fokussiert thematisch auf das Wesentliche, gefällt mir sehr gut!
vg
Anja