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**** barriere.frei [kraftlos im leben(?)] **** by Peter Purgar

**** barriere.frei [kraftlos im leben(?)] **** 


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24.09.2009 at 9:32h
, License: All pictures © by the senders.
Wer steht dir eher negativ gegenüber, wer eher positiv....
„Frauen reagieren meist eher gut auf mich, Probleme habe ich mit pubertierenden Gruppen. Die ländliche Bevölkerung ist oft nicht aufgeschlossen oder überfordert mit meiner Behinderung. Da gibt es auch hin und wieder beleidigende Worte mir gegenüber. Über diese Ablehnung ärgere ich mich sehr wohl und das nagt an meinem Selbstbewusstsein. Deswegen sind mir auch Fotos von meiner Person ein Gräuel. Ich sehe mich dann selbst, so wie ich einfach in Wirklichkeit aussehe und das möchte ich nicht sehen – das ist mein Selbstschutzmechanismus!“

Was würde dich sehr glücklich machen, was würdest du dir wünschen und wovon träumst du?
„Mein größter Wunsch wäre, dass mein derzeitiger Gesundheitszustand solange wie möglich bestehen bleiben soll. Meine Bandscheiben werden momentan immer schlechter und dies betrifft meine ganze Wirbelsäule. Vor allem wenn meine Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen wird verliere ich neben meiner schon eingeschränkten Motorik auch das Gefühl und die Sensibilität in großen Teilen meines Körpers. Alles wäre dann komplett weg. Diesen Schlag psychisch zu verarbeiten wäre für mich sicher ein sehr großes Problem.
Auch von einer Partnerschaft träume ich nach wie vor, nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern vor allem jemanden an seiner Seite zu haben der mit einem durchs Leben geht, aber nicht als Betreuungsperson.“

Welche Barrieren sind dein größtes Problem? Wie barrierefrei möchtest du gerne sein?
So banal es klingen mag, aber Stufen sind eines meiner größten Probleme, vor allem die Vielzahl der unnötigen Stufen. Sei es im öffentlichen Bereich, bei den Ämtern und Ärzten oder in der Gastronomie. Es wird bei öffentlichen Neubauten Barrierefreiheit vorgeschrieben, aber es wird leider nicht immer so umgesetzt. Die Kosten sind meist, wenn sie gleich ordentlich mit eingeplant werden, im Gesamtkonzept nicht der Rede wert. Mein Rollstuhl hat mit mir ca. 180 kg und da wird jede Kante zum unüberwindbaren Hindernis. Eingangsstufen sind sehr beliebt und für mich ein echtes Ärgernis.
Ich werde manchmal auch nicht für voll genommen. Manche Menschen meinen, wenn man im Rollstuhl sitzt hat derjenige auch eine geistige Behinderung. Einige Leute sprechen nicht mit mir sondern nur mit meinen Assistenten oder meiner Mutter, auch wenn es im Gespräch um meine Person geht. Diese Scheu mich direkt anzureden macht mir zu schaffen, nagt am Selbstwertgefühl und lässt mich wiederum über meine Situation nachdenken.
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