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„Wären wir doch, verlaust und heiter, in der Gesellschaft der Tiere geblieben, hätten wir uns doch noch ein paar Jahrtausende zusammen mit ihnen in Fäulnis gewälzt, hätten den Geruch der Ställe eingeatmet und nicht den der Laboratorien, wären an unseren Krankheiten gestorben und nicht an unseren Heilmitteln, hätten unsere leere Mitte umkreist und wären sanft darin versunken.“
„Wären wir doch ….“ Diesen Satz las ich im Juli. Im August fuhr ich los, um das Heimatdorf von Emil Cioran aufzusuchen. Ich konnte mich nie damit abfinden, dass der Gedanke eine abstrakte Existenz führt, ich musste nach Rasinari fahren. Über die Gorgany, die ukrainische und rumänische Bukowina, über Cluj und Sibiu erreichte ich den südlichen Rand Siebenbürgens. Gleich hinter den letzen Häusern des Dorfes erhoben sich die Karpaten.
………..
Andrzej Stasiuk
(Aus „Unterwegs nach Babadag“)
Eine Idylle für die sich die lange Reise gelohnt hat. Dein Bild transportiert einen wunderbaren Charme wie er nur von solchen kleinen Orten weit hinter den Bergen ausgehen kann.
Gruß Ewald
Das sieht sehr authentisch aus, man kann den einstigen bescheidenen Wohlstand an den Häuser ebenso sehen wie die heutige Armut und den Verfall. Siebenbürgen hat sicher bessere Zeiten erlebt, aber wohl auch schlechtere.
Beste Grüße
Frank
Ein wenig verspätet aufgrund meiner Urlaubsabwesenheit möchte ich es aber nicht versäumen, dieses Bild unkommentiert zu lassen.
Die Aufnahme ist vom Standpunkt her einfach grandios. Du hast einen verdammt guten Blick für den Bildaufbau - das spiegelt sich in Deinem gesamten Portfolio wieder.
Die 3 Menschen zeigen die Lebendigkeit, die dieses Dorf hat. Ohne sie würde etwas gehlen.
Salutari! :-)
lg von Heike
"Wären wir doch ..." - aber es geht nicht.
Wir sind am falschen Ende der Welt, denke ich manchmal auch. Was Alles brauchten wir nicht, was man uns antut und aufschwatzt. Es gibt keinen Rahmen mehr, alles ist überdehnt, ins Maßlose überzogen, der Mensch ist nicht mehr er selbst und lebt nicht mehr sein Leben. Ich glaube nicht, dass wir unglücklicher wären, wenn wir so Vieles gar nicht kennen würden. Der Mensch ist überfordert und nicht mehr imstande, zu erkennen, dass er falsch lebt. Siehe dein Zitat. Aber wer hat Zeit diese herrlichen Bilder zu geniessen, sich hinein zu versetzen, über die Worte nachzudenken ... Es wird weiter geblättert und das normale, unnormale Leben nimmt seinen Gang.
Danke für die wunderbaren Bilder und die Momente der inneren Einkehr, die zu oft untergeht in diesem weltlichen Chaos und auch nur noch dahin gesprochenes Wort ist. Weihnachten ist es wieder so weit ...
und das Unheil nimmt seinen Lauf
VG Bernd