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Juli 1986: Drei junge Männer werden in Ostberlin von der Stasi aufgegriffen, weil sie in die damalige ständige Vertretung der BRD wollten. Quietschende Autoreifen, Tür eines Transporters auf, alle 3 rein, Tür verriegelt. Fahrt quer durch Berlin, 10 Meter breites und 3 Meter hohes Rolltor öffnet schwer, Blick in einen sehr großen Hof, Streben vor den Fenstern. Einfahrt, Schließung des Hoftores mit krachendem Schall, Gedanke: *Hier kommst du nie wieder raus!!!*.
Nachdenken: *Keiner weiß wo du bist - Keiner!* *Wo bringen die dich hin?* *Bist du jetzt ein Verschollener?* ...Zeit vergeht... *Wie spät ist es?*
Einzelverhör: großer langer Raum zum Licht, Schattenfigur hinter großem Tisch. Fragen, unzureichende Antworten. Fragen, Fragen.
Das ist nun über 20 Jahre her, für die Macher des Systems habe ich immer mehr Mitleid als Hass empfunden. Im Januar 1987 wurde ich (endlich) aus der damaligen DDR abgeschoben. Dies ist ganz sicher KEINE wichtige Geschichte, aber sie ist ein Teil meiner Geschichte.
Der Besuch am 01.07.2007 in einem Frankfurter Untersuchungsgefängnis stach diese Erinnerung wieder wach und so entstand eine kleine persönliche Serie, an die ich am 30.06. noch nicht gedacht hatte... :-)))
Ich kenns ja nu schon ein paar Tage :-) - aber es geht für mich immer noch unter die Haut. Es ist authentisch und echt. Etwas was ich hier bei vielen Bildern vermisse. Ein Bild mit viel Aussagekraft, emotionaler Wucht. Der Text nähert sich dem Thema noch mal von einer anderen Seite, zusammen wird es zu einem herausragenden Zeitdokument.
Eine absolut beeindruckende Serie, die Du hier mit Deiner persönlichen Geschichte verbindest. Es gibt wenig Bilder hier mit Gänsehaut-Feeling, aber das hier gehört für mich zweifellos dazu! Ab in die Galerie damit!
vg, ralf
Dieses Bild geht für mich unter die Haut. Es ist authentisch und echt. Ein Bild mit viel Aussagekraft, emotionaler Wucht. Der Text nähert sich dem Thema noch mal von einer anderen Seite, zusammen wird es zu einem herausragenden Zeitdokument.
Ich würde gerne mehr _solche_ Bilder in der Galerie sehen.
Mhh ja kenne die Geschichte von meiner Ma, sie wurde tagelang zum Verhör festgehalten mit dem Vorwurf zur Republikflucht. Wollte sich mit einem Freund in Prag treffen, während dessen war ich, 1,5 Jahre alt bei meiner Oma....Kaum zu Glauben...
"Das Leben der Anderen" übrigens sehr zu empfehlen dieser Film. Informativ und ohne Übertreibung wie sie es ja sonst gerne machen...
frag mich mal wieder wo die ganzen 311 kontravoter sind??
scheint ja mode geworden zu sein bei einem kontra so garnichts mehr zu kommentieren...... :-(
@Dähne Fotografie: Hier ist das doch klar ... die meisten Contra-Begründungen hätten gelautet 'weil es nicht bunt und nett ist' oder so ähnlich. Und wer schreibt sowas schon hin? Schau Dir doch mal die reingewählten Sachen an ... sind gute dabei, ja ... aber der Großteil: völlig belanglos. Nett und belanglos, so muss ein Bild sein, um vom Großteil der Voter angenommen zu werden. Und wenn man bei so einem netten und belanglosen Bild dann contra votet, fällt der ganze Buddyclub über einen her, man sei ja nur neidisch und so ... ach ja, ich bin vom Thema abgekommen ... sagen wir mal, 167 Pro-Stimmen sind ein durchaus respektables Ergebnis für ein derart düsteres Bild, oder?
*seufz*
von mir hätte es noch das 168. pro gegeben...
nicht wegen der geschichte, sondern weil's ein gutes bild ist mit ganz viel aussagekraft, emotionen - weil's berührt.
:o)
@ALLE: Danke an alle Voter für euer Interesse ;-)
Die Contra-Voter bitte ich um Verständnis, dass ein Bild, das Erlebtes ausdrücken soll, an dieser Stelle nicht *freundlicher* sein konnte. Ich gestehe, das es sogar eine *freundlichere Version* gab, diese aber nicht meine Emotionen spiegelte. Es ging mir also nicht um fotografische Schönheit sondern der Rubrik entsprechend um Dokumentation des Erlebten. Dafür waren Düsterheit und Bildrauschen bewusste Gestaltungsmittel - und ich bin froh, dass nicht 400 schreiben mussten *Wir teilen das Erlebte und deshalb die Ausdrucksweise*
@Barbara: Danke für deinen Vorschlag :-)))
Barbara Homolka, 17.07.2007 at 20:43h
Dieses Bild geht für mich unter die Haut. Es ist authentisch und echt. Ein Bild mit viel Aussagekraft, emotionaler Wucht. Der Text nähert sich dem Thema noch mal von einer anderen Seite, zusammen wird es zu einem herausragenden Zeitdokument.Ich würde gerne mehr _solche_ Bilder in der Galerie sehen.