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Ich habe mit Absicht die bestehenden Freileitungen nicht retuschiert, um einen Gesamteindruck des jetzigen Zustandes zu dokumentiern. Bei einer Verstärkung des Kontrasts, was ich auch versuchte, wäre der Himmel zu einer grauen Einheitssoße geworden. Deshalb beließ ich es so.
Kaditz wurde 1269 erstmals urkundlich erwähnt und gehört zu den ältesten Siedlungen in der Elbtalaue. Der Name Kayticz stammt aus dem altsorbischen und bedeutet Leute des Kojeta. Bereits 1273 ist von einer Kirche die Rede, die unter dem Namen Emmauskirche bis heute das Ortsbild prägt und einst kirchlicher Mittelpunkt von neun Dörfern war. Das Dorf unterstand dem Meißner Bischof und kam somit nach der Reformation an das Prokuraturamt Meißen. Außerdem besaß das Amt Dresden Anteile an Kaditz, so dass bis ins 19. Jahrhundert zwei Amtsrichter über die Gemeindeangelegenheiten wachten.
Ursprünglich bestand die Kaditzer Flur nur aus 6 Gütern und den Hufenfeldern östlich des Dorfkerns, an die noch der Straßenname An den Hufen erinnert. Später wurden die hochwassergefährdeten, aber sehr fruchtbaren Weideflächen am Elbufer einbezogen. Hinzu kam im 15. Jahrhundert das ehemalige bischöfliche Herrengut und Vorwerk Poppewitz. Nach dessen Auflösung wurden die Fluren als “Puppsfelder” an die Kaditzer Bauern ausgegeben. Bereits Ende des 14. Jh. war das Dorf Gleina, zwischen Kaditz und Trachau gelegen, von seinen Bewohnern verlassen worden. Dessen Fluren wurden danach ebenfalls von Kaditz aus bewirtschaftet.
Neben der dominierenden Landwirtschaft wurde in Kaditz auch Weinbau betrieben. Mittelpunkt waren der sogenannte “Bischofsgarten” an der Kaditzer Elbfähre und die nordwestlich des Ortes gelegene Erhebung Goppitz. Bis heute erinnern alte Weinbergsmauern an verschiedenen Stellen an diesen Wirtschaftszweig. Ebenfalls nur noch Reste sind vom Kaditzer Tännicht erhalten, einem früheren Kiefernwäldchen zwischen Radebeul und dem heutigen Riegelplatz. Mit Trockenlegung des alten Elbarmes an den Seewiesen wurde zusätzliche Nutzfläche gewonnen und später meist gartenbaulich genutzt.
Der alte Dorfkern von Kaditz mit seinen schmalen Giebelhäusern gehört zu den besterhaltenen in Dresden. Deutlich ist die frühere Zersplitterung der ursprünglich größeren Güter durch Erbteilung zu erkennen, welche erst 1635 durch die Einführung des Minorats (Erbrecht des jüngsten Sohnes) eingeschränkt wurde. Der unter Denkmalschutz stehende Anger erhielt sein heutiges Aussehen nach dem letzten Dorfbrand 1818. Infolge der intakten dörflichen Strukturen, die den Zuzug fremder Häusler und Gärtner verhinderte, konnten sich in Kaditz noch bis zum Ende des 19. Jh. Bräuche und Sitten aus der sorbischen Vergangenheit erhalten. Dazu gehörte der alte Versammlungsruf “Botscheremoh” (“Kommt alle zusammen”), mit dem Gemeindeversammlungen einberufen wurden. Am 1. Januar 1903 kam Kaditz als Ortsteil zu Dresden.
hallo rolf!
ja, ein verträumtes dörfchen... der baustil gefällt mir! jedoch ist das ganz linke nicht mein fall - das gerüst gefällt mir nicht! aber geschmacksache. trotzdem eine schöne aufnahme und die farben gefallen so wie sie sind! zum text: sehr ausführlich ;)
Wieder ausgesprochen informativ und interessant. Mir fällt auf, das die Häuser sehr gepflegt sind und teilweise neue Anstriche erhalten haben. Gefällt mir!
LG Wolfgang
Mir gefällt die Häuserreihe,ruhig und beschaulich,was stören da schon ein paar Leitungen.
Trotz der nicht ganz optimalen Lichtverhältnisse,ein schönes brilliantes Foto.
LG.Gaby
Es ist schoen zu sehen wie diese schoenen alte Haeuser wieder restauriert werden. Eines Tages kommen auch die Hochleitungen in den Untergrund und das Stadtbild wird sich um vieles verschoenern.
LG
Hans von down under