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Das im Zentrum des Doms gelegene Oktogon wurde in den neunziger Jahren des 8. Jahrhunderts (vermutlich ab 793/794) unter anderem nach byzantinischen Vorbildern (zum Beispiel San Vitale in Ravenna, Kirche der Heiligen Sergios und Bakchos in Konstantinopel) als Kapelle der Aachener Kaiserpfalz errichtet. Weitere Vorbilder sind in den spätantiken Bauten von St. Gereon und dem Praetorium in Köln zu suchen. Überlieferter Baumeister war der Franke Odo von Metz. Die Pfalzkapelle Kaiser Karls des Großen war über 200 Jahre lang nördlich der Alpen in ihrer Höhe und Gewölbeweite unübertroffen.
Die Pfalzkapelle besteht aus einem hohen, achteckigen Raum mit einem niedrigeren zweigeschossigen Umgang. Das innere Oktogon wird durch starke Pfeiler gebildet, auf welchen ein achteckiges, den Mittelraum überdeckendes Klostergewölbe liegt. Um dieses innere Oktogon herum läuft ein 16-seitiger, mit niedrigen Kreuzgratgewölben versehener Umgang, über dem sich, die Empore bildend, eine hohe Galerie befindet. Die Rundbogenöffnungen des Untergeschosses sind nur etwa halb so hoch wie die des Obergeschosses, wodurch das Untergeschoss wuchtig und gedrungen wirkt. Unter- und Obergeschoss sind durch ein kräftig ausladendes Gesims voneinander abgesetzt. Hauptaltar und Kaiserthron befinden sich im oberen Umgang der Pfalzkapelle. Dieser Bereich ist durch einen Verbindungsgang mit dem Palast verbunden. Überdeckt wird der achteckige Raum von einem schräg liegenden Tonnengewölbe. Über den Galeriebögen erhebt sich ein achteckiger Tambour mit Fensteröffnungen, auf welchem das Kuppelgewölbe ruht.
Die oberen Galerieöffnungen sind durch Säulengitter gegliedert. Diese Säulen sind antik und stammen aus St. Gereon in Köln. Karl der Große ließ weitere Spolien der Überlieferung nach am Ende des 8. Jahrhunderts aus Rom und Ravenna nach Aachen schaffen. 1794 wurden sie während der französischen Besetzung des Rheinlands ausgebrochen und nach Paris geschafft, kamen aber 1815 bis zur Hälfte im Louvre verbliebene Stücke nach Aachen zurück. In den 1840er Jahren wurden sie wieder an ihrem ursprünglichen Ort eingebaut, fehlende Säulen wurden unter anderem aus Odenberger-Granit neu hergestellt. Die im oberen Stockwerk in den Seitenwänden des Oktrons zwischen den Säulen vorhandenen rundbogenförmigen Öffnungen, hinter denen sich ein Rundgang befindet, sind mit einem etwa 1 Meter hohen Geländer aus karolingischen Bronzegittern abgesichert. Diese Bronzegitter waren vor 1200 Jahren in einem komplizierten Gussverfahren nach römischen Vorbildern in einem Stück gegossen worden. Das ursprüngliche, vielleicht schon um 800 ausgeführte und aus mittelalterlichen Quellen bekannte Motiv des Kuppelmosaiks - Christus als triumphierenden Weltenherrscher, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten, dem die 24 Ältesten aus der Apokalypse des Johannes ihre Kronen darbringen - wurde in den Jahren 1880/81 nach Entwürfen des belgischen Architekten Jean-Baptiste de Béthune von der venezianischen Werkstatt Antonio Salviati neu geschaffen. Quelle: Wikipedia
Aufgenommen am 28.10.2011 bei einer Tour mit meinem Freund Michael Baltes . Er hat mich zu einem Shooting nach Aachen und Lüttich zum Bahnhof Liège-Guillemins eingeladen. Es war ein superschöner Tag.
@ Micha: Danke dafür!!!!
- 10 mm / F4 / ISO 1000 / 1/30 / DRI aus 3 Aufnahmen mit EV 0 / -2 / +2 / Freihand -
Eine sehr saubere Arbeit! Prima Schnitt und ausgesprochen schöne Schärfe und gutes Licht.
Je nach Gesamtwirkung (ist ja nicht immer völlig symmetrisch) würde es mir noch besser gefallen, wenn man Christus im Deckengewölbe und den Erzengel im Leuchter richtig herum sehen könnte, sprich: das Bild einmal 180° gedreht würde.
Wunderbar, Frank. War im Sommer auch dort, da stand an der Stelle ein wunderschönes Baugerüst. Hattest Du die Kamera auf dem Boden liegen? Mit Stativ ist es ja nicht erlaubt. Hast Du jedenfalls perfekt hinbekommen.
LG Peter
Ein Wahnsinnsfoto, einfach gigantisch. Ein Foto dieser Klarheit, Schärfe und Farbtreue habe lange nicht mehr gesehen. Meine Hochachtung...!!! VG. Heinz
Das ist schon Wahnsinn was man hier sieht ... für diese Decke mit den vielen kleinen Deatils ist feinste Bildqualität angesagt um es entsprechend rüber zu bringen ... das hast du hier geschafft, Frank !
VG Roland
Hallo zusammen! Vielen Dank für Eure Anmerkungen!
@ Nitesta: Ja, du hast Recht. Eine 180° Drehung wäre ratsam gewesen ;-)) In Punkto Symmetrie gebe ich dir auch Recht, aber es war schon nicht ganz einfach, es so hinzubekommen, wie es ist, da halt Freihand!
@ Dirk: Ja, man braucht eine Genehmigung, die man aber ohne Probleme direkt vor Ort für einen Euro bekommt. Ist aber eine lohnende Investition :-)
@ Peter: Ja, glaubst du denn wirklich, ich würde 'meine gudde Knipse' auf den Boden legen??? Nein, nein; ich habe sie sozusagen nur auf meiner Brille 'abgelegt'.
@ Heinz: Ich habe keine Gerüste mehr gesehen.
ich hänge mal meine Aufnahme mit unten dran, damit man mal den Vergleich zw. den Objektiven sieht....
Meine Aufnahme ist zur Zeit im franz.Voting.
Aber diese Aufnahme gehört mind. auch in ein Voting und meiner Meinung nach : ins Deutsche !!!
Super
LG
Fantastisches Foto.
Der Leuchter ist nicht ganz in der Symetrie drin.
Es liegt nicht am Fotografen, er hängt halt so, bzw. dreht sich je nach Temperatur ein wenig...
Wollte das letztens (vor genau 2 Wochen) auch so fotografieren und dem Leuchter vorher einen Stubs geben, aber der Küster hats geahnt und mir nicht erlaubt.
Habs dann ganz sein gelassen.
:-OO
Jetzt, wo ich das Foto sehe, bin ich froh es nicht fotografiert zu haben, denn so hätte ich es bestimmt nicht hinbekommen.
(Es gibt wohl keinen schöneren Dom auf der Welt, hach)
Bestechende Aufnahme eines großartigen Bauwerkes, das sich heute noch so strahlend präsentiert, wie vor mehr als eine mJahrtausend. Hätten die Amateure, die zur Zeit an der Elbphilharmonie in Hamburg herumbasteln, den Baumeister unter Vertrag nehmen können, wären sie jetzt längst fertig..
Saubere Arbeit, Frank! Fein ausgerichtet und schöne Farben! Naja, gedreht wäre schöner gewesen, aber im nächsten Bild haste es ja gemacht. Gefällt mir sehr gut!
Gruß, Martin
@Frank Kleibold: Urheberrechtshinweis:
Nach der Wikipedia-Lizenz darfst Du den Text zu jedem Zweck verwenden, jedoch ist Wikipedia als Quelle anzugeben. Da Du das vergessen hast und Carsten Mundt darauf hinwies, sollte diese Unterlassung nunmehr geheilt sein.
Zum Bild noch ein Nachtrag: Wer den Aachener Dom selbst schon einmal besichtigt hat, kann erahnen, welche ordentliche Arbeit dahinter steckte, das ganze so abzubilden. Vor dieser Leistung habe ich Respekt.
Hallo Frank,
wollte mit meiner Anmerkung vor allem Respekt zollen, denn Klarheit und Schärfe sind genial! Hatte vor zwei Jahren auch die Ehre und habe es trotz Ablage meiner wertvollen Knipse auf dem Boden nicht so schön hinbekommen. Alle Achtung vor dem exzellenten Ergebnis aus der Hand! Schade, dass es nicht mit der Galerie geklappt hat. VG und bin gespannt auf weitere Bilder von Dir!
André Freud, 27.11.2011 at 11:02h
Pro!@Frank Kleibold: Urheberrechtshinweis:
Nach der Wikipedia-Lizenz darfst Du den Text zu jedem Zweck verwenden, jedoch ist Wikipedia als Quelle anzugeben. Da Du das vergessen hast und Carsten Mundt darauf hinwies, sollte diese Unterlassung nunmehr geheilt sein.
Zum Bild noch ein Nachtrag: Wer den Aachener Dom selbst schon einmal besichtigt hat, kann erahnen, welche ordentliche Arbeit dahinter steckte, das ganze so abzubilden. Vor dieser Leistung habe ich Respekt.