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Dieser Alaska Seeotter (Enhydra lutris lutris) lebt im Kleinen Bootshafen von Valdez. Morgens und Abends hat man gute Chancen, ihn und/oder seine beiden Kumpels dort anzutreffen. Daher kommt man dort auch von den Bootsstegen aus, recht nah an die sonst recht scheuen Tiere heran.
Der Seeotter gehört zu den Mardern und ist das kleinste Meeressäugetier. Er wird zwischen 80 und 120 cm groß; rund 30 cm misst davon der Schwanz. Die Anpassung an das Wasserleben geht bei ihm weiter als bei anderen Ottern. So sind die mit Schwimmhäuten versehenden Hinterbeine nach hinten versetzt so dass sie beim Schwimmen hilfreicher, beim Laufen an Land aber hinderlich sind. Er lebt hauptsächlich von Muscheln, Seeschnecken und Seeigeln, die er mit Hilfe eines mit hochgebrachten Steines auf seinem Bauch aufknackt, seltener kleinen Tintenfischen oder Fischen. Als einziges Meeressäugetier besitzt der Seeotter keine isolierende Fettschicht. Stattdessen schützt ihn ein extrem dichtes Fell vor der Kälte des Nordpazifik. Auf einem Quadratzentimeter wachsen rund 100.000 Haare. Das sind etwa so viele, wie ein Mensch durchschnittlich auf dem gesamten Kopf hat. Das Fell besteht aus groberen Deckhaaren und einer sehr feinen Unterwolle. In diese Unterwolle bläst der Otter regelmässig Luftblasen, um die Kälteisolierung zu optimieren. Daher sind sie auch fast ständig mit einer ausgiebigen Fellpflege beschäftigt. Die Haut mit dem Fell liegt nur locker am Körper an und bildet Falten und Taschen, in denen er auch Nahrung transportieren kann. Ausserdem ermöglicht dieses lockere Fell, dass er problemlos auch sein Rückenfell zur Pflege nach vorne ziehen kann.
Seeotter schlafen im Wasser. Dazu umwickeln sich vorher mit Seetang, um nicht abgetrieben zu werden. Auf diese Weise schützen Muttertiere auch ihre Jungen, wenn sie sie während eines Tauchganges an der Wasseroberfläche zurücklassen müssen.
Dank strenger Schutzmaßnahmen nimmt der Seeotterbestand langsam wieder zu. Ölpesten, wie 1989 das Tankerunglück der Exxon Valdez, bedrohen immer wieder die Bestände; aber auch die Erwärmung der Weltmeere stellt eine Gefährdung dar, da dadurch die Nahrungstiere zu Grunde gehen.
Alaska, Valdez, 01.Sep.2011
Ich hätte auch noch einen auf einer Eisscholle. Nicht ganz so scharf, weil das Boot so wackelte, aber dafür um so niedlicher ;o)))
das sieht ja wundervoll aus mit den goldenen lichtreflexen, claudia, und deine umfassende info finde ich total faszinierend - die natur ist doch wirklich perfekt eingerichtet.
herzliche grüsse, dörte
Super schön mit diesen hübschen Reflektionen, Claudia; die Beschreibung ist mir offen gestanden ein wenig zu lang, um sie komplett durchzulesen, sorry... ;-)
Gruß Wolfgang
Den hast du ja wirklich super erwischt. Prima die Schärfe auf der trolligen "Schnute". Man sieht sogar die kleinen Wassertröpfchen an der Barthaaren hängen. Wie die Anderen vor mir finde ich auch die Lichtreflexe auf dem Wasser toll.
LG Heike
Ein gaaaanz tolles Bild. Die Spiegelungen schaffen eine dramatische Stimmung, einfach ein wunderbares Bild (Mir fehlen die Worte!)
Die Anmerkung dazu ist einfach klasse!
LG Maria
Ein Tierportrait vor romantischer Kulisse. Hier mag ich alles: das Abendlicht, die Reflexionen und natürlich den Otter. Auch der Schnitt ist hervorragend.
Lg, Tina
Die Aufnahme ist dir gut gelungen,(wie die Meisten). :-)
Einen besonderen Efekt bringen die Lichtreflexe,
ohne die würde das ziemlich trist aussehen.
LG Georg.