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Von 2004 bis Anfang 2009 waren auf der weitläufigen Schotterfläche am Fuße des Tetraeders mehrere große figürliche Darstellungen von „Aliens“ entstanden, die nur aus der Vogelperspektive (also beim Blick vom Tetraeder) als solche zu erkennen waren. Der Bottroper Fred Fischer, der sich nahezu täglich auf der Halde Beckstraße aufhält, hatte diese durch jahrelange händische Anordnung der verschieden gefärbten Schottersteine geschaffen. Obgleich er über keinerlei offizielle Genehmigung hierzu verfügte, wurde seine Tätigkeit vom für das Tetraeder verantwortlichen Regionalverband Ruhr (RVR) jahrelang stillschweigend geduldet.
Zwischenzeitlich hatten sich die Steinfiguren in Symbiose mit dem Tetraeder zu einer weiteren, über die Grenzen Bottrops hinaus bekannten Attraktion auf der Halde entwickelt. Nach Intervention des Architekten Christ, der seine ursprüngliche künstlerische Intention durch die „steinernen Störenfriede“ in erheblichem Maße beeinträchtigt sah, forderte der RVR 2008 ein Gutachten an, welches die Ansicht Professor Christs, dass die Figuren zu entfernen seien, stützte. Die Ödnis der großen grauen Schotterfläche sei künstlerisch beabsichtigt und werde durch die bewusste Anordnung der Steine zu Figuren gestört.
Nach Bekanntwerden des darauf im Januar 2009 gefassten Entschlusses seitens des RVR, die Figuren entfernen zu lassen, erhob sich ein heftiger Protest in der Bottroper Bevölkerung, ausgedrückt durch zahlreiche Leserbriefe an die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) sowie eine außergewöhnlich hohe Leserkommentierung der entsprechenden redaktionellen Beiträge auf dem Internetportal. Dennoch wurden die Figuren am 18. Februar 2009 durch Umverteilung mit einem Bagger entfernt. (quelle: wikipedia.de)
Was mich immer noch ärgert dass mir letztes Jahr (Frühjahr 2008) die Genehmigung vom RVR entzogen wurde die Halde mit einem Lichtmast vom THW und zusätzlichen Scheinwerfen auszuleuchten. Also selbst ist der Fotograf und alles mit dem Blitz aufgehellt.
Als ich am Nachmittag erfuhr dass am nächsten Tag die Alien untergepflügt werden sollen schnappte ich mir meine Ausrüstung und war dann am Abend oben. Das windige Wetter erschwerte das aufbauen. Ich stellte mein Stativ auf die Bank an der Südseite der Mulde um einen möglichst hohen Standpunkt zu bekommen und beschwerte die Konstruktion. Das einrichten der Kamera war dann nicht so einfach (hab leider keinen Winkelsucher). Während des Belichtens bin ich dann mit dem Blitz in der Hand den Weg lang gelaufen um die Aliens möglichst gleichmäßig auszuleuchten. Der wolkige Himmel hat mich dann in der Nachbearbeitung ziemlich genervt. Dies ist bestimmt nicht eines meiner besten oder schönsten Bilder aber ich wollte die ganze Zeit schon ein Bild von den Aliens mit dem Tetraeder im Hintergrund machen. Schade dass letztes Jahr der RVR nicht mitgespielt hat und meine ganzen Bemühungen die Technik zu bekommen umsonst waren. Hier noch mal meinen Dank an das Technische Hilfswerk Bottrop. http://www.thw-bottrop.de/
Da hat Herr Christ wohl wenig vom christlichen Nebeneiander verstanden. Dass dadurch seine triste Installation auch an Wert verlieren kann hat er wohl nicht bedacht. Jedes Brachland, läßt man es in Ruhe, wird von der Natur zurückerobert - Bescheuert ist nur der, welcher dann die Natur zerstört, um die Menschen am Brachland weiterhin zu erfreuen.
lg gerla
Wunderbares Foto und war doch klar. Die Behören machen, was sie wollen. Gibt es hier auch genug Beispiele für. Da fällt einem dann nichts mehr zu ein !!!
Sehr schade, das sie weg sind.
Gruss Wolfgang
Das ist mal wieder typisch Deutschland, das Land der Bürokratie und Idiotie!
Klasse das du Dir so eine Arbeit gemacht hast! Ich war leider noch nicht auf der Halde, die Storie allerdings war mir bekannt. Jetzt kann man wenigstens auch mal sehen worum es geht!
So wird nun einmal echte Kunst in unserer Zeit niedergemacht.
Dank Deinen Bemühungen gibt es nun dieses Zeitdokument. Ich finde, Deine Bemühungen haben sich gelohnt.
Gruß Rudolf
Es ist schon sehr merkwürdig. Und damit meine ich die Reaktionen, die ich hier zu lesen bekommen habe.
Stellt euch vor, ihr hättet irgendwo eine Bilderausstellung und irgend jemand meint, eure Bilder auf irgendeine Weise verschönern zu müssen. Wäret ihr damit einverstanden?
Ich glaube kaum.
Ich bin mir sogar eher sicher, daß all die, die sich in diesem Fall hier aufregen, daß die Aliens wieder entfernt wurden, in einem eigenen Fall Zeter und Mordio schreien würden, wenn es um ihre eigenen Werke ginge.
Ob einem ein Kunstwerk nun gefällt oder nicht, ist erst einmal vollkiommen egal. JEDER Künstler hat das Recht darauf, daß seine Werke geschützt werden. Von daher hat er auch das Recht, daß Veränderungen wieder entfernt werden. Und genau das ist hier der Fall gewesen. Von daher finde ich es absolut richtig, daß hier diese Maßnahmen getroffen worden sind.
Das Kunstwerk besteht nämlich nicht nur aus dem geschweißten Gerüst, sondern aus dem gesamten Umfeld. Von daher sollte man es auch als "christliches Nebeneinander" verstehen, das geistige Eigentum eines anderen nicht zu zerstören.
VG Willi
PS: Nein, mein Ding ist solch ein Kunstwerk nicht. Aber ich respektiere die Arbeit anderer.
Oh nein, das wußte ich gar nicht - die Öde in den Köpfen der Architekten ist ja manchmal nicht zu toppen :(((
Wie schön, dass Dir hier noch so ein gutes Zeitdokument gelungen ist, ich hoffe, Du machst Fred Fischer einen Abzug ;))
LG Ursula
Ein sehr gelungenes Foto mit gutem Bildaufbau und feiner Belichtung.
Danke auch für die Hintergrundinformationen.
Ich denke, Willi H 411 hat es auf den Punkt gebracht. Und zu dem Kommentar von Ursula Theißen bitte ich einmal an die vielen wunderschönen Fotos hier zu denken, die von einer gewissen Leere und Zurückhaltung leben (man sehe sich die Rubrik Fotokunst an). Spricht man da von der "Öde in den Köpfen der Fotografen"?
Schöne Grüße an Alle, Alienfreunde und Freunde der Leere.
Dirk