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Der Weg zu sich selbst der schwerste, wir sprachen in Ansätzen darüber.
Ich schrieb es dir auch in einem langen Brief in die Klinik. Ich bedauere es sehr,
das dir der Weg aus deinem *eigenen Gestrüpp nicht gelungen ist, vielleicht auch nicht gelingen konnte. Die ausgestreckten Hände haben dich nicht mehr erreichen können,
das ist traurig, jedoch unabänderlich. Hier in deiner Trauersektion stehen viele Bilder von dir,
fast immer lachend, lustig, so habe ich dich nur selten erleben dürfen, aber ich durfte ab und an einen Blick hinter deine Fassade, deinen Selbstschutz werfen, so wie oben das Netz, manchmal gelingt ein kurzer Blick in das Innere, ohne es zu zerreißen. Es ist mir nicht
gelungen dein Netz in das du dich eingesponnen hast, zu zerreißen. Ich sah auch lange die Notwendigkeit nicht, als ich es erkannt habe, warst du schon auf einem unerreichbaren Weg.
Du hast lange mit uns im Team gearbeitet, sehr viel im Support geleistet und den Naturchannel betreut, heute denke ich manchmal, das war ein bisschen Flucht vor dir selbst,
du warst uneinholbar in der Ticketanzahl. Auch wenn wir nicht mehr die Zeit hatten,
wirkliche Freunde zu werden, danke für Alles, die Einblicke in eine andere Ulrike, die
Auseinandersetzungen, die technischen Hilfen. Ich frage dich nicht nach dem Warum,
es war dein Weg, den du gehen musstest und wolltest.
Dir wünsche ich einen Ort, an dem du zufrieden mit dir sein kannst. Deinen Eltern, deinen Geschwistern und deiner Tante, den Mut zur Trauer und eine Erinnerung an dich Ulrike, die von Liebe und Annehmen geprägt ist.
Ja ich trauere um dich, mit mir das ganze Team, und viele Menschen die dich kannten,
reale Erlebnisse und Treffen mit dir hatten, und viele die dich virtuell kennen lernen konnten.
Ja ich trauere, auch mit denen, die nun durch deinen Tod an eigenes Erlebtes und Wissen, erinnert werden,
vielleicht ist dein Tod ein Zeichen, mit sich selber besser umzugehen, und nicht vor den Gedanken wegzulaufen, und die eigene Seele mit allen Gefühlen wahrzunehmen.
Danke dass du bei uns gewesen bist. Ute
Tschüss Uli
liebe Ute - du hast wundervolle Worte gefunden... und ich hoffe dass der ein oder andere sich das zu Herzen nimmt was du gesagt hast - nämlich mit sich selbst besser umzugehen...
Ute, was für eine wundervolle Komposition ist dir hier gelungen und was für ergreifende Worte du hier gefunden hast! Vielen Dank dafür. Zu schade das Ulrike das nicht mehr lesen kann und sieht wie viele Menschen ihr doch nahe waren. Aber vielleicht ist dieses Schicksal ein Weckruf für andere ... die ausstreckenden Hände zu ergreifen oder auch einmal die andere Seite mit Bekannten zu teilen.
J.
der brief ist sehr einfühlsam geschrieben, es ist immer schlimm einen bekannten Menschen zu verlieren. Da sieht man wieder wie schnell das Leben zuende sein kann und dass das Leben viel zu kurz ist :'(
lg marina
Meine Herzliche Anteinahme und mein Beileid den Eltern und Angehörigen!
Es ist einfach UNFASSBAR, ich bin so erschüttert, mir lief es eiskalt den Rücken herunter als ich das las und ich konnte nicht anders als heulen......, mir fehlen die weiteren Worte.....
ich hab sie nicht gekannt ...
den die um sie trauern wünsche ich die kraft , die sie brauchen um ihre trauer zu leben und selbst irgendwann wieder das eigene leben leben zu können
herzlichen gruss heike
Hallo Ute deine Worte haben mich gerade sehr gerührt, es macht mich immer so unentlich traurig wenn wieder ein lieber Mensch von uns gegangen ist. Abschied nehmen ist so schwer.
Ich hoffe das Ulrike wo immer sie sich befinden mag es nun besser hat, das ist das einzige zu hoffen was uns lebenden übrigbleibt.
danke für die vielen auch persönlichen Reaktionen.
Ein Abschied ist immer schmerzlich, ein Abschied ohne Wiederkehr tut weh, ein Abschied wie dieser wirft viele Fragen auf, Fragen die unbeantwortet bleiben werden.
Uli hätte sie auch vorher nicht beantwortet, sie hatte zwei Gesichter, sie war ein Clown, der es erlaubte das wir uns ihrer in ihrer Gegenwart wohlgefühlt haben. Wie es unter der Schminke, also dem Alltag, der *öffentlichen* Ulrike aussah, das wusste niemand. Das hat sie nur Ansätzen ahnen lassen.
Das war eben Uli, Uki oder auch Germi.
Wir nehmen Abschied von Ulrike, ein Termin der Trauerfeier steht noch nicht fest, Vielleicht habe ich die Möglichkeit ein Bild vom Friedhof zu machen. Ich weiss nicht, ob ich es kann. Ingo und ich stehen im Kontakt zu den Eltern. Ich glaube das ist wichtig für alle die von Ulis Freitod betroffen sind, um wirklich Abschied nehmen zu können. Ich wünsche uns allen, besonders der Familie, eine Trauerzeit an der am Ende Verzeihen, Verständnis, Annahme und eine friedliche, liebevolle Erinnerung steht. Liebe Grüsse Ute
Ulrike hat so oft über sich gelacht, dass es kaum jemandem aufgefallen ist, dass ihr Lachen ein Weinen war. Mir auch nicht.
Vielleicht wollte sie einmal ein Vogel sein - und fliegen - und frei sein. Ich hoffe, sie hat ihre letzten Sekunden genossen.
All unsere Fragen nach dem WARUM werden nicht beantwortet werden...
Ute hat sehr einfühlsame Worte für die zwei Seiten von Germi gefunden.
Ich wünsche der Familie die Kraft, Ulrike's Schritt zu akzeptieren und sie so in Erinnerung zu behalten wie ich sie bei unserer Verabschiedung nach der Helgoland-Reise immer noch vor mir sehe....sie fiel ihrer Mutter, die in Büsum zusammen mit ihrer Schwägerin auf sie wartete, um den Hals und schien sich sehr zu freuen, sie wiederzusehen.....
Liebe Ute, danke für die Worte und dass du die Menschen mit eingeschlossen hast, bei denen etwas eigenes berührt wird. Bei mir ist das so und das ist gut so.
Der Weg zu sich selbst mag der schwerste sein, doch er trägt reiche Früchte.
Danke für ALLES was du für die Anderen getan hast.
Leider konnte Dir wohl keiner helfen....
Oder keiner war sensibel genug, Dich dort abzuholen, wo DU standest.....
....wer weiß.
Wie oft stehen wir hinter der Tür.....wartend.
Es klopft ...und keiner steht draußen.
Und am Ende stehen wir draußen, und klopfen...
..doch niemand öffnet.
Alle schlafen schon..................es ist schon Nacht....
heute sind es schon zwei Wochen das Uli sich von uns getrennt und verabschiedet hat, auf eine Weise, die man nur hinnehmen kann, nicht aber wirklich verstehen. Es tut weh darüber nachzudenken, und doch lassen sich die Gedanken nicht verschieben oder verdrängen.
Uli wird mich in Gedanken sicher lange begleiten, immer wieder gehe ich vergangenes durch, und finde nicht den Punkt, wo ich sie noch hätte erreichen können. Aber auch das würde sicher nicht helfen, es gibt Menschen, die gehen ihren Weg, wenn nicht heute dann morgen, und niemand wird sie daran hindern können. Uli war so ein Mensch.
Ein Termin der Trauerfeier ist noch nicht bekannt.
Ute
Ulrike hat an vielen Usertreffen der Westküste teilgenommen. Sie war immer fröhlich und souverän: Selbst man mit ihr kritisch über ihr Kind, die fotocommunity, diskutiert hat, hat sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Es ist kaum zu fassen, dass sich jemand, der so fest mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen scheint, das Leben nimmt.
Liebe Ulrike: wir vermissen Dich und werden Dich nicht vergessen.
Wenn Dein Leben eine Hölle ist, kann der Tod nichts schlimmeres bringen...
Ich habe Respekt vor ihrer Entscheidung. Es war ihr Weg, ihre letzte Entscheidung in dieser Realität. Es wird ihr nun besser gehen, wo immer sie auch sein mag... Sie ist nicht tot, sie ist vorgegangen.
Und die Tränen laufen trotzdem...
man liebt, man ist befreundet, begegnet sich tagtäglich, und dann stellt sich heraus, man weiß so gar nichts von dem anderen
„Die Liebe fragt die Freundschaft:
Wofür bist du eigentlich da?
Die Freundschaft antwortet der Liebe:
Ich trockne die Tränen, die du angerichtet hast!”
(anonym)
..... keiner der die Tränen sah, sie trocknete, keiner
der ....
Ach Uki, als ich es heute morgen hörte war ich sprachlos. Ich schaute die alten Bilder an und die Erinnerungen kamen wieder. Eine lustige Zeit war es. Wir hatten so viele schöne Augenblicke bei den Treffen. Weißt Du noch das Chaotentreffen damals mit der drtk-OT-Gruppe? Was haben wir für einen Spaß gehabt! Ich weiß noch immer nicht was das Gegenteil von Fruchtzwergen ist! Oder unsere Silvestervortagshilfsaktion bei Schnee und Eis? An den Stammtischwochenenden haben wir die Nächte durchgeredet, wir haben gequatscht, gelacht, gezofft, miteinander gezockt und uns letztendlich bis auf wenige sms aus den Augen verloren.
Ich kannte Dich als egozentrischen, sturen, absolut liebenswerten, hilfsbereiten Menschen, der nicht aus seiner Haut konnte, der viel mehr in sich hinein gefressen hat, als er jemals zugeben wollte.
Solange man weiss, dass jemand lebt, kann man akzeptieren auch mal lange nichts oder nie wieder von diesem jemand zu hören. Aber wenn derjenige endgültig und für immer weg ist sieht es plötzlich anders aus.
Ich werde Dich vermissen Uki und hoffe, dass Du nun Deinen Frieden gefunden hast!
Tschüss Feechen! Du wirst in unseren Erinnerungen weiterleben!
Deine Börgi
P.S.: Auch von Dirk soll ich Tschüss sagen, er wird Dich auch nie vergessen!
Ach herrje und sie war doch noch so jung! Ich finde es aeusserst lieb und nobel, dass die FC-Gemeinde so feinfuehlig von verstorbenen Mitgliedern Abschied nimmt, wie ich das auch schon bei Rolf Rock miterleben durfte ... *lg, i.A. Miriam
Das ist ein sehr schöner und ehrlicher Abschiedsbrief und die Symbolik des Fotos spricht Bände. Engesponnen im Selbst, schweres Rauskommen aus diesem Netz der Zweifel und Verzweiflungen. Wenn die Seele, das innere Kind, die Buddhanatur, das eigene Universum, oder wie immer man es nennen möchte, merkt, dass nichts mehr zu machen ist, geht sie. Dann gibt es keinen Halt mehr. Wie auch immer. Aber sie macht es nicht einfach so. Sie hat nämlich eine große Geduld.
Herzliche Grüße, Heiko.