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wurde von Porsche in den Jahren 1977 bis 1995 produziert. Der Wagen mit einem V8-Frontmotor ist wie die kleineren Typen 924 und 944 in Transaxle-Bauweise gebaut. Der 928 war das erste Spitzenmodell von Porsche mit Frontmotor. Charakteristische Merkmale sind die runden Klappscheinwerfer und die stark gerundete Heckpartie. Das Design des 928 war bei seiner Einführung 1977 hochmodern und erwies sich über die gesamte Dauer seiner Bauzeit als zeitlos, sodass der Wagen, von wenigen Modifikationen abgesehen, bis zum Ende der Produktion 1995 in nahezu unveränderter Form gebaut wurde.
Anfang der 1970er Jahre begannen bei Porsche die Entwicklungsarbeiten an einem völlig neuen Modell, das sich vom Modell 911 gründlich unterschied. Die Transaxle-Bauart mit einem nun wassergekühlten Frontmotor und dem hinten liegenden Getriebe sorgte für eine günstige Achslastverteilung. Als Antriebsquelle wurde ein 90°-Achtzylinder-V-Motor aus Leichtmetall mit 4,5 Liter Hubraum gewählt und Zahnriemenantrieb der Nockenwellen, obwohl Porsche vorher keinerlei Rennwagen o. ä. mit einem solchen Motor erprobte. Zum Antriebsstrang gehörten ferner eine Zweischeiben-Kupplung, ein starres Rohr zwischen Motor und Fünfganggetriebe sowie eine schnelllaufende Welle als Verbindung von der Kupplung zum Getriebe. Auf Wunsch war auch ein 4-Gang-Automatikgetriebe erhältlich. Großen Aufwand betrieben die Techniker bei der Fahrwerksentwicklung. Eines der Resultate ihrer Bemühungen war die im Porsche-Entwicklungszentrum Weissach konstruierte Hinterachse, die als Weissach-Achse bekannt wurde und so konstruiert war, dass sie die im Fahrbetrieb auftretenden Vorspuränderungen ausgleichen konnte. Für die späteren Motorsport-Einsätze erwies sich diese Konstruktion jedoch eher als Hindernis denn als Vorteil.
Der große neue Sportwagen von Porsche, so kündigte die Porsche-Hauszeitschrift Christophorus den Typ 928 an, der im März 1977 auf dem Genfer Salon Premiere feierte. Er zeichnete sich durch ein aufwändig und völlig neu konstruiertes Fahrwerk, einen Achtzylinder-V-Motor aus Alu, Transaxle-Bauweise, eine auf Leichtbau ausgelegte Karosserie mit Türen, Kotflügeln und Motorhaube aus Aluminium und zahlreiche praktische Details aus, die das Leben mit dem 176 kW (240 PS) starken Boliden vereinfachten. Dazu zählten beispielsweise eine Reinigungsmittel-Dosierpumpe für die Scheibenwaschanlage oder eine als Extra erhältliche Klimaanlage, die im Sommer nicht nur die Passagiere abkühlte, sondern selbst die Schokolade im Handschuhfach, so der Prospekt. Ein weiteres Merkmal waren die Klappscheinwerfer, welche in Ruhestellung rückwärts in den Vorbau der Karosserie versenkt wurden.
Porsches neuer Luxus-Sportwagen, der ab Herbst 1977 ausgeliefert wurde, konnte sich zu Beginn seiner Karriere vieler Auszeichnungen rühmen. Die Leser der Stuttgarter Autozeitschrift mot wählten ihn zum vernünftigsten Sportwagen des Jahres und auf der British Motor Show in Birmingham bekam er eine Goldmedaille vom Institute of British Carriage and Automobile Manufacturers verliehen, das alle Sportwagen in den Disziplinen Design, Qualität und Komfort bewertete. Der größte Erfolg war die Wahl zum Auto des Jahres 1978 durch eine internationale Jury von Journalisten.
Im Motorsport wurde der 928 kaum eingesetzt, abgesehen von privaten Einsätzen bei VLN-Läufen auf dem Nürburgring. Der 911 dagegen war und ist ein äußerst erfolgreicher Rennwagen.
Der 928 sollte den 911 ablösen. Dieses Ziel erreichte er allerdings nie, vermutlich weil der 928 größer und schwerer war und eine andere Bauweise aufwies. Während der 911 ein Sportwagen war, war der 928 dagegen eher ein Gran Turismo im ursprünglichen Sinne des Begriffs. Er kostete zuletzt als 928 GTS im Grundpreis mehr als 178.000 DM. Auch die Firmenpolitik von Porsche, Ende der 1970er Jahre dem 911 durch eine Verringerung der Motorleistung um 20 PS auf 180 PS den Garaus zu machen, konnte dem 928 nicht zum Durchbruch verhelfen. Vielmehr hat es die puristische Porsche-Kundschaft durch Proteste und die weitgehende Boykottierung des 928 geschafft, dass Porsche den 911 mit wesentlich stärkeren Motoren weiterbaute. Auch wenn der 928 bei der Markteinführung seiner Zeit technisch sehr weit voraus war und er objektiv betrachtet das in vielen Belangen bessere Auto gewesen sein mag, so blieb ihm doch bis zu seiner Einstellung letztlich nur ein Schattendasein in der Modellpalette von Porsche, da er dem charismatischen 911 nur seine technische Perfektion entgegenzusetzen hatte. Bei allen Vorzügen, die der 928 zu bieten hatte, schworen die meisten Porsche-Kunden weiterhin auf den kompromisslosen 911, obwohl (oder gerade weil) dieser wegen seiner ausgeprägten Neigung zum Übersteuern im Vergleich zum komfortorientierten und ausgeglichenen 928 am Limit wesentlich schwieriger zu beherrschen war. Dem 928 kam daher immer die Rolle des schnellen und komfortablen Cruisers zu, während der 911 die Position des wahren Sportwagens mit Rennsport-Eigenschaften besetzte.
Die Exemplare des Jahrgangs 1979 besaßen keine prägnanten Veränderungen gegenüber den Modellen des Vorjahres, außer dass es mittlerweile ein elektrisch betätigtes Schiebedach, elektrisch verstellbare Sitze und in Wagenfarbe lackierte seitliche Rammschutzleisten gab. Neu waren die seitlichen Blinker an den Vorderkotflügeln.