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Nachdem die Kathrin mit so einem farbenfrohem Foto aufgekreuzt ist, möchte ich auch noch etwas "Frühlingsfarbe" beisteuern. Ich finde dafür einen Vertreter aus dieser Unterfamilie sehr passend. Chloe bedeutet ja "das Grün neuer Blätter" und phoreo heißt "tragen". Also heute ein richtiger Frühlingsgrünträger.
Die englische Bezeichnung Scarce Silver-lines gibt einen Hinweis auf das Aussehen und die relative Seltenheit. Die wissenschaftliche Bezeichnung "bicolorana" bezieht sich auf die Zweifarbigkeit.
Der Große Kahnspinner kommt von der Iberischen Halbinsel nördlich des Mittelmeers bis zum Iran vor. Im Norden werden Schottland, Südskandinavien und die baltischen Republiken erreicht. Ostwärts begrenzt der Ural die Verbreitung.
Dieser mittelgroße Nachtfalter bevorzugt eindeutig die warmen Lagen der Ebene und des Hügellandes. Als Lebensraum kommen warme, trockene, oft lichte und grasige Laub-und Mischwälder mit Eichenanteilen in Frage. Er besiedelt hier sehr gerne alle offenen sonnendurchfluteten Strukturen wie Waldränder, innere und äußere Waldmäntel, Waldwege und Eichenschonungen. In reinen Buchen- Tannen-oder Fichtenwäldern sucht man ihn meist vergeblich.
Bena bicolorana fliegt jährlich in nur einer Generation von Anfang Juni bis Anfang August. Die Falter sind in hohem Maße ortstreu und fliegen keine großen Strecken. Bei mir erscheinen sie nur vereinzelt am Licht, meist erst bei völliger Dunkelheit, auch am Köder konnte ich die Art schon finden.
Die Räupchen schlüpfen im Spätsommer aus den Eiern und ernähren sich von den Blättern der "gewöhnlichen" Eiche aber auch der Stiel-, Trauben und Flaumeichen. Die Jungraupen nehmen mit jeder Häutung einen bräunlicheren Farbton an und sind ab Oktober farblich von den Eichenknospen und Zweigen kaum zu unterscheiden. Über die Überwinterungsplätze gehen die Meinungen weit auseinander, in der Regel dürfte die Überwinterung aber frei auf den Zweigen in der Nähe der Knospen erfolgen.
Nach dem Aufbruch der Knospen beginnt die Raupe sofort zu fressen und hat auch bald wieder die grüne Farbe angenommen. Spätestens ab Mitte Mai beginnt sich die Raupe in einem pergamentartigen, kahnförmigen(Name!) Kokon zu verpuppen. Dieser Kokon wird im niedrigen Buschwerk, an stärkeren Grashalmen aber auch unterhalb von Eichenblättern befestigt.
Ab Anfang Juni ist dann mit einer neuen Faltergeneration zu rechnen.
Der Eichenkahnspinner kommt in allen Bundesländern vor, ist aber in manchen Gegenden schon gefährdet bis stark gefährdet. Als Grund ist vor allem die Bevorzugung schnellwachsender Baumarten zu nennen, zu denen die Eichen nun mal nicht gehören.
Vielleicht hat ja jemand ein passendes Raupenfoto, über eine Verlinkung würde ich mich freuen.
Richtig farbenfroh und sommerlich ging es bei Kathrin zu
Im frischen frühlingsgrün präsentiert sich dieser Schönling,.
Dabei hatte ich wie so oft bis eben nichts von seiner Existenz gewußt.
Klar, dass der in meine Favoriten wandert, allein schon wegen der wunderschönen Farbe,
Viele Grüße
Maren
wenn sie denn tagsüber die richtige farbe reflektieren, bin ich sehr zufrieden . so wie hier bei deinem wunderbaren kahneulchen.
könnte schöner nicht fotografiert sein. zumal grün ja eher selten bei unseren heimischen faltern ist.
lg. werner
Ein bestechend schöner Falter, den man besser nicht hätte zeigen können. Mir gefällt sein formatfüllendes Auftreten und ich finde es sehr passend. Alles in allem sehr stimmig und natürlich wieder super beschrieben :-).
Tolle Aufnahme Monty! Besonders gefallen mir die unterschiedlichen Grüntöne in der Aufnahme, das Spezielle Grün der Kahneule kommt so sehr schön zum Ausdruck.
Viele Grüße
Wolfgang
Die Tarnung dieses Falters ist ja auch klasse. Da muss man ja wirklich sehr, sehr genau hinschauen. Das habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen.
Ihr habt mit eurer tollen Serie(die Infos sind richtig klasse) dazu beigetragen.
LG Ulli
Hallo Monty...
eine ganz besonders hübsche Eule zeigst du hier.
Auch diese Art habe ich noch nicht gesehen... dafür konnte ich mal an zwei Tagen zwei Grüneulen fotografieren und ich weiß daher, wie sehr man sich über solche Glücksfunde freut :-).
Eine tolle Präsentation von dir... alles rundum bestens.
Liebe Grüße aus Dänemark :-)
Gilla
Sieht toll aus, besonders die Kombination von Grün und Orange. Allerdings finde ich, dass es durch die grellen Farbwerte nicht mehr ganz natürlich aussieht. Aber gefällt mit trotzdem sehr:)