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...aber bei Tageslicht können sie schon mit Schönheit und Farben überraschen. Vom Ginster-Streckfuß(Dicallomera fascelina) wird ja die Raupe wesentlich häufiger gezeigt, als der Falter. Von den Raupen wird der englische Name Tussock moths für die ganze Familie hergeleitet. Tussock steht für die Büschel oder Bürsten, welche den Rücken der Raupen zieren. Die Haare dieser Büschel sollen den natürlichen Feinden wahrscheinlich eine gewisse Sperrigkeit beim Fressen vorgaukeln, auch werden sie in den Verpuppungskokons als stachliger Schutz mit eingebaut. Auch der lateinische Name scheint auf ein "Rutenbündel" hinzuweisen.
Nur beim deutschen Namen geht man eher auf den Falter ein, der Grund ist auf dem Foto ganz gut zu erkennen.
Der sehr hübsche Nachtfalter kommt in fast ganz Europa mit Ausnahme des hohen Nordens, der Atlantikküste und Teilen des Mittelmeergebietes vor.
Er bevorzugt sonnendurchflutete und offene Geländetypen wie Heidegebiete, Truppenübungsplätze, verheidete Moore, Dünenlandschaften und Magerrasen. Weiterhin kommt die Art vor allem im Bergland, ja sogar in den Zentralalpen oberhalb der Waldgrenze, in alpinen Zwergstrauchheiden vor.
Dicallomera fascelina fliegt in einer Generation von Anfang Juni bis Anfang August. Die Eier werden vom Weibchen mit dunklen Afterhaaren bedeckt. Die Räupchen schlüpfen noch im Herbst, überwintern aber winzig. Überhaupt scheint die Raupenentwicklung nicht sonderlich schnell vonstatten zu gehen, im Hochgebirge überwintert die Raupe oft sogar zweimal. Die Raupen sind nicht besonders wählerisch in Bezug auf die Futterpflanzen, gerne werden Ginster, Weide, Heidel-, Rausch- und Moosbeere oder auch Esparsette gefressen. Hier bei mir sind sie vor allem auf Calluna-Heide zu entdecken. Die Verpuppung erfolgt im Boden, manchmal aber auch an höher gelegenen Ästen der Futterpflanze, in einem dunklen Kokon.
Der Ginsterstreckfuß ist selten geworden und insgesamt stark gefährdet.
Besonders im Tiefland sind die Vorkommen stark rückläufig. Restpopulationen finden sich nur noch in großen Heidegebieten und Truppenübungsplätzen auf Sand. Die Populationen in basischen Magerrasen sind so gut wie erloschen.
Glücklicherweise ist die Art in den Zentralalpen oberhalb der Waldgrenze noch verbreitet und häufig anzutreffen.
Und bei Kathrin gibt es diesmal einen prachtvollen Wickler zu bestaunen
Toller Falter! Ich kann leider weder mit der Raupe noch dem Falter dienen. Werde aber auf Grund Deiner guten Beschreibung mal die Augen offen halten. Viele Grüße, Sonja.
der ist mit Gold besprenkelt
die starke Behaarung der Vorderbeine soll wohl den Kopf verstecken, so dass Fressfeinde ihn zu weit vorne packen?
eine tolle Aufnahme!
mit Raupenfotos kann ich leider nicht dienen
lg Laura
Streckfüße mag ich sowieso so gerne, und diesen hier
habe ich sofort in die Reihe meiner Lieblinge aufgenommen.
Ein wunderbares Foto, beste Infos. Danke dafür.
LG charly
Der schaut ja sowas von fluffig aus, was für ein hübsches Kerlchen :O)
Und so schön mit den orangenen Pünktchen !
Ich habe leider bisher weder den Falter noch die dazu passende hübsche Raupe gesehen :O(
Liebe Grüße und dir auch ein schönes WE, ANNE
Makellos schön ist er.
Seinem Namen als Streckfuß macht er aller Ehre.
Zum Glück finde ich sie in der Heide auch noch regelmäßig.
Klasse !!!!!!!!
BG Mario
Was soll ich sagen - wunderbar, ich weiss, ich wiederhole mich ;-)
LG
Maren
P.S. heute berichtete die Zeitung, der Nabu erwägt hier im kommenden Jahr die Kraniche zu füttern, damit den Landwirten nicht soviel Schaden bei der Saat entsteht.