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Wieder ein herrliches "Unterwasserfoto"
von Dir ! Klasse der Bildaufbau und die
Schärfe ist hervorragend (wiederhole ich mich) ?
Halt wie schon so oft !!! Kompliment !!!
...das ist mit Abstand das beste Flechten-Bild was ich je gesehen habe...ist eine Trompetenflechte, oder?
Die meisten Flechten-Bilder sind mir zu langweilig, weil sie aus fotografischer Sicht nicht so toll sind, aber das hier ist der Hammer...da können sich viele Flechten-Fotografen mal ein Beispiel dran nehmen...Hinter-und Vordergrund, Schärfe, Bildgestaltung, Motiv...da passt alles...jetzt aber genug des Lobes...;-)
GlitzerGlanz in hübschem Grün ... mal ganz anders ... :-)
Gefällt mir ausgesprochen gut ... hervorragende BildGestaltung ... tolles Licht ... feinste FotoQualität !!!
Kompliment & LG
Claudia
Auch für mich ist dies ein gelungenes Bild einer Becherflechte aus der Cladonia pyxidata-Gruppe. Etwas irritiert mich allerdings die leichte Unschärfe hinter den beiden braunen Sporenkapselstielen (?) im Vordergrund (sie haben auch schwach erkennbare Geisterbilder an ihren Rändern), sowie der krasse Schärfeabfal beim Stiel der hinter dem hinteren Podetium der Flechte liegt. Handelt es sich hier eventuell um ein gestacktes Bild?
Ansonsten Schärfe. Schärfentiefe, Farbe und Bildgestaltung aus meiner Sicht optimal.
mfg Ulrich
@ Ulrich
hast Du gut gesehen, ein Bild aus der Serie "ich lerne stacken". Ganz ehrlich bin ich schon froh wenn sich die Aussteiger meines Rechners mit 2 Gig Hirn bei diesen Arbeiten in Grenzen halten :-) Dennoch die Geister die ich rief sind da. Einer auch an der Spitze der Cladonia :-(
Ich geb jetzt mal den "ghost buster"
Gehört dieses grüne Paniermehl (´tschuldige es spricht der Laie) eigentlich zur Flechte?
Ein schönes Wochenende und LG
Wolfgang
Also, als Anfänger-Stack würde ich dieses Bild nicht bezeichnen (mit den genannten Unschärfen/Geisterbildern plagen sich im Prinzip alle Stacker herum).
Wenn Du mit dem "Paniermehl" den feinkörnigen, hellen Belag auf den Podetien (Becher mit Stiel) meinst, so kann ich Dir sagen, dass es sich hierbei um Verbreitungseinheiten (Diasporen) der Flechten handelt. Bei vielen Flechtenarten bricht die obere Rinde begrenzt (oder auch diffus wie in Deinem Beispiel) auf. Diese Aufbrüche heißen Sorale. Aus ihnen werden mikroskopisch kleine Pakete aus Algen und Pilzfäden (das sind die beiden Lebenspartner der Symbiosegemeinschaft Flechte) entlassen. Diese kleinen Pakete heißen Soredien und werden mit Wind oder Wasser von der Mutterflechte hinweg getragen, fallen irgendwo zu Boden und keimen dort zu neuen Flechtenexemplaren aus. Diese Form der Vermehrung nennt man vegetativ (ungeschlechtlich) - im Gegensatz zu unserer geschlechtlichen (sexuellen) Vermehrung, an der zwei Elterindividuen beteiligt sind.
mfg Ulrich
@Ulrich
also ich bin mit der menschlichen Herangehensweise recht zufrieden, obwohl die Cladonia ob meiner Ignoranz nur weise den Becher schütteln würde:-)
Vielen Dank Ulrich für Deine ausführliche und hochinteressante Erklärung der Dinge.
LG und Servus
Wolfgang
@Wolfgang: Du hast es mit "Herangehensweise" genau getroffen. Du kannst das, aber Flechten (wie auch die übrigen Pilze und Pflanzen) haben keine Beine. Da wird es mit Herangehen zwecks sexueller Fortpflanzung gleich viel schwieriger -:)). Seien wir also froh, dass wir laufen können, denn die sexuelle Fortpflanzung ist nicht nur die schönere (obwohl ich zugeben muss, nicht zu wissen, wass eine Flechte so bei der vegetativen Fortpflanzung empfinden mag), sie ist in den meisten Fällen auch die effektivere (biologisch sinnvollere) Methode. Daher macht es der Flechtenpilz in Deinem Bild ja auch gleichzeitig sexuell: Die kleinen , braunen Punkte auf den Becherrändern sind Apothecien - Fruchtkörper des Flechtenpilzes, die z.B. dem Fruchtkörper einer Morchel gleichen (abgesehen davon, dass sie kleiner, dafür aber langlebiger sind, entlassen auch sie Sporen).
mfg Ulrich