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Der Brillenmacher und sein Kunde by Tim Brüning

Der Brillenmacher und sein Kunde


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8.08.2007 at 8:33h
, License: All pictures © by the senders.
Gesehen auf dem Mittelalterlichen Spectaculum 2007 in Bückeburg.
Unterwegs mit Ralph Bache .

Brille (mhd. berillus, berille; von dem Mineral Beryll, aus dem man um 1300 Vergrößerungsgläser für Reliquiare
und Monstranzen schliff). In der Heidelberger Liederhandschrift sagt um 1270 der Dichter Missner d. Ältere sinngemäß:
Wenn wir im Alter nicht mehr gut lesen können, dann nehmen wir einen klaren Spiegel, um hindurchzusehen.
Unter 'Spiegel' ist nach damaligem Sprachgebrauch wohl ein klares Glas, der gewölbte 'Lesestein' (lapis ad legendum)
zu verstehen, der dem Schriftträger direkt aufgelegt wurde. Der erste Hinweis auf Augengläser findet sich in
einem venezianischem Dokument von 1302, in dem von 'vitreos ab oculis ad legendum' (Gläser vor den Augen zum Lesen)
geschrieben steht. Der Arzt Bernard de Gordon erwähnt 1303 Augengläser. In einer Schrift des Dominikaner-Predigers
Fra Giordano di Rivalto von 1305 steht: Die Erfindung der Brille sei ein göttliches Geschenk und noch nicht
zwanzig Jahre alt. Die wohl älteste bildliche Darstellung einer Nietbrille findet sich auf einem Fresko von
1352 im Kapitelsaal San Nicola zu Treviso. Mit Nietbrille ist auch der lesende St. Peter auf dem Zwölfbotenaltar
von 1466 in St. Jakob zu Rothenburg o. T. dargestellt. Diese Art von Brille hatte weder Bügel noch Haltemechanismen
und musste zum Gebrauch mit einer Hand vor die Augen gehalten werden. Anhand von Brillenfunden hat man
festgestellt, dass die Fassungen von Nietbrillen aus Buchsbaum- bzw. Lindenholz oder Bein bestanden.
Die im 14./15. Jh. aufgekommenen Bügelbrillen hatten ein Gestell aus Bronze, Silber, Horn, Bein oder Leder.
(Die Bezeichnung 'Nietbrille' kommt daher, dass die zwei Hälften der Fassung mit einem Niet zusammengehalten
wurden. Bügelbrillen haben ihren Namen von dem die Nase bogenartig überspannenden Teil. Nietbrillen wurden
am Gelenk oder mit einem Stiel vor die Augengehalten, Bügelbrillen auf dem Nasenrücken festgeklemmt und
mit Lederriemen gehalten.) Das Brillenglas könnte aus Venedig gestammt haben oder auch aus Deutschland,
wo für das 14. Jh. Glasschleifereien nachgewiesen sind. Die für Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) bestimmten
Linsen waren konvex. Für Kurzsichtigkeit (Myopie) bestimmte konkave Gläser scheinen erst im 15. Jh. aufgekommen
zu sein, einen ersten Hinweis findet man bei Nikolaus von Kues. Vom beginnenden 15. Jh. an wurde das
Tragen von Brillen allgemein gebräuchlich. 'Parillenmacher'- und Brillenhändlerberuf blühten auf; als
erster namentlich bekannter deutscher Brillenmacher wird 1478 ein Nürnberger namens Pfuhlmeier genannt;
für 1535 ist – ebenfalls in Nürnberg – eine Brillenmacherzunft belegt.

Quelle: http://u0028844496.user.odin.hosting-agency.de/malexwiki/index.ph
p/Brille


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29 Comments

Comments:

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Uli Bobe, 8.08.2007 at 9:17h

Na - das sieht ja herrlich aus - echt erfrischend!
Feine Überraschung am Morgen!
LG
Uli



Bettina Gr , 8.08.2007 at 9:34h

Starke Bea wieder und die Brillen sind der Hammer... Ich mag die Serie und Deine Bearbeitung!
LG Bettina



1 Sinn(e)bild , 8.08.2007 at 9:35h

Du solltest ein Buch herausgeben mit jenen Bildern!!! Ein Markenzeichen von dir!!!
glg



Horst Brachfeld , 8.08.2007 at 9:42h

Feine Arbeit, sieht aus wie von einem alten Gemälde.
LG aus Bremen
Horst



Angelika El., 8.08.2007 at 10:00h

Herrlich die Brillenmodelle - nur der Herr rechts hat wohl keine perfekten Augengläser abbekommen, er nimmt seine "Zungenspitze" zur Hilfe...
Deine Bearbeitung ist wieder einmal überaus passend für die Motive vom mittelalterlichen Markt...

LG!
Angelika



HÜLYA S. , 8.08.2007 at 10:18h

herrlich....das sind ja tolle brillen :-) super bilder !


lg



Jan Pfeffer, 8.08.2007 at 11:02h

Tolle Kombination des Brillenmachers und seines Kunden ... vielleicht sollte ich mit so einer Brille mal unter die Leute gehen :-)

LG, Jan



Ben Venuto, 8.08.2007 at 12:04h

was soll ich noch sagen....einfach GOIL! o)


The Hell-e, 8.08.2007 at 12:11h

Wer ist hier der Kunde?????? Ich seh es sooo schlecht ;o)
lg thehell-e



Florian Kubek, 8.08.2007 at 12:44h

kleiner Tipp: Optisches Museum Jena :) da gibt es alles zur Geschichte der Linsen und Brillen.. und es lohnt sich..

das Bild ist wie immer stark :)

lg
Florian



Sengül Ö. , 8.08.2007 at 14:56h

hammer geil:-)

lg
sengül



Ina May, 8.08.2007 at 14:59h

wieder große klasse!

lg, ina



arnd g., 8.08.2007 at 20:44h

bin begeistert und sehr neugierig geworden !!


Christian Paulus, 8.08.2007 at 20:44h

Die rechte hat ja ein cooles Design ! :-)
Sehr schöne und gelungene Portraits.
VG Christian



Manuela Lousberg, 8.08.2007 at 21:05h

Witzig sieht's aus. : ))) Die Bearbeitung ist wieder große Klasse ! Perfekt !
LG Manu



Luxgraphicus, 9.08.2007 at 0:12h

Wieder einmal top!!
LG Lutz



Mirco1 Schneider, 9.08.2007 at 8:06h

sehr schön gemacht gefällt mir wieder ausgesprochen gut

lg mirco



Ralph Bache, 9.08.2007 at 21:45h

Der Brillenmacher war wirklich edel, seine Preise aber auch. Der hatte sehr schöne Sachen in der Auslage, Sehr schön, LG Ralph.


SchokoAuge, 10.08.2007 at 9:55h

Ui, super. So ein Brillenmodell hätte ich auch gerne. :-)
Super Bearbeitung!
lg,christiana



Arnd U. B., 12.08.2007 at 13:01h

Der rechte Typ ist umwerfend. LG Arnd


ferran petit , 17.08.2007 at 16:48h

excelent collection


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