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Manchmal stehe ich an einem solchen Platz und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Denn wo sonst steht dir das Geschichtsbuch offen ... und du musst nur darin lesen wollen.
Irgendwie kommt dann das Gefühl auf, dem Endzeitlichen etwas näher zu sein, ein wenig
zu erahnen, vom Anfang und vom Ende, 15.000 Jahre zurück und davon, was noch kommen
mag. Ja, ich mag sie, diese Orte, an denen ich ein wenig Abstand gewinne von dem,
was uns tagtäglich beschäftigt und letztlich kaum von Bedeutung sein kann.
Jeder mag an solch grandiosen Plätzen seine eigenen Gedanken haben, und die Zeit kann man glatt vergessen ob einer solchen Aus- (oder auch Ein?)sicht.
Wieder mal eine glasklare Aufnahme - real und doch "entrückend"...
Einfach herrlich!
Gruß
Ralf
klasse beschrieben und gelungen von der aufnahme. wie klein sind doch wir bewohner, schaut wie erhaben die landschaft ausschaut, eine unvorstellbare kraft hat dieses gebirge entstehen lassen...abstand gwinnen, gelingt auch hier oben,unstreitig.
Traumhaftes Foto
Gott sei Dank, dass wir noch in der glücklichen Lage sind die Gletscherwelt zu bewundern, unsere nächsten Generationen werden wohl nur mehr Schutt vorfinden.
Gruß Wolfgang
Ein superschönes Begfoto und auch wunderbar sinniert. Auch ich komme nicht aus dem Staunen raus. Ein Bild an dem ich mich nicht sattsehen kann. Der Polfilter verstärt hier die tolle Stimmung.
Eine fantastische Aufnahme ... Deine Gedanken dazu gefallen mir sehr.... an solchen Orten fühle ich mich überwältigt und winzig klein (im positiven Sinn)
... einfach WUNDERbar ..., Robert, diese Orten zum Abschalten sollte jeder für sich suchen und finden, dann ist man frei von Raum & Zeit.
Ein Wahnsinnsbild! Hut ab.
Lieber Gruß Sabine
Schön gezeichnete Landschaft, die wahrlich viele Details scharf abgebildet präsentiert. Aber auch mich stimmts nachdenklich, dass viele Gletscher auf dem Rückzug sind.
Jan Brucke, 6.03.2002 at 16:03h
Ja, mit dem Kodak Ektachrome 100 haste mal wieder Stilbruch betrieben! ;)
Dafür ist das Bild aber genauso gut wie alle deine vorigen, nämlich SPITZE!
Ich stelle mir immer vor, was du alles auf deine Bergtouren mitschleppen musst.
Die schwere F1N, evtl. T90 und die ganzen Objektive... Das muss ja einiges wiegen. Schleppst du eigentlich auch ein Stativ mit? ;)
An alle: Danke euch für die netten Anmerkungen. Zu einigen Fragen möchte ich noch Folgendes anmerken:
Der KC 64 bleibt trotzdem mein Film! Nur damals war er gerade vergriffen.
Auf den Berg nehme ich natürlich nur das Wichtigste mit. *gg* Das sind die F1, ein WW, 50, 80-200, Polfilter und meistens das Wacklativ (Gitzo). Außerdem stecke ich den Handy ein, für's Gegenlicht.
Hubschrauberpilot wäre eine tolle Sache. Nein, ich sitze lieber daneben und geniesse. Im Übrigen muss man kein BergSTEIGER sein, um schöne Bergfotos zu machen. Viele Bilder entstanden an bekannten Orten, die ohne Weiteres auch von den Flachländern zu erreichen sind. Was ich allerdings schon für notwendig erachte, ist das fotografische Empfinden für die Bergwelt und für das Licht. Gerade damit muss man umgehen können; im Laufe der Zeit lernt man es. Selbstredend darf man auch nicht mit dem Film geizen; der ist sowieso "das Billigste" beim Bildermachen.
Ansonsten mag ich keine faulen Kompromisse. Wenn's mich nicht überzeugt, lasse ich es lieber und komme ein anderes Mal wieder. Berge haben nämlich einen riesigen Nachteil: sie können einfach nicht weglaufen. Und noch was: Das Rad ist schon so oft erfunden worden, ich muss es nicht auch noch neu erfinden. Das heißt: Für viele Motive gibt es feste Standorte oder Perspektiven (ein Blick in meine vielen Bildbände sagt mir das), und das sind dann eben die Fotopunkte. Wenn ich allerdings etwas Anderes zustande bringen möchte als viele der Kollegen, muss ich vielleicht zu einer anderen Tageszeit am Ort sein, wenn das Licht richtig steht oder die Stimmung genau richtig ist. Der Rest ist dann Handwerkszeug - bewusst mit dem Kopf gesteuert. Kein Landschaftsfotograf sollte sich von den Stimmungen leiten lassen und nur draufhalten. Das tue ich regelmäßig nicht. Denn die F1 ist zwar eine gute Kamera, aber sie ist riegeldumm. Das darf man nie vergessen. ... So, genug geschwafelt.
Viele Grüße - ROBERT
Hallo Robert,
Ich bin etwas spät dran, und alles Positive ist schon gesagt worden. Trotzdem....die Aufnahme ist traumhaft und die Weite tut gut heute Abend...
Gruß
Iris
VOTING-CENTER, 16.03.2002 at 23:25h
Dieses Foto wurde in die Galerie mit 75 Pro- und 53 Contra-Stimmen gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Robert Bauer :-)
[kopierte Voting-Anmerkung]
Hier haben wir einen Fotografen, der keine Mühe scheut, den richtigen Standpunkt zu finden. Und die Resultate geben ihm recht.
[kopierte Voting-Anmerkung]
tut mir leid...ich kann dem bild nichts besonders abgewinnen.......solche ansichen sind in den alpen fast normal....und bildgestalterisch gibt das foto auch nichts her......CONTRA
Theo G., 16.03.2002 at 23:25h
[kopierte Voting-Anmerkung]
raum und zeit - genau das empfinde ich.
ich habe am grimsel auch schon fotografiert und kann gut vergleichen.
begeisternde landschaftsfotografie. ein ganz dickes PRO
[kopierte Voting-Anmerkung]
Richtig belichtet, scharf, ein wirklich gutes Foto - aber Galerie nein.
Kann mich S. Scaudon nur anschließen - Contra
Gruß Thomas
[kopierte Voting-Anmerkung]
@S. Scaudon, Thomas Madel, ok da kann man nichts machen.
Aber lest doch mal im Profil von Robert.
Ich zitiere:
[Robert Bauer
aus Stuttgart, Deutschland
Die Fotografie, wie es in den griechischen Wortstämmen (phot =Licht und graph =malen) zum Ausdruck kommt, beschäftigt mich schon seit 20 Jahren. NIKON hat sie in einem Werbespot einmal als eine neue "Kultur des Sehens" bezeichnet. Und es ist wirklich paradox: Da schauen die Fotografen alle durch einen eng begrenzten Rahmen in einer geheimnisvollen black box, machen hierbei noch ein Auge zu und behaupten anschließend, dadurch besser "sehen" zu können. Verrückte Welt. - In den letzten Jahren habe ich mich gleichwohl bemüht, nicht nur immer besser zu sehen, sondern auch bessere Fotos zu machen unter der Überschrift "terra panoramica - die Welt mit beiden Augen betrachtet." Ob`s wirklich gelungen ist, müssen andere beurteilen. Jedenfalls ist schon etwas dran: Wer beide Augen offen hat, sieht mehr im Leben!]
@ Kurt,
kann mich deiner Meinung nur anschliessen. Ambitionierte Landschaftsfotografie hat in der FC zum Teil einen schwierigen Stand, wie man an dieser Diskussion und dem recht knappen Ergebnis für dieses grandiose Foto sehen kann. Für mich war das ein glasklares Pro.
Grüsse
Oliver
@ Daniel Dohlus
Du hast ja so recht. Die Leute hier (Meine Sicht) beurteilen die Bilder danach, ob das ein nettes Motiv ist. Davon, das man durch Vordergrund Tiefe und Größe macht wissen die meisten nichts. Das Wissen über Fotografie ist hier eher dürftig.(Wieder meine Sicht)
@ Daniel
Was soll das blöde! Gequatsche. Nachdem ich mir Deine Ketchupserie angeschaut habe ,musst Du erst was bringen !!!!!!
um hier blöde Ammerkungen rauszulassen.
Kritik gut, aber Bitte keine Beleidigungen wenn man selber nichts zu bieten hat!
@ Stephan
einer der sich hinter einem schwarzen Hintergrund versteckt und nur blöde rumsabbbert (ebenfalls nichts zu bieten hat)ist hier NICHT gefragt.
Ich hoffe dass ich im Namen anderer gesprochen habe.
PS: Habe sowieso die Schnautze voll
und hau hier ab!
Sylvia Hoffard-Blaauw, 17.03.2002 at 22:09h
Also dies ist wirklich ein super Bild. Ist eine gelungene Linienfuehrung. Es gibt ja eine unmenge Landschaftsbilder als das man auf jedes einzelne Detail eingehen kann, bei jeder Aufnahme gibt es irgendwas. Aber ob es schoen ist kann man ja sehen, jedenfalls fuer einen selbst. Besonders wenn ich dann eine solche Landschaft sehe.
????
Ein wenig verwundert bin ich schon über die begeisterten Kommentare. Kann es sein, daß hier die Landschaft den Preis gewonnen hat und nicht das Foto? Für mich ist das total grünstichig bis in die Wolken. Oder muß ich nur zum Augenarzt?
Gruß
Jochen
Sylvia Hoffard-Blaauw, 17.03.2002 at 23:33h
Ach, ja. Einen leichten Gruenstich hat es schon. Mehr auf der rechten Seite. Oben die linke Ecke ist gut. Allerdings ist es nicht so stark als das es uebermaessig stoert. Dennoch, mal ein klein wenig Gelb raus genommen, denn das reicht meist schon. Dann daneben halten und schauen. Ist manchmal schon erstaunlich wie sich das eigene Farbempfinden dann doch aendert;-)
@ Sylvia: Auf der rechten Seite, im Schatten unterhalb der Felsen, haben wir noch reichlich Vegetation. Insofern ist die Farbe grün nicht ganz verwunderlich. Jedenfalls habe ich keine gesonderte Farbkorrektur vorgenommen. Farbe ist sowieso ein unendliches Thema: analog vesus digital bzw. RGW - CMYK. Wir beide sehen mit Sicherheit auch nicht die gleichen Farben, weil wir nicht vor dem gleichen Monitor sitzen. Das Fotografenleben ist halt sehr kompromissbehaftet. Viele Grüße nach Seattle, Robert
Hm, da wundere ich mich jetzt aber schon ein bisschen, dieses Foto in der Galerie zu finden... Klar, es ist technisch perfekt: es ist scharf, es ist von der Komposition her ausgewogen, der Gletscher bildet eine dynamische Diagonale die den Betrachter ins Bild führt.
Alles schön und gut, aber reicht technische Perfektion für einen Platz in der Galerie? Ich meine, nein!
Dieses Foto zeigt eine (für die Alpen)nicht besonders aufregende Szene und die noch dazu bei ziemlich langweiligem, harten Mittagslicht. Was mir fehlt ist das Bildelement, das aus einem normalen Foto, welches von jeder x-beliebigen Aussichtsterrasse einer Liftstation in den Alpen gemacht worden hätte können, etwas besonderes macht. Ein Bild, das dem Betrachter ein "WOW" aufzwingt und ihm das Gefühl gibt, auch wirklich in der Galerie der FC zu sein.
Robert, ich hoffe mein Kommentar ist nicht zu hart ausgefallen. Ich habe mir gerade deine Fotos angeschaut, du hast sehr schöne Werke dabei, genausogut oder sogar besser als dieses hier.
Doch meiner Meinung nach ist dieses Bild nicht unbedingt ein würdiger Vertreter der Landschaftskategorie in der Galerie.
Just my two cents (und ich hoffe, ich bin jetzt niemandem zu nahe getreten...)
Viele Gruesse,
Philipp
@ Philipp: Wie schön, dass du das anstößt, was man hier tun sollte: miteinander diskutieren. Denn schließlich ist die FC eine Diskussionsdartenbank; und ich bin natürlich dabei. Vorweg, ich denke, wir sind uns schnell einig. Es gibt bessere Fotos von mir in meiner Galerie, keine Frage. Das schrieb ich bereits dem Kurt Salzmann, der dieses Bild vorgeschlagen hat. Mit deiner grundsätzlichen Einschätzung, was ein sehr gutes Foto auslösen sollte, gehe ich natürlich auch konform (WOW!). Gar keine Frage. Der Hinweis bezüglich "jeder X-beliebigen Aussichtsterasse" ist a bissle überzogen; aber ich weiss, was du sagen möchtest. Die Frage des richtigen Lichts ist schon schwieriger. Wenn du Stimmungen auf den Bergspitzen fotografieren möchtest, musst du natürlich früh aufstehen. Wenn du auch eine gute Ausleuchtung der übrigen Landschaft abbilden willst (hier: der Gletscher), sollte die Sonne schon höher stehen und nicht gerade im Rücken. Wie immer im Leben, kommt es mal wieder darauf an, was die Absicht des Fotografen ist. Manchmal erschließt auch ein vermeintlich einfaches Bild tiefsinnige Einsichten, ohne dass damit für die Menschheit neue Erkenntnisse gewonnen werden. Wenn du am Grimsel wanderst - geologisch mit die ansehnlichste Granit- und Gneislandschaft in den Zentralalpen - und dann die Spuren der verschiedenen Eiszeiten wie in einem Geschichtsbuch aufgeschlagen "lesen" kannst, sind Gedanken an Raum und Zeit nicht völlig abwegig. Mehr sollte man in dieses Bild auch nicht hineinlesen oder aus ihm heraus lesen wollen. - Abschließend: selbstverständlich bist du niemandem zu nahe getreten; wie denn auch? konstruktive Kritik ist doch genau das, was erwünscht ist.
Mit fotografischen Grüßen - Robert
Sylvia Hoffard-Blaauw, 18.03.2002 at 2:32h
@Robert: Das stimmt, Farbe ist ein unendliches Thema. Digital, Monitor, Color Management. Ist nicht nur hier so.
Als Fotolaborantin kann ich Dir sagen, da erlebt man auch so einiges mit Farben. Beurteilung bei verschiedenen Lichtverhaeltnissen. In der Regel filterten wir bei Tageslichtlampen, Kodak Graukarte, elektronische Messung der Negative mit Densitometer etc. Das hat so vielen Fotografen auch nicht gefallen und wenn es tausendmal neutral war.
Der eine betrachtete es bei Kunstlicht und schickte alles wieder zurueck mit seinen speziellen Wuenschen. Danach wurde alles nochmal neu erstellt, nach Wunsch. Da hat er alles bei Tageslicht betrachtet und schickte es wieder zurueck, ebenfalls wieder mit Wuenschen. Somit nahmen wir die erste Ladung wieder. Ach tatsaechlich. Guten Zeitpunkt bei ihm erwischt. Da hat es ihm dann endlich gefallen. Manch einer mag es waerme ein anderer kaelter. Und somit nuetzt einem neutral Grau nicht immer viel. Denn das Farbempfinden und Geschmacksache hat einen zu grossen Einfluss. Und wenn man Kunden hat die sich nicht mal mit der Materie auskennen und sonst auch nix damit zu tun haben. Ja, so etwas hat man in der Industie leider oft, dann ist es ohnehin schwierig. Neutral kann dann bestenfalls ein Anhalts- oder Ausgangspunkt sein;-)
Interessante Ausführungen, aber grüne Wolken habe ich nun wirklich noch nie gesehen!?
Außerdem: wenn dieser Grünstich von der Monitoreinstellung oder dem Betrachtungslicht käme, dann müßten ja andere Bilder einen deutlichen Rotstich haben. Haben sie aber nicht. Ich schätze, daß es an Roberts Einstellung oder Betrachtungslicht liegt, denn diesen Grünstich haben so einige Bilder von ihm. Er wird es garnicht sehen.
Gruß
Jochen
Hallo Robert,
mal abgesehen von der Diskussion, kann ich nur sagen, das auch die bekannten Landschaften ein Recht auf Galerie haben. Nicht nur das "Unbekannte" ist in meinen Augen interessant und ringt mir ein "WOW" ab, nein im Gegenteil, eine in meinen Augen perfekte Fotografie schafft das.
Deswegen freue ich mich, das dieses Bild in der Galerie gelandet ist und gratuliere Dir dazu.