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Portrait by Agora Bilddiskussion intensiv

Portrait


by 

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16.10.2011 at 13:27h
, License: All pictures  by the senders.
Die Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion Intensiv@fotocommunity.net
Teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf nach der Diskussion genannt werden willst (+ User ID) und schreibe wenn möglich, 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos.


Das Bild entstand in einem Studio mit einer Lichtquelle frontal.
Es sollte ein Mann charakterstark in Szene gesetzt werden.

Comments:





Agora Bilddiskussion intensiv, 16.10.2011 at 13:28h

Christian Fürst schreibt:

Was das Bild zeigt:
Das offensichtlich sorgfältig in Szene gesetzte Portrait eines jungen Mannes in einem schönen fast bronzenem Metallik-Ton gehalten. In der Beschreibung ist von einem charakterstarken Portrait die Rede.

Was mir gefällt:
Der oder die Fotograf/in hat es verstanden, mit einfachen technischen Mitteln das Ziel umzusetzen. Mit der Beleuchtung frontal wird ein (unerwartet) fast dreidimensionales Portrait geschaffen. Allein dies ist schon bemerkenswert. Ich gehe davon aus, dass das Licht wohl aus einer Softbox kommt, sonst wärs wohl kaum so weich. Alle Features des Gesichts sind sehr gut heraus modelliert. Der Gesichtsausdruck ist gut und entschlossen. Die Schärfe liegt genau richtig und prägnant, ohne penetrant zu sein.

Was mir nicht gefällt:
Für mich gibt es da sehr wenig zu mäkeln. Vielleicht der Punkt, dass der Hintergrund total ins Nichts abgesoffen ist, aber das lässt sich mit der Beleuchtung kaum anders hinkriegen, und außerdem ist das reine Geschmackssache und dürfte hier auch beabsichtigt gewesen sein.



Der Jürgen, 16.10.2011 at 14:49h

mir gefällt es gar nicht. die tonung macht das bild, in verbindung mit dem strukturlosen hintergrund, völlig platt, keine tiefe. das wirkt wie ausgeschnitten und aufgeklebt.


Ilse Jentzsch, 16.10.2011 at 14:53h

Jürgen schreibt genau das, was ich auch schreiben wollte, denn auch mir gefällt die Tonung hier überhaupt nicht.
Ich bin sicher, daß es in s-w entschieden besser gewirkt hätte.
Ich will damit nicht sagen, daß die Aufnahme schlecht ist, nur für mich ist sie so einfach nicht akzeptabel.



Johannes Barthelmes, 16.10.2011 at 15:37h


ja, die Tonung ist nicht schön.
Des weiteren finde ich das Porträt langweilig. Eine offenere Blende, so dass nicht alles bis hin zum Ohrenflaum scharf gezeichnet ist, könnte die Person etwas weniger statisch, weniger 2-dimensional und weniger aufdringlich ins Bild setzen.
Der große Glanzfleck unter dem Stirnansatz ohne jegliche Zeichnung darf einfach nicht sein. Gerade dann, wenn man so viel Zeit hat korrekt zu belichten.
Einfach mehr mit den vielen Möglichkeiten von Licht, Blende und Perspektive spielen, kreativ sein.



Sabine Kuhn, 16.10.2011 at 16:55h

... vieles Wichtige wurde bereits benannt.

Bei "Portrait" denke ich zudem zunächst per se an ein Hochformat. Ein Querformat würde ich nur dann wählen, wenn bildgestalterische Elemente (z.B. Gestik mit den Armen) dies hergeben.

"Charakterstark" ... ich melde Zweifel an:
Das sieht mir sehr nach einem "Bewerbungsfoto" und ein wenig wie zugeknöpft & abgeschnitten aus, zudem wirft der Hemdkragen im Abschluss ungünstige Falten und das Jacket liegt ebenfalls nicht gleichmässig auf den Schulterpartien auf. Dies könnte "charakterlich" auf Unordnung im Leben schliessen lassen und ich für mich negativ besetzt.

Neben einem insgesamt gepflegten Aussehen, das durch die Trend-Frisur eine leicht sportive und somit dynamische Note erhält, starren mich die Augen dieses auf mich vom Grundsatz her sympathisch wirkenden Typs fast schon zu durchdringend an, fast schon "bohrend", sodass es mit Unbehagen bereitet. Irgendetwas befindet sich auch am Lidinneren, was meiner Meinung nach dort nicht hin gehört...

Anstatt der schmalen, geschlossenen Lippenlinie würde ich mir ein leichtes Lächeln wünschen: Etwas geöffnete Lippen deuten für mich auf Kommunikation & Gesprächsbereitschaft (positiv besetzt) hin. Bei ordentlicher Zahnstellung könnte so auch optisch ein vermittelnder Ausgleich zur jetzigen Dominanz der Augen erzielt werden.
Eine erkennbar freie Hautpartie zwischen den Augenbrauen liesse das Gesicht zudem offener und ehrlicher wirken.

Ich sehe hier noch eine ganze Menge Potenzial für einen "überzeugenden Charakterkopf".

Mit besten Grüssen,
Sabine



.Santa., 16.10.2011 at 17:45h

Bis auf die Tonung gefällt mir dieses Portrait gut.
Es sind die Gegensätze die mir gefallen. In dieser Körperhaltung werden sonst nur Fahndungsfotos abgelichtet(CINDY DÜBI). Dazu passt aber weder Farbe noch Kleidung.

Das Model hat einen unbeteiligten, ja fast gelangweilten Gesichtsausdruck. Solche Gesichter sieht man häufig an Pokertischen. Dazu würde dann auch wieder die Kleidung passen.

Für dieses Portrait passt auch das Querformat.

Dein eigenes Ziel (ein Mann charakterstark in Szene gesetzt) hast du aber meiner Meinung nach verfehlt.

Fazit für mich:
Ich mag das Foto.( ohne Tonung noch mehr)
Zielsetzung etwas daneben.

glückauf
claus



Cameron, 16.10.2011 at 18:32h

unter völlig kontrollierten bedingungen, wie sie im studio vorherrschen, sind ausfresser leider ebenso inakzeptabel, wie abgesoffene tiefen ... sorry.


Klaus Peter Neßler, 16.10.2011 at 18:53h

Ein Porträt
Ein Mann mit braunem Anzug,Krawatte und weißem Hemd
Das ganze Bild ist absolut scharf abgebildet.
Der Hintergrund ist schwarz
Die Person trägt einen Dreitagebart und kurze gegelte Haare.

Mich beeindrucken die ausdrucksvolle Augen.
Das Bild lebt von diesem direkten Blick in die Kamera.
Ruhig, Zielstrebig, etwas eigenwillig, kreativ, voller intelligenter Kraft.

Das Bild ist in sich stimmig.
Mann kann sich vorstellen, dass hier der Charakter dieser Person gut abgebildet wurde.

Zu den Kommentaren
(Grundsätzlich schreibe ich meine Rezension bevor ich die anderen gelesen habe)

- Für mich verstärken das warme Licht und die Schärfe des Bildes, die Eigenschaften von Ruhe und Kraft.
Ich bin mir nicht sicher ob hier ein anderer Hintergrund diesen Eindruck zerstört hätte.

- Den weiße Fleck auf der Stirn habe ich zuvor nicht bemerkt und stört mich auch jetzt nicht weiter.
Etwas mehr Zeichnung hier,Könnte jedoch zu einer kleinen Verbesserung beitragen.

- Es stimmt, die Kleidung ist zwar ordentlich, jedoch nicht perfekt.
Dies passt jedoch zu dem etwas eigenwilligen, aus meiner Sicht, jungen Mannes.


KPN



I arkadas I, 16.10.2011 at 19:15h

charakterstark geht anders.
das gesicht im vergleich zu allem anderen sieht sehr fleckig aus.. nicht vorteilhaft für den jungen mann. .
die mittige position..
die sehr kleine blende..
der schwarze hintergrund..
ich finds durch und durch langeweilig... unspektakulär.. und die tonung paßt eher zu einer statue. und nicht zu einem menschen ..
.. oh man.. sry. herr / frau fotograf / fotografin..

lg



Syv, 16.10.2011 at 19:20h

... was mir auffällt: wenn nur eine Lichtquelle benutzt wurde, warum sehen wir dann jeweils zwei Lichtspiegelungen in den Augen? Oder ist es tatsächlich eine einzige, welche durch die Kamera unterbrochen wurde? Aber wo ist dann der/die Fotograf/in ? Ist es gar ein Self am ausgestreckten Arm?

... was hier meiner Meinung nach noch verbesserbar wäre, ist der Schnitt welcher für mich hier recht willkürlich und unspannend gesetzt wurde ...

LG Syv



Rachel Watson, 16.10.2011 at 20:55h

Der Blick des Mannes irritiert mich, agressiv, gereizt, vielleicht? Es hat von der Aussage her etwas Widersprüchliches und ist sicher keine alltägliche Studie. Rachel Watson


To Mars, 16.10.2011 at 21:06h

Ich habe die ganze Zeit überlegt, an was mich dieses Bild erinnert ... es war glaub ich die Bet&Win Fußballwerbung ... :)

Was mir gefällt:
Der Gesichtsausdruck - Das leicht nach vorne geneigte - Die Augen - Der schiefe Mund - Die Tonung - Das die Blende so gewählt wurde, dass die feine Struktur des Anzugs erkennbar ist - Die Schatten am Kragen und im Gesicht (finde das Bild nicht platt) - Das nicht alle Makeln mit Photoshop beseitigt wurden (es gibt keine "schönen" Menschen wie wir sie in der Werbung sehen und das wäre bei einem kantigen Mann gar nicht angebracht)

Was mir nicht gefällt:
Das Leute sich überhaupt nicht mehr im Griff haben und nur weil ein Bild, welches nicht 1:1 den "persönlichen Standardregeln" der hohen Kunst der digitalen Fotografie entspricht sofort zerreißen und von nicht akzeptabel, Fahndungsnummer und ähnlichem schreiben, obwohl es in der "Bilddiskussion intensiv"-Reihe ist und nicht unter Gefällt mir oder nicht. Es gibt sicher viele Profis hier in der FC, von denen man etwas lernen könnte. Wenn keine Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren enthalten sind, sondern sinngemäß nur "Alles ORSCH!" drin steht, kann man damit auch nicht sehr viel anfangen. Bei dem, der das Foto eingesendet hat, handelt es sich vermutlich nicht um einen Profi mit einer Eos500D, sondern jemanden der vermutlich einfach genau so ein Foto machen wollte. Ob man es braucht? Ob man es an die Wand hängt? Wieviele Fotoprojekte habt ihr alle schon gemacht, die ihr am Ende als nicht ganz so gelungen empfunden habt bzw doch nicht an die Wand hängen wolltet? Hoffentlich sind da ein, zwei bei jedem dabei ... Hauptsache ist doch, wenn man sein Geld nicht damit verdient, muss es nur einem selbst gefallen und es sollte Spaß machen.

Zur Erinnerung:
Das Projekt soll:
die konstruktive Diskussionskultur auf der fotocommunity fördern
das Lernen am Bild unterstützen
Spass machen!

Diskussionsregeln:
Schreibe respektvoll und konstruktiv. Bitte keine Anmerkungen so wie "Schönes Bild, toll gesehen" usw.. Schreibe nach Möglichkeite ausführlicher, was Dir am Bild gefällt und was Dir weniger gut gefällt. Wenn Du möchtest, kannst Du auch die aus Deiner Sicht besten Tipps zur Verbesserung geben.

Zur Erinnerung an die Betreuer dieser Sektion - das sind eure Spielregeln:
Wir werden respektlose, aggressive, aber auch --- unkonstruktive ---- Beiträge kommentarlos löschen, da sie im Rahmen dieser Diskussionsrunde nicht gewünscht sind.


Was mir weiter nicht gefällt bzw. Was hätte ich anders gemacht:
Vielleicht ein Spot noch auf den Hintergrund? der ist mir auch zu abgesoffen und hätte vielleicht doch ein bischen mehr Dimension gegeben, aber vermutlich war es so geplant - Mir hätte es auch besser gefallen, wenn der Anzug ein wenig gerade gezupft worden wäre - Wahrscheinlich hätte ich auch den Ausschnitt ein bischen knapper zu den Schultern gewählt und die Krawatte noch ein bischen länger lassen

Fazit:
Es handelt sich dabei um ein durchaus für mich positives Bild, mit dem ich mehr anfangen kann, als zuletzt mit dem Holga-Ostseebild. Dieses Bild hat vielleicht nicht DEN künstlerischen Wert, aber für mich ist es das, was es sein soll - Ein Portrait eines Mannes mit Kanten



Olaf Hüttemann, 16.10.2011 at 21:22h

genau so ein Foto habe ich in meinem Perso kleben. nur hat es nicht diese künstlerische Tonung und ist ein wenig enger geschnitten damit der biometrische Scanner kein unnützes Zeug lesen muß. Mir ist das zu leblos, zu mechanisch. Es hat nicht den Mut etwas eigenes auszusagen. Wie ein Spiegelbild paßt es sich jeder Stimmung des Betrachters mit gleichmütig freundlicher Mine an. So verkauft man Versicherungen.


T.Bregulla, 16.10.2011 at 21:42h

Eine Lichtquelle, zwei Lichtreflexe im Auge: Klassische Beautydishbeleuchtung (oben) mit Reflektor von unten. Daher auch die leichte Überbelichtung an der Stirn.

Soweit zur Technik.

Die Gestaltung - betont unspektakulär, um den Blick auf das Model zu lenken. Es gibt nichts, was den Blick ablenken kann. Die zentrale Position lässt das Portrait gewichtiger werden. Zentral, keine Nebensache.

Das Ziel ein charakterstarkes Portrait zu erzeugen ist einerseits gelungen - andererseits nicht. Ja, weil durch die zentrale Position und die Beleuchtung durchaus ein starkes Portrait entstand, das wenn es eine Weile betrachtet wird, sein "Gewicht" immer mehr zum Ausdruck bringt, aber auch Nein, weil der Blick des Models dieses leichte Schmunzen trägt - in freudiger Erwartung, dass ein Bild gemacht wird. Bei einem charakterstarken Portrait würde ich hier kein Lächeln oder Schmunzeln erwarten. Sondern einen harten Blick, und gerichtete Konzentration.

Allerdings könnte ich mir das Bild durchaus als Werbefoto für einen Pokerspiel Betreiber vorstellen. Auch wenn ich es nicht für "charakterstark" halte, so ist es ein gewinnender Blick, wie jemand, der beim Pokern "blufft".

Meiner Ansicht nach ist das Bild gelungen und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es dem Model zusagt.



I arkadas I, 16.10.2011 at 23:29h

To Mars ..
. auch wenn es spaß machen soll. man darf doch trotzdem ehrlich schreiben.. dass das gezeigte bild eben doch kein spaß macht. oder...
.. der oder diejenige, die hier mitmachen .. ich glaube. sie wissen auch... das sowas passieren kann.. und sie riskieren es trotzdem..

ich mags hier. wenn es auch schon mal zu kritisch zugeht..


. und von meinen bildern. die ich gemacht habe. seit dem ich ernsthaft fotografiere.. da sind ganz viele dabei. die hier noch viel, viel schlimmer zerrissen werden würden..
aber ein paar.. die mag ich besonders.. ich weiß nur nicht. ob es dann diese wären. die ich hier einschicken würde. das wäre vlt dann doch zu langweilig. ..oder?? ;)
. mit dem ticken selbstvertrauen.. geh ich dann mal wieder. aber ich lese weiter . hier.. :)
..lg



Cameron, 16.10.2011 at 23:35h

ich finde, man darf auch durchaus seiner enttäuschung ausdruck verleihen, wenn man in der vermeintlich hochklassigen agora bilddiskussion fotos vorfindet, die weder handwerklichen prüfung standhalten, noch in anderer richtung diskussionswürdig erscheinen.



I arkadas I, 16.10.2011 at 23:45h

@thomas...
pokerspiel betreiber...
ne gute sache..
dann aber quadratisch . konzentriert mittig.. und nen klassisches s/w.. und nicht diese komische tonung. ;)

dann wirds guuut..
. nur dann poker ich nicht mit ihm.. ich werde verlieren.. ^^^^
..
lg



Roland Krinner, 17.10.2011 at 0:01h

Zufrieden schaut er nicht aus ;-)


harry k., 17.10.2011 at 0:50h

Für mich überwiegt auch die Enttäuschung, hier in Agora solch ein Bild vorzufinden.
Das da oben ist eine der Fingerübungen, die jeder Fotograf hinter sich haben sollte.
Überspitzt ausgedrückt: Augen mittig, Blick in die Kamera, Licht wie vom eingebauten Blitz und dann etwas an den Knöpfchen von PhotoShop geschraubt. Fertig ist das "charakterstarke" Portrait ....
Nee, da diskutiere ich nicht mit .... ;-)



Matthias von Schramm, 17.10.2011 at 7:32h

hier ist wirklich so gut wie nichts gelungen. um ein ziel verfehlendens ergebnis zu erhalten, setze ich ich mir ein unerreichbares ziel, welches meine fotografischen möglichkeiten übersteigt.

einen jungen mann mit weichen zügen, irgendwie zur banklehre in den anzug geprügelt mit verzweifeltem modebärtchen charakterstark darzustellen durch frontallicht wird eher zur satire, als zu einem ernsthaftem portrait.




Wolf Schroedax, 17.10.2011 at 8:18h

- Der Mann sitzt beim VERHÖR und SCHWEIGT !
Ihm werden vielerlei Betrügereien nachgesagt, die ihm eine mehrjährige Haftstrafe und eine hohe Geldbuße einbringen können. (Sein Anwalt, der in letzter Zeit mehrfach von ihm beschäftigt werden musste, ist unterwegs).
- Daraus erklären sich Beleuchtung und Hintergrund, Flecken im Gesicht, der Glanz auf der Stirn und der Mund perfekt.
- Der Beschuldigte muss etwas nach oben schauen und darauf achten nicht eingeschüchtert zu werden, bzw. nicht eingeschüchtert zu erscheinen... (Ein sehr kluges Arrangement: Der Verhörende sitzt höher.) - - - Wenn es dem Mann gelingt, das Schweigen durchzuhalten, dürfte er wohl seine "Charakterstärke" bewiesen haben.



Sabine Kuhn, 17.10.2011 at 11:35h

@ Hallo Wolf ... ich bin gerade einigermassen irritiert!!!
Entspringt das von dir Gesagte deinem persönlichen Kopfkino und beschreibst du die "STORY", die du persönlich in diesem Bild siehst, oder:
Weisst du mehr als wir und teilst uns das soeben mit???
M.d.B.u.R. & freundlichem Gruss *fragend*,
Sabine



Wolf Schroedax, 17.10.2011 at 14:28h

@ Hallo Sabine ::: Wieso bist Du irritiert ? Passt das, was ich (in meiner direkten Art) geschrieben habe Deiner Meinung nach nicht zum Bild, dann würde mich interessieren, was Du warum anders interpretierst. - Ich habe keinen Wissensvorsprung und will auch nicht den Eindruck erwecken, als hätte ich einen. Dieses Foto würde ich z.B. in die Trainingsmappe für Ermittler legen und in entsprechenden Lehrgängen zeigen. Ob es dadurch fotografisch aufgewertet wird, ist mehr die Sache anderer hier in der Agora. Es ist wahrscheinlich, dass Autor und Model den Titel gern positiv besetzt sehen möchten. Dahin kann ich ihnen aber nicht folgen, so wie sie das Bild gestellt haben.
Für Fragen und Antworten immer offen. Wolf



Zwei AnSichten, 17.10.2011 at 16:45h

Ich würde von dem Herrn ; so dargestellt, kein Auto kaufen !
ich glaube, dass er so bewusst dargestellt wurde, irgendwie kenne ich diesen Herrn auf dem Foto, weiß aber nicht woher ...



Ray2, 17.10.2011 at 17:31h

Was mir gefällt:
Die Symmetrie des Bildes, die sich in den Augen zentriert. Der schwarze Rand hellt sich zur Mitte hin auf und führt den Betrachter sofort auf den fast schon stechenden, schwer ergründbaren Blick des Models. Das Querformat greift die eindringliche, durch die obere Beleuchtung akzentuierte Augenpartie schön auf. Haare und Mund bieten sich als Interpretationshilfen des Model-Blicks an, der das Bild dominiert. Erst dann zieht man das Jacket mit Krawatte zu Rate. Auch die Frisur, der Bartzustand und die Haut ergeben einen sperrigen Gesamteindruck, der nicht so recht in eine Standardschublade passen will. Die Tonung scheint den Betrachter zusätzlich narren zu wollen, als ob das Bild einer anderern Zeitperiode entstammen könnte. Das Bild scheint zu fragen: "Na, wer bin ich?"


Was mir nicht gefällt:
Die Einfachheit des Bildaufbaus kann mich nicht wirklich lange fesseln. Die Symmetrie ist Stärke und Schwäche zugleich.



Sabine Kuhn, 17.10.2011 at 18:05h

@ Hallo Wolf back,
meine Meinung habe ich bereits oben dargelegt.
Für mich war offen, ob du dich mit deiner Beschreibung als Urheber dieses Bildes outetest, was ja offensichtlich nicht der Fall ist.
Danke und mit bestem Gruss,
Sabine



KDH, 17.10.2011 at 18:31h

Interessant ist es schon, das Portrait und diesmal sogar die vielfältige Diskussion (in der kurzen Zeit) dazu :-)

"Was mir gefällt/ was mir nicht gefällt" ist doch eigentlich absolut unwichtig. Fotos/ Bilder müssen nicht "gefallen" und können trotzdem gut gemacht sein, Emotionen auslösen, zum Nachdenken anregen.

Für mich ist der Blick des Mannes hypnotisierend, direkt in den Betrachter eindringend, mit schiefen Mundwinkeln die durchaus etwas spöttisch daherkommen ... ein Schlipsträger, mit gebügeltem Hemd und Anzug ...

Technisch ist es schon in Ordnung, das "Breitwandkino" sagt mir zwar hier nicht zu und auch die Tonung hätte durchaus dezenter ausfallen können, es sei denn sie soll etwas über die Gesinnung der Person aussagen ...

Gefallen, nee ... gefallen tut es mir auch nicht, interessant, ja!


Klaus





outergate, 18.10.2011 at 11:11h

ein 'charakter'-portrait kann ich in dieser umsetzung nicht erkennen, obwohl der abgelichtete durchaus züge eines 'typen' hat und damit das potential, in einer mutigeren variante auch als 'charakter' wahrgenommen zu werden.
die tonung ist sicher streitbar, sie trägt jedoch weniger zur bildaussage bei als andere aspekte.

kleidung: die uniformierung des models konterkariert das bemühen, etwas vom charakter zu transportieren. der berater-chic wirkt aufgesetzt, irgendwie unpassend und die homogene flauigkeit stört das kontrastreiche gesicht. der kragen schlabbrig, die krawatte unwirsch, bleibt die motivation zur wahl der bekleidung unklar und inkonsequent. ein charakter trägt anderes und anders.

pose: augenscheinlich sitzt das model und ist leicht nach vorn geneigt, ellbogen vielleicht auf die knie oder einen tisch gestützt. das hilft für die wohl gewollte frontale aufnahme, generalisiert und uniformiert das erscheinungsbild aber weiter. schulterpartie (erhöht), oberkörper (abgeschnitten) und hals (versteckt) tragen zur bildaussage damit nichts mehr bei.

schnitt: dass eine frontale aufnahme mit mittiger positionierung als stilmittel funktionieren kann, zeigen viele beispiele. hier ist mir der schnitt unten zu eng, ein hochkantportrait hätte proportional vermutlich stimmiger gewirkt.

licht & technik: ich vermute, dass f9 bei 1/160s dem umstand geschuldet sein könnte, dass ein mindestmaß an umgebungslicht für den AF nötig war, dieses aber weitestgehend ausgeblendet werden sollte. womöglich wurde mit einem entfesselten aufsteckblitz + reflektor gearbeitet, was wiederum die blitzsynchronisationszeit auf nicht kürzer als 1/250s einschränkt. dieses dilemma ist - sofern man es als solches begreift - schwer aufzulösen. offene blende = mehr umgebungslicht oder bei gewünschter nähe des lichtformers zum objekt heißt offene blende auch = sehr niedrige blitzleistung bei mehr umgebungslicht, was die balance zwischen beiden sehr erschwert. mit einem ND filter kann man zwar nachhelfen, aber ist je nach umgebungslicht kaum noch in der lage, den AF vernünftig einzusetzen.
das resultat von f9 mit einem oder zwei frontallichtern ist in dieser konstellation in seiner wirkung immer irgendwie zweidimensional. das model vollständig scharf, der hintergrund wird für eine tiefenwirkung nicht herangezogen. auch dadurch fehlt dem bild das besondere.
wenn es aufgrund der technik und des verfügbaren lichts nicht für eine offenere blende reicht, sollte der hintergrund zur erzeugung von räumlichkeit mit einem weiteren licht nebst passendem lichtformer in den kontext eingebunden werden.



Herbert Rieger, 18.10.2011 at 13:20h

Als ein Bild im Rahmen der Übung "Gesichterlesen" gut geeignet. Als Darstellung eines "starken" Charakters absolut nicht.


Th. Maess, 18.10.2011 at 14:29h

Dieses Porträt ist für mich ein Beispiel, dass ein technisch gelungenes Foto noch einen Weg zurücklegen muss, um ein gutes Bild zu werden. Irgendwie hat der Fotograf auf halbem Wege schlapp gemacht und das Foto den Pixeln überlassen. Es fehlt dem Bild ein gedanklicher Reiz, ein sinnvoller und sinnlicher Überschuss, der auf die Betrachter überspingen könnte. Ein perfektes Katalogbild von BOSS hat ähnliche Mängel, die zum Umblättern eher animieren denn zum Innehalten. Ich sehe also ein Porträt, das eine gängige Vorstellung von einem männlichen Charakter abbildet, aber nicht den männlichen Charakter selbst. Gerade weil es uns die Technik so leicht macht, perfekte Fotos herzustellen, müssen wir uns an ihren innewohnenden Botschaften abarbeiten, damit der Funke überspringen kann...


Cameron, 18.10.2011 at 14:42h

@Th. Maess: ich frage mich immer wieder, wie man als ernsthafter kritiker wahrgenommen werden soll, wenn man bei einer studioaufnahme, die sowohl in den lichtern ausgefressen ist, als auch in den tiefen absäuft, von einem "technisch gelungenen foto" spricht.
in der irrigen annahme, dass es uns die technik "leicht macht, perfekte fotos herzustellen" ist dies nur ein weiteres beispiel dafür, dass man glaubt, mit perfekter ausrüstung würde es schon von alleine funktionieren.

outergate hat einen beitrag weiter oben versucht, mit einer anhäufung von fachchinesisch, die kein mensch durchblickt, den eindruck zu erwecken, er könne "licht & technik" beurteilen. wie man die überbelichtete stirn und gleichzeitig den abgesoffenen hintergrund korrekt beleuchtet und belichtet, konnte er damit jedoch nicht erklären, weil er selbst nicht weiss, wie man ein foto technisch gut belichtet - wie schon ein flüchtiger blick in sein portfolio verrät. das größte übel insbesondere dieser community ist, dass hier halbwissen mit inbrunst und voller überzeugung in den ring geworfen wird, wovon der lernende jedoch überhaupt nichts hat.
die agora-bilddiskussion war eine gute idee, wird aber so leider totgeschlagen.
schade.



Th. Maess, 18.10.2011 at 14:56h

@Cameron: ich habe das ernst genommen, dass der Hintergrund absichtlich "abgesoffen" erscheint, wie es im ersten Statement hieß. Das bleibt Geschmacksache, wie ich finde. Im übrigen finde ich, dass ein "ernsthafter Kritiker" seine Kritikfähigkeit behält, auch wenn er technisch nicht auf der gleichen Höhe ist wie Du...:-)



Cameron, 18.10.2011 at 17:52h

@Th. Maess:
ein dunkler, schwarz erscheinender hintergrund mag geschmacksache sein, da gebe ich dir recht. ein hintergund jedoch, der keine information, keine grauwerte, keine zeichnung enthält, ist einfach aufgrund falscher belichtung abgesoffen also handwerklich fehlerhaft und deshalb für eine studiofotografie inakzeptabel. der hintergrund "erscheint" im übrigen auch nicht abgesoffen, so wie du es beschreibst, sondern er IST abgesoffen(so wie übrigens teile der haare auch, was schon gar nicht akzeptabel ist). und es bedarf keiner besonderen technischen höhe, dies zu erkennen .... man muss nur hinsehen. das genaue hinsehen jedoch ist hier schon lange nicht mehr üblich.



outergate, 18.10.2011 at 18:22h

@cameron
vielleicht solltest du dich mal mit jim rakete unterhalten. der hat in sachen richtiger belichtung offensichtlich noch nachholbedarf ;)

http://www.abovetheline.de/clientFoto/5380.jpg



Cameron, 18.10.2011 at 18:44h

@outergate:
leider verbreitest du abermals halbwissen.
das verlinkte portrait aus jim raketes 1/8 sekunde serie kenne ich sehr gut, so wie viele andere seiner fotos. ich kenne jedoch kein einziges seiner fotos mit dermaßen überbelichteten stellen wie das obige. ebenso würde er niemals ein abgesoffenes foto veröffentlichen. jim rakete hat also sicherlich keinen nachholbedarf, was belichtung angeht - das foto da oben hätte er mit sicherheit nicht gemacht.

und auch der hintergrund auf dem verlinkten foto ist nicht abgesoffen, auch wenn du das hier suggerieren willst. wenn du es vielleicht aufgrund deines monitors nicht erkennen kannst (was ja nicht schlimm ist) dann öffne es einfach in photoshop. du wirst in einem rakte-foto keine einzige stelle mit der RGB-Information 0/0/0 finden. sehr wohl findest du solches aber großflächig, wenn du obiges portrait so ansiehst. und das ist genau der unterschied, zwischen einem gewollt dunkeln und einem schwarzen hintergund.
ich will aber hier keine korinthen kacken (denn auch wenn es einen unterschied gibt zwischen dunklem und abgesoffenen hintergrund gibt, so ist dieser marginal.) wollte es nur erwähnen, weil du meiner meinung nach dinge falsch darstelltst.

die ausgefressene stirn jedoch, kannst du auch mit einem schlechten monitor nicht übersehen.



Cameron, 18.10.2011 at 18:48h

was mich aber echt völlig abtörnt, ist die erkenntnis, dass es hier nicht anders zugeht, als im galerie-voting. es gibt auch hier zur-hilfe-springende-vasallen, die sofort auftauchen, sobald harsche kritik an einem foto geübt wird, was der gemeine fc-user für technisch gelungen hält.



Matthias von Schramm, 18.10.2011 at 19:43h

cameron du greifst da ein interessantes auch sprachliches phänomen auf. "technisch gelungen" ist ja an und für sich gar keine aussage. sobald ich nicht definiere, was das bedeuten soll, kann ja damit keiner was anfangen, der ein bild technisch einfach vollkommen anders machen würde. ich denke das ist eine frage des anspruchs an ein bild. für viele ist ja technisch gelungen, wenn schärfe registriert wird. diese empfindung schärfe und unschärfe zu sehen, ist ja bezüglich eines fotos eine derartig simple erkenntnis, dass man dafür überhaupt kein wissen haben muss, noch nicht einmal seherfahrung.

dass beispiel mit dem bekannten raketebild ist so eins. rakete ist ein intuitiver techniker, der viel mit kannten arbeitet und der weiss wie man einen dunklen hintergrund handwerklich erzeugt. in dieser weise hat z.B. im prinzip auch xaver schwarzenberger als filmkameramann gearbeitet. die alexanderplatzdiskussion damals.

dass problem ist, dass dieses intuitive oft notwendig ist um handwerklich sein zu können und die ausrichtung auf technische perfektion um einen bestimmten ausdruck zu erzielen, einfach ein weg ist, der dann scheitert, wenn beim lesen einer szene, beim lesen eines ausdrucks keine sorgfalt zum ausdruck kommt. und da drunter leidet dieses foto. johannes schreibt oben sehr richtig: kreativ sein ... wobei er freilich gut reden hat, denn er ist ein intuitiver, sichtbar sogar "musikalischer" fotograf, der eine szene lesen kann.

die herangehensweise dieses bildautoren hier ist eine enorm mühsame. charakterstärke halte ich fotografisch so gut wie nicht vermittelbar ... höchstens ausdruck, so etwas wie persönlichkeit ... so etwas wie autorität ...

wenn dann ein mensch durch kleidung und frisur ohnehin verkleidet und in meinen augen clownesk wirkt und seriosität spielt, scheitere ich sowieso. d. h. bei der herangehensweise muss die intention stimmen.

und in der tat kommt es dabei wenig auf gefallen oder nicht gefallen an.

es mag ja sein, dass dem einen oder anderen aus gutem grund das lochkamerabild von der ostseeküste nicht gefallen hat und damit nichts anfangen konnte. aber dieses bild hatte einen klaren handwerklich fotografischen ansatz und eine stimmige intention. danach hat der fotograf hier gesucht und er muss weiter suchen, möglicherweise aber sogar seine pläne ändern.




Vielseitige, 18.10.2011 at 21:16h

Ich teile die Ansicht, dass eine angedeutete Dreidimensionalität erzielt wurde. Auch die Tonung finde ich nicht so daneben, weil sie humaner wirkt als das harte s/w. Charakterstärke hätte ich allerdings etwas anders herausgearbeitet. Die frontale Beleuchtung ist eine Seite, diese Eigenschaft zu erreichen. Ich hätte vielleicht mehr mit Ober- und Seitenlicht versucht durch Schatten noch mehr Entschlossenheit in das Gesicht
zu bringen. Hochformat wäre m.E. auch günstiger gewesen. Aber im großen und ganzen finde ich das Foto nicht so schlecht.



Cameron, 18.10.2011 at 21:41h

@matthias:
ich bin überhaupt nicht der meinung, dass ein foto z.b.scharf sein muss. im gegenteil: unschärfe kann als stilmittel eingesetzt werden - ebenso andere effekte. selbst eine überbelichtung kann als stilmittel eingesetzt werden, jedoch nur, wenn es bewusst eingesetzt wird. in diesem fall ist es jedoch sehr offensichtlich, dass die ausfresser auf handwerklich mängel zurückzuführen sind und das alleine macht ein 1B-bild daraus.
in dieser intensiv-diskussion hier, hätte ich mir ein wenig fundiertes fotowissen gewünscht, um solche dinge zur sprache zu bringen, denn die würden dazu führen, dass man sogar daraus lernen könnte.

so wird hier beispielsweise immer wieder von einem charakterportrait gesprochen. ich weiss nicht, ob der fotograf das beabsichtigt hat ... der gesichtsausdruck des portraitierten lässt darauf schliessen.
wenn das jedoch beabsichtigt war, so wurde dafür ein völlig ungeignetes licht eingesetzt. hier wurde eine mischung aus hochfrontalem und beauty-licht eingesetzt - damit stellt man keinen charakter dar.
minimale kenntnisse der klassichen lichtsetzung genügen, um zu wissen, dass für sogenannte charakterportraits klassische lichtarten, wie seiten-oder rembrandtlicht viel aussagkräftigere fotos geliefert hätten.
kurzum, hier wurde möglicherweise sehr sehr viel, in workshops angeeignetes halbwissen unangebracht miteinander kombiniert. heraus kommt ein unstimmiges, fehlerhaftes, langweiliges foto.
und das finde ich hier in dieser sogenannten "intensiv-diskussion" unangebracht und ich würde mir von den moderatoren der fc, die die bilder dieser diskussion auswählen, bereits im vorfeld etwas mehr sachverstand wünschen.






samthy, 18.10.2011 at 22:23h

Das das Bild die Gemeinde spaltet, war wahrscheinlich schon beim aussuchen klar, ich hatte allerdings andere Gründe vermutet.
Mir gefällt das Bild eigentlich sehr gut. Gut ob es nun charakterstärke ausdrückt sei dahin gestellt, ich finde durch ein übermäßiges schärfen des Bildes, kommt noch lange keine Charakter zum Ausdruck. Die Charakterstärke des Bildes macht meiner Meinung nach eher das Model. Ich denke ein auf modern getrimmtes Männergesicht mit 3 Tagebart und moderner Fönfrisur ist nicht unbedingt Charakterstark. Aber ich finde das ist nur nebensächlich, das Bild hat viel mehr als Charakterstark zu sein.
Ich finde es sehr harmonisch, obwohl es viele harte Kanten und Übergänge hat. Aber das Gesamtbild paßt sehr schön zusammen. Es gleitet sehr harmonisch von leicht hellem Gesicht, über abgedunkeltem Hemd, weiter über schöne Rottöne des Jackets ins Dunkle des Hintergrundes. Gefällt mir sehr gut, und ich denke es ist auch, und ich unterstelle hierbei die Professionalität des Fotografen, sehr gekonnt genau so arrangiert wie es ist.
Es wird Absicht sein das die Schatten auf den Schultern sauber in die Schwärze des Hintergrundes übergehen. Ich denke von falscher oder schlechter Beleuchtung kann bei dem Bild keine Rede sein.
Auch der oft angesprochene weiße Punkt auf der Stirn.
Ich kann auf meinem Monitor sehr wohl noch Struktur und Hautunreinheiten erkennen und das ist auch gut so.
Die Stirn als Augenmerk durch das Licht zu markieren, finde ich gar nicht schlecht, jede andere Stelle wäre unpassender gewesen, das Auge in das Bild hineinzuführen. Ich denke die Stirn lenkt sehr schön von den sehr dominanten Augen und auch von dem markanten Bart ab. Was einen schönen Ausgleich schaft und das Bild sehr schön in Waage hält.
Das einzige was ich negativ anmerken würde ist die grenzwertige Schärfe, aber ich finde es eher positiv als negativ da sie vielleicht doch noch den gesuchten Charakter ins Bild bringt. Ich finde jedoch die Stärke sehr gewagt und hart an der Grenze, Die gesamten Konturen von Haaren, Bart, Haut und vielleicht sogar die Augen, werde dadurch sehr stark betont, dadurch fällt wirklich jede Kleinigkeit auf. Ich denke genau das ist auch das was das Bild so stark polarisiert. Naja aber wie alles im Leben Geschmacksache....



Cameron, 18.10.2011 at 22:39h

die weisse stelle auf der stirn dieses portraits zeigt im rotkanal einen wert von null, im grünkanal einen wert von null sowie im blaukanal einen wert von null. dieser teil des fotos ist unwiederbringlich verloren. wenn du, samthy, auf deinem monitor jetzt trotzdem noch struktur erkennen kannst, dann solltest du dir mal einen feuchten lappen nehmen und gründlich über deinen bildschirm wischen.
und nein ... das ist nicht geschmacksache, samthy.

ich will auch gar nicht mehr wissen, was daran gut sein soll, dass ein weisser fleck auf der stirn "sehr schön von den sehr markanten augen ablenkt". ebensowenig musst du mir erklären, warum die silhouette im unterbelichteten hintergrund absuppen sollten.

das niveau in der agora-diskussion ist leider nicht höher als im konventionellen voting - nur ausführlicher. buddygejubel ebenfalls.
ich bin raus hier.



Johannes Barthelmes, 18.10.2011 at 22:55h

Qualität bzw. fehlende Qualität hat nun gar nichts mit Geschmacksache zu tun.
"Qualität liegt im Auge des Betrachters" ist nicht mehr als eine faule Ausrede.
Ein Beispiel: das geübte Ohr erkennt die einzigartige Qualität sowohl eines Sonny Rollins als auch eines John Coltrane.
Dass man dann persönlich John Coltrane absolut vorzieht und die Musik des Mr. Rollins so gut wie nie anhört, mag das Resultat von Geschmack sein.
Dennoch ist immer klar, dass beide Ausnahmemusiker sind/waren und beide haben den größten Respekt für ihr Können.
So wie klar ist, dass dies hier keine gelungene Fotografie ist. Einige (genügend) Gründe habe ich oben genannt.
VG, Johannes



Matthias von Schramm, 18.10.2011 at 23:11h

@ cameron

genau das macht ja das bild diskussionswürdig .... dass es nicht zu ende gedacht ist und das dies ein ansatz wäre zu lernen, wenn man denn wolllte. ja und wie johannes schreibt: ein geschmacksargument kann nicht greifen, dient lediglich als diskussionskillender versuch.

deinen vorwurf an den kollegen verstehe ich ja ... die einfache lösung ist ... da gibt es einfach eklatante anspruchsdiskrepanzen, die akzeptiert man ... oder nicht.



Th. Maess, 18.10.2011 at 23:38h

Eine Diskussion über Fotografie muss wohl notwendigerweise sehr persönlich werden, weil das Fotografieren eine Selbstentäußerung ist, die, infrage gestellt, verletzt wird, selbst dann, wenn es um technische Einzelheien geht. Insofern können wir leider eine sachliche Debatte von persönlichen Bewertungen nicht trennen, was dann auch heißt, dass sich dieser oder jener Kommentar über den anderen erheben will, vielleicht sogar muss. Ich erinnere aber hier an das bekannte Beuys-Zitat, wonach "jeder ein Künstler ist"; das zumindest sollten wir offen halten...
Dazu passt eine Textstelle von Henning Ritter, Notizhefte, Seite 240: "Aber die geistig besten Zeiten sind die, in denen die Einfälle im zufälligen Austausch mit anderen vergeudet werden, in einem Wettstreit um Präsenz und Promptheit der Reaktion. So müssen die Geistreichen des 18. Jahrhunderts empfunden haben, die mit ihren Einfällen auch bei Gelegenheiten, die unter dem Niveau ihrer Einsichten waren, nicht geizten. Aber wenn sie ihre Einfälle aufzeichneten, mussten diese bis zum Äußersten stilisiert werden, denn nur so konnten sie wieder den Weg zum lebendigen Austausch finden."



Zwei AnSichten, 18.10.2011 at 23:55h

Ich habe PS 5 und die Stirn ist ausgebrannt ...


Der Jürgen, 19.10.2011 at 0:20h

auch wenn portrait im studio nicht meine stärke ist und ich von professioneller lichtsetzung nun so gar keine ahnung habe entsteht bei mir dennoch der eindruck, ich könnte von cameron was lernen. er hat hier zwar kompromißlos aber dennoch sachlich diskutiert.
auch wenn es hier zahlreiche "rettungsversuche" für obiges foto gegeben hat, beibe ich ebenfalls bei meiner einschätzung, dass es dem bild an tiefe fehlt, räumlich wie inhaltlich.
im übrigen ist fotografischer analphabetismus ein ebenfalls weit verbreitetes phänomen, auch wenn man den nicht an groß- und/oder kleinschreibung festmachen kann.



lophoto, 19.10.2011 at 0:53h

tonung und ausdruck sehr gut.....
klasse gesicht und blick

hier wirkt nix platt...sondern belebend gerade durch die brauntönung......
einzig die stirn mit der überstrahlung nervt....

insgesamt klasse für mich



Johannes Barthelmes, 19.10.2011 at 1:03h


ja, es ist schade wie hier z.B. samthy vorgeht (von wegen Analphabet etc.) Man kennt diese Art der Äußerungen hier nur zu gut.
Also in der Agora das Gleiche wie überall sonst in der fc...
Die Ahnungslosen sind und bleiben die Lautesten in der fc.



Kommissar Lohmann, 19.10.2011 at 2:01h

auf mich wirkt das Bild auch nicht im geringsten... ich sehe nichts was mich anspricht - kein Kick und keine innere Ressonanz ... der Passbildvergleich trifft es am ehesten .. für mich ziemlich langweilig

hier gibt es vielleicht noch etwas Inspiration für den Fotografen http://www.facity.com/



outergate, 19.10.2011 at 8:17h

@cameron

mit meinem nur auf den ersten blick hinkenden vergleich habe ich kein wissen verbreitet, nichtmal halbes. es sollte eher als denkanstoss, als angebot zur selbstreflexion und überprüfung der subjektiv angelegten kriterien (schwarzer hintergrund = immer fehlerhaft und inakzeptabel, abgesoffene haare = geht gar nicht) verstanden werden.
nehmen wir an, man würde das jim rakete original nicht kennen, sondern nur diese jpg komprimierte version und könnte warum auch immer keinen relativierenden bezug zu seinen arbeiten herstellen - dieses bild würde nach deiner definition einer akzeptablen hintergrundzeichnung klar durchfallen.
nur - welche einbußen hat das in bezug auf die bildwirkung tatsächlich? inwiefern verschlechtert sich das bild? diskreditiert die jpg version das original? siehst du deine mit inbrunst als allgemeingültige lehrauffassung vorgetragene meinung dadurch geschwächt oder vielleicht gar nicht tangiert?
in deiner art auf meinungen zu antworten erkenne ich leider kein bemühen um sachlichkeit, eher die arroganz des arrivierten. das finde ich ausgesprochen bedauerlich, zumal einige einwürfe ('charakter stellt man nicht mit beauty-licht dar') einer intensiveren diskussion würdig wären.
mit den anmerkungen von matthias von schramm kann ich da deutlich mehr anfangen. (mache ich mich jetzt schon der vasallentreue und des buddygejubels verdächtig?)




Matthias von Schramm, 19.10.2011 at 8:52h

@ jürgen, auch ich bin vom selbstverständnis her kein techniker, musste aber in meiner selbstständigen zeit mich um so einen quatsch kümmern wie die ausleuchtung von hallen, zwecks ablichtung von größeren skulpturen z.B. und daher habe ich einen hauch einer ahnung davon, dass camerons technischer sachverstand einem solchen näher kommt, als von jemandem, der fahrlässiger weise ein raketefoto anzuführen versucht und damit scheitern musste.

p.s. ich habe mich über camerons einwürfe hier gefreut und sie auch als sachlich empfunden.



outergate, 19.10.2011 at 10:50h

@ matthias von schramm
worin genau besteht mein scheitern?



Agora Bilddiskussion intensiv, 19.10.2011 at 17:03h

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19.10.11, 16:54
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Tobias Stoll bedankt sich für die Diskussion.





 
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