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@ alle: Danke für euer Interesse und die Kommentare. Die Kilimanjaro-Besteigung war tatsächlich ein grandioses Abenteuer, sowas macht man ja nicht alle Tage. Ich werde euch so nach und nach noch mehr Fotos zeigen. Und nicht bloß von der Gipfeletappe.
@Anke: Ja, die Eismassen sind noch beeindruckend, obwohl schon zu 80% abgeschmolzen. Angeblich soll der Gletscher bis 2015 völlig verschwinden. Frischen "Schnee auf dem Kilimanjaro" gibts aber immer noch, glücklicherweise nicht zur jetzigen Jahreszeit (Trockenperiode), denn im Schneetreiben hätte ich nicht hochsteigen wollen.
@Susanne: Meine fotografische Leistung bestand darin, mich umzudrehen, den Anblick zu bestaunen und wegen der besseren Perspektive zwei, drei Schritte beiseite zu gehen. Der Rest ist Automatik-Knips.
@Martin (Wie viele Leute steigen da pro Tag hoch?):
Keine Ahnung. Viele. Allein bist du da oben jedenfalls nicht. Auf der Gipfeletappe gabs auch schon mal einen ärgerlichen Stau.
Obwohl jeder Nationalparkbesucher akribisch registriert wird, habe ich nirgendwo eine Besucherstatistik gefunden. In einem älteren Filmbericht war mal von 6.000 Besuchern pro Jahr die Rede, in einem neueren von 20.000. Irgendwo war zu lesen, daß die Besucherzahl auf 15.000 pro Jahr begrenzt wird (mit der Quellenangabe "mündliche Information") - meines Wissens wird aber bloß die Marangu-Route neuerdings begrenzt.
Vielleicht weiß es ja jemand genauer. Oder weiß, wo man die Nationalpark-Statistik finden kann.
Gruß Torsten
Mensch Torsten, willkommen zurück - das muß ein Wahnsinnsurlaub gewesen sein. Meine Hochachtung, daß Du bei so einer körperlichen Herausforderung noch in der Lage warst, die Kamera zu halten und zu bedienen!
Och, ich hab mich da oben eigentlich ganz gut gefühlt, subjektiv keine schlimmen Höhenprobleme, bloß kräftemäßig ziemlich geschlaucht. Erst im Nachhinein wurde mir allmählich bewußt, wie sehr eingeschränkt mein Denkapparat in der dünnen Höhenluft doch war. Beim Fotografieren hab ich mehr oder weniger bloß drauf gehalten. Im Nachhinein ist es völlig unverständlich, wie wenige Fotos ich gemacht habe. Und daß mir selbstverständlichste Sachen nicht eingefallen sind, z.B. Rucksack abnehmen und als Stativ/Unterlage benutzen, mehrere Fotos für ein Pano sammeln - hab sogar fast vergessen, in der Dämmerung den Blitz zuzuschalten.
Als Erfahrung für mich und vielleicht als Tip für andere:
Sollte ich jemals wieder so hoch hinaus wollen, dann werde ich das Fotografieren ein paar Tage vorher Schritt für Schritt durchexerzieren. Unmittelbar vorm Losfahren nochmal alle verfügbaren Bilder durchschauen und eine Checkliste mit den "must have"-Motiven einprägen: erstens, zweitens, drittens .... Die einzelnen Aufnahmen dann klippschulmäßig abarbeiten: Erstens Automatik draufhalten und knips. Zweitens andere Einstellung probieren, höher, tiefer, Zoom, knips. Nachdem das soweit im Kasten ist, drittens Rucksack als Unterlage nehmen, und nochmal: knips. Viertens links und rechts davon: auch knips. Fünftens sich aufraffen, nochmal umschauen, was hab ich denn noch nicht gesehen. Nicht auf die übliche Routine verlassen - wie gesagt, was sonst selbstverständlich ist, muß in der Höhe keineswegs selbstverständlich ablaufen.
Im Übrigen: Alle Fotos wurden wieder "bloß" mit meiner kleinen Hosentaschenknipse gemacht. Das war auch gut so. Die war immer zur Hand, kuschelte sich zwischendurch in der Tasche warm, und wußte automatisch, was sie zu machen hatte. Gut, wenn von Fotograf und Kamera wenigstens noch einer klaren Verstand hat.
Gruß Torsten
WOW ich bin einfach sprachlos wenn ich solche Bilder sehe! Ich möcht fast sagen, dass ich Dich beneide um dieses Erlebnis... Gerade weil ich so gerne auf den Bergen unterwegs bin... Wie auch immer, ich wollt eigentlich nur sagen, "Klasse gemacht"!
Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Besteigung und danke, dass du trotz der Kälte noch die Muße für solch tolle Aufnahmen hattest. Es müssen trotz aller Anstrengungen unvergessliche und unvergleichliche Momente gewesen sein.
lg
Anke
@Andreas+Lutz: Schön, daß ihr euch bis hier durchgeklickt habt. Ich freu mich, wenn auch etwas ältere Bilder noch nicht im Pixelfriedhof verstauben.
Gruß Torsten
Bin begeistert von deinen Kibo-Aufnahmen, wenn alles klappt werde ich in ca. 1 Woche dort auch Aufnahmen machen - hab' schon Reisefieber.
Grüße und Berg Heil
Kurt
Gratulation zur Besteigung auch von mir!
Ich hätte nicht erwartet, das da noch so viel Schnee oben ist. Es hieß doch immer, die Eiskappe schmelze ab. Aber so kommt es mir bei Deinem Bild nicht vor.
VG, Martin
@Martin: Danke. Eiskappe und Schnee werden leider immer munter durcheinander gebracht. Die Gletscher schmelzen seit ca. Hundert Jahren ab. Vielleicht aber in den nächsten Jahren doch nicht so schnell wie befürchtet. Etwas anderes ist der frische Schnee, den es immer noch gibt und in Zukunft vielleicht sogar eher mehr. Was du im Vordergrund siehst, ist ein halb weggetautes Schneefeld. Die berühmte weiße Kuppe des Kilimanjaro, die man von unten sieht, ist frisch gefallener Schnee, hauptsächlich März-Mai, also seit jeher eine saisonale Erscheinung und kein ständiges Gletschereis.
Ja sowas muss ein gigantisches Erlebnis sein, aus extremer Hitze auf 5892 m in eisige Kälte hochzusteigen, der Wahnsin. Respekt vor Deiner Leistung und Deinem Mut. VG. Heinz