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Wracks üben eine magische Anziehungskraft aus und haben immer eine Geschichte zu erzählen. Der Schiffbruch hatte fatale Folgen für das Schiff und alle, die zu diesem Zeitpunkt an Bord waren. Jedes Wrack zeigt den Entwicklungsstand einer bestimmten Epoche. Wracks sind faszinierend, und nähert man sich einem versunkenen Schiff, wird sein dramatisches Schicksal spürbar. Bei einer Inspektion im arabischen Golf tauchte ich einmal an einer gekenterter Hubinsel in 35 Metern Tiefe. Die neue und noch ungebrauchte Hubinsel kenterte während der Überführung zum Einsatzort, als sie kurz vor dem Ziel von einem schweren Sturm überrascht wurde. Durch ein Gewirr von Drahtseilen gelang es mir, in einen Raum voller Ausrüstung zu kommen. Hier war eine Luftblase und ich konnte die Tauchermaske hochschieben. Eine unglaubliche Stille umgab mich, unterbrochen manchmal durch undefinierbare Geräusche, die aus dem Zentrum der Hubinsel kamen. Nach kurzer Zeit verließ ich den Raum wieder.
Ein „Graveyard of Ships" ist die Südspitze Afrikas. An der Overberg Küste liegen auf etwa 100 Kilometern Länge mindestens 140 Wracks. Darunter sind auch Schiffe der Dutch East India Company, wie zum Beispiel die „Brederode" in der Nähe von Cape Agulhas. Das Wrack, beladen mit chinesischem Porzellan, liegt in 65 Metern Tiefe und wurde von Andre Hartman nach jahrelangem Suchen gefunden. Die Dutch East India Company hat in der Zeit ihres Bestehens allein 246 Schiffe verloren.
Die „Birkenhead“, gesunken 1852 am Danger Point, ist ein bekanntes Wrack in der Nähe von Gansbaai. Bei dem Untergang kamen 454 Menschen um, nur 184 überlebten.
Der Schiffbruch der Grosvenor 1782 und das Schicksal der Überlebenden hat die Menschen tief bewegt. Das berühmte Grosvenor-Wrack an der Pondoland Küste in der Nähe von Port St Johns stand immer wieder im Mittelpunkt des Interesses, seit Captain Sidney Turner 1880 dort erfolgreich getaucht ist. Der Dreimaster war ein Schatzschiff und die Geschichte der vielen Bergungsversuche ist außerordentlich interessant. Starke Strömungen, plötzlich auftretende Stürme mit riesigen Wellen, wurden vielen Schiffen an der Wild Coast in der Transkei zum Verhängnis. Unzählige Wracks liegen auch an dieser Küste.
sehr sehr gutes Bild.
Klasse die Tonung und das Licht.
Kompliment.
Du hast Recht Wracks üben eine Faszination aus.
schon allein wegen der Lichtverhältnisse.
Habe diverse Tauchgänge am Wrack der Maldive Victory gemacht, einfach unbeschreiblich...
Aber paß auf mit den Luftblasen, die Luft kippt irgendwann und wird giftig. LG, Tom
Das Foto wirkt toll, durch die minimale Farbe eher bedrohlich. Wie soll es auch anders sein, wenn man an die Geschichten denkt, die du hier skizzierst.
Mal ganz abgesehen von dem informativen und interessanten Text:
Dein Foto hat eine leicht gespenstische Wirkung, erzielt durch die Grau-Blautöne, die schwarzen Vögel und durch die absinkende Linie. Gut!
LG Margarete
Einst lief auch dieses Schiff brandneu vom Stapel. Sicher ahnte keiner, daß sie mal so enden würde. Deine Schilderung und das mystische Bild öffnen den Blick für die Dramen der hohen See. Sehr schöne Doku, super Aufnahme
lg Hardy