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Am frühen Abend, etwa um 17.30 Uhr haben wir diesen Platz, nur wenige Kilometer von Singi entfernt gelegen, erreicht. Singi, das sind eine Hand voll Hütten, mitten in den Bergen Lapplands. Im Sommer ist hier einiges los, der bekannte Kungsleden (ein Wanderweg), führt hier entlang. Zu dieser Jahreszeit, Ende Januar, ist hier niemand. Es ist bereits einige Zeit dunkel, als wir unser Zelt im Schein der Stirnlampen aufbauen. Die Temparaturen haben sich zu dieser Stunde längst wieder um die minus 30° eingependelt, es ist wolkenlos, wie den ganzen Tag über, die Sterne und der Mond leuchten schon am Himmel. Wir räumen unser Zelt ein, das dauert eine ganze Weile. Bald darauf legen wir uns direkt in unsere Schlafsäcke. Sobald wir zur Ruhe kommen, spüren wir die eisige Kälte. Wir bekommen Hunger, haben jedoch so kurz nach dem Tagesmarsch noch keine Lust zu kochen. Daher gibt es Gefrierkost, tief gefrorene Kekse, Kuchen und selbst gebackene Käsebrötchenhäppchen. Es so zu tun, ist nicht klug, wir kühlen von innen aus, brauchen einige Stunden, um in den Schlafsäcken wieder richtig warm zu werden.
... In der fortgeschrittenen Nacht, ausgeruht von einigen Stunden Schlaf bzw. Dösen und Lesen, setzen wir den Benzinkocher zusammen. Jetzt gibt es erstmal etwas warmes zu essen, heute Spaghetti mit Tomatensoße Napoli. Ein Gericht, welches man zu Hause bestenfalls als durchschnittlich bewerten würde, bedeutet unter den beschriebenen Bedingungen ein Hochgenuss. Die Nudeln mit Soße sind lecker und beleben unsere Körper. Nach der warmen Mahlzeit ist es uns warm, mollig warm! Also raus an die frische Luft, es ist um Mitternacht herum, ich wollte sowieso ein paar Nachtbilder machen, egal ob mit oder ohne Nordlichter. Ich gehe aus dem Zelt und im selben Augenblick erscheinen die ersten schwachen Nordlichter wie aus dem Nichts. Ich rufe meinen Bruder, er möge doch bitte sofort aus dem Zelt kommen und sich dieses Schauspiel ansehen. Plötzlich flammen die Nordlichter auf, es ist wie ein Feuerwerk der grünen Lichter, manchmal rot, sie kommen und gehen in schneller Folge, in allen Himmelsrichtungen und auch über uns. Fasziniert von diesem Schauspiel verbringen wir zwei Stunden vor dem Zelt, bis wir abermals ausgekühlt in unseren Schlafsäcken verschwinden. Fröstelnd liegen wir in unserem Zelt, doch das arktische Land, die Nordlichter haben uns verzaubert, glücklich und zufrieden, irgendwann warm, gleiten wir in den Schlaf...
Ihr werdet sie bestimmt noch ein paarmal zu sehen bekommen haben, es war in diesem Jahr eine hervorragende Nordlichtzeit.
Leider ist mir das bisher nicht vergönnt gewesen.
Deine Aufnahme lässt es ein bißchen erahnen, obwohl es nur ein Bild ist.
Das persönliche Erleben dürfte viel bessser gewesen sein.
Ich beneide Dich darum.
LG Manfred
Hallo Tore, das ist ja ein besonders schönes Nordlicht und man kann das Flackern erahnen.Herrlich von Dir fotografiert und ein echtes Pic das zum Träumen verführt.
+++
Schönes WE
Deine Erzählungen lassen teilnehmen und setzen die Bilder in einen Bezug. Das mag ich. Nordlichter als Belohnung für die Mühen des Tages sind wie ein Lohn der durch die nordischen Götter.
LG Briba
Ist das HERRLICH !!!
Du zeigst hier wieder ein so wunderschönes Naturschauspiel, das würd' ich seeehr gern auch mal im Original sehen.
Aber ich würde so ausgekühlt im Schlafsack sicher die ganze Nacht weiterfrieren und mir dann nix anderes mehr wünschen als eine schöööne heiße Badewanne...:)
LG Astrid
Einfach traumhaft schön. Dein Reisebericht, hier wie auch bei den anderen Bildern, läßt einen mitzittern vor Kälte, aber auch die Magie eines Nordlichts erleben. Bin gespannt auf mehr:-)
vg Ralf
Dieses wundervolle Lichtspiel am sternklaren Nachthimmel ist an Schönheit wohl kaum zu übertreffen. Deine Aufnahme ist einfach atemberaubend und die Struktur des Lichtes gefällt mir ganz besonders gut. Schön auch deine Erzählung dazu.
Herrliches Naturschauspiel ! Wer so etwas erlebt hat und mit der Kamera festgehalten hat,der kann dann auch zufrieden in den Schlaf gleiten. Interessanter Text .
lg
ulfert k
Hej Tore,
fantastisches Nordlichtspiel, so intensiv sieht man das ja wirklich selten. Für solche einmaligen Situationen lohnt sich doch auch die Kälte, das bleibt in Erinnerung! Genial aufgenommen.
Einfach nur schön diese Lichter. Dazu noch die vom Mond beschienene Landschaft im Vordergrund. Das sieht zusammen richtig klasse aus. Bin mir aber nicht sicher, ob ich nicht eher auf den Schatten verzichten könnte...
Gruß
Jens
Hallo Tore,
Deine Beschreibung macht mehr als deutlich, dass dies mehr als nur ein Foto ist. Es beschreibt vielmehr ein Erlebnis, das nur unter schwierigsten Bedingungen stattfinden konnte. Die quadratische Größe des Bildes gefällt mir auch, dadurch wird hier mein halber Monitor ausgefüllt und zeigt auch mir, welche unermessliche Dimension das ganze hat.
Viele Grüße
Ronald
Diese Foto hat den Bonus des Aussergewöhnlichen, des Nichtalltäglichen. Aber es gefällt mir auch dass du durch den gewählten Bildaufbau Tiefe erzeugst. Ein Foto bei dem man gern länger verweilt.
Viele Grüße, Andreas
Es muss schier überwältigend sein, so etwas in natura zu sehen. Einfacch sagenhaft!
Auch Deine Infos sind sehr interessant, danke.
Liebe Grüsse, Cécile
Boah ist das schön....ein Bild....wirklich nur ein Bild...lässt meine Tränen fließen....kaum zu glauben....und kaum zu glauben das du mir hier 10 Monate durch die " Lappen " gegangen bist....und ich freue mich zu lesen, das du lieber durch die Natur streifst,....verwöhne uns lieber mit deinen Eindrücken, deiner Fotografie,...deine Bilder. ....freue mich dich hier gefunden zu haben....so etwas wie du erlebt hast, erlebe ich nicht....umso mehr genieße ich solche Aufnahmen.....