Photo from the nude channelParticipation in the forumSell photosCreate more photo folders?Upload more photos?Gallery-votingShow usernameUpload more photos?Access to all language versions?If you are already a paying member you can use all the features of the fotocommunity from 4€ per month.
Man könnte fast meinen, in einer Geisterstadt zu sein. Alles ist sehr statisch, nur senkrechte und horizontale Linien. Kein Leben, kein Mensch und kein Tier weit und breit.
Die Bäume im Vordergrund, die etwas Abwechslung bieten könnten, sind kahl. Ihre Stämme sind an den Eckkanten der Fassaden ausgerichtet, sodass sie wenig auffallen. Ihre Verzweigung, als eine mögliche Abwechslung zu den starren Linien, ist kaum zu sehen. Dem Nadelbaum in der Flucht fehlt die Spitze. Meist ist das ein Zeichen eines kranken Baumes.
Die Fenster wirken geschlossen, dunkel starren sie einen an. Fast nur im oberen Bereich erhellen sie sich etwas, und doch, wo der Himmel zu ahnen ist, erscheint nur ein monotones Grau.
Im Fluchtpunkt liegt ein helles Haus, es ist vom Betrachter abgewendet und führt den Blick hinter das rechts stehende Haus oder noch weiter weg, das bleibt offen.
Der Kontrast zwischen dem Rot der vorderen Fassaden und dem Grün des Rasens vermag die Stimmung nicht genug zu erhellen. Graue Wolken erheben sich über dem monoton hellen Block des Hauses im Hintergrund. Graue Wolken, graue Fenster und eine graue Straße passen zur unbeweglichen Statik des Bildes.
Es ist ein Bild, das Fragen stellt. Es macht nachdenklich über eine das Leben erstarrende übertriebene Ordnung und der Einsamkeit des Menschen.
Insgesamt ein gelungenes Bild zwischen einer eigenartig befremdlichen Poesie und einem menschlichen Drama. Alle Achtung!