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The Vision Bleak @ M'era Luna I by D. V.

The Vision Bleak @ M'era Luna I


by 

Post a new QuickMessage
24.08.2008 at 20:08h
, License: All pictures  by the senders.
Es wird mal wieder Zeit für ein Bild...

The Vision Bleak am 10.8.2008 beim M'era Luna festival.

Review auf http://www.reflectionsofdarkness.com

Bilder auf http://www.black-cat-net.de


Nikon D200, Nikkor 80-200mm 2.8 @ 80mm
ISO 320, f2.8, 1/1000

Combichrist @ M'era Luna 2008 by D. V.
Combichrist @ M'era Luna 2008
by
13.8.08, 20:26
25 Comments

VNV Nation @ M'era Luna I by D. V.
VNV Nation @ M'era Luna I
by
11.8.08, 10:36
18 Comments

Comments:

d1w.gifTo leave a comment please register first





Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 20:30h

past fast alles, Kontraste sind mir zu hart, teilweiße säuft das schwarz echt ab (auf meinem Moni zumindest)....

lg,
sandro



D. V., 24.08.2008 at 20:33h

Sandro, wo säuft es denn ab? Hab hier auf meiner Röhre überall noch Zeichnung drin.. haare usw... würd mich mal interessieren. Hab ja selbst schon festgestellt, dass es je nach Moni immer ganz anders rüber kommt...


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 20:36h

überall quasi (Haare, Gitarre, Shirt, Hose)....


D. V., 24.08.2008 at 20:38h

liegt vielleicht dran, dass alles schwarz ist? *lach*


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 20:42h

so weit so klar, aber das ist ja nur noch alles schwarz Dani und das es für meinen Geschmack mit der Bea übertrieben ist seh ich halt auch am Scheinwerferlicht links mittig und rechts neben ihm.


D. V., 24.08.2008 at 20:47h

also, zumindest heute isses ganz genau so, wie es sein muss... Fotos drücken immer Stimmungen aus und so isses eben heute... paint it black....


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 20:55h

so weit so gut, macht Frank ja auch immer so, aber was kann der Künstler für, da wären wir wieder bei dem Thema was wir erst letztenz bei einem Bild von Andreas hatten...


D. V., 24.08.2008 at 20:58h

naja, nicht wirklich, oder? Die Bearbeitung "verunstaltet" den Künstler ja nicht. Und ich sehr Konzertfotografie, zumindest in der Art, wie ich sie betreibe, weniger als Dokumentation, als vielmehr als Kunst. Und da erlaube ich mir meine Freiheit. Dokumentieren sollen andere... zetbee Tagespresse.

Mich würde ja mal interessieren, was andere so zu dem Thema zu sagen haben.

Wenn ich nicht mich selbs tund meine Interpretation der Dinge in meine Bilder einbringen kann, kann ich meine Kamera direkt liegen lassen oder sie jedem x-beliebigen in die Hand drücken, der auf Kommando aufs Knöpfchen drückt...



Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 21:01h

Nein Dani, wir sind keine Künstler, ganz sicher nicht, die Fotografie wie wir sie betreiben ist Handwerk und wir halten damit Künstler fest...
Annie B. macht zb Kunst, auch Thomas A. oder viele viele andere, aber Konzertfotografie ist reine Dokumentation.



Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 21:05h

@Frank: zwei komplet unterschiedliche Bilder wie ich finde...


D. V., 24.08.2008 at 21:08h

Sandro, dann mache ich keine Konzertfotografie... mir auch egal. Meine Bilder sollen niemals zur reinen Dokumentation verkommen. Da kann ich mich gleich begraben.


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 21:16h

jupp und deswegen belassen wir es dabei, bevor hier noch die fetzen fliegen, jeder wie er sieht, was ja auch gar nicht verkehrt ist...


D. V., 24.08.2008 at 21:18h

ach, grad wurde es doch endlich mal interessant hier... ;)


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 21:21h

ach da kommt sicher noch einiges, wenn sich erstmal andere beteiligen ;-)


D. V., 24.08.2008 at 21:24h

na, Hauptsache, es schreibt keiner "schönes Bild" drunter *g*


Rainer Ruber, 24.08.2008 at 22:01h

Schönes Bild, Dani :-)

Und zum Thema (verkehrte Welt - hier zeigt man ein Bild und um beim Thema zu bleiben, muß man was ganz anderes ansprechen *gg* - was klasse so ist !)

Ich denke schon, daß wir nicht nur Fotografen, sondern auch ein wenig Künstler sind. Wir fotografieren die Welt und zeigen sie so, wie wir sie sehen. Manchmal aber auch so, wie wir sie gerne sehen würden.

Schon eine RAW-Entwicklung ist nicht unbeeinflusst von unseren Gedanken zu genau diesem Bild und seiner Aussage. Und vor allem auch seiner Wirkung, die es auf den Betrachter erziehen soll. Das muß nicht zwingend genau das sein, was man vor Ort gesehen hatte.

Bestes Beispiel: s/w-Fotos. Nenn' mir einen, der s/w sieht und ich ziehe meine Aussage wieder zurück ;-)

LG, Rainer



Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 22:04h

Dani und Frank (um nur zwei zu nennen) sehen ihre Bilder sicher fast alle schon vorher monochrom Rainer ;-)


D. V., 24.08.2008 at 22:07h

naja, sehen nur gedanklich. Zumindest weiß ich meist schon bei der Aufnahme, die das sw dann werden soll. Oder weiß vorher, dass genau das Bild dann später mal sw sein wird.


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 22:09h

dann ist meine Phantasie wohl einfach etwas beschränkt :-)


Rainer Ruber, 24.08.2008 at 22:11h

Ok, Ruth zählt da sicher auch dazu *lach*

Dani schreibt das, was ich eigentlich damit ausdrücken wollte. Zunächst sind die Fotos Abbilder der Realität und haben damit dokumentarischen Charakter. Aber wenn Dani und andere spätestens beim Blick aufs Display sehen, daß dieses Bild in s/w besser wirken wird, passen sie die Realität den Gefühlen dazu an. Und das ist doch eigentlich mindestens ein wenig Kunst, oder nicht ?

LG, Rainer

PS: das geht sogar mir künstlerischem Laien manchmal so. Und Sandro, Dir sicher auch, wenn Du den Retuschepinsel ansetzt ;-)



Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 22:13h

ja Ruth ganz klar ach noch :-D
wenn ich mal etwas extremer Bearbeite, dann entwickelt sich das bei mir mehr mit der Bearbeitung, aber nicht vorher, aber wie gesagt, die gute Phantasie ;-)



D. V., 24.08.2008 at 22:19h

klar, vieles entwickelt sich bei der Bearbeitung. Ich fange ganz oft in Farbe an und irgendwann wird es doch sw. Aber halt nicht immer. Grad bei extremem Licht oder so.... da weiß ich das schon vorher. Und bei manchen Bands muss das einfach so, weils passt. ;)


Sandro Griesbach, 24.08.2008 at 22:23h

Beispiel Fields, ich wusste nicht das bei der Band sw bevorzugt wird und trotzdem kam mein farbiges gut an :-D
und auch die vom ML, bleiben in Farbe...



Sir (IR) Tommes, 24.08.2008 at 22:28h

Jau, sehr sehr gut.

lg
vom Tommes



Jochen Blum, 24.08.2008 at 23:16h

also das ist doch endlich mal eine interessante diskussion ... wohl das erste mal, dass ich alle 27 anmerkungen unter einem bild gelesen habe ;o))

mir gefallen solche bilder, in denen nicht nur ein moment festgehalten wird, sondern in denen eine stimmung transportiert wird ... und dann darf mich so ein bild auch schon mal "anschreien"

grüssle



Bjørn Jansen, 24.08.2008 at 23:17h

hab mir jetzt nicht alles durchgelsen ... aber ich finde auch das es ein wenig zu sehr absäuft ... haare finde ich bei den kontrasten okay ... aber hose, oberteil ... ist mir zu heavy ... bild ausschnitt mit dem lichkegel und der ausdruck sind hingegen super.


Ruth G., 24.08.2008 at 23:53h

Erstmal zum Bild: Ich find's richtig gut! Interessanter Schnitt/Format, klasse Kontraste.. absaufen tut bei mir nix, nur die Haare könnten etwas mehr Zeichnung haben, aber das stört nicht wirklich.

Zum Thema Kunst/Dokumentation:
Kunst ist eh so ein "böses" Wort, weil es alles und nichts bedeutet.. Natürlich machen wir Konzertphotographen eine andere Art von Bildern als zum Beispiel Annie B., die ja von Sandro erwähnt wurde .. aber reine Dokumentation ist das in den meisten Fällen hier dennoch nicht. Anteilig natürlich, weil wir ja keinen direkten Einfluß haben auf das Geschehen auf der Bühne (obwohl auch das manchmal der Fall ist, wenn ein Musiker einen von uns bemerkt und dann schön posiert, hatte sicher ja jeder schon das ein oder andere Mal..). Aber alles, was wir mit den Bildern meist anstellen, besondere Schnitte und Perspektiven, Farbkorrekturen, Schwarzweißumwandlung, Retuschen (wobei ich die fast nie und ungern benutze), geht über reine Dokumentation hinaus und hat, denke ich, und bei mir ist es so, sehr viel mit der eigenen Stimmung, der Musik, der Stimmung des Konzertes zu tun.
Hehe, und es ist manchmal in der Tat so, daß ich mir schon beim Photographieren das Bild eher in Schwarzweiß vorstelle.. Ich glaube, wenn man die Schwarzweißphotographie so mag wie ich, dann entwickelt man eh eher einen Blick für die Dinge, die für ein solches Bild eben wichtig sind, man photographiert schon anders.. Dafür hab ich manchmal echte Probleme mit Farben..:o)
Okay, soviel erstmal dazu.. finde es aber auch spannend, daß hier mal mehr als nur "tolles Bild" zustande gekommen ist, wäre klasse, wenn das öfter passieren würde ;o)..

Liebe Grüße, Ruth



WOD Photography , 25.08.2008 at 8:57h

da stimm ich ruth vollkommn zu!
sandro du kunstbanause!! *gg*



Sandro Griesbach, 25.08.2008 at 10:35h

Bin ich Künstler, nur weil ich ein technisches Gerät beherrsche
Bin ich Künstler nur weil ich ein Computer Programm bedienen kann?
Sicher unterliegt das ein oder andere Konzertbild einem kreativen Prozess im Kopf eines jeden beim anschauen zu Hause (draußen vor der Bühne ist es reine Doku), aber ist das Kunst? Dann ist auch Kunst wenn ein Kleinkind mit seinen Legosteinen etwas zusammenbaut, weil das ist auch ein kreativer Prozess, also Kunst. Für mich hingegen ist Kunst etwas hohes, kreatives Denken und die Umsetzung in die Malerei z.b., auch wenn das Wort Kunst an sich gar nicht so hoch gedeutet ist in unserer Sprache

Der "Kunstbanause" ;-)



D. V., 25.08.2008 at 13:02h

Ruth, ich sehe, wir denken da fast wie Zwillinge ;)

Tja, und zum Thema Kunst... was als Kunst zu erklären, ist sicher schwierig. Ob das, was wir bei der Bearbeitung von Konzertbildern Kunst ist, mag ich nicht zu beurteilen. glaube, Franks einschätzung trifft es da ganz gut.



Sandro Griesbach, 25.08.2008 at 19:48h

und wie ich sehe, stehe ich fast alleine da :-D


Andreas Liem Photography - Photoangel, 25.08.2008 at 20:46h

+


Sandro Griesbach, 25.08.2008 at 20:54h

@Andreas: Was ist denn bitte +?


Eric Bauer, 25.08.2008 at 21:14h

Wow, dass nenne ich mal eine Diskussion... die ewige Frage nach der Kunst. Ich persönlich finde, dass sobald der Fotograf den Auslöser dückt und somit einen Moment, Bildauschnitt, Blende oder gar Belichtungszeit wählt, hat er eine künstlerische Gestaltung des Fotos vorgenommen. Dabei ist es IHMO nicht ausschlaggebend das man die Technik beherrscht. Die Technik ist nur Mittel zum Zweck. Ähnlich wie ein Pinsel und Farbe Mittel zum Zweck eines Malers sind. Wenn der Maler den Pinsel "falsch bedient" kommt am Ende u.U. auch kein Bild herraus...

Ob das Bild nun dem Betrachter liegt, er es als Kunst anerkennt, ist die zweite Komponente von Kunst. Es ist IMHO ein Wechselspiel zwischen Schaffenden und Betrachtenden...

In diese Sinne...

LG Eric


P.S.: Ganz nebenbei wird das IMHO sehr gut gestaltete Bild leider zur "Nebensache"...



Jochen Blum, 25.08.2008 at 22:27h

@ Sandro... offensichtlich lässt sich eben keiner gerne zum reinen handwerker "degradieren" ;o))

grüssle



Sandro Griesbach, 25.08.2008 at 22:30h

vielleicht bin ich ja auch nur der einizigste der auf den Boden der Tatsachen bleibt ;-)


Jochen Blum, 25.08.2008 at 22:41h

*räusper*

ist genausogut möglich ;o))



D. V., 25.08.2008 at 22:48h

vielleicht ist es aber auch so, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt... wer weiß das schon...


Jochen Blum, 25.08.2008 at 22:58h

gibt´s diese "wahrheit" denn überhaupt? das ding ist imho nicht: IST DAS KUNST? sondern: siehst du darin kunst? sieht sandro darin kunst? sehe ich darin kunst?


Sandro Griesbach, 25.08.2008 at 22:59h

japp, aber letztendlich fand/find ich es schade das sich nur so wenige Beteiligt haben, das Interesse an ehrlichen wie auch ausführlichen Kritiken scheint echt nur gering zu sein...

sandro sieht Kunst, vielleicht eher in anderen Dingen, aber auch hier in der FC oder in der Fotografie, nicht immer, aber ab und an solls schonmal vorkommen *g*



scornography , 26.08.2008 at 9:42h

mhm...das war mal ne nette morgenlektüre.

wie gut, dass dani noch was zu der diskussion unter nem bild von moppi gesagt hat, sonst wär ich nich mehr drauf gestoßen :)

allerdings will ich gar nicht soviel dazu sagen...außer was konzertfotografie für mich ist:

für mich ist es eine künstlerische dokumentation oder von mir aus auch eine dokumentation mit künstlerischen aspekten.


und wenn ich das alles hier so lese, bin ich nicht der einzige der das so sieht...nur wollte irgendwie keiner die kombination aus kunst und doku erwähnen.



Terres Arts, 26.08.2008 at 12:02h


Es ist doch schön mal eine herzerfrischende Diskussion zur Mittagszeit zu lesen, da hätte ich ich wohl auch gerne dran beteiligt.

Also ich bin der Meinung das die Konzertfotographie durchaus eine Mischung aus Dokumentation und Kunst sein kann, ohne bei mir selber den Anspruch an mich zu haben etwas künstlerisches zu machen...
Ich denke dies wird eher von außen an ein "Kunstwerk" herangetragen. Damit dies möglich ist sollte man allerdings die handwerklichen Fähigkeiten beherrschen, ansonsten landen wir schnell bei der Butterecke!

Was anderes ist es, wenn man ein Fotoprojekt macht, mit dem man einen bestimmte künstlerische Aussage treffen möchte. Also eine Bildidee schon im Kopf hat, wie es ein Maler oder eine Bildhauer auch haben muss und diese dann umsetzten möchte, dies wird bei Konzertfotos jedoch nie vollständig möglich sein, es sei man ist selber der Musiker und fotografiert sich selber via Fernauslöser (was für eine schräge Idee)...

Zur Thema Kunst an sich, denke ich das vieles Kunst oder auch künstlerisch wertvoll sein kann, sobald jemand anderes darin Kunst erkennt. Folge ich Kant gibt es allerdings keine wahre Kunst mehr, da diese geschaffen wurde und wir nur noch Kopien und Abbilder davon erstellen, aber ich will jetzt nicht mit Philo anfangen, erinnert mich nur daran was ich noch alles für die Uni tun muss. Also in diesem Sinne kann eine solche Diskussion wie sie hier geführt wurde doch nur positiv sein.
Mein Fazit lautet also Konzertfotografie kann eine künstlerische Dokumentation sein, ohne dabei wahre oder echte Kunst, aus den oben genannten Gründen, zu sein!

Zum Bild: Bei mir saufen auch vor allem die Haare vollständig im HG ab, was mir persönlich nicht gefällt, aber durchaus auch an meinem Monitor liegen kann. Der Rest, wie der Moment und der Schnitt gefallen mir auch sehr gut...

Lg
Carsten



D. V., 26.08.2008 at 19:06h

Ich will mich an dieser stelle mal ganz lieb bei denen bedanken,d ie sich an der entstandenen Diskussion beteiligt haben :)
LG
Dani



Sandro Griesbach, 26.08.2008 at 19:54h

@Carsten: wie ich finde die beste Interpretation hier, sehe ich genauso, bin aber glaub ich im ausdrücken nicht so gut ;-)


Thomas Nattermann, 26.08.2008 at 22:07h

oh, habe das hier eben erst endeckt!!!!

Also ich kann natürlich nur von mir sprechen ich sehe das etwas anders:

ich mache keine Kunst ich mache reine Dokumentation!! Ich fotografiere und versuche dabei das bestmögliche herrauszuholen!!!
Meine Bilder sind bis auf nachschärfen meistens unbearbeitet!
Klar jeder sieht das anders! Aber für mich ist Konzertfotografie reine Dokumentation!!! Wir sind keine Künstler sindern Handwerker! Das was wir evt. mit der Bildverarbeitung versuchen ist allerhöchstens ein klägliches Scheitern des Versuchs etwas künstleriches zu erschaffen!

Dokumentation ist doch aber nichts schlechtes! Kunst ist was anderes für mich...nunja habe es auch in der Schule nicht verstanden was Kunst eigentlich ist....




Bjørn Jansen, 26.08.2008 at 22:11h

so jetzt hab ich auch mal alles gelesen. Ich denke Sandro hat den Nagel auf den Kopf getorffen mit dem Satz "Konzertbilder unterliegen einem Kreativen Prozess"

Kunst ist es deswegen aber noch nicht. Klar gibt es fantastische Konzertfotos ... aber der clou ist schlichtweg ... es ist nicht unter unserer Regie entstanden ... wir haben dokumentiert und nicht erschaffen. Was aber nicht schlechter ist als Kunstfotografie oder Kunst an sich ... es ist eben anders. Besser ;-)



D. V., 26.08.2008 at 22:16h

Thomas, sind Sandro und Du verwandt? ;)
Ich denke mal, jeder sieht das anders und geht anders mit dem "Rohmaterial" um. Und das ist ja auch gut so. Wäre ja langweilig, wenn alle Bilder gleich aussehen würden. Ich denke, Carsten hat den Nagel irgendwie auf den Kopf getroffen. Es ist irgendwas dazwischen und beim einen geht das mehr Ritung Doku, beim anderen mehr richtung Kunst.
Klar steht fest, dass wir keinen wirklichen Einfluss auf das haben, was da auf der Bühne passiert... Aber das hat zetbee ein Streetfotograf auch nicht. Und meiner Meinung ist da ganz viel Kunst dabei ;)

LG
dani



Ruth G., 26.08.2008 at 22:16h

@Sandro
Natürlich ist man kein Künstler, nur weil man eine Kamera bedienen kann oder ein Computerprogramm. Genausowenig ist man doch Künstler, wenn man einen Apfel realistisch abmalen kann oder auf der Gitarre einen Song nachspielen kann. Ich will ja gar nicht behaupten, daß das, was wir oder ich hier machen, Kunst ist. Ich mag den Begriff "Kunst" nicht besonders, weil im Grunde jeder alles was er tut, was über Überleben hinausgeht, zur Kunst erklären kann, was ja schon vielfach getan wurde, und seltsamerweise findet sich auch meist jemand, der diese Ansicht teilt. Ich denke nur, daß bei der Konzertphotographie mehr dahinter ist als reine Dokumentation. Es ist auch Dokumentation, aber mehr als das. Ich finde es eh eine spannende Frage, wo Dokumentation aufhört und Kunst oder wie man es nennen mag anfängt. Die Frage ist umso spannender bei anderen Feldern der Photographie, wie beispielsweise der Kriegsberichterstattung. Die Photos von James Nachtwey zum Beispiel, ist das noch reine Dokumentation? Ich denke nicht.
Du sagst, für dich ist Kunst etwas Hohes, wie meinst du das? Viele Werke der Malerei beispielsweise waren Auftragsarbeiten, die zwar handwerklich phantastisch umgesetzt wurden, aber dem Künstler oft wenig Raum für Kreativität gelassen haben. Ist das dann eher Kunst? Ich denke, ich verstehe schon, was du meinst, aber wer urteilt denn darüber, ob etwas Kunst ist oder nicht?

Da stimme ich Frank mit seiner Definition von Kunst schon eher zu.. Wobei, wenn jemand meinst, ein Haufen Scheiße sei Ausdruck seiner Persönlichtkiet (alles schon dagewesen :o)), dann kommt man auch hier an die Grenze..

@Carsten
Ich bin in Sachen Kant und sein Kunstbegriff nicht bewandert.. würde mich interessieren, wie das gemeint ist.. daß alles schon geschaffen ist.. Und was bitte ist wahre/echte Kunst??

Liebe Grüße und ich find das Thema spannend ;o)..
Ruth



Sandro Griesbach, 26.08.2008 at 22:33h

@Dani: mehr als das ;-)

Ja wie schon gesagt, ich denke Kunst ist etwas was zum einen, einen sehr hohen Anklang findet, zum anderen aber aus reiner Kreativität aus Kopf und Bauch heraus entsteht. Bei Konzertbildern halten wir die Geschehnisse fest, jeder auf seiner Art und jeder aus seiner Betrachtung heraus, aber letztendlich beeinflussen wir nur in den seltensten Fällen das, was da auf der Bühne passiert und dann ist es Dokumentation, genau wie Kriegberichterstattung, oder auch Sportfotografie

@Sandro *gut nach geplappert wie ich finde* :-)



Jochen Blum, 26.08.2008 at 23:37h

@ Sandro

hmm... mit sportfotografie sehe ich das ein wenig anders ...

wenn ich sonntag mittags vom landesligafussballspiel nach hause komme und das bild ne halbe stunde später in die redaktion geht ist inzwischen nichts kreatives passiert ... ich war dort hab einige bilder geschossen und die gehen "out of the box" weiter ... das ist für mich reine dokumentation ... sind die bilder weg, sind sie mir aus dem sinn ... "fire and forget" sozusagen

abgesehen vom zeitfaktor wäre eine kreative einflussnahme auf das bildmaterial in dieser situation auch nicht wirklich angebracht ;o))

in meinen konzertbildern steckt einfach mehr herzblut ... und ich versuche, schon beim fotografieren mehr einfluss auf das spätere bild zu nehmen ... und da ich diese bilder grösstenteils nur für mich mache, habe ich auch nicht die strikten vorgaben wie in der sportfotografie, kann ich ungeniert probieren, blödsinn machen, am pc bearbeiten etc. ... das halte ich schon für viel kreativer

ps 1:
ich will jetzt keines meiner livebilder für kunst erklären, nur hat mich der vergleich mit den sportbildern etwas in der nase gekitzelt

ps 2:
gut möglich, dass jemand, der mit konzertfotografie seinen lebensunterhalt bestreitet viel mehr diesen "handwerklichen" charakter darin sieht

ps 3:
es ist einfach so, dass viele bilder von vielen hier diskutierenden leuten für mich sehr viel kunst beinhalten. punkt. ;o))

ps 4:
und wie sieht das eigentlich die künstlersozialkasse? kommt man da als konzertfotograf rein? oder eher net?

ps 5:
ist noch kaffee da?

grüssle



Sandro Griesbach, 26.08.2008 at 23:42h

@Jochen: Den Kaffee hattest du mir doch in deinem Profil angeboten ;-)
Und wie es gibt ne Künstlersozialkasse? *lach*
Japp wenn du Medien belieferst ist das nicht viel anders als bei dir mit der Sportfotografie *hmm*



Jochen Blum, 26.08.2008 at 23:48h


(_)o


bitte sehr



Sandro Griesbach, 26.08.2008 at 23:51h

die Firma dankt und Dani zahlt (da ja ihr thread) ;-)


scornography , 27.08.2008 at 2:49h

da mich meine schlaflosigkeit gerade um meine letzten verdienten 2 stunden schlaf bringt, hab ich hier mal weitergelesen und mir kam dann doch noch zwei punkte in den sinn

- - - - - - - - 1 - - - - - - - -

und zwar liegt mir noch auf der zunge oder brennt es mir in den fingern, jenachdem, spielt aber keine rolle...was die ganze sache mit den nicht beeinflussen der bühnenaktion angeht.

klar, kann man das geschehen auf der bühne nicht direkt beeinflussen...aber das was man aufnimmt schon...ich kann zumindest von mir behaupten, dass ich, wenn ich auf eine show gehe, einige bilder bereits vorher im kopf habe...speziell ist das der fall bei bands die ich nicht zum ersten mal sehe.

geht das euch nicht auch so? ich mein, ihr kennt doch dann die show, wisst welche posen typisch sind und wie ihr sie vielleicht diesmal festhalten wollt...

ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass sich keiner von euch darüber vorher gedanken macht.

natürlich ist das ganze noch abhängig von den gegenheiten vor ort, vor allem, was bühnenhöhe und bewegungsfreiheit vor der bühne angeht. aber ich finde schon, dass es möglich ist, gewisse dinge im vorraus zu planen

- - - - - - - - 2 - - - - - - - -

und zum thema künstlerisch:

ich bitte da mal noch folgendes zu überlegen bzw. möchte mal noch einen denkanstoß mit einwerfen...

welchen dokumentarischen sinn haben z.b. bilder bei denen man den künstler selbst gar nicht mehr erkennt? seihen das nun schattenrisse oder aufnahmen bei denen nur gewissen körperteile des künstlers oder gar nur instrumente oder sonstige bühnengegenstände zu sehen sind, und von mir aus z.b. die band unscharf im hintergrund.

fängt man nicht spätestens da an, künstlerisch zu werden und die dokumentation nach hinten zu stellen?

natürlich macht man so etwas nicht zu oft...aber ich finde es unterstützt den punkt, dass die konzertfotografie schon einen künstlerischen aspekt hat...noch nicht einmal direkt auf die nachbearbeitung bezogen, sondern einzig und allein erst einmal auf die aufnahme selbst.



D. V., 27.08.2008 at 8:49h

Wie, Kaffeekränzchen ohne mich und ich soll blechen? Das überleg ich mir aber noch ;)
Ich will dann mal noch die Punkte von Scorn aufgreifen...
zum Thema 1... doch, geht mir genau so. Besonders bei Bands, die ich häufiger vor der Linse hab. Zuletzt, als ich die Diary Tour begleitet hab. Da weiß man nach ein paar shows genau, was man noch wie festhalten will und nimmt schon bewusst einfluß auf das Ergebnis.
zum Punkt 2 erhälst du auch meine volle zustimmung.



Bjørn Jansen, 27.08.2008 at 8:59h

Sicherlich muss man bei der Konzertfotografie auch kreativ sein ... sowohl der Fotoprozess als auch die Nachbearbeitung ...man muss vorallem ein gespühr für musik haben (die fotos in der Tageszeitung *würg*) ...

Solange unten im Gragen niemand mit der Kamera auf nem Regiestuhl sitzt und anweisungen gibt ist Kunst der falsche begriff dafür ... egal wie man es dreht ... wir reagieren nur und aggieren nicht. Kreativität ist auf jedenfall gefragt ... Die Konzertfotografie (auch wenn mir der Blümchen / Makrochannel da wiederspricht) ist sicherlich eine der anspruchsvollsten Arten der Fotografie überhaupt ... wenn mans richtig macht.

warum wollt ich eigentlich alle Künstler sein?


Ach ja ... Guten Morgen ;-)



D. V., 27.08.2008 at 9:34h

Björn, ich glaub, es geht insgesamt weniger um den Begriff "Kunst" als solchen, sondern ind er Tat um das Maß an Kreativität, dass wir in die Bilder stecken... wie auch immer das bezeichnet wird.
Und gerade zu deinem ersten Punkt geb ich dir völlig recht!!!



scornography , 27.08.2008 at 9:50h

also der kunstbegriff an sich wird hier wirklich zu stark bewertet, keine frage

aber wie dani sagt, es geht eher um die tatsache, dass bei vielen einfach kreativität eine große rolle spielt...und für mich persönlich auch der aspekt, dass ich in einigen meinen bildern auch was künstlerisches sehe

allerdings verspühre ich kein bedarf mich deswegen als künstler zu betiteln oder zu sagen, dass ich kunst produziere.

ich lass es mir nur nicht nehmen, zu sagen, dass bei meiner art der konzertfotografie, es wirklich eine künstlerische dokumentation ist, wie ich schon einmal sagte

und bei vielen bildern die ich hier sehe von anderen fotografen, würde ich das gleiche behaupten.


aber zu dem einen punkt von björn...zum glück ist bei uns allen das dokumentationsniveau höher als bei vielen zeitungen hahaha xD



Yves Christelsohn, 27.08.2008 at 17:32h

Zum Bild: 1a. Und zwar genau so, wie es ist, wenngleich das Gesicht überstrahlt erscheint. Mir gefällt es sehr gut.

Zur Diskussion: Als "Künstler" sehe ich Konzertfotografen eher nicht.
Es geht allerdings auch über das rein dokumentarische hinaus, sobald ich anfange, am entstandenen Bild etwas zu verändern. Allerdings halte ich auch das dann nicht für "künstlerisch" sondern eher für "kreativ". Gerade bei Bildern wie dem hier angesprochenen ist es keine Kunst in dem Sinne, wenn ich einem Bild eine Stimmung verpasse oder es in eine Richtung verändere, die meiner momentanen Gefühlslage entsprechen könnte.
Dann ist das Kreativität. Anders sähe es sicher aus, wenn das Bild gestellt wäre. Dann wäre es in meinen Augen Kunst, da man das alles vorbereiten, arrangieren und fotografieren muß. Die Umsetzung einer Idee zum fertigen Produkt.
So ist es beneidenswerte, kreative Dokumentation. (-;



D. V., 27.08.2008 at 21:58h

Noch ein bisschen "Kunst"? ;)
DAF @ M'era Luna I by D. V.
DAF @ M'era Luna I
by
27.8.08, 21:56
11 Comments



Falk Scheuring, 27.08.2008 at 22:22h

Guten Abend :-)

Erst einmal ein spontaner Kommentar zum Foto (ohne Einfluss der Diskussion): Mir gefällt diese Variante von Farbe und Schnitt sehr gut. Lediglich die Haare saufen mir etwas zu sehr mit dem HG ab. An meinem Monitor ist da keine Kontur mehr zu sehen.

Ich bin erst jetzt auf diese Diskussion aufmerksam geworden.
Ob es Kunst ist, was wir mit Konzertfotografie tun, darüber hatte ich mir bis zu dieser Diskussion noch keine
ernsthaften Gedanken gemacht.
Sehr interessant fand ich den Vergleich mit der Sportfotografie, was völlig logisch als lupenreine Dokumentation durch geht.
Auf jeden Fall ist man als Konzertfotograf im Ansatz bereits "künstlerisch tätig", sobald man zum Beispiel ne Schräglage, anstelle einer reinen frontalen Hochformataufnahme einsetzt. Die künstlerische Tätigkeit setzt sich bei der Bearbeitung fort. Wenn das Bild nach eigenen Vorstellungen beschnitten (weg vom Standardformat), mit Rahmen versehen und farblich deutlich verändert wird.
Somit ist auch in gewissser Weise dieses Bild von Dani Kunst. Der Musiker bildet die Vorlage und wir haben die Möglichkeit MEHR draus zu machen oder eben auch nicht (->Dokumentation).
Betreibe ich nämlich reine Dokumentation dann beschränkt sich die Arbeit höchstens auf solche Bildkorrekturen, welche die Situation zum Zeitpunkt der Aufnahme realistisch widerspiegeln. Meist steht dann natürlich ein Auftraggeber dahinter, der gar kein Interesse an deiner Kreativität und künstlerischem Treiben hat, sondern der ein schnörkelloses glattes Ergebnis benötigt. Dieser wäre dann wahrscheinlich mit diesem Bild von Dani überfordert und nicht zufrieden.
Hingegen der Künstler auf der Bühne findet gerade DIESE s/w-Variante toll, weil es die Seele seiner Musik zeigt und Dani dies hervor geholt hat.

VG
Falk



Hans-W. Rock, 29.08.2008 at 17:34h

............ zu müde vom vielen lesen....

Zum Bild:
es hat gerade durch die Aufteilung und die Bearbeitung das gewisse Etwas - das gewisse Etwas, wie alle Deine Bilder, Dani ;-)

Und zusammen mit der technischen "Grundqualität" des Ausgangsmaterials plus Deiner Bearbeitung/Präsentation ist das hier wieder ein Konzertfoto der Extraklasse.

Zur Diskussion:
"Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst


Na, dann ist die Aufnahme hier doch wohl definitiv Kunst? Oder?




peter.r, 29.08.2008 at 21:47h

Also ALLE Anmerkungen habe ich nicht gelesen. Dreht sich irgendwann im Kreis.
Die ganze Diskussion hat mich dazu inspiriert mal wieder nach dem kategorischen Imperativ von Kant zu Googlen und auf unsere Arbeit anzuwenden.
Dabei stiess ich auf den Satz der "Transzendentalen Ästhetik" bei dem es u.A. heisst:

"Wenn ein Gegenstand die Vorstellungsfähigkeit affiziert, bewirkt er Empfindungen. Empfindungen sind noch vorsprachlich. Anschauungen sind empirisch, wenn sie sich auf den Gegenstand beziehen, der sich in der Empfindung manifestiert. Eine Erscheinung besteht aus Materie, die der Empfindung korrespondiert, und aus Form, die dafür sorgt, dass die Mannigfaltigkeit, die in einer Erscheinung enthalten ist, eine Ordnung aufweist, eine Struktur hat. Während die Materie, also die Empfindung, aufgrund des Vorgangs der Affizierung nur a posteriori gegeben sein kann, ist die reine Form bereits a priori im Gemüt vorhanden. Der Vorgang des Ordnens findet also im Gemüt statt." (Zit. aus Wikipedia)

D.h. - bzw. meine Interpretation - wir haben alle ein individuelles Gemüt, daraus resultiert, daß wir die Dinge unterschiedlich Wahrnehmen und deshalb zwangsläuffig Bilder individuell bearbeiten. Im Sinne der Respektierung unserer Individualität sollten wir uns gegenseitig auch von unseren Ansichten abweichende Bearbeitung, Schnitte, Farbgestaltungen zugestehen.

Man kann seine Meinung sagen - ist jedoch nicht im Besitz der allgemeingültigen Wahrheit. Niemand kann das bewerten, da wir subjektive Wesen sind.

Meine Meinung: Das Bild hat einen aussergewöhnlichen Schnitt und spiegelt einen besonderen Moment wieder. DV. Einige Bildbereich hätten heller sein können aber das hat D.V. anders gesehen. So ist das eben und mich hat das Bild so wie es ist inspiriert.

Lg Peter



Natzo, 16.11.2008 at 0:04h

Ultrageil!


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