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Kreuzgang im Dom
Zum Bau eines Kreuzgangs ist es am Willigis-Dom nicht mehr gekommen. Der erste Kreuzgang des Doms wurde von den Nachfolgern erbaut, jedoch ist dieser – vermutlich mehrfach erneuerte – Kreuzgang nicht mehr erhalten. Der heutige Kreuzgang wurde zwischen 1400 und 1410 im Stil der Gotik an der Südseite des Doms errichtet. Er besitzt wohl die Größe seines Vorgängerbaus, von dem auch noch Mauerreste und ein Kellerraum aus dem frühen 13. Jahrhundert erhalten ist. Der im gotischen Stil ausgeführte Bau ist dreiflügelig und doppelstöckig[33]. Damit weist er gleich in zweifacher Weise Besonderheiten auf. Offenbar hatte der Kreuzgang nur drei anstatt vier Flügel, weil ein vierter Flügel die großen Maßwerkfenster der gotischen Seitenkapellen verdeckt hätte, die im 14. Jahrhundert an das Langhaus des Domes angebaut worden waren. Doppelstöckig wurde der Kreuzgang ausgeführt, weil man im Obergeschoss die große Dombibliothek aufbewahren wollte.
Der Kreuzgang besteht aus 24 Jochen, die von einem einfachen Kreuzrippengewölbe überspannt sind. Er diente wie alle Kreuzgänge als Verbindungsgang zwischen den um ihn errichteten Stiftsgebäuden und daneben vor allem als Beerdigungsstätte für Mitglieder des Domstifts. 1793 wurde er bei der Beschießung der Stadt schwer getroffen und im 19. und 20. Jahrhundert stark restauriert. 1942 brannte der Kreuzgang nach Bombentreffern aus. Von 1952 bis 1969 wurde er anschließend schrittweise wieder restauriert. Im Obergeschoß befindet sich heute das Dom- und Diözesanmuseum. Das Untergeschoss wird heute noch als Prozessionsweg benutzt, außerdem finden sich dort noch etliche Grabdenkmäler und Ausgrabungsfunde. Das vom Kreuzgang umschlossene Gelände wird heute als Domfriedhof genutzt.
Schön getroffen. Kreuzgänge sind wie ein Ruhepol im Alltag, man ist abgeschieden von der Außenwelt! (wenn nicht gerade Sanierungsarbeiten sind :.) GrußvMarie
Gefällt mir gut!
Bei dieser Perspektive könnte es sein dass die Ausrichtung noch etwas nach rechts gedreht sein müsste... bin mir aber nicht sicher.
LG Horst
Du solltest dich zum Berater von Schriftstellern ernennen, die historische Romane um einen Dombau schreiben... die könnten viel von dir lernen. Auch diesen Durchblick finde ich sehr schön!
glg, Ursula