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Indien, Bundesstaat Kerala, in der Umgebung von Kovalam
Die Kinder der Keraliten sind neugierig wie alle Kinder dieser Welt. Kommt ein weisser Mann mit seiner Fotoausrüstung in ihr abgelegenes Dorf, so wollen alle ein Foto haben. Sie lassen nicht los, bevor sie das Klicken der Kamera hören.
Dazu gibt es eine hervorragende Täuschungsmethode um in diesen Momenten an Filmmaterial zu sparen. Man stellt eine Gruppe von Kinder vor sich auf. Sie stehen stramm und ohne Bewegung bis zur Betätigung der Tiefenschärfe-Kontrolltaste. Dieser Klick ähnelt sehr dem Schlag des Spiegels und der Auslösung eines Bildes. So kann man fotografieren bis alle das Gefühl haben nun sei der hinterste und letzte auf den Film gebannt.
Erst danach können natürliche Porträtaufnahmen vorgenommen werden. In dieser Situation hat dann der Fotograf alle Zeit der Welt gute und interessante Bilder zu schiessen.
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Wow...super schönes Kinderportrait!
Gibt eigentlich nicht viel mehr zu sagen außer:"hoffentlich hast du durch deine Täuschungsmethode noch viele solcher wunderbaren Bilder aus Indien mitgebracht!"
Schöne Grüße
Sarah
Der Titel ist ein bißchen eigenartig, aber meinetwegen, aber das Bild...Das Bild ist wirklich gut, das Bild ist sehr sehr gut, ach es ist wunderschön, und du hast sagenhaft mit der Schärfe gearbeitet, und mit den Farben. Gefällt mir.
Wilfried Danner, 7.05.2002 at 21:29h
Hallo Bruno,
die "übliche" ;-) Qualität von Dir. Tolles Kinderportrait und sehr aufschlußreiche Erklärung. Trotzdem frage ich mich, ob ich nicht die Fingerspitzen noch mit draufgelassen hätte...
Viele Grüße, Wilfried
@Wilfired
Auf das habe ich regelrecht gewartet. Auch mich stört dieses kleine Fehlen des Fingers. Aber ich hab's nun mal nicht erwischt. Das Kind trockenete seine Haare und war dauernd in Bewegung. Ich nehme es, wie es ist und es gefällt mir auch mit diesem kleinen technischen Fehler.
Man achtet ja beim Fotografieren von Personen hauptsächlich auf den Ausdruck des Gesichts und der Harmonie der Bewegung.
Gruss Bruno
Wilfried Danner, 7.05.2002 at 21:38h
@Bruno:
Natürlich ist auch so ausgesprochen gut! Und dass man das nicht alles im Griff hat ist mir schon klar. Du müsstest mal meine Bilder sehen. ;-)
Aber ich musste ja auch endlich mal was finden.... :-)))
Viele Grüße, Wilfried
@Andreas
Der Titel scheint dir ein bisschen eigenartig, Ich hab mir überlegt warum?
Die Lösung glaube ich gefunden zu haben.
Bei uns in der Schweiz heisst ein Haartrockner eben Föhn. Ist es das?
Gruss Bruno
@Bruno
bei uns heißt der Haartrockner auch Föhn. Das ist schon ok. Ich bin nur gestolpert, weil meine Erwartung bei dem Titel anders war. Ich habe mich ausnahmsweise über die Textseite deinem Bild genähert und die Vorschau gar nicht gesehen :-).
Hallo Bruno,
ich habe selten ein so gutes Kinderporträt gesehen. Hier passt wirklich alles. Der Blick und Ausdruck des Kindes, das hervorragend freigestellt ist. Die unscharfen Finger zeigen die Bewegung, die ausgeführt wurde. Eine überragende Schärfe und ein herrlicher Farbkontrast macht es für mich Galeriewürdig. Ich hoffe, es ist dir recht, wenn ich es jetzt vorschlage.
Hallo Bruno,
auch ich kann nur meine Anerkennung ausdrücken. Was sonst soll ich noch sagen. Ein paar Details die mir sofort ins Auge springen:
Schöne Farben, tolle Tiefenschärfe, klasse Belichtung und schöner Ausschnitt...
Aber das wichtigste, Du hast den Menschen ganz hervorragend getroffen. Einfach toll!
Viele Grüße
Dirk
Ein Wahnsinnsportrait - und so schoen scharf. Der Hintergrund ist optimal aufgeloest und farbig wunderbar harmonierend mit der braunen haut des Kindes.
Die Situation mit der Anziehungskraft der Kamera kenne ich nur zu gut.
Der Titel kamfuer mich klar rueber.
Viele Gruesse Isis
@Alle
Ich bin sehr überrascht über die Resonanz dieses Bildes. Eigentlich wollte ich nur etwas Abwechslung bringen, da ich immer nur Landschaftsaufnahmen geladen habe. Danke für all eure Anmerkungen.
@Günter
Danke für Deinen Vorschlag in die Galerie, mal schauen was daraus wird.
Lieber Bruno, ich habe mir dein Bild lange angesehen. Gelungene Kinderportraits wie dieses üben eine enorme Anziehung auf mich aus.
Im letzten Sommer habe ich mich auch daran versucht, Kinder zu fotografieren, in Ladakh (Indien). Ich hatte dafür extra ein 1.8/85er aufs Trekking mitgenommen. Leider bin ich damit aber nicht sehr glücklich geworden. Oft war ich im optimalen Moment zu nah dran oder zu weit weg - da habe ich die Möglichkeit des Zoomens schon vermißt. Nimmst du für solche Aufnahmen ein 2.8/70-200?, bei offener Blende?
Deine Idee mit der Spiegelvorauslösung finde ich toll. Nur, in Ladakh wollen die meisten Kinder anschließend das Bild geschickt haben und sind sofort eifrig dabei, Zettel und Stift zu organisieren, um ihre Adresse aufzuschreiben :-)
Liebe Grüße von Stefan
VOTING-CENTER, 14.05.2002 at 15:32h
Dieses Foto wurde in die Galerie mit 110 Pro- und 44 Contra-Stimmen gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Bruno Frangi :-)
[kopierte Voting-Anmerkung]
Nachdem mir Andreas mitteilte, dass irgendetwas an der Datenbank falsch gelaufen sein muss, werde ich dieses Foto nochmals für die Galerie vorschlagen.
Selten habe ich ein so gutes Kinderporträt gesehen. Hier passt wirklich alles. Der Blick und Ausdruck des Kindes, das hervorragend freigestellt ist. Der Glanz in den Augen, die unscharfen Finger, die die Bewegung zeigen. Eine überragende Schärfe und ein herrlicher Farbkontrast machen es für mich unbedingt Galeriewürdig.
[kopierte Voting-Anmerkung]
Da ich schon in den Anmerkungen meine Begeisterung ausgedrückt habe, vermeide ich hier mal weitere Worte (bin sowieso am überlegen, ob meine Entscheidung, mich mal wieder in der Galerie zu engagieren, die Beste war).
Pro!
@Günter
Danke für deinen mehrmaligen Anlauf, dieses Bild dem Voting-center zur Auswahl vorzustellen. Freude herrscht ! (Ein Spruch eines unserer Ex-Bundesräte, ist hier zutreffend).
@Alle
Vielen, vielen Dank für die euren Einsatz für dieses Bild.
Gruss Bruno
Für dieses Porträt, wie für viele andere Porträts verwende ich das 2,8/70-200mm. In der Fotoliteratur wird sehr viel über das ideale Porträtobjektiv von 135mm debattiert. Ich habe festgestellt, dass die Natürlichkeit der Personen sehr darunter leidet, wenn man ihnen unmittelbar vor ihrer Nase mit dem Objektiv herumfuchtelt. Daher gilt mein Prinzip. Entferne dich von der Person. Mit jedem Meter Distanz gewinnst du an Natürlichkeit. Dazu noch was. Eine grosse Distanz zwischen dem Motiv und dem Fotografen hat noch den Vorteil, dass das Motiv nicht mehr genau abschätzen kann, auf was es der Fotograf abgesehen hat.
Dazu noch einen Trick. Es kann vorkommen, dass ein Motiv stramm steht, auf die Aufnahme wartet und direkt ins Objektiv schaut. Wenn dies der Fall ist, ziel ich meistens auf die Füsse. Das Motiv kriegt das mit, schaut nach unten und wenn sich der Kopf wieder nach oben richtet hast du deine Chance.
Mit dem Zusenden von Bildern, mache ich Ihnen klar, dass Sie nicht darauf zählen können. Bei diesem Bild habe ich dem Kind ein paar Monate später eine Vergrösserung gebracht. Du hättest die Freude sehen sollen. Für die nächsten zwei Stunden war ich der Mittepunkt des Dorfes.
Lieber Bruno, danke für deine ausfühlichen Antworten. Ich werde mich an deine Tricks erinnern, wenn ich das nächste Mal in einer solchen Situation bin!
Es ist ja eines so wunderbaren Bildes eigentlich unwürdig, nach technischen Daten zu fragen, trotzdem würde mich noch interessieren, ob du in solchen Fällen mit offener Blende arbeitest oder auf 4 abblendest. (Es interessiert mich unter anderem deshalb, weil mein 70-200 nur Blende 4 hat und ich mich frage, ob Blende 2,8 hier sinnvoll wäre.)
Liebe Grüße von Stefan
@Lieber Stefan
Der Staat Kerala liegt im Flachland unter einer Palmendecke. Millionen von Palmen spenden den Bewohnern den dringend benötigten Schatten. Für uns Fotografen sind die Palmen aber Lichtfresser und dies in einem Ausmass, dass man sich nicht vorstellen kann. Meine Aufnahme wurde mit ca. 140mm und der Blende 2.8 aufgenommen. Die Belichtungszeit betrug eine 1/60 Sekunde. Eigentlich eine viel zu lange Belichtungszeit um aus der Hand zu wackelfrei zu fotografieren. Ich zähle mich nicht zu den Porträtisten und fotografiere eigentlich nur in Indien Personen und da bin ich froh ein Objektiv mit Blende 2.8 zu besitzen. Sicher geht es auch mit der Blende 4.0, wenn man ein bisschen mehr Licht zur Verfügung hat.
Voraussetzung für gute Porträts ist die Blende 2.8 auf alle Fälle nicht. Vielleicht muss man halt auf die eine oder andere Aufnahme verzichten oder man fotografiert mit einem höher empfindlichem Film.
Viele Grüsse Bruno
@René
Danke für alle Anmerkungen, die du bei verschiedenen Aufnahmen hinterlassen hast. Es freut mich sehr, dass dir meine Bilder gefallen.
Betreffend Jobwechsel, warte ich gerne auf ein Angebot oder soll ich mich mal bei Dir vorstellen, damit wir uns besser kennen lernen. Brauchst Du wirklich 2 Fotografen ?
Gruss Bruno
Günter Lange, 14.05.2002 at 15:32h
[kopierte Voting-Anmerkung]Nachdem mir Andreas mitteilte, dass irgendetwas an der Datenbank falsch gelaufen sein muss, werde ich dieses Foto nochmals für die Galerie vorschlagen.
Selten habe ich ein so gutes Kinderporträt gesehen. Hier passt wirklich alles. Der Blick und Ausdruck des Kindes, das hervorragend freigestellt ist. Der Glanz in den Augen, die unscharfen Finger, die die Bewegung zeigen. Eine überragende Schärfe und ein herrlicher Farbkontrast machen es für mich unbedingt Galeriewürdig.