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Nikon D 300 / Sigma 10-20/3,5@14mm / F 13 / ISO 200 / Aufnahmemodus M / 2 Sek, 0,0 EV / Stativ / Einzelaufnahme 2011
... und die "Serie " Dresden bei Nacht, geht weiter.....und deren Geschichte....
Die Dresdner Frauenkirche, ist wohl eines der schönsten Bauwerke der Welt
- Unsere "Alte Dicke" lebt wieder
Bereits im 11. Jahrhundert befand sich an der Stelle der heutigen Frauenkirche die älteste Kirche Dresdens. Sie war Ausgangspunkt für die Mission der umliegenden slawischen Siedlungen. Die Kirche trug zu Ehren Marias, der Mutter Jesu, den Namen „Unser Lieben Frauen“. Ein alter Stich am Anfang des 18. Jahrhunderts zeigt das über die Zeiten mehrfach umgebaute Gotteshaus mit einem umgebenden Friedhof. Schließlich war die Kirche für die wachsende Zahl der Gottesdienstbesucher zu klein und sehr baufällig. Deshalb beschloss der Rat der Stadt Dresden im Jahre 1722, mit Zustimmung des sächsischen Kurfürsten, eine neue Kirche zu bauen. So wurde Ratszimmermeister George Bähr mit der Planung, dem Bauentwurf und deren Ausführung eines Neubaus der Kirche "Zu unser lieben Frauen" beauftragt. Der Entwurf sah einen Zentralbau auf quadratischem Grundriss unter einer gewaltigen Kuppel vor. Am 26. August 1726, nach vierjähriger Planungsphase, wurde der Grundstein der neuen Frauenkirche gelegt und der Bau unter seiner Leitung begonnen. Sein Hauptwerk war die Frauenkirche in Dresden 1726-43, die größte protestantische Kirche in Deutschland. Zusätzlich beaufsichtigte Bähr von 1732-39 den Bau der ursprünglich von Pöppelmann entworfenen Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt. Leider konnte der Ratszimmermeister sein Meister- werk, die Frauenkirche, nicht vollendet sehen, da er am 16. März 1738 verstarb. Als Todesursache wurde laut offizieller Kirchenbucheintragung "Steckfuß und Verzehrung" angenommen. Tatsächlich sind die Umstände seines Todes aber bis heute ungeklärt. George Bähr hatte sein Ziel, dass die Frauenkirche von Grund aus bis oben hinauf gleichsam nur ein einziger Stein sei, fast verwirklich. Schon 1734 wurde die Kirche eingeweiht jedoch noch ohne Orgel und mit provisorischem Altar. In den darauf folgenden Jahren bis 1738 wurde die Steinkuppel vollendet. Die barocke Ausgestaltung des Altarraums übernahm Johann Gottfried Feige, die Ausmalung der Kuppel Giovanni Battista Grone. 1736 ertönte in der Kirche erstmals die Silbermannorgel, auf der am 1. Dezember 1736 auch Johann Sebastian Bach spielte. Die als „Steinerne Glocke“ berühmt gewordene Kuppel der Frauenkirche war nicht nur die Krönung der Stadtsilhouette Dresdens, sondern auch eine geniale baumeisterliche Leistung. Als bedeutendster Kuppelbau nördlich der Alpen und Wahrzeichen evangelischen Kirchenbaus zählt die Dresdner Frauenkirche zu den wichtigsten Werken europäischer Kultur- und Baugeschichte.
George Bähr
Der am 15. März 1666 in Fürstenwalde (Erzgebirge) geborene Bähr wurde nach Wanderschaft als Zimmermannsgeselle 1693 in Dresden ansässig. Er begann als Zimmermann und wurde 1705 oberster Ratszimmermeister der Stadt Dresden. Nebenher studierte er Mechanik. Er wurde zum führenden protestantischer Barockarchitekt in Dresden. 1705 bis1708 begann er mit seinem ersten Bau und errichtete die Pfarrkirche von Dresden-Loschwitz auf lang gestrecktem, achteckigem Grundriss und anschließend 1710 die Waisenhauskirche. Den beiden folgten die Kirchen in Schmiedeberg (1713-16) und Forchheim (1719-26). Beiden Kirchen im Erzgebirge legte er die Form eines griechischen Kreuzes zugrunde. 1722 wurde George Bähr mit der Planung eines Neubaus der Kirche "Zu unser lieben Frauen" Dresden beauftragt, welcher er in den folgenden Jahren baulich auch fast zu Ende führte. Es sollte die größte protestantische Kirche in Deutschland werden. Leider konnte der Ratszimmermeister sein Meisterwerk nicht vollendet sehen. Am 16. März 1738 verstarb George Bähr in Dresden, sein Bauwerk die "Steinerne Glocke" stand kurz vor seiner Vollendung.
Sein Grab befand sich auf dem Johannisfriedhof vor dem Pirnaischen Tor. 1854 wurden die sterblichen Überreste Bähr`s in die Gewölbe der Frauenkirche gebracht.
Während der Enttrümmerung der Frauenkirche nach 1995 wurde der in über 200 Einzelteile zerfalle Grabstein kurz vor Abschluss der archäologischen Enttrümmerung aufgefunden. 1996 hat man nach mühevoller, einjähriger Restauration den Grabstein, ein Werk Johann Christian Feiges, wieder in der Unterkirche aufgestellt.
Das Grabmahl trägt folgende Inschrift:
"Nun hab ich genug gelebt, gebaut, gelitten. Mit Satan, Sünd und Welt genug gestritten. Jetzt liegt ich in dem Bau, der droben prangt. Hab vollen Sieg und Ruh und Fried erlangt. Nehmet, Liebste, Gott zum Mann und Vater an. In dessen Treu niemand verderben kann
Die Dresdner haben ein Werk vollbracht, welches in Deutschland seines Gleichen sucht. Mit Liebe, Fleiß und viel Elan habe sie einen fast hoffnungslosen Schuttberg in 10 Jahren zu einer Kirche heranwachsen lassen. Aus einer Idee wurde ein Kettenreaktion. Jeder hatte das Bedürfnis etwas Gutes dazu beizutragen und somit war der Wiederaufbau der Kirche zu einem innigsten Bedürfnis vieler Menschen auf der Welt geworden
Hallo Kalle,
Deine Dresdner - Stadtansichten, bei Nacht... sind richtig klasse.
Diese, gibt schön das Flair in der Kneipenmeile wieder.
Herrlich Stimmungsvoll
LG
Arnfried
Die Nachtaufnahme ist toll allein schon wegen der Klarheit - nichts überstrahlt. Aber das liegt dir ja eh ohnehin ;-)
Auch der Bildaufbau ist sehr gut.
LG Sabine
Sehr schöne Strassenansicht, an sonnigen Tagen kann man seinen Espresso wieder draussen geniessen.
Ich schätze Deine Info sehr, viele haben dazugetan, damit die Frauenkirche wieder aufgebaut werden konnte.
Erstmals sah ich nur die Trümmer, danach nochmals in voller Schönheit, kurz vor der Einweihung.
LG, Rosetta
Deine Nachtaufnahmen sind einfach großartig und absolut perfekt. Wunderschöne Farben und beeindruckend die Klarheit und Schärfe, bin schwer beeindruckt.
LG Klaus
Hi Kalle! gemessen an dem Bildanteil ist im Text die Frauenkirche sehr sehr gut weggekommen :-) interessant trotzdem!
dass die Kneipenmeile (s. Torsten :-) meistens in der Nähe der Kirchen liegt, ist, glaube ich in gaaanz vielen Städten so... und nicht die Schlechtesten!
Dein Foto ist stimmungsvoll (Licht und Farben) wie auch präzise (Detailreichtum..)
Das hat südländischen Charme, nicht umsonst nennt man Dresden auch Elb-Florenz, Du zeigst wieder eine fantastische Aufnahme in allerbester Qualität und mit wunderbarer Abendstimmung.
LG Ruth
eine ganz tolle Nachtaufnahme mit schönen Farben aus einer sehr guten Perspektive aufgenommen, immer wieder schön mit den Sternchen, und die tolle Info dazu einfach super
lg von der Elbe
Ingrid
technisch perfekt, aber für meinen geschmack erfüllt es das klischee zu wenig. es ist aufgemacht wie ein postkartenmotiv, zeigt aber dresdens altstadt von der weniger schönen seite. dresden kann schöner aussehen. nicht so mein geschmack. aber kann ja nicht jeder alte gassen fotografieren. ich hätte das ganze "postkarten" zeugs drum herum weg gelassen. also ohne schlagschatten, marmoreffektrand und dresden schriftzug. einfach nur das motiv, dann wäre es noch weniger "postkartenmäßig" (und würde mir persönlich besser gefallen) ;o)
VG André
Da überragt sie wieder die Stadt, als wäre nichts geschehen! Ich habe den Trümmerhaufen noch gesehen und finde diesen Anblick immer wieder ganz erstaunlich!
Eine ganz starke Nachtaufnahme!
LG Matthias
Eine wundervolle Fotoarbeit..perfekt...bin ganz begeistert, auch Deine Info ...perfekt...hier kann man richtig was lernen..gefällt mir sehr...+++++++ :-)