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Der ehmalige Krankenhausbunker liegt tief unter einer deutschen Großstadt.
Die Bunkeranlage besteht aus drei Teilen: Teil 1 ist verschüttet, Teil 2 indem ich mich befinde, liegt zu großen Teil unter Wasser
und nur Teil 3 ist vollständig begehbar.
Im Krieg diente die ausgedehnte Bunkeranlage zum Schutz vor Luftangriffen für das angeschlossenen Krankenhaus.
Wenngleich ich sehr viel mehr Gänge und Räume erwartet hätte. Jedoch ist ein großer Teil des Bunkers verschüttet
Die Operation Firestorm war eine Serie strategischer Bombenangriffe zwischen dem 3. und 5. Oktober 1944,
hauptsächlich gegen Ziele im heutigen Westdeutschland.
Die ärztliche Versorgung, insbesondere bei den schweren Oktoberangriffen 1944,
schilderte Dr. Josef H, 1944 Chefchirurg, im Jahr 1991 von dieser Anlage:
„Ich war Chirurg und ehemaliger Chefarzt und habe von Anbeginn das leidige Kriegsgeschehen in der Stadt mitgemacht. Und dieses meistens in intensiver persönlicher Beteiligung. Schlimm waren alle Angriffe zuvor, aber die drei Angriffe vom 4./5. Oktober 1944 setzte allem die Krone auf. Das war die Hölle auf Erden. Und zwar gab es einen Vormittagsangriff etwa gegen 09.00 Uhr durch den unser Krankenhaus schon weitgehend zerstört wurde. Ganz zerstört wurde das Krankenhaus durch die beiden Nachtangriffe am gleichen Tag in der Nacht zum 5.10.1944
Die Patienten mussten ja, bettlägerig wie sie waren, verfrachtet werden, und versorgt werden. Und was kam? Sie wurden runter geschoben durch den Aufzug in den Keller soweit dort Platz war. Die Patienten die fest bettlägerig waren, vor allem Knochenbrüche und ähnliche blieben dauernd im Keller und kamen auch über Tag gar nicht mehr nach oben. Nachdem nun das Hospital völlig zerstört war durch die drei Angriffe, mussten wir sehen wie es weitergeht. Es hieß, im Bunker Unterschlupf zu finden. Und dort wurde dann sehr schnell eine chirurgische Abteilung aus der Not heraus eingerichtet. D.h., wir hatten zwar die Möglichkeit, die Patienten auf einen Operationstisch zu legen, aber nach diesen drei Angriffen gab es weder Strom, noch Wasser. Also kein Licht, nichts! Und ich war praktisch der einzige Chirurg, der noch in Stadt anwesend war, und mußte von früh bis spät, und von spät bis früh die armen Menschen versorgen.
Die Patienten wurden, soweit möglich, auf Tragen und Bahren gelegt und wurden dann in den Bunker überführt.
Da wir nun kein Licht hatten und kein Wasser, war das Eine, aber wir mussten ja operieren. Und was blieb uns anderes übrig,
als daß der Pfleger eine Kerze in die Hand bekam und musste uns den Bauch ableuchten. Und dann kam es immer mal wieder vor, daß, wenn er die Kerze schief hielt, Kerzenwachs in die offene Bauchhöhle tropfte. Und uns blieb nichts anderes, als die Talgtropfen wegzuwischen.
Ich wundere mich, daß so viele Operationen unter solch unhygienischen Umständen so gut verlaufen sind.
Wir haben uns gerade in diesen drei Tagen der Angriffe nur um Schwerstverletzte gekümmert.
Und die hygienischen Verhältnisse. Keine Toilette. Alles war verstopft. Und was blieb den Leuten übrig. Die setzten sich auf einen Topf oder einen Eimer und die Schwestern brachten die dann nachts nach draußen. Die liefen manchmal stundenlang um nur Pötte weg zu gießen. Meine Frau half denen oft.
Nachdem nun diese schrecklichen Tage vergangen waren, mussten wir nun sehen, daß wir unseren Bunker wieder geräumt kriegten. Im Bunker hatten wir etwa 80 Patienten, in drei, vier Bettenetagen übereinander.
Ich sah in diesen Tagen nach den Angriffen die schrecklichsten Todesarten. Viele hatten Glück. Der Luftdruck der Luftminen hatte ihnen die Lungen zerrissen. Sie waren sofort tot. Andere erstickten qualvoll in den Kellern der brennenden Häuser am Kohlenmonoxyd. Schlimm die durch Sprengbomben zerfetzten Frauen, Kinder, Alte, Männer. Sie starben einen ebenso qualvollen Tod, wie viele andere Menschen durch Verbrennungen durch den Feuersturm.
Tausende Menschen, ich schätze mindestens 5000 – 6.000 Menschen, kamen alleine an diesen beiden Tagen damals in der Feuersbrunst der Brand- und Phosphorbomben ums Leben. In der Hitze, die hierbei entstand, entstanden Temperaturen, in denen der menschliche Körper sogar zerfiel.
Die Schrumpfleichen, die nach den Feuerstürmen der Oktoberangriffe auf den Straßen gefunden wurden, wurden zum Teil seziert.
Aus dieser professionell, medizinisch, zynischen Beschreibung der verbrannten Körper und der Schwierigkeiten, die bei ihrer Autopsie auftraten, begann man nach und nach zu begreifen, um was für grauenhafte Dinge es sich bei den Bombenangriffen handelte. Menschen wurden nicht nur getötet, sie wurden, oft bei lebendigem Leibe, auf bestialische Art und Weise gänzlich ausgelöscht. Männer, Frauen, Kinder!
Ich habe als Mediziner vieles gesehen. Doch dieses war auch für mich zu viel!"
Die Nutzung in der Nachkriegzeit war dann ein anderer.
Davon kündet noch der erhaltene Schießstand mit seinen dicken Stahlarmierungen.
Vermutlich diente er zum Testen der Widerstandsfähigkeit von Panzerplatten.
am 09 November 1964 09:00 Uhr wurde die Stromanlage in Betrieb genommen (stand drauf )
1965 würde eine Lüftungsanlage installiert ( Datum auf einem Lüfter )
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Extrem gute Fotos absolut professionell ausgeführt !
Mehr kann ich als "Amateur" nicht anmerken !
Auch sei Dir großen Dank gesagt für die Info !
Grüße !
Beeindruckend gut und intreressant, die Bearbeitung vom Feinsten..... Klasse Collage, bestens und informativ präsentiert !
Viele Grüße aus Mainz
Viktor-Roman
bedrückend und beeindruckend ... schon der Text ist dazu angetan, eine Gänsehaut zu bekommen, aber mit deiner fantastischen Illustration wird daraus ein Denkmal der besonderen Art
Servus, Wolfgang
Sagenhaft!!
Das ist eine Fotoserie vom Feinsten!
Die Bilder selbst und dazu noch die Umstände unter denen sie entstanden, sowie auch die Infos dazu - ich wiederhole mich : sagenhaft!!
Grosse Klasse Andreas!
VG Peter
Was für einzigartige Bilder, wenn auch in einer nicht sehr schönen Zeit damals.
Und natürlich dieser Perfekte Informationstext.
Immer wieder Interessant.
Hallo Andreas.
''geiles Bild'' hast Du unter eines meiner Bilder geschrieben ...
Wenn ich wirklich geile Bilder mache (ab und an), dann weiss ich nicht, was DAS hier ist ....?!
Megageil ?!?
AFTTG ?!?
Superstark ?!?
Genial ?!?
Ich weiss es nicht, was ich zu DEINEN Fotos sagen soll, bin jedesmal ... sprachlos, ob dieser genialen Fotos ...
LG Norbert
P.S.
der Text dazu ... krass, nachdenklich machend, passend. Gut !
Ein großes werk - vor allem durch deine beigefügte schilderung. Vor meinem inneren auge entstand so das szenario, als liefe da ein film ab.
Natürlich fragt man sich, wie du wustest, dass da ein abgebrochenes abflußrohr reinführt. ich glaube dass so eine aktion über meine nervlichen kräfte ginge.
was zeigst Du uns?
eine Geschichte die das Leben vieler prägt!
...eine Erinnerung...ein Empfinden...
gut ,daß Du es in Erinnerung für uns hältst!
lg Karin
da ich weiss und auch dort war ist es da unten sehr schwer zu fotografieren,die bedingungen sind nicht gerade das beste,und wenn man dann noch alleine ausleuchtet um noch licht zu bekommen dann kann ich nur sagen ganz grossen RESPEKT
frank
Das ist schon eine beeindruckende Lokatinn und was du aus dem Bild gemacht hast ist Genial.
Musst ja noch die Fußabdrücke von Frank Stamm gesehen haben.
da war keiner zu beneiden und ich ziehe den hut vor sämtlichen helfern.nachdem ich die geschichte gelesen habe, habe ich eine gänsehaut des entsetzens und hoffe im stillen, dass wir und unsere kinder vor solch schrecklichen erlebnissen verschont bleiben
danke für deine brilliante doku
lg birgit
Deine Schilderung und der Bericht des Arztes sind eindrucksvoll und beklemmend zugleich. Wer den Film "Der Untergang" gesehen hat, wird sich der Bilder erinnern, die auf der Flucht der Zivilangestellten aus dem Führerbunker durch die Unterwelt Berlins zu sehen waren, welches Leid in den unterirdischen Anlagen herrschte. Wie groß und weitläufig diese Anlagen waren und sind, weiß heute kaum noch jemand, sofern diese begehbar sind.
Die Aufnahmen sind eindrucksvoll, besonders die mittlere.
Mir friert bei de Text. Grausigen Ereignissen bist du auf der Spur und wer Nachrichten sieht, weiss das es zur Zeit für noch viel mehr Menschen die Hölle auf Erden ist.
Schön das du hier die Fotos zeigst, ganz besonders mit dem Text dazu. Es gehört an die öffentlichkeit!
LG marion
Wie eine andere Welt von dem die Menschen träumten, etwas zu erreichen... Nun sehe ich, dass dieser Traum zu Ende geträumt wurde, wie düster es doch dort war, um zu überleben. Jede Krise ist schrecklich. Und danke, dass ich etwas erfahren durfte, wie sie überlebten und hoffe, dass zukünftig dies nicht nochmal wiederholt!! Die Frage ist, was ist, wenn es doch eintritt? Sind diese ?neuen?Bunker jetzt besser ausgerüstet als diese hier???
Absolute Oberklasse kann ich da nur sagen. Hochinteressante Bilder in der von dir gewohnten Qualität und prima Dokumentation dazu. Hut ab, das ist bemerkenswert!
Gruss Werner
Hallo Andreas,
unter den beschriebenen Umständen kann man nur Worte der Anerkennung für die Fotos, deren gute Bearbeitung, aber auch für die differenzierte schriftliche Information finden, top!!
LG K-H
Geniale Location,fast schon klaustophobisch.Deine Aufnahmen davon und die Bearbeitung sind topp.
Allerdings verursacht der Text mir eine Gänsehaut.
lg Siggi
Wo du dich überall hin wagst!!
Sieht beängstigend aus.
Ihr seid aber anscheinend wieder alle heil dort raus gekommen.
Die Fotos sind einfach klasse.
Gruß
Nobi
Eine Bilddokumentation in TOP-Bearbeitung. Intensiv in der Aussage...
.........Um dieser Bilderreihe die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient, muss man sich schon mehr Zeit für die Betrachtung von Foto und Text nehmen. Und und das habe ich gerne und mit großem Interesse gemacht. Geschichtsunterricht - unterlegt mit den Bildern der Neuzeit - bekommt man nicht jeden Tag serviert. Operation Firestorm - ein schreckliches, unsagbar schmerziches Ereignis der Kriegszeit - eines von vielen. Wenn man die technischen Überreste, Winkel, Gänge und traurig-unheimliche Stimmung im Bild registriert - dann bekommt man Jahrzehnte später noch eine Gänsehaut...LG. Helga
Ich bin immer wieder davon begeistert, wie Du durch Deine spezielle Bearbeitung die Bilder wirken läßt! Du kannst damit fast jede Stimmung erzeugen. Klasse!
Das linke Bild ist mein fav aus der collage..rechts mag ich auch, passt aber wegen der Blick-Richtung nicht so ganz an den rechten Rand der collage...na, dafür ist die angehängte Information ja sehr gehaltvoll, da bin ich mir als Krankenschwester sicher, dass auch ich das nicht erleben will....
ach übrigens....
Ich staune immer wieder, wo Du Dich überall rumtreibst! Aber Deine Bilder - und insbesondere Deine klasse Bearbeitung dazu - zeigen, daß sich die Anstrengungen gelohnt haben!
LG Joachim
Geile Location und starke Bilder und Text.
Die Bearbeitung ist auch wieder fett.
Unter Klaustrophobie darf man nicht leiden, wenn man mit dir unterwegs ist. :-))
links: anschnitt auf der linken seite find ich nicht ganz so gut (der rote kasten so nah am rand des fotos), aber die roten kästen sind generell ein guter vordergrund.
mitte: tolle location, aber es wirkt unscharf...
rechts: das beste der drei und wirklich toll. knackscharfe detailzeichung.
Eine Dokumentation vom allerfeinsten, die durch den Arztbericht noch dermassen untermauert wird, dass einem die Gänsehaut den Rücken rauf und runter läuft.
lg Gregor
Trotzdem kann kein Bild, keine Geschichte das Gefühl vermitteln dort selbst vor Ort zu sein. Faszinierende Orte besuchst Du, da wäre ich schong ern dabei :-)
Einfach genial, wie Du das wider hinbekommen hast. Die Lichter und Farben sind absolut perfek. Insbesonere das Bild ganz Rechts mit der Stromanlage hat es mir angetan.
Vielen Dank auch für die Infos zu den Bildern. Auch wenn es einst eine traurige Geschichte war, so beneide ich euch heute um diese Motive. Danke, dass Du sie für uns feszgehalten hast.
Was für eine Serie. Unheimlich und unheimlich schön. Da läuft es einem eiskalt den Rücken runter, nicht zuletzt auch wegen der Infos dazu. Klasse Arbeit!
LG Elke
...im Leben würde ich nicht durch ein solches Rohr krabbeln - aber es hat sich gelohnt. Was du hier zeigst ist ein Zeugnis auf vergangener Zeit. Diese Mauern könnten was erzählen. Super spannende Collage, die du hier zeigst.
Du also auch im Bunker ;-))
ganz hervorragend,Dein Text zu den Geschehnissen der grauenvollen Zeit!
Hoffe nur, diese Bunker müssen nie wieder reaktiviert werden.
Es gibt jedoch noch jede Menge dieser Art, die relativ schnell wieder aktiviert werden können!!
Gr RR
Man kann dazu nicht viel sagen, weil einem fast der Atem stockt. Nicht nur deine perfekte Fotografie, sondern die gesamte Arbeit sind etwas ganz Besonderes.
Hoffen wir alle, dass es so etwas nie wieder gibt.
In diesem Sinne eine friedliche Weihnacht.
LG Wolfgang
Ich bin immer wieder fasziniert, zu welchem Blickfang marode alte Gebäude und unterirdische Gänge werden können dank Tonemapping!
Schaut echt klasse aus!
LG Susanne
Deine Serie ist sehr beeindruckend, vor allem wenn man noch die Hintergrundgeschichte erfährt. Ich stelle es mir sehr spannend vor da unten alles zu erforschen, darum beneide ich dich ja! :)
Eine geniale Collage sieht sehr gut aus
Beeindruckende Arbeit
glg Heike
Ich wünsche dir noch wunderschöne Festtage und bedanke mich für deine Freundschaft
Immer wieder findest du solche "idyllischen" Plätzchen die einen tollen Ausgangspunkt für deine Fotos darstellen. Mir gefällt auch diese Kombination wieder sehr gut!
danke für die guten doku-bilder und den text
das elend des krieges wird wohl nur der wirklich begreifen
der mitten drin war
dennoch bringen derartige dokus einen - zumindest mich - immer wieder zum schlucken
demzufolge ist der wunsch nach frieden auf der ganzen welt ganz oben
lieber gruß
doris
Neugierig geworden, blättere ich durch deine Bilder und entdecke einen echten Schatz! Spannende Ansichten einer spannenden Vergangenheit. HDR und ein gutes Auge, gell?
I have just translated the text to read the story behind this image.
Mans inhumanity to man never fails to astound me !
We can only hope these scenes can never be repeated, but sadly we look daily at our TV's to see some have have already forgotten the horror of war