
Bitte F11
Abgelegen und verwunschen liegt hier das Maschinenhaus des Schachts Wilhelm der ehemaligen Zeche Rudolf.
Wenn man dort verweilt hat man den Eindruck die Zeit hätte nicht nur ihre Spuren hinterlassen, nein auch als wäre sie stehengeblieben...keine Zeichen von Vandalismus oder wildem Müllabladen, nur das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Windes in den Bäumen.
Das Dach und die Zwischendecken sind schon lange verschwunden, auf den Sockeln sieht man noch die Gewindestangen mit denen Maschinen befestigt waren.
Die Fensterfrronten, die ganze Architektur ist immer noch beeindruckend!
Hier wird mal ein übriggebliebenes Gebäude nicht abgerissen, sondern verfällt im Laufe der Jahre und Jahrzehnte und wird von der Natur überwuchert und zurückgeholt. Das gefällt mir besser als irgendeine künstliche "Renaturisierung"
Die Zeche Rudolph, eine der früher für den Kettwig-Werdener Raum typischen Kleinzechen wurde 1866/67 unter Zusammenlegung zweier älterer Stollenbetriebe gegründet und arbeitete bis 1901. In jenem Jahr kam es zum Konkurs und zur Stilllegung. 47 Jahre später, 1948, wurde der Betrieb wieder aufgenommen, 1949 wieder eingestellt, und 1951 nochmals wiederaufgenommen. Von nun an arbeitete das Bergwerk kontinuierlich mit um die 100 Beschäftigten, bis es 1966 endgültig stillgelegt wurde.
Quelle: Denkmal Essen, Wolfgang Schulze u. Florin Laubenthal, Verlag Peter Pomp, Essen 1993
Geschichte der Zeche Vereinigte Rudolf
Vor 1830: Abbau über der Stollensohle, Mundloch an der Ruhr nahe Haus Oefte
Um 1831: Schacht in Förderung, später in Fristen
186627.3./12.4.1867 entstanden durch Konsolidierung von Rudolph und Catharina Wilhelmina, Berechtsame: 3 Geviertfelder
1872: Wiederinbetriebnahme: Teufen tonnlägiger Schacht, Kohlen über der Stollensohle bereits abgebaut
1873: 2048 t, 31 B
1875: tonnlägiger Schacht bis Bausohle in ca. 50 m Teufe
1877: 527 t, 18 B
1878: Stillegung
1886: Plan und Inangriffnahme eines neuen Tiefbaus, aber wegen des fehlenden Geldes keine Realisierung
1893: Wiederaufnahme eines Stollenbetriebes, keine Förderung
1894: Stillegung
1898: zum Jahresende Wiederinbetriebnahme, 2 B
1899: Beginn Schacht Wilhelm ( in Heidhausen, westlich der Straße " Zum Timpen"), Berechtsame: 4 Geviertfelder, 46 B
1900: Auffahrung von Querschlägen auf der angesetzten 90 mS: 300 m nach Norden und 200 m nach Süden, Tieferteufen Schacht, 899 t, 120 B
1901: 9.1. Konkurs und Stillegung
1925/26: Stollenbau (nahe Schevener Krug)
1948: Wiederinbetriebnahme unter dem Namen Rudoplh
1948: 12.4. Inbetriebnahme, Berechtsame: 4 Geviertfelder
1949: Januar: Betriebseinstellung
1951: 9.4. Wiederinbetriebnahme, 4977 t, 66 B
1955 : 38139 t, 82 B
1957: 1 Förder- und 3 Wetterschächte, Fördersohle = 60 m, max. Förderung: 49296 t, 107 B
1960: 30445 t, 112 B
1965: 32314 t, 87 B
1966: 20.5.Stillegung
Quelle: Huske, Joachim: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997, Bochum 1998
Letztes Jahr unterwegs mit W O L F
Die Bäume wachsen auch schon längs in die Mauern rein. Die Natur holt sich alles zurück.
Dort gehen die Motive nicht aus.
Klasse festgehalten.
lg monika
Klasse Wolfgang, bringt sofort das Gefühl wieder hoch, das mit diesem Ort verbunden ist, könnte man ja mal wieder einen Besuch abstatten....
LG Wolf
Hallo Wolfgang,
Klasse die sw Präsentation. Die Perspektive zieht meinen Blick durch den Bogen. Was wohl um die Ecke auf mich warten könnte?
Der Ort ist ja eine wahre Fotofundgrube.
Super Doku von einer interessanten, schweren und arbeitsintensiven Zeit.
LG Birgit
Gefällt mir sehr gut Wolfgang. Hat was Mystisches.
lg Volker
Prima Bildschnitt! Dort muss ja schon ewig lange unberührte Natur sein, die dicken Wurzeln des Baumes schlängeln sich ins Gebäude und niemand hindert sie, wirkt richtig mystisch ...
lg, Ute
Super SW Foto !!!
Die Wurzeln von dem Baum sind ja stark !!!!
Gruss Wolfgang
Schön, wie die dicke Baumwurzel ihren Weg genommen hat.
Industriekultur romantisch und ein dicker Packen Information.
Gut gemacht!
LG Mitsubi
Hier beiweist Du wieder einen perfekten Blick für ein wunderbares Motiv !
Starkes Foto, feine Tonung und Präsentation !
Gruß Christian
Wieder eine super Arbeit.
LG Ernst
gefällt mir!
lg Christian
Eine schöne Aufnahme.....irgendwie ein bisschen mystisch.
LG Elena
Traumhaft wieder,wie sich das Wurzelwerk im laufe der Zeit,sich unters Mauerwerk gearbeitet hat.
Klasse das !!
vg Giovanni
da freue ich mich, dass du wieder ein bild von diesem ort zeigst!
ich mag den verwunschenen und mystischen touch,
was du natürlich durch die bea noch verstärkst!
gut!!
lg pila
.
Ich find´s sehr geheimnisvoll ... toll dargestellt!!
LG Ellen
Verwunschen ist hier wirklich der richtige Ausdruck. Da hast Du ja wieder viel an neuen Eindrücken erlebt und und bestens informiert. LG Velten
Schnitt und Tonung hast du wieder prima gewählt !!!
Feine Aufnahme !!!
LG Michael
Was Du immer für tolle Orte entdeckst. Klasse Schnitt und Blickwinkel.
LG Thorsten
spannend!!!
lg,
volker
eine sehr schön gelungene sw Aufnahme.
-die Stimmung kommt sehr gut zum Betrachter rüber.
LG Ingo
Echt toll.
Ich hoffe, ich werde das auch mal im Original sehen.
Habe mir das Ziel vorgemerkt.
Gruß
Nobi
Ein märchenhaftes Bild. Prima S/W im Hochformat!
LG Inge
Ganz bezaubernd! So lieb' ich das...
Schön gesehen, umgesetzt und kommentiert!
LG Lisa
Wir nehemen der Natur Ihren lebensraum, also holt Sie sich frueher oder spaeter wieder alles zurueck, klasse Aufnahme!!!
LG Ingo
danke für die klasse info
in sw sehr gut dokumentiert
lg chris
An excellent bw
shot!
bw
CsL
Sieht stark aus wie sich die Wurzeln ihren Weg suchen!
Gibt ein interessantes Motiv ab.
vg Patrick
Prima Detailstudie.
LG Thomas
Auch das ist wieder einmal ein klasse Detail
Liebe Grüße
Wilhelm
Hallo Wolfgang! Ja, die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein! Der Baum hat sicher auch schon einige Jährchen auf dem Buckel! Ihm war es gleich, das das Gebäude einmal dem Menschen von Nutzen war, er hat sich dieses Plätzchen vor dem Tor ausgesucht und damit ganz deutlich ein Zeichen gesetzt, dass sich die Natur all das wieder zurück erobert, was ihr einmal genommen wurde! Man muss sie nur gewähren lassen! Ein ganz tolles Bild, das dies sehr klass dokumentiert!
LG Uwe
Hallo Uwe!
Ja, hat ein paar Jährchen auf dem Buckel.Stillgelegt wurde das Ganze vor über 42 Jahren...
LG
Wolfgang
Genial. Sehr gelungen +++
Schöne Aufnahme, ein passendes Motiv.
Der Bildschnitt gefällt mir besonders gut.
mfg
Schöne Doku. So was findet sich südlich der Ruhr bis Witten imer wieder. Für den Bau der RUB mußte deswegen mehr Beton unter der Erde versenkt werden, als der Bau oben verschlungen hat. Und eine der Kleinzechen dient heute der Universität als Versuchsanlage.
FG Klaus