
Hier sieht man wie eine Düne über die Strasse wandert, so werden die Knochen wieder zugedeckt. Übrigens wenn man in den Dünen fährt ist der Sand weich, wenn der Sand aber auf der Strasse liegt dann muss man langsam drüber fahren da ist er nämlich hart wie Stein. Nicht der Sand aber der Untergrund gibt nicht nach.
Ende der Pferdestory. Diese Bilder sind schon einige Jahre alt darum ist die Qualität nicht besonders, Jahre vor der Digital Zeit.
dazu ein Artikel aus Focus-online v. 05.07.2008
Die tanzenden Pferde von Garub
Im äußersten Süden Namibias leben die letzten Wildpferde Afrikas. Sie stammen von Tieren ab, die vor fast 100 Jahren von Kaiser Wilhelms Schutztruppe zurückgelassen wurden.
Von FOCUS-Online-Autor Fabian von Poser
Zwei Hengste kämpfen um die Rangfolge
Hufschläge in der Namib. Die Sonne liegt schwer wie Blei über der Wüste. Die Ebene von Garub flimmert. Staub, Schotter, ein paar Grasbüschel tanzen im Wind. Zwei Hengste tauchen wie schwarze Schatten aus dem Nichts auf. Mit trägen Schritten bewegen sie sich aufeinander zu. Ihre Mähnen schimmern, die Hufe knirschen auf dem steinigen Wüstenboden. Nur noch wenige Schritte sind sie voneinander entfernt. Plötzlich steigt eines der beiden Tiere hoch, stellt sich drohend auf die Hinterläufe und tritt dann mit voller Wucht zu. Ein gequältes Wiehern. Ein kurzer Schlagabtausch. Zwei, drei Tritte mit den Vorderhufen, dann zieht der schwächere der beiden Hengste ab, und es wird still.
Seit fast 100 Jahren überleben die Pferde von Garub bei der Ortschaft Aus im Süden Namibias unter der glühenden Wüstensonne. Bis heute ist ihre Herkunft nicht ganz geklärt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Großteil von versprengten Tieren der einstigen deutschen Schutztruppe abstammt. Die lieferte sich während des Ersten Weltkriegs im Süden Namibias heftige Gefechte mit der südafrikanischen Armee. Am Bohrloch von Garub, an dem einst die Dampfloks der nahen Eisenbahnlinie versorgt wurden, fanden die Pferde ausreichend Wasser, um den Tagestemperaturen von 45 Grad und mehr zu trotzen. In seiner Nähe haben sie bis heute überlebt.
Pferde symbolisieren Freiheit
Die Sonne klettert hinter den Hügeln empor. Immer mehr Tiere trotten träge an die Wasserstelle. Die ersten Touristen zücken ihre Ferngläser in dem flachen Unterstand. Neben dem wildreichen Etosha-Nationalpark im Norden Namibias und den mächtigen Namib-Dünen von Sossusvlei entwickeln sich die Wüstenpferde immer mehr zu einer Hauptattraktion für Besucher.
„Die Pferde symbolisieren die Freiheit, die der Mensch verloren hat. Deswegen sind viele Leute von ihnen so fasziniert“, erklärt Piet Swiegers. Der Besitzer der nahe gelegenen „Klein Aus Vista Lodge“ verfolgt das Schicksal der Tiere seit 15 Jahren. „Streng genommen sind sie gar keine Wildpferde. Ähnlich wie die Mustangs Nordamerikas sind sie Nachkommen domestizierter Pferde, die verwildert sind. Physisch unterscheiden sie sich kaum von normalen Pferden, nur ihre Anpassungsfähigkeit ist größer.“
Eine Sperrzone als Schutzgebiet
Dass die Tiere so lange unter den extremen Bedingungen überleben konnten, haben sie einem glücklichen Umstand zu verdanken: 1908 wurden bei Kolmanskop nahe der Hafenstadt Lüderitz Diamanten gefunden. Nur wenige Wochen später richtete die deutsche Kolonialverwaltung zwei riesige Sperrgebiete ein, die sich bis 100 Kilometer ins Landesinnere erstreckten. Niemand hatte Zugang, die Tiere blieben fast 80 Jahre ungestört.
Als 1986 die Minengesellschaft 350 Quadratkilometer des ehemaligen Sperrgebiets an den Naturschutz übergab, war ihr Überleben endgültig gesichert. Zwar schwankt die Zahl der Tiere seit der ersten Zählung im Jahr 1985 zwischen 89 und 280 Exemplaren. Vor allem während der Dürreperioden 1991/92 und 1998/99 war die Sterblichkeit extrem hoch. Heute zählt die Herde aber wieder rund 170 Tiere. „Die Pferde leiden nicht, sie leben“, sagt die südafrikanische Biologin Telané Greyling, die das Phänomen 2005 in ihrer Doktorarbeit untersuchte.
Dichtes Gras wogt im Wind. Gold schimmert es an diesem Wintermorgen. Der Blick schweift hinüber zur alten Bahnstation von Garub, deren Gebäude sich am Horizont abzeichnen. In wenigen Tagen hat sich das karge Land in eine blühende Wüstenlandschaft verwandelt. „In den letzten zwei Jahren haben die Tiere ein wunderbares Leben geführt, weil es reichlich zu fressen gab“, weiß Piet Swiegers.
Trotz ihrer Faszination sind die Pferde in der Namib nicht unumstritten. Die Diskussionen begannen, als ihr Lebensraum 1986 in den Namib-Naukluft-Park eingegliedert wurde. Ihre Gegner waren der Auffassung, die Pferde sollten nicht im Nationalpark leben, da sie als importierte Spezies einheimische Tiere und Pflanzen verdrängten. Pferdefreunde dagegen waren so begeistert von ihrer Überlebensfähigkeit, dass sie sie auf keinen Fall vertreiben wollten.
Auch die Tourismusindustrie hat Interesse an ihrem Erhalt. „Die Pferde sind für die Region mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, so Swiegers. „Die Touristen sehen sie als Teil der Namib an, so wie andere wilde Tiere des Parks auch.“ Erst im vergangenen Sommer hat im 20 Kilometer entfernten Aus ein Infocenter eröffnet. Auf 23 Schautafeln werden Besucher über Herkunft, Leben und Zukunft der Tiere informiert.
klasse, konnte ich mir nie wirklich vorstellen wie die Dünen wandern sieht auch interessant aus.
Mir hat Deine Serie sehr gut gefallen.
lg Moni
Kann mich da Moni nur anschließen, habe ich auchnoch nie gesehen. Interessant was du uns hier so gezeigt hast.
LG. Hella
Sehr gelungene Aufnahme. Mir gefallen solche Bilder sehr, die immer wieder auch ein wenig nach richtigen Abenteuer ausschauen.
lg Herbert
War jetzt einige Zeit auf Urlaub und komme hoffentlich jetzt gelentlich wieder dazu, in die fc zu sehen.
Ausstellung findet im September in Wörtherberg (Bgld) an der steirischen Grenze statt.
Eine sehr schöne Aufnahme...gefällt mir sehr gut!
lg Nico
Sehr interessant, was du da zeigst. Auch der Artikel, den Peter beigesteuert hat, ist sehr lesenswert.
Viele Grüße nach Afrika.
christine