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Danke an Friederike R , die in ihrer Anmerkung unten diesen Menschen und seine guten Absichten bestens erklärt hat,
ich habe aus diesem Grunde meinen obigen Text abgeändert!
Pentax ME mit Normalobjektiv 1,7/50 auf Diafilm 100, gescannt
Er steht ziemlich verloren da-nur zwei sehe ich, die sich nach ihm umwenden..Ein schönes Bild - bisschen wie ein Zeitfenster. Die Qualität ist bemerkenswert.
LG
Arnd
Ein schönes Stzrassenbild. Ich hätte im Vordergrund gerne noch etwas mehr Menschen gesehen- sie sind alle relativ weit weg, so dass die Gebäude dominierend sind! Th
WaLuLiSo (abgekürzt für Wald-Luft-Licht-Sonne) war ein liebgewordenes Wiener Original. Er verkündete auf seine ganz besondere Art den Frieden! Meinen schreienden Sohn hat er einmal im Kinderwagen "gesegnet" und mir geraten, doch die Windeln zu wechseln ... Severin hat wirklich zu schreien aufgehört und den alten Mann fasziniert angesehen. Im Frühsommer baumelten die Kirschen auf seinen Ohren, sonst war er immer mit einem (Reichs)Apfel unterwegs. Er hatte auch ein Auto, auf dem FRIIIEDE stand, mit 3 I für die Dritte Welt ...
Eine Brücke über die Neue Donau, dem (Nackt)-Badeparadies der Wiener ist noch nach ihm benannt.
Hier noch der Eintrag von der Wien-Homepage
Waluliso
(eigentl. Ludwig Weinberger) * 2. 7. 1914 Wien
† 21. 7. 1996 ebd.
Wiener Original
Im weißen Kittel, mit einem Hirtenstab in der Hand und vereinfachten Bibelsprüchen auf den Lippen, tauchte in Wien jahrelang ein Mensch auf, der sich "Waluliso" nannte: "Ich bin der Botschafter des Friedens."
Er sammelte unter dem Motto "Wasser - Luft - Licht - Sonne" Mitte der 70er Jahre auf der Baustelle der Donauinsel mehrere zehntausend Unterschriften für die Erhaltung und Nutzung dieses Gebiets als Freizeit- und Erholungsraum, womit er auch Erfolg hatte. In den 80er Jahren begann er für den Frieden und für die Abrüstung zwischen Ost und West zu demonstrieren. Bei jedem Staatsbesuch war er ganz vorne, in einer weißen Toga gekleidet, einen Kranz von Olivenzweigen auf dem Kopf und eine weiße Fahne in der Hand. Vor allem die Politiker aus der damaligen Sowjetunion und der USA waren die bevorzugten Adressaten für sein Anliegen. Und weder Regen noch Frost und Schnee konnten ihn davon abhalten, seine Botschaft an den Staatsmann zu bringen.
Ohne zu lesen ist er auch mir sofort aufgefallen in diesem Getümmel. Obwohl er ja nur wenig Aufmerksamkeit zu erregen scheint.
Es gibt immer weniger "Originale" in unserer Zeit. Die werden so schnell für annormal gehalten und ehr abtransportiert als wahrgenommen, dass man sich ihrer nicht einmal erinnert.
Schön, dass du hier ein Original aufgenommen hast, dass wirklich wirken durfte und konnte!
LG
Beate
Wenn ich eine kleine Berichtigung anbringen darf: Friederike schrieb in ihrerm ersten Absatz "WaLuLiSo" bedeute Wald-Luft-Licht-Sonne, so muss ich leider korrigieren, "Wa" stand nicht für Wald sondern für "Wasser" wie sie ja selbst in ihrem 3. Absatz schrieb. Ja der Mann wurde durch sein Auftreten von vielen Menschen für einen Narren gehalten und häufig verspottet, doch wer ihn persönlich kannte und die Gelegenheit hatte um sich mit ihm zu unterhalten, weiß dass er doch ein sehr intelligenter Mensch war.
Schön also, dass du uns hier ein richtiges Zeitdokument präsentierst.
L.G.Gerti
so oft ich in wien war habe ich pulsierendes leben vorgefunden. leider von WaLuLiSo bisher nie etwas gehört, deshalb habe ich sehr aufmerksam hier die kommentare gelesen.
lg trautel
Diese Art von Bildern macht so richtig Spaß! Einmal die Anmerkungen an sich zu verfolgen und dann noch etwas dazu zu lernen.
Danke Hans - Jürgen und viele Grüße
Paul
Ein bekanntes Stück Wien. Ist das nicht die Kärntener Straße? Und eine interessante Beschreibung von WaLuLiSo. Hatte vorher noch nicht von ihm gehört.
Gruß, Lothar.
Meine Güte, 1982, da war ich gerade 3 Jahre in Wien ... Waluliso ... hast du auch den alten weißhaarigen Mann abgelichtet, der ganz hoch singen konnte? das war auch so ein Original wie Waluliso ...
die Zeit verrinnt ...
Mit diesen Blumenkübeln aus Beton und dem schwarzen Gebäude rechts im Bild sieht das fast aus wie der Marienplatz in München.
Ich mag diese Paradiesvögel mit Charakter. Sie sind mir lieber als so sauber gezüchtete Börsenheinis mit manikürten Händen, die noch nie Hand an Arbeit gelegt haben. Menschen mit Charakter fehlen unserem Land. Die Österreicher müssen wirklich traurig sein, um diesen Verlust. Hochinteligente Menschen mit Moral habens am schwersten, denke ich. Die skrupellosen Intelligenzbestien findet man sicher ganz oben in der Wirtschaft. Dann lieber ein Leinentuch umbinden und protestieren! ;)))
Gruß, Michael.