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Gestern abend um 20.00 Uhr in einer Waldlichtung, es handelt sich hier um eine Magerwiese, die erst nach dem 15.Juni gemäht wird. Habe noch einen Text hinzugefügt, für mehr Info
Blumig oder rentabel
Unsere Milchkühe erhalten im internationalen Vergleich wenig Kraftfutter. Dafür benötigen sie ein gehaltreiches und gut verdauliches Wiesenfutter. Nur ein Futterbau mit häufiger Nutzung und angepasster Düngung ermöglicht qualitativ hochwertiges Futter. Die Kuh ihrerseits bevorzugt junge Gräser, Klee und Kräuter.
Diese Nutzungsweise führte aber in den letzten Jahren dazu, dass artenreiche,
blühende Heuwiesen besonders im Mittelland verschwunden sind. Damit diese Pflanzen versamen können, müssen sie später geschnitten werden. Futterertrag und vor allem die Qualität sind dann geringer. Der Verzicht auf eine intensive Bewirtschaftung führt daher zu einem wirtschaftlichen Verlust für den Bauern. Mit dem Futter einer Gras-Weissklee-Wiese, das auf einer Hektare anfällt, lassen sich umgerechnet ca. 12'400 Liter Milch erzeugen. Auf der gleichen Fläche einer blumenreichen Heuwiese nur 6'600 Liter. Der Schnittzeitpunkt entscheidet also über Ökologie oder Ökonomie. Dank den Direktzahlungen, welche die Bauern für Wiesen erhalten, die sie erst nach dem 15. Juni mähen, kann sowohl das finanzielle wie auch das ökologische Ziel erfüllt werden.