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St Gangolf ( Detail vom Innenraum)
von Maritha (Freihand)
Die gotische Pfarrkirche St Gangolf des 14. Jahrhunderts diente als Stadt- Zunft- Und Universitätskirche.
Die unterschiedlich farbigen Ecksteine der Städtischen Marktkirche verweisen darauf, dass eine reiche Witwe zu Beginn des 16. Jahrhunderts der Stadt Geld vemachte, und damit den Turm aufstocken liess, um die Domtürme an Höhe zu übertreffen.
(Das blaue Wappen am Turm verweist auf die Sponsorin.)
Zugang zu den von alten Häusern umgebenen Kirche hat man durch das barocke Portal (1732) am Hauptmarkt.
Nicht der Dom, nicht Kaiserthermen und auch nicht das "Schwarze Tor" sind Mittelpunkt - wenn überhaupt eine Stadt ein klassisches Zentrum hat, dann Trier mit seinem Marktplatz.
Der Hauptmarkt: Ein Bilderbuch der Architekturgeschichte.
Im Zentrum Brunnen und Marktkreuz, umringt von Giebeln, Türmen und Fassaden aller Epochen.
Das 958 als Zeichen des Marktrechtes aufgestellte Marktkreuz blickt einmal durch die Simeonstrasse auf die Porta Nigra, zum anderen auf den Dom.
Es wurde unter Heinrich I aufgestellt. Das weithin sichtbare Kreuz auf römischem Kapitell und römischer Säule ist eine Nachbildung.
Das Original befindet sich im Städtischen Museum.
Es ist Sinnbild der Einheit von Religion und Politik, aber auch Herrschafts - und Heilszeichen.
Der Marktbrunnen (Petrusbrunnen) aus der Renaissance (1595) mit dem Stadtheiligen Petrus symbolisiert mit seinen vier Statuen die Tugenden : Klugheit, Gerechtigkeit, Mässigung und Stärke.
Er wurde zum zweitausendjährigen Stadtjubiläum 1984 restauriert und nach alten Plänen in seinen originalen Farben wieder hergestellt.
Nach Westen die gotische Steipe, einst Trink- und Festhaus der Trierer Ratsherren, daneben die Renaissancefassade des Roten Hauses, gegenüber der Rokoko Gasthof "Schwarzer Ochse".
Die durch den 2. Weltkrieg stark zerstörte Steipe wurde 1970 wieder aufgebaut, der Ratskeller ist noch original gotisch.
Vier Heilige säumen die Vorderfront der Steipe: Jakobus, Helena, Petrus (Stadtpatron) und Paulus (Schutzpatron der Universität).
Die behäbige Stadt an der Mosel gehörte einmal zu den vornehmsten Zentren der alten Welt.
Ein Kalender des 4. Jahrhunderts nennt Trier in einem Atemzug mit Rom, Alexandria und Konstantinopel. Trier war sogar eine Zeitlang die Hauptstadt des Römischen Weltreichs: Sieben römische Kaiser regierten hier.
Einer von ihnen war Constantin der Grosse. Er lebte mit seiner Familie in einem Palast unweit des Doms. In Trier empfing er die Gesandten aus seinem riesigen Reich, von hier aus ergingen die Befehle an die Präfekten und Feldherren von Britannien bis Ägypten.
Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. ( "urbs antiquissima")
Die Vielfalt der hier vorhandenen Epochen und Stile verleihen der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter.
Die frühen Bauten und Ruinen atmen eine zweitausendjährige Geschichte.
In Trier war es, wo die antiken Strassen sich kreuzten, und in ihrem Gefolge Kunst, Religion, Wissenschaft, Politik und Lebensart gepflegt wurden.
Das antike Trier, mit seinen prachtvollen Bauten, der Römerbrücke, der Porta Nigra, den Kaiserthermen, der Aula Palatina des Kaisers Constantin, heute Basilika genannt und dem Amphitheater, ziehen jeden Besucher in ihren Bann.
Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts war Trier mit 70.000 Einwohnern die grösste Stadt nördlich der Alpen.
Das mittelalterliche Trier mit dem mächtigen Dom aus dem 9. Jahrhundert, das Trier der Gotik, der Ranaissance, das barocke Trier mit dem Kurfürstlichen Palais nach Plänen Balthasar Neumanns.
Die Geschichte hat die Stadt nicht geschont.
Brandschatzung, Plünderung und Zerstörung waren an der Tagesordnung.
Hunnen, Franken, Normannen, Spanier, Franzosen, Schweden - Kriegshorden vieler Nationen fielen hier ein und machten nieder, was soeben erst wieder aufgebaut worden war.
Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren verheerend.
Benutzte Literatur: Auszüge aus Merian: "Trier" und "Die Mosel"
Bild Atlas: "Trier"
Buch: "Trier" von Hans Scherer und aus diversen Schriften der
Tourist - Information in Trier.
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