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(Mensch, ich darf doch meine Indien-Reihe nicht gänzlich vergessen... also...)
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"Was willst du denn mal werden, wenn du groß bist?"
"AstronautLokführerPolizistSeenotrettungskreuzerkapitän. Ziegeleiarbeiter."
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(Hat lange gedauert, bis ich mich entschlossen habe, das Bild hier hochzuladen - vor allem wegen dem Hackenstiel. Der gefällt mir auch nicht, aber wegstempeln... Naja, dann hätte ich doch recht willkürlich an der dokumentarischen Sache rumgedoktert, und das wollte ich nun auch nicht.)
VG Uli
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... Ihr habt mich überzeugt - man muss es doch wenigstens versuchen. Kind ohne Hackenstiel:
Das Gesicht des Kindes ist so ausdrucksstark, dass es meinen Blick einfach festhielt.
Den Stiel habe ich dabei nicht wahrgenommen, so sehr hat mich die Frage nach dem Leid in seinem Leben beschäftigt.
LG, Anne
Dokumentarisch hervorragende Arbeit ohne zu polarisieren.
Beim Hackenstiel bin ich aber bei Wico ten - diese Stempelei würde der Authentizität des Bildes keinen Abbruch tun.
Diese "LEISE TRAURIGKEIT"
- SPRICHT für sich - berührt -
........... mehr braucht es nicht
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Ein lieber Gruss, Hille!
der stiel war da, als das foto gemacht wurde.
er dokumentiert die situation.
wenn er das auge des westeuropäischen betrachters stört, ist er aufgefordert, anders zu sehen. und nicht die anpassung der sehgwohnheiten an hiesiges zu fordern.
es liest sich für mich so, als würde das elend besser gefallen, wenn der stiel weggestempelt wurde.
das kann es NICHT sein.
@byby -
ja, einerseits und andererseits. Deine waren zunächst auch meine Überlegungen:
Der Stiel war eben da, und es geht bei diesem Bild nicht darum, etwas schön zu machen. Dokumentation ist nun mal die Wiedergabe des gewesenen.
Aber, auch richtig:
Wenn der Stiel nicht mehr zu sehen ist, tut das dem dokumentarischen Inhalt des Bildes keinen Abbruch, denn ich wollte ja nicht einen Hackenstiel dokumentieren. Wenn er weg ist, konzentriert man sich allemal mehr auf das Gesicht des Kindes und seine Umgebung, und man ordnet es genauso ein wie mit Hackenstiel. Aber man ist nicht durch ein den Eindruck störendes Element abgelenkt und kann sich mit seiner Beurteilung auf dieses nebensächliche Element zurückziehen. Deshalb habe ich mich überzeugen lassen, des Stiel zu entfernen. (Eine Coladose in Hintergrund hätte ich gelassen. Aber das wär dann auch ein anderes Bild.) Die Sehgewohnheiten des Westeuropäers sind in dieser Hinsicht nicht anders als die des Inders, nehme ich mal an, und es werden sich nicht so viele Inder dieses Bild ansehen, um es dann anders als wir zu beurteilen.
Und weil es interessant (für mich) ist, wie sich die Dinge und Beurteilungen entwickeln, bleibt das hier alles auch so stehen, mit seiner Entstehungsgeschichte.
@uli, schön das wir dich mit unseren argumenten überzeugen konnten, sieht jetzt auch viel beser aus und verändert den feinen dokumentarischen bildcharakter in keiner weise
@byby:***es liest sich für mich so, als würde das elend besser gefallen, wenn der stiel weggestempelt wurde.
das kann es NICHT sein.***
dann solltest du dir alle anmerkungen noch mal in ruhe durchlesen.......deine rausgelesene unterstellung ist ja beinahe kriminell.....
@byby-
stimmt, ich habe deine Sichtweise durchaus verstanden, und, wie gesagt, die hat mE durchaus ihre Berechtigung hier. Aber: dein Kommentar (10:53) *klar, dein foto* - dem ist glücklicherweise nicht ganz so. Ich stelle meine Bilder zunächst (fast) immer in K-hud ein, damit es nicht nur "mein", sondern in gewissem Sinne "unser" Foto ist. Von daher bin ich auch auf kontroverse Diskussionen vorbereitet, ich bitte sogar darum. Dankeschön also für deine Meinung!
Dass das Bild eigentlich der Arbeitswelt entstammt, kann man hier sehen, denn das Kind hatte bereits die schon einmal zweifelhafte Ehre, hier in der fc auftreten zu dürfen ...und zwar mit kompletter Hacke:
Uli,
es ist mutig von Dir, Deine Fotos unter "hart und direkt" einzustellen. Nach meiner Erfahrung werden daraus dennoch nie "unsere" Foto, weil in Fragen der Ethik und Aesthetik nur Werturteile möglich sind, keine objektiven Faktenurteile, und keine zwei Individuen identische Wahrnehmungen und Wertungen aufweisen.
Die Diskussion ist einfach interessant, um die eigenen Empfindungen immer wieder zu hinterfragen. Deshalb sollte das "H" in "hud" auch nicht als Affront begriffen werden, wenn konträre Meinungen ausgetauscht werden.
Dein Bild zeigt mir auch nach Entfernung des Stiels noch genug von der Wirklichkeit, aber da ich die erste Version nun mal kenne, ziehe ich sie wie "byby" vor. Sie konzentriert sich intensiv auf die Hauptsache, und es ist eine Doku, kein Studio-Portrait.
Danke für all die Anregungen!
LG, Anne
@anne -
ich finde, Bilder in K-hud einzustellen, dazu gehört wirklich kein Mut. (Das mit den blutigen Nasen war nur Spass. Die Sektion, bei der es mutig ist, was hochzuladen, interessiert mich nicht, und ich hab auch keine Bilder dafür...)
Kritik ist für mich Anregung, etwas anders zu machen, und hier hat sie mir ja auch weitergeholfen. Und wenn wirklich mal eine dusslige Anmerkung erscheinen sollte - was solls, jeder darf schreiben, was ihm durch den entsprechenden Kopf geht.