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Da wir vor zwei Jahren in Ägypten waren und im Tal der Könige die Grabkammern mehrerer Pharaonen besucht hatten, war diese Ausstellung für uns besonders faszinierend. Auch von der Qualität und Fülle der Ausstellungsstücke ist dies Ausstellung unbedingt zu empfehlen.
Auf diesem Foto sieht man die sitzende Figur des hundegestaltigen Anubis, dessen angespannt -aufmerksame Haltung die Wächterfunktion des Gottes ausdrückt.
Ab 13. 4. ist in Frankfurt/Main die Ausstellung der über tausend Grabbeigaben zu sehen, die man im Grab des jungen Pharao gefunden hat. Die Ausstellungsstücke sind in mehrjähriger Arbeit von über hundert der besten Kunsthandwerker Ägyptens hergestellt worden. Mit einem großen Aufgebot an begleitenden Wissenschaftler ist diese einmalige Ausstellung zustande gekommen. Zuletzt war diese Ausstellung in Köln zu sehen und hat so viele Menschen angelockt, dass man Karten lange vorher bestellen mußte. Die Ausstellungsdauer wurde deshalb bis Juni verlängert.
Man mußte mit den vorhandenen Lichverhältnissen auskommen, denn es durfte kein Blitzlicht und kein Stativ verwendet werden.
lieber Andreas, die Ausstellung habe ich vor ca. 2 Jahren in Hamburg besucht. Man wird ja ganz klein, wenn man bedenkt, daß die Originale vor ca. 3000 Jahren hergestellt wurden. Ich muß aber hier meinen Frust rauslassen. Daß man nicht blitzen darf, hat mein vollstes Verständnis. Das verstehe ich auch, wenn ich in Kirchen, Domen oder Schlössern fotografiere. Aber daß man uns verbietet, mit dem Stativ zu arbeiten ist reine Schikane und eine Unverschämtheit. Aus unseren Steuergeldern werden oben genannte Objekte renoviert und restauriert. Dann kommt so ein Schloß Fuzzi und verbietet das Stativ und hängt den Hausherrn heraus. Mir konnte noch nie jemand erklären, warum ein Stativ schädlich sein kann. Meistens ist die Belichtungszeit doch über 1/125 sec. und somit ist es für mich z. Bsp. sehr schwer, mit 66 Jahren, ohne Stativ ein scharfes Foto hinzubekommen. Würde mich mal interessieren, was Du und andere FCler darüber denken. lG Schwabenstreich und Frohe Ostern
oh, ist das eine feine aufnahme, andreas.... ich dachte sofort an das pergamon museum in berlin.
diese ausstellung in frankfurt würde ich auch sehr gerne besuchen.
ich finde, so dramatisch sehen die lichtverhältnisse bei deinem foto gar nicht aus. ich finde es einfach nur toll.
tja, was du und meine vorschreiberin schreiben, finde ich sehr interessant, aber warum man kein stativ benutzen darf.... willkür vielleicht, oder kann man damit eventuell einiges umreißen?
wird das deshalb vorsorglich verboten?
lg vom glühwürmchen
Tutanchamun-Ausstellung: Wien einzige Europa-Station
Einzigartige Exponate erstmals außerhalb Ägyptens zu sehen
Tutanchamun-Ausstellung: Goldene Maske des Psusennes (Foto: fotodienst.at)
Wien (pte028/07.03.2008/13:56) - Das Wiener Volkskunde Museum ist in den kommenden Monaten Ausrichter einer neuen Ausstellung rund um den ägyptischen Pharao Tutanchamun. Zahlreiche Grabbeigaben aus der letzten Ruhestätte des Pharaos sowie Stücke aus weiteren Grabstätten im Tal der Könige sind von 9. März bis 28. September 2008 im Rahmen der Ausstellung "Tutanchamun und die Welt der Pharaonen" http://www.tut.khm.at zu sehen. Die Ausstellung umfasst auch Exponate, die bislang nicht außerhalb Ägyptens gezeigt wurden. "Mir ist keine Ausstellung in Erinnerung, die im Vorfeld derartiges Interesse geweckt hat", sagt Wilfried Seipel, Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums in Wien, heute, Freitag, vor Journalisten. Seit Beginn des Vorverkaufs im Dezember wurden bereits knapp 50.000 Tickets verkauft. Wien ist die einzige europäische Station der Ausstellung, die anschließend auch in den USA zu sehen sein wird.
In Österreich habe es bereits viele Ausstellungen zum Thema Ägypten gegeben, aber keine in dieser Fülle und Qualität, erläutert Seipel. In den kommenden sechs Monaten soll ein Blick auf fast 2.000 Jahre altägyptischer Geschichte ermöglicht werden. Gezeigt werden mehr als 140 Stücke, die teilweise bis zu 4.000 Jahre alt sind, 70 davon aus dem Grab Tutanchamuns. Die Ausstellung wird vom Kunsthistorischen Museum gemeinsam mit der National Geographic Socierty und der Ägyptischen Altertümerverwaltung organisiert und ist in zwei große Teile gegliedert. So wird einerseits ein Gesamtüberblick über die ägyptische Geschichte geliefert. Andererseits werden die Höhepunkte des Grabschatzes Tutanchamuns gezeigt. Die Ausstellung umfasst zudem Computer-Tomographie-Bilder des Pharaos, die erste dreidimensionale Bilder Tutanchamuns zeigen.
Für Seipel steht das Bildungsziel der Ausstellung im Vordergrund. "Die altägyptische Kultur hat bis heute Botschaften und Spuren hinterlassen", beschreibt der Museumsdirektor einen Grund für die Faszination rund um die Welt der Pharaonen. Die Ausstellungsstücke sollen einer möglichst großen Anzahl an Menschen zugänglich gemacht, das Interesse an der ägyptischen Kultur geweckt werden. Während das Kunsthistorische Museum selbst über eine Ägypten-Sammlung verfügt, für die man sich im Rahmen der aktuellen Ausstellung zusätzliche Besucher erhofft, ist die Tutanchamun-Ausstellung für National Geographic bereits die zweite Veranstaltung, die Schätze des Pharaos und anderer ägyptischer Könige zum Thema hat.
Tutanchamun bestieg als einer der letzten ägyptischen Könige der 18. Dynastie noch als Kind den ägyptischen Thron. Er starb 1323 v.Chr. im Alter von 18 oder 19 Jahren nach knapp neun Jahren an der Macht unter bis heute ungeklärten Umständen. Die Grabstätte des Pharaos wurde 1922 vom britischen Forscher Howard Carter im Tal der Könige entdeckt. Rund 3.000 Jahre lang war die Grabstätte vergessen und damit unberührt von Menschen. Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass schon kurz nach der Bestattung Diebe in die Grabstätte eindrangen, die jedoch von Aufsehern vertrieben wurden.
(Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=1659 zum Download)
Vielen Dank für deine Anmerkung und die ausführliche Darstellung der Einstellung zu den Fotografen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass nicht geblitzt werden darf, denn eine unendliche Zahl von Blitzen kann Kunstwerke zerstören, kein Verständnis habe ich dagegen die Verwendung von Stativen zu verbieten. Das sieht sehr danach aus, als ob man Postkarten und Bücher verkaufen will, in denen Fotos sehr sorgfältig mit Stativ und ohne Publikumverkehr gemacht wurden. Ein solche Massnahme sehe ich nicht ein.
VG Andreas
@Schwabenstreich
[...]Aber daß man uns verbietet, mit dem Stativ zu arbeiten ist reine Schikane und eine Unverschämtheit. Aus unseren Steuergeldern werden oben genannte Objekte renoviert und restauriert. Dann kommt so ein Schloß Fuzzi und verbietet das Stativ und hängt den Hausherrn heraus. Mir konnte noch nie jemand erklären, warum ein Stativ schädlich sein kann. [...]
Ungern:
Steuergeld?
Die Ausstellung in Wien wurde vom Kunsthistorischen Museum - welches selbst über eine Ägypten-Sammlung verfügt, gemeinsam mit der National Geographic Socierty und der Ägyptischen Altertümerverwaltung organisiert. Weiteres s. o.
Othmar
@Hallo Andreas,
Ohne Kenntnis der Versicherungssumme, der Versicherungsprämie und den damit verbundenen Auflagen ist keine faire Diskussion zu führen.
Othmar
Andreas das Bild ist einfach nur Klasse, das Licht und die Bildqualität stimmen und passen. Du hast eine gute Hand techniche Probleme gut zu lösen ( kein Blitz, kein Stativ usw. )
Gruß, Franz
Lieber Andreas! Eine tolle Serie zeigst Du, und man merkt, wieviel Spaß es Dir macht (ähnlich Schwabenstreichs Baugeschichte!).
Die Sache mit Stativ und Blitz verstehe ich auch nicht. Es geht wohl wirklich, wie oben gesagt, um Verkauf von eigenen Postern und Postkarten. Und die sind oft recht teuer.
Ich denke, daß das Blitzen hier keiner Figur hätte schaden können. Soviel ich weiß, bestand die ganze Ausstellung (die ich leider nicht gesehen habe, obwohl in Köln um die Ecke) aus Repliken, d.h., es waren nicht die echten alten Gegenstände. - Und ob einer mit dem Stativ eine Scheibe einschlägt? ich glaube nicht. Umso trauriger ist der Diebstahl, den man manchmal aus Heimatmuseen hört, wo aus Kosten- und Personal- oder Raumgründen gar keine Sicherung zu einem vernünftigen Preis möglich ist.
Was man eigentlich für sich behalten sollte: Hoffentlich entdecken die Randalierer nicht irgendwann die Museen aller Art. Es müßte ja nicht einmal der Irak-Krieg sein, wo unschätzbare Kostbarkeiten verschwinden . . . aber sicher am wenigsten durch Fotografen, die doch durch ihre Tätigkeit beweisen, daß sie Interesse und Wertschätzung besitzen!
Leider kann auch Anubis wegen des fehlenden Respekts vor alten Kulturen die Ausstellung nicht wirklich bewachen!
LGT
Das man kein Stativ und Blitz benutzen darf kann ich durchaus verstehen. ("Postkarten hin o. her")
Man stelle sich das Zenario einmal bildlich vor. Hunderte Blitzen die sagenhafte Lichtinstallation gnadenlos nieder und andere stolpern in den nicht "verblitzen" Momenten über die ausgestellten Beine der in position gestellten Stative.
Ich würde mir das Geld für die Eintrittskarte wiederbeschaffen wollen.
Ich erlaube mir, offen und ehrlich schreiben zu dürfen.
Leider ist es dir meiner Meinung nach nicht gelungen, diese hochinteressante Ausstellung und ihre einzigartigen Exponate entsprechend bildlich darzustellen.
Sorry, den Lobeshymnen kann ich mich nicht anschließen.