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Polarität anzuerkennen macht glücklich oder "Nur Sonne macht die Wüste" by Jochen aus Bremen

Polarität anzuerkennen macht glücklich oder "Nur Sonne macht die Wüste"


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21.03.2012 at 6:53h
, License: All pictures © by the senders.
Fotos, die bewegen Nr. 14

Was habe ich da nur angefangen?? Eine Serie über das, was glücklich im Leben macht! Und dann das = keineswegs ist die Serie zuende. Das Wichtigste kommt zum Schluss. Am Montag Morgen bin ich 7 Kilometer auf dem Rotweinwanderweg an der Ahr zwischen Rech und Altenahr gewandert. Und auf dieser roten Bank der Erkenntnis kam noch eine sehr wichtige Komponente in unserer Serie dazu:



Das Polaritätsgesetz ist das wichtigste Lebensgesetz. Wenn man es verstanden hat und annimmt, macht auch das glücklich!

Yin und Yang
Mann und Frau
gut und böse
sowohl als auch!

Alle großen Weisen dieser Welt denken nicht in Kategorien "entweder-oder" sondern "sowohl-als-auch".

Alle bisherigen Glückselemente dieser Serie sind gut und wichtig. Es geht aber im Leben nicht darum, nur auf der Suche nach dem Glück zu sein und ständig diese Glücksmomente erleben zu wollen.

100 normale Tage sind okay für einen Tag der Überfülle der überbordenden Glücksgefühle. Es gibt im Leben Berg und Tal, alle Kulturen haben dieses Prinzip mit der liegenden Acht ausgedrückt.

In Arabien heißt das "nur Sonne macht die Wüste".

Glücklich ist auch, wer die Normalität, die Routine, die Langeweile, die Melancholie, die zeitweilige Farblosigkeit im Leben als dazu gehörende Teile annimmt. Melancholie führt dazu, manches im Leben auch anzuzweifeln, mit einer Brille des Abstandes zu sehen . Ja es geht darum, diese Melancholie geradezu zeitweise zu pflegen.

Wohlwissend, dass es danach auch wieder anders wird. Dies hat mich die Natur an der Ahr in ihrem gegenwärtigen Zustand gelehrt.

Ein ständiges Auf und Ab, einatmen und ausatmen, alles hat seine Zeit. Nur glücklich oder oben auf dem Berg sein zu wollen, hieße nur einzuatmen, aber das ausatmen aus dem Leben verdrängen zu wollen.

Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse in dieser Glücksreihe und kein anderer pflegt die dazu nötige Melancholie besser als Leonard Cohen:

http://www.youtube.com/watch?v=B3FNOA3q5wU

http://www.youtube.com/watch?v=axmrD8AGb4o

Comments:

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ChrisHiba, 21.03.2012 at 7:11h

Ich sitze nun schon minutenlang vor dieser Präsentation (Bild plus Text) und überlege, was ich dazu schreiben soll.
Ohne den Text hätte ich das Bild einfach nur "schön" gefunden. Mit dem Text bekommt es eine ganz andere Dimension, die mich sehr anspricht.
Es ist zwar nicht immer leicht, das mühsame Bergauf-Klettern anzunehmen, aber es lohnt sich ganz sicher. Und wenn man erst oben ist, freut man sich darüber, dass man die Anstrengung auf sich genommen hat.
Ich bin sehr beeindruckt...



Jochen aus Bremen, 21.03.2012 at 7:17h

@Chrishiba

danke! Für diese eine Anmerkung hat es sich bereits gelohnt, die Gedanken auf dieser Wanderung hier mit anderen zu teilen. Ich wünsche Dir einen "farbigen" Mittwoch!



Dieter Behrens K.T., 21.03.2012 at 7:37h

Die Muehe hat sich gelohnt. Gut gestaltete Aufnahme.

LG a.In.Dieter



wasanico, 21.03.2012 at 8:12h

meine Sinuskurve beienflusse ich nicht nur selbst...sie wird mir manchmal von anderen vorgegeben.....und dann finde ich meine Pole nicht......das muss mit dem Magnetfeld zu tun haben ;-)
LG Walter



Brombeerfink, 21.03.2012 at 9:16h

Lieber Jochen,
ich bin fasziniert von Deiner Erkenntnis auf der roten Bank. Deinen Worten so voller tiefer Weisheit.
Jeden Tag zu nehmen, was er bietet, sowohl solche mit Grauschleiern, als auch jene die Glücksmomente beinhalten ohne danach groß gesucht zu haben. Einfach geschehen zu lassen, und zu wissen, dass ich gut aufgehoben bin.
Die Tage der Melancholie, das habe ich erkannt, sind Tage, in denen meine Seele Vorheriges verarbeitet und somit Platz macht, Neuem zu begegnen.
Meine Mutter hat einst zu mir gesagt: "Kind, ich wünsche Dir, dass Du nur glücklicht bist!" In dem Moment wurde mir bewußt, dass es das überhaupt nicht gibt,und ich sagte: "Dann wüßte ich ja garnicht, dass ich glücklich bin!"
Dies sind meine Gedanken zu Deinem Bild mit der roten Bank am heutigen Morgen und Deiner Erkenntnis, die Du uns mit so wundervollen Worten nahe zu bringen vermagst.
Dir liebe Grüße von der Brombeerfink
Später schaue ich mir auch die Links an. Das heißt ich komme wieder.



Monue, 21.03.2012 at 10:04h

Lieber Jochen,
während nun Leonard Cohen im Hintergrund singt betrachte ich noch ein wenig dein schönes Bild und denke über deine wirklich weisen und nachdenklich stimmenden Worte nach.... auch ich finde es beeindruckend und beachtlich wie du hier mit uns deine Gedanken und Erkenntnisse teilst und wieder einmal habe ich mich dabei ertappt wie ich beim Lesen zustimmend nicke... :o)
Du hast ja so Recht....
Melancholie kann so gut tun wenn man sich ihrer dunklen Stimmung hingeben kann, um sich danach wieder umso mehr über das Licht zu freuen...


*
Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.

Victor Marie Hugo
*

oder auch

*
Man muß durch die Nacht wandern,
wenn man die Morgenröte sehen will.

Khalil Gibran
*
Danke für das Teilen deiner Gedanken!
LG Moni



Jochen aus Bremen, 21.03.2012 at 10:08h

@Moni,

danke Moni, Du Schatz! "der Zitate".
Ich wünsche Dir auch einen wunderbaren Mittwoch und komme aus der Melancholie von Leonard zurück......



Rolf Kurtz, 21.03.2012 at 10:14h

Da mich hier mehr die Fotos interessieren und
Philosophie nicht meine besondere Stärke ist, etwas zum Foto.

Leider kommt durch den unruhigen Vordergrund das eigentliche Motiv hier etwas zu kurz- obwohl man das philosophisch betrachtet auch anders sehen kann :-))

lg Rolf



Monue, 21.03.2012 at 10:19h

@Jochen

Bitte und Danke !
Bin zurück... :o)



Dirk Schlender, 21.03.2012 at 18:35h

Lieber Jochen,
schöner hättest du deine Serie nicht beenden können! Der Text drängt das schöne Bild noch in den Hintergrund. Diese Worte zu beherzigen macht glücklich! Vielen Dank für diese tolle Serie!!
VG Dirk



Simone Hoffmann, 21.03.2012 at 20:54h

Was Du da schreibst sind wirklich weise Worte und ich habe sie meiner Tochter auch schon erklärt. Es kann nicht nur Sonnentage geben, sondern auch die Regentage sind im Leben wichtig und gehören dazu.
Bei dem Bild bin ich mir gar nicht sicher was das Motiv sein soll. Ist es der Weg der steinig vor einem liegt und hinter der nächsten Biegung eine Überraschung bereithält. Oder ist es die Burg die es zu erreichen gilt.
LG Simone



Christa Kramer, 21.03.2012 at 22:47h

Ich bin sehr beeindruckt von deinen Aufnahmen und den nachdenklichen Text und den Song von LC dazu!

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit.
Das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut!
Perikles

Liebe Grüße Christa



HerbertKpn, 22.03.2012 at 21:43h

Ewige Gleichförmigkeit wäre ein großes Unglück für jeden Menschen. Ohne das "Ab" würden wir das "Auf" nicht spüren und kein Glück darüber empfinden. Und auch die Natur ist von Gegensätzen geprägt: Plus- und Minuspol, Proton und Elektron, Materie und Antimaterie. Sie gehören zur Natur und damit auch zu uns.
Lg Herbert



Anna Marie Schuster, 10.02.2013 at 14:07h

Was habe ich da nur angefangen?? :-)))) sowohl als auch !!! meine erkenntnis, hatte mich kurzfristig auf diese rote bank gesetzt::
bei deinen bilder gibt es dieses „sowohl als auch“……..auch ……….
es gibt immer so viel zu lesen, das braucht zeit :-)
aber es gibt auch immer schöne bilder, auch wenn dieses hier mal grau in grau ist, das erfreut die augen, es gibt immer so besondere klänge zu hören, das bringt freude :-) vor allem wenn es Leonard Cohen ist, DANKE,
grüsse anna marie



Lichtmagie, 7.05.2013 at 10:26h

Lieber Jochen...
es gibt eine alte Weisheit ... für Maler und innen....
die besagt...
Etwas Helles... Weißes... wird umso strahlender und heller... je dunkler.. seine Umgebung ist...
Weil die Wahrnehmung... durch Erlebtes... geprägt wird.... kann man diese Regel weiterführen...
Wer durch .. Trauriges... gegangen ist.. wird Glück... ganz anders empfinden... und nur...
wer in sich selber zu Hause ist... kann...
andere Menschen lieben...
Es gibt... das schöne Bild... des Lebensflusses...
Der manchmal über lange weite Strecken... scheinbar... für immer gleichförmig.. ist
und dann... gibt es auf einmal... doch wieder Stromschnellen.. ganz unverhofft... und die Dinge ändern sich.. von einer Minute zur anderen...
Das Leben ist nie... nur Schwarz... oder Weiß...
aber gerade... die vielen Grautöne... machen es spannend... und schön...
Nichts bleibt wie es.. ist.. und das ist gut so...
Man steigt nie.. in den selben Fluß... und wir können nur lernen... die Dinge... die uns das Leben .. vor die Füße wirft... anzunehmen... um etwas daraus zu machen...
Ewige Sonne.. ist genauso unerträglich.. wie ewige Dunkelheit.. und die Jahreszeiten... der Wandel in der Natur...macht das Erleben... so tief...
Ich bin der Stein... der durch die Dinge.. die in meinem Leben stattgefunden haben... seine Form bekommen hat...
Der in meinem Lebensfluß... weich und rund geschliffen worden ist...
Und das ist gut so....
So wie sterben... und loslassen.. zum Leben gehört...
Gehört... Lächeln ... und Melancholie... dazu...
und Lachen... und Weinen...
Und es ist besser ... eine Liebe zu verlieren...
als nie geliebt zu haben...
Ich muss mich einlassen... auf Leben..
wenn ich es leben will...
Wer sich hinter Mauern schützen möchte..
sperrt sich selber ein...
In Wahrheit... stehen die Gitter unseres Gefängnisses... meterweit... auseinander... Wir müssten nur hindurch gehen... aber .. der Schritt der Weg... in die Freiheit... ist wohl der schwerste... den wir gehen.. können...
In diesem Sinne...
liebe Grüße
und einen heiteren Tag...
Karin



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