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Am nordwestlichen Ende der Südinsel Neuseelands ragt eine gut 30 km lange Landzunge namens Farewell Spit ins Meer, an deren östlichen Ende sich ein alter Leuchtturm und eine Tölpelkolonie befinden.
Die Landzunge ist der ständig starken Strömung der Cook-Strait und den ständigen Nordwinden ausgesetzt und befindet sich daher in ständigem Wandel.
Während der Wind zur ständigen Erosion und Veränderung beiträgt sorgen gleichzeitig abermillionen Tonnen von ausgewaschenen Sedimenten, die von den Southern Alps ins Meer gespült und durch die Strömung nach Norden transportiert werden für ständiges Wachstum.
Bis auf die ersten etwa drei Kilometer ist das Betreten der Farewell Spit nicht erlaubt. Man kann aber bei zwei Anbietern geführte Touren buchen, bei denen einen ein Führer dann nur bei Ebbe mit einem Bus über den nördlichen Strand bis hin zum Leuchtturm fahren und einen mit vielen Informationen einen Einblick in diese Landzunge schenken.
Diese Tour war in der Tat eine der außergewöhnlichsten und grandiosesten Erlebnisse auf unserer Neuseeland-Tour.
Ganz beeindruckend fand ich dabei bereits die absolute Hingabe, mit welcher der Führer, der seit Jahren jeden Tag Touristen über den Farewell Spit kutschiert, seiner Aufgabe nachging und man jede Sekunde nur erahnen konnte wie sehr er dieses Stück Land liebt.
Dies, gepaart mit dem (endlich mal) perfekten Wetter, der perfekten Tageszeit hinsichtlich der Ebbe (früher Nachmittag) und dem dortigen Treiben der Natur machte diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Auf der ca. 4-5 stündigen Tour über Farewell Spit gibt es ein paar Pausen, bei denen man den Bus kurz verlassen kann.
Zum Einen zu Beginn am Fossil Point, den man auch noch ungeführt erreichen könnte, dann am Leuchtturm inkl. leichter Verpflegung und auf dem Rückweg an der höchsten Düne.
Die ambitionierten Fotografen sind also überwiegend dazu verdammt Bilder aus dem fahrenden Bus heraus zu schießen, wobei dieser bei jeder sich bietenden Gelegenheit und sei es auch nur ein über den Strand laufendes Pärchen Austernfischer auch anhält und so ausreichend Zeit gibt aus dem stehenden Bus Fotos zu schießen.
Zum Foto:
Das Foto zeigt die Leuchtturm-"Oase" am Ende von Farewell Spit.
Der starke Wind treibt den Sand über den bei Ebbe breiten Strand und man hat ein wenig das Gefühl auf Wolken zu gehen, was bei dieser Gegenlichtaufnahme besonders zum Vorschein kommt.