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Sie glauben vermutlich, ein Privatdetektiv sitzt in einem verräucherten, total versifften winzigen Büro im Souterrain an einem uralten Schreibtisch vor einem überquellenden Aschenbecher...
Die Wahrheit ist...
Es ist genau so, wenn ich nicht hinter irgendwelchen Typen herspioniere...so wie dem hier.
Weiß der Henker, mit wem er sich treffen will und warum,
aber mein Bankkonto ist wie immer gähnend leer und ich kann mir meine Auftraggeber nicht aussuchen...
Auf dem ehemaligen Clouth-Gummiwerke-Gelände in Köln-Nippes
....es war wie immer, Nervosität und Nervenkitzel waren schon vor Jahren verflogen und ihn interessierten die Belange seiner Klienten nicht wirklich.
Er stand mit hochgeklapptem Mantelkragen in seinem Versteck und wartete. Wie gerne hätte er jetzt eine Zigarette geraucht, aber das musste er sich jetzt verkneifen. Automatisch griff seine Hand ins Innere des Mantels und überprüfte den Füllungszustand der Zigarettenschachtel,.... Mist nur noch zwei Stück,.....
..."Naja, wie so oft in unserer Branche handelt es sich mal wieder um eine Spiegelrealität...
So viel ist schon klar: irgend eine Verbindung zum Fall meines Kunden ist höchst fraglich.
Is bestimmt wieder so'n Freizeitknipser der auf alte Industriegelände rumschweift, wie es heute mit den kleinen Kameras im Trend liegt..."
Erneut griff er in der Tasche, trat ein Schritt zurück und zündete sich doch eine Zigarette an....
"Schönen Sonntag" murmelte er vor sich hin und suchte sein Arbeitsplatz wieder auf.
Lieber Peter, die Arbeitswelt der Privatdetektive kennt man ja leider – oder gottseidank – nur aus dem Roman oder aus diversen Filmen und Fernsehkrimis. Wie es da wirklich zugeht, ist demzufolge nicht ganz klar, so daß man vielleicht in der Versuchung sein könnte, eine Szene nachzuempfinden, die es so nur in medialer Zubereitung gibt, aber nicht in der Realität. Die dürfte manchmal weitaus banaler sein … oder technischer, was die modernen Abhörmöglichkeiten sowie die Verfahren der elektronischen Ausforschung betrifft. Eckhard
Endlich mal wieder ein neuer Auftrag – das war doch immerhin etwas. So kam er wieder mal wieder an die frische Luft und als bewährte Hightech - Ausrüstung lagen für seine Recherchen Bleistift und ein leeres Blatt Papier auf seinem Schreibtisch parat. Er hatte viel Zeit zum Nachdenken gehabt und war dabei, sich abzugewöhnen, andere für sein im Grunde nicht existierendes Konto verantwortlich zu machen. Tröstlich immerhin, dass man nichts verlieren kann, was man nicht besitzt und auch den Beruf hatte er schließlich selbst gewählt. In Selbstmitleid versinken war also nicht (mehr) sein Ding und die beste Medizin gegen ein langweiliges Leben ist sowieso ein spannender Beruf.
Entschlossen heftete er sich an die Fersen dieses Typen …
Liebe Grüsse
Cleo
Tja, diese Wilsbergs an stinkenden Aschenbecher-Schreibtischen oder hinter überquellenden Bücherborden ...;
da meldet sich nicht zufällig eine Münsteraner
und mahnt die Realität an ...;
recht hat er !!
-- Wenn ich heute eine Detektei betreiben würde,
dann - so stelle ich mir's vor seit Googlemania
und Facebookwahn - dann vielleicht hinter Monitorwänden im Dunkelraum, an's Surren der PC-Lüfter gewöhnt, mit dem Headset bewaffnet und x Aufzeichnungstechnik ...;
meine Mitarbeiter bestens ausgebildet in Abhörtechnik
und im Setzen von Mini-Cams und Wanzen; jeder von ihnen mindestens in drei parallelen Lebensrollen / Identitäten zuhause (viel perfektere Mimen als die im Krimi-TV )
und zum Schein und für's Finanzamt einen florierenden
Gemüsehandel oder einen Fachhandel für Anglerbedarf oder eine private Zeitarbeits-Agentur ...
Dein Ruinen-Gemäuer sieht nach Stummfilmzeit aus,
' maroder Charme' für Foddo-Grafen die sowas suchen,
um ihre Moddels in ' geiler Loookeiiischen' und auf
Stöckelabsätzen zu schuuuten ....; da kommt dein Wilsberg
diesen Möchtegern-Helmut-Newtons recht ungelegen
in die Schusslinie ... (' hey Alter, verpiss Dich, Du Spanner ' ...).
Und die Leiche des Amateur-Wilsbergs findet am nächsten
Morgen der real-echte Metallschrott-Dieb zufällig in einem
Altmetall-Container ....
hmm, Faden verloren; wie war noch deine Geschichte, Peter ?
Lb. Gr. Michael
So, gibt es die nicht länger? Das ist ein Stück Industriegeschichte, von der wir in Hamburg mit dem jetzigen "Museum der Arbeit" ein Gegenstück haben.
Liebe Grüße Klaus