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Zumeist erschliesst sich mir die Bildsprache christlicher Kunst bei einer Grabplastik,
doch bei diesem Skulpturenduo, das sich auf einem Friedhof in Wien befindet,
bin ich ein wenig sprachlos ...
Nachträgliche KORREKTUR (ich bewundere dein *gutes Auge*, liebe Helga J. ): Diese Grabplastik
befindet sich NICHT in WIEN, sondern auf dem St. Johannisfriedhof in NÜRNBERG. Mea culpa!
Der Engel gewährt dem Mädchen Begleit, hält deren linke Hand, jedoch scheint er eher recht
geistesabwesend gegenüber der Situation zu sein und senkt sein Haupt
auf einen für mich nicht (mehr) erkennbaren Gegenstand in seiner rechten Hand.
Das Mädchen hingegen schreitet voraus und scheint nach dem Regen zu fühlen –
oder aber auch nach den Rosen, die auf diese in einer Nische schützend platzierten Statue zuwachsen.
Als Souvenir hat ein Gast an dieser Grabstätte eine der Rosen in ihrer Blüte gepflückt und
sie demonstrativ für alle auf lange Zeit sichtbar zum Trocknen in einen Spalt eingeklemmt.
„Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf Löwen und Drachen."
(Ps 91, 11ff.)
Welche „Bild-Botschaft" will uns diese Grabplastik wohl vermitteln?
Wie ist eure Sicht dazu, welcher Engel ist hier Begleiter des Kindes und auf was senkt sich sein Blick?
Zeigt diese Szene vielleicht, dass das Mädchen nach seinem Tod, von einem Engel geleitet und beschützt,
ins himmlische Paradies geführt wird – in Gottes Garten?
Ich freue mich schon jetzt auf eure Antworten mit euren Sichtweisen zu dieser Grabgestaltung
und wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!
Mit herzlichen Grüssen,
Sabine
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Keine Ahnung wie alt die Skulpturen sind, nach heutigen Gesichtspunkten würde ich sagen, er schaut auf sein Handy *gg*, sorry, aber das musste einfach sein. Typische Haltung der heutigen Generationen :))
Wirklich Erhellendes kann ich leider nicht dazu beitragen und bin jetzt lieber still...
dein titel gefällt mir sehr....das mädchen, dass nach dem regen fühlt....und weiß, dass es sich verabschieden muß.
es scheint einen unbekümmerten ausdruck im gesicht zu tragen, aber die züge der enttäuschung sind ihm wohl auch ins gesicht geschrieben und das unabänderliche, dass seine lebenszeit nur so kurz wehren durfte.
"so ist das leben", scheint sein blick zu sagen, "und ich darf keinen einfluss nehmen und muss mich fügen!"
und ich spüre wahrhaftig enttäuschung und trauer in den zügen, die haltung der hand unterstreicht den resignierten ausdruck.
sanft ruht die hand des kleinen kindes in der hand des engels. als geistesabwesend empfinde ich ihn nicht, eher begleitend und beschützend...
"ich gehe jetzt", flüstert leise das kind und kann es selbst nicht begreifen, was geschehen ist...das lebenslicht ist für immer ausgelöscht und die beiden umgekehrten fackeln bestärken diese aussage.
der engel versteht die traurigkeit des kindes und steht schützend über ihm und will vielleicht vermitteln, ihm kann nichts geschehen...ich bin dein begleiter.
eine wunderschöne szene ist das, die zu herzen geht und dennoch zugleich trost spenden möchte.
wunderbar hast du sie eingefangen und sie ergreift mich sehr....
liebe grüße von helga
Wie wunderbar, wenn ein Engel zur Stelle ist, wenn eine Seele diese Welt verlassen muss..
Und ganz besonders, wenn es eine so junge Seele ist, die gen Himmel fährt mit des Engels Hilfe und unter seinem Schutz.
Wäre es doch wirklich so, niemand fürchtete den Tod mehr.
Guten Morgen, liebe Sabine,
sagt
Maren und - ich werde gar nicht wieder warm, nach den Stunden heute früh im Teufelsmoor auf dem Aussichtsturm und an den Feldern bei den Kranichen draußen.
ich schätze das der Engel als Wegbegleitung, als Schutz im Jenseits dienen soll, was allerdings in seiner Hand war, weiß ich auch nicht..
Schön für die trauernden Eltern das der Engel Schutz bietet....
LG Wolf
Dort allerdings ist es ein junger Mann, den der Engel geleitet.
Aber da man nicht weiß, was die sich gedacht haben, die das Grabmal in Auftrag gegeben haben, kann was von dieser Geschichte doch drin stecken.
Ich finde auch, nach der Kleidung, dass das Kind nicht als ein Mädchen gesehen werden muss.
....ein sehr schönes motiv, toll abgelichtet von dir...
für mich ist es so, dass der engel wohl das kind in den himmel begleitet, das kind ist da sehr gelassen, weil für dieses kind in meinen augen noch gar keine trennung himmel und erde stattgefunden hat.. ein äusserst sensibles, feinfühliges und wissendes kind, meines erachtens.. der engel erscheint mir einfach etwas müde, sonst nichts... so sehe ich dies... und wer weiss, wenn man dann tage später wieder hinsieht, sieht man vielleicht wieder etwas anderes.. lg. claudia