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In Griechenland ist es vielerorts üblich, dass die Grabstätten auf den räumlich zumeist
sehr begrenzt ausgelegten Dorffriedhöfen im Rahmen eines orthodoxen Rituals
nach 20 bzw. 40 Jahren (regional unterschiedlich) aufgelassen und die verbliebenen
menschlichen Überreste in einem Beinhaus (auch: Ossarium oder Karner/Gerner),
das sich separat auf dem Friedhof befindet, oder in der Friedhofskapelle selbst untergebracht
werden. Man nennt diese Praxis auch „Zweitbestattung“.
Die Zweitbestattung war im Mittelalter und regional sogar bis ins 19. Jhrdt. hinein
gehend in Deutschland ebenfalls üblich, denn auch hier konnten Friedhofs-
areale nicht unbegrenzt erweitert werden. Zudem schrieb man den in der Kirche/Kapelle
beigesetzten Reliquien nur eine begrenzte Ausstrahlung/Reichweite zu,
was für Beisetzungen ehemals von besonderer Relevanz war.
Die Umbettung der Gebeine erfolgt hierzulande teilweise bereits nach fünf bis zehn Jahren.
Architektonisch war man dabei sehr erfinderisch, vielerorts erfolgte
die „Endlagerung“ auf dem zur Verfügung stehenden Raum auch unterirdisch.
Beispielhaft für den deutschen Sprachraum lässt sich das im Beinhaus von Hallstatt
im Salzkammergut nachvollziehen. Ab dem 18. Jhrdt. war es hier sogar üblich,
die exkarnierten Schädel der Verstorbenen liebevoll mit deren Namen sowie Blatt-, Blumen-
ornamenten und Kreuzdarstellungen malerisch zu verzieren – eine Praxis,
die auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen bis heute noch ausgeübt wird.
Diese Kenntlichmachung dient dem Erhalt der Individualität, was zuvor über
Grabsteine/-kreuze sichergestellt war.
WICHTIGER HINWEIS
Zum Abschluss dieser Serie zeige ich nachfolgend Bilder von „Beinhäusern“ (Ossarien/
Karnern), einer Grabauflassung sowie die Neuanlage von Gräbern auf einem Friedhof. Da
diese Aufnahmen auch menschliche Überreste abbilden, bitte ich nur diejenigen
sich selbige anzusehen, die das auch verarbeiten können!!! Danke.
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Eine schöne Tiefe hat Dein Foto, EBB, also die Farben etwas aufgehübscht ;)), sieht aber alles sehr natürlich aus. Das eiserne Tor, welches leicht geöffnet hinein bittet, makaber die Schädel, man sollte das doch einfach der Natur überlassen. Alles wirkt so leicht, klein, weniger pompös, so wie es bei uns gemacht wurde. Der Blick zum Meer hin ist traumhaft, diese offene Ebene lässt den Blick schweifen und mag so manches trauriges Herz doch ein wenig erfreuen.
Deine Informationen dazu sind wieder mal einmalig, man sieht, Du beschäftigst Dich mit den Themen intensiv.
als ich früher auf kreta war, hatte ich noch nicht mit der engelsfotografie angefangen ... dort hatte ich nur 1 foto am friedhof gemacht und zwar eine schöne gittertür, die ich dir später vielleicht zeigen möchte
klasse idee mit perspektive/schnitt und dazu sehr informativ.
lg
jörg
Hier bei diesem Blick auf das Meer überlege ich mir, ob ich mir als freie Seele nicht doch überlegt hätte, zu verweilen, zu bleiben...
Liebe Grüße
Maren