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>>Hast Du bei den Aufnahmen auch im Dreck gelegen? <<
Neeee... *gacker* ;D
Ich habe mehr oder weniger gemütlich zwischen Enten- und Gänsesch*** auf ner Isomatte auf nem Holzsteg gesessen, das Stativ so niedrig wie möglich gestellt und ca. 2,5 Stunden ausgeharrt.
Wenn ich mich hinlege, müsste ich die Kamera auf nen Rucksack legen oder mir nen Bohnensack besorgen oder so. Da der Bogen, den die Jesushühnchen nehmen, aber sehr groß ist, würde ich wahrscheinlich nicht schnell genug mitziehen können. Deshalb ist die Perspektive etwas erhöht. Eine niedrigere Perspektive wäre mir auch lieber, aber da muss ich mir was anderes einfallen lassen.
Wenn man die Tiere ganz genau beobachtet bekommt man aber schnell raus, in welche Ecke man die Kamera drehen muss. Sobald ein männliches Blässhuhn duckend in einer Drohhaltung auf ein Weibchen oder rangniederes Männchen zuschwimmt, kann man die Finger bereit halten. Leider ist bei mir mit Konverter der Autofokus völlig daneben, sodass ich nur ohne arbeiten konnte und nur 300mm zur Verfügung hatte. 500mm wären echt besser gewesen, aber es is ja wie es is...
Richtig spannend wirds immer, wenn Leute zum Enten füttern kommen. Dann laufen alle zuerst hin zum Geschehen, um ein Körnchen abzubekommen und wenn alles vorbei ist scheucht das dominante Männchen wieder alle in ihre Ecke zurück.
Ausschuss habe ich auch viel dabei. Unscharf, verrauscht, matschig, Flügel überdeckt Gesicht oder das Huhn ist einfach nur schwarz weil das Licht sehr ungünstig ist. Die machen meist auch nur 3-5 Laufschritte, bis sie ne Bauchlandung hinlegen, legen dabei aber teilweise eine Strecke von geschätzten 10 - 15 Meter zurück. Und wie schnell die sind brauch ich dir ja nicht sagen. Aber es ist eine Herausforderung und macht Spaß. :)
Spannend auch der Versuch, ein Huhn beim tauchen zu fotografieren. Ich wollte es so treffen, dass der Kopf, bzw. die Schnabelspitze gerade die Wasseroberfläche durchbricht. Leider bin ich jedes Mal ne 1:100 oder 1:200 Sekunde zu spät und der Kopf ist bereits unter der Wasseroberfläche. Naja, vielleicht beim nächsten Mal...