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. . . bei „gläubigen“ im wat chalong – spiel, sieg & segen . . . (story inside) by Sabine Kuhn

. . . bei „gläubigen“ im wat chalong – spiel, sieg & segen . . . (story inside)


by 

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20.12.2010 at 18:06h
, License: All pictures © by the senders.
11/2010 – Wat Chalong – Phuket – Thailand


Der eine setzt auf Spiel und Sieg, der andere auf Buddha's Segen –
wobei das eine das andere ja nun nicht unbedingt ausschließt.
Zumindest nicht im WAT CHALONG auf Phuket/Thailand.

Es gibt ein Sprichwort unter Thai-Touristen, das lautet:
„Wenn du Phuket besuchst, aber noch keinen Fuß auf Wat Chalong gesetzt hast, dann bist du
nicht wirklich auf der Insel angekommen.“


In dieser farbenprächtigen Klosteranlage, der größten und eindruckvollsten der 29 buddhistischen Tempel
auf Phuket, bietet eine Fläche von 500 Rai (= thail. Flächenmass; 1 Rai = 1600 Quadratmeter) sowohl
ausreichenden Platz für den Nationalsport Takraw (sprich: "daag-roohh", hier im Bild) wie
für den hohen Segen oder einen „beratenden“ Besuch bei Buddha in einem der Tempel.


Dieser Wat ist schon etwas ganz Besonderes!
Um ihn ranken sich eine Vielzahl von Geschichten und Legenden – von seltsamen, sehr
überzeugenden Wunderheilungen, listigen Taktiken im Kampf gegen chinesische Geheimbünde,
von Luang Poh Cham's Spazierstock, von „Opa Khee-lek“ und seiner „seherischen
Prophezeihung“ der Lotteriegewinnzahlen, vom kettenrauchenden Mönch Nonsi und nicht zuletzt
von täglich zischendem, krachendem Feuerwerk aus riesigen qualmenden Hochöfen,
die wie Bienenstöcke aussehen.


Der Name „Chalong“ bedeutet „Fest“ in Thai. Ursprünglich wurde das Buddhistenkloster
„Chalang“ genannt – nach dem Kampf gegen birmanische Eindringlinge, die über den Thalang-Bezirk
gekommen waren. Da ein solches Wort in der thailändischen Sprache jedoch nicht existiert,
wies die thailändische Regierung ihre vor Ort tätigen Beamten an den Namen zu ändern.

Wann genau Wat Chalong ursprünglich errichtet wurde, ist nicht bekannt. In alten Schriften gehen
die Spuren der Tempel-Geschichte auf 1837 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Wat wieder
aufgebaut – so viel steht fest. Es gilt inzwischen als gesichert, dass die Originalanlage während
der Regierungszeit von König Rama II. (1809–1842) erbaut, Gebäude teilweise später verlegt,
erweitert und renoviert wurden. Der älteste, erhaltene Originalteil der Klosteranlage befindet sich
im nördlichen Bereich. Als wir den Wat im vergangenen Monat besuchten, sah es dort aus wie auf einer
wohl ewige Zeit währenden Grossbaustelle! Immerhin ist der Eintritt völlig kostenfrei und sämtliche Arbeiten
dort finanzieren sich aus Spenden. Eine kleine Baht-Gabe ist daher immer gerne gesehen.

Der Chalong-Tempel und die ihn umgebenden Klosteranlagen gelten als ein besonders schönes
Beispiel sino-thailändischer Tempel-Architektur. So weist das mit Strukturelemente der Khmer reich
und farbenprächtig verzierte Hauptgebäude eine unverkennbare Ähnlichkeit mit dem im
Wat Benchamabopit (19 Jh.) in Bangkok auf.

Sogar die an den Chofahs – vogelähnliche Dekorationen an den Giebeln der Tempeldächer, um
böse Geister abzuwehren – angebrachten Glöckchen scheinen im Wind gleich zu erklingen, wenn sie
leise vor sich hin klimpern.



Der Turm trägt den Namen Phramahathat-Chedi (Mahathat bedeutet „große Reliquie-Stupa“). Der
Phramahathat-Chedi wurde in den Jahren zwischen 1998 und 2001 erbaut . Architektonisch folgt er
dem Stil der berühmten Tat Phanom-Stupa in der Provinz Nakhon Phanom.
In der Stupa ruht die heilige Reliquie von Wat Chalong, ein Knochenstück von Buddha. Dieses Artefakt,
das Phra Borom-Sareerikatat, wurde 1999 von Sri Lanka nach Phuket gebracht. Die Kosten
allein für den Bau des Turms, der 2002 feierlich unter Vorsitz von Kronprinz Maha Vajiralongkorn
in Abordnung Ihrer Majestät König Bhumibol Adulyadej der Große, Rama IX., eingeweiht wurde,
beliefen sich auf ca. 66 Millionen Baht.

Der Chedi verjüngt sich in der Mitte zum hohen Turm mit einer Aussichtsplattform oben.
In seinem Inneren befinden sich auf zwei Stockwerken ein großer Gebetsraum mit einer Vielzahl von
Buddhafiguren in den verschiedensten Stellungen sowie andere religiöse Skulpturen. Die Wände
sind mit farbenprächtigen Wandmalereien versehen, die die Lebensgeschichte von Buddha erzählen.

Besonders aufwändig gestaltet, zeigt sich die Fassade – hier in der Frontalansicht.


Der Wat Chalong umfasst neben seinem berühmten Chedi und den Unterkünften der Mönche
folgende weitere Gebäude: den Viharn (Aula), den Ubosot (Ordinationshalle), den Monthop (Pavillon) und
die Sala (Halle). Hinzu kommen ein Krematorium und ein weiterer kleiner Tempel, der
„The Reverend Father Abbot“ benannt ist.

Das aus religiöser Sicht wichtigste und heiligste Gebäude der Tempelanlage ist der Ubosot.
Er wird für alle wichtigen religiösen Zeremonien – beispielsweise die Mönchsweihen – in
Anspruch genommen. Hinter der rechten Halle befindet sich ein heiliger Goldfischteich.
Der buddhistischen Sage nach gelten Goldfische als die Inkarnation von Engeln. Sie bringen Glück und Reichtum.

Es sind drei hoch geschätzte Mönche, die in der Haupthalle im Wat Chalong von Gläubigen
angebetet und verehrt werden: Luang Pho Chaem (er trägt auch den vom König verliehenen Titel
„Phra Kru Wisit Wongsacharn“), Luang Pho Chuang und Luang Pho Kluam.

Die ersten beiden Mönche wurden berühmt für ihre Naturheilkunde zur Behandlung von
Krankheiten, Letzterer war als Handwerker verantwortlich für einen Großteil der Arbeiten im Tempel.
Heutzutage kennt fast jeder in Thailand den Namen dieser höchst bemerkenswerten Mönche.
Dazu wird die Story über Wat Chalong unter einem anderen Bild fortgesetzt (folgt bei Zeit dafür).




ZUM PHOTO
Während im Vordergrund des Photos einige Spieler mit Kopf, Armen und Beinen gegen den
geflochtenen, 12 cm Durchmesser grossen Ball kicken, der beim Takraw den Boden nicht berühren darf,
schlendern im Hintergrund Gläubige vor der 61,39 Meter hohen, dreistöckigen Pagode der Anlage,
die schon von Ferne sichtbar ist und das Bild des Tempelkomplexes prägt.


BUDDHISTISCHES SPRICHWORT
Der Sieger ist nicht der, der gewinnt, sondern der, der am Wettkampf teil genommen hat.





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Comments:

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Bogen-Willy, 20.12.2010 at 18:51h

Finde deine Reise-Doku-Fotos klasse . Macht Lust auf mehr .

gruß willy



Maren Arndt, 21.12.2010 at 17:25h

Liebe sabine,

ich war gestern schon mal gucken und lesen..
Und heute wieder..
Es ist wunderbar, wie ausführlich du uns alles erklärst.
Wunderbar auch das Sprichwort. Ich muss das wissen, hab 2 Jungs während der Kindheit und Jugend dauernd zum Fussball gefahren und habe dann unendliche viele Nachmittage auf Fussballplätzen verbracht. Im nachhinein ist nur noch wichtig, dass man dabei war.
Liebe Grüße
Maren



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