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nichts Besonderes (für Aussenstehende),
auch kein besonderes Foto hier
ein Wildwasser halt, wie so viele in den Bergen:
- mal reissende Gischt, mal gezähmte Kraft - ;
ein Fluss, eine Stadt, Brücken ;
- für mich hier jedoch mehr als das:
der Strom der Zeit ....
wir reisten vom Osten an, genauer: aus Nordosten,
kurz hinter Toulouse die Autobahn wieder verlassend, -
mich diesem Ort bewusst nähernd, ohne Eile ...
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Ich stehe am Fenster, nachdenklich, dankbar
(wo ist die Zeit geblieben ..?)
15 Jahre zurück : Verzweiflung, Abwarten , Verzweiflung ...
ein Wechselbad aus Hoffen und Bangen;
drei schier endlos lange Wochen warten ...,
damals für jeden Strohhalm dankbar;
aber Aussichten : ungewiss ;
Chancen: höchstens 20 % (damals !),
das ' Prinzip Hoffnung - oder doch Fehlanzeige .. ??
Verzweiflung und Optimismus;
Diagnose - sieben düstere Buchstaben (aber noch mit einem ? dahinter) - : H o d g k i n
- oder doch relativ harmlos ??
lasse ich Gott aus dem Spiel ?! - aber wie damit leben, damals ?
? ? ?
Und nun jetzt hier: mein Versprechen doch endlich einlösend !
Glauben ? weiss ich nicht (nicht mehr ..) ;
aber Dankbarkeit, befreit von alledem, mein Leben geklärt ( ??) .
Ob die betreffende Person das auch so empfindet ( ? ) -
ich würde's ihr wünschen ( ! ) -
die Einsicht zumindest, dass nicht alles planbar ist im Leben ...
Dankbarkeit - 15 Jahre später (immer noch) -
über archaische Volksfrömmigkeit amüsiere ich mich nicht mehr l
nach den drei Wochen damals endlich die sichere Diagnose :
k e i n Hodgkin ( !!! ), - nur eine ' harmlose' Komplikation, nicht lebensbedrohlich, operabel ! -
Durchatmen ..., unbeschreibliche Emotion ..
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und inzwischen ein fröhliches, mich / uns bereicherndes Enkelkind,
hoffnungsvoll, voller Lebensfreude, ein Schatz !
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Ich stehe am Fenster;
den Gave de Pau kannte ich bisher nicht;
gleich werde ich mich aufmachen, zur Grotte gehen
- wie so viele Hunderttausende voller Hoffnung in diesen 15 Jahren,
L o u r d e s , Ende Mai 2010.
Und einen Lebensmoment später :
Tränen der Rührung andesichts der vielen hundert, tausend Kranken, Gelähmten, Gezeichneten,
Hoffnungsvollen, dem Tod Geweihten, den Unverzagten ... (mit u. ohne Rollstuhl );
in den Gesichtern Zufriedenheit, oft sogar Fröhlichkeit (auch wenn kein Wunder erlebt ..).
Nachdenklen über den ' Sinn des Lebens',
viel gelernt an diesem Tag in Lourdes;
und in diesem Fall in Umkehrung des Zitats: ' das Ziel ist der Weg ( ...),
ich bin angekommen !
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Nachtrag:
Zwiespalt, ja ! - aber Demut und Zufriedenheit ;
nun endlich ' abgehakt ' ? - das wäre zu banal .
Die Reise geht weiter - wie das Leben (hoffentlich auch ...)
und die Pyrenäen ?
Nun kann ich sie endlich unbefangen bereisen .....
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ein Anwurf von Sentimentalität ?
vielleicht (ich traue mich, bekenne mich dazu -
(auch Männer sind mitunter dicht am Wasser gebaut )
Ja, das ist ernst, was Du da schreibst, und berührend zugleich. Vielen geht es irgendwann einmal so oder so ähnlich - mir auch - und viele erleben dieses auch erst am Ende ihres Lebens. Jakobsweg. Es gab ja nicht nur einen, sondern derer viele. In Hamburg endete er bei St. Jakobi, nicht erst seit heute eine der Hauptkirchen, aber zu ihrer Gründerzeit außerhalb der Stadtmauern gelegen, wie viele dieser Stationen. Und die dazugehörigen Xenodochien http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Krankenhauses
die ursprünglich Herbergen im weiteren Sinne waren.
LG Klaus
Eine sehr bedrückende Situation beschreibst Du da.
Solche Diagnosen treffen härter als es ein Hammerschlag tun kann...bis ins Mark...
Die Vorstellungen, was danach sich alles verändert rasen durch den Kopf... es ist so, ALLES verändert sich dadurch. Auch wenn man nicht selbst derjenige ist, sondern ein naher Angehöriger...umso besser, wenn sich das Ganze als Irrtum herausstellt. Das mindert den Schock nicht, aber die Erleichterung ist grenzenlos.
...
Aber sonst?
Den Ort kannte ich bisher nur aus der Perspektive der Tour...im TV...
Ein sehr persönlicher, ergreifender Bericht, den ich hier lese.
Gruß
Peter