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Am 19. Mai 1895 fällt José Martí in den ersten Tagen des Unabhängigkeitskrieges gegen Spanien. Nur 42 Jahre alt ist er geworden; Cubas Nationaldichter. Heute steht vor jeder Schule in Cuba seine Büste. Fidel und seine Gesellen haben ihn für ihre Sache vereinnahmt. Wohl wegen Martís revolutionärer Grundhaltung: „Ich habe gelebt: Der Pflicht habe ich meine Waffen verschrieben, und nicht einmal verschwand die Sonne hinter den Bergen ohne meinen Kampf und meinen Sieg zu sehen“.
Ob José Martí gefällt, was er sieht, wenn er heute von „oben“ auf seine Heimat herabschaut ?
Was ist Martí’s Vermächtnis an uns ? Über einhundert Jahre nach seinem Tod dringt es immer noch an unser Ohr; das Lied, des schönen Mädchens aus Guantánamo:
Ich bin ein aufrichtiger Mensch und komme von dort, wo die Palmen wachsen.
Bevor ich sterbe, möchte meine Seele das besingen, was sie quält. Mein Lied
ist von hellem Grün, aber auch blutrot wie die Flamme. Mein Lied ist wie ein
verwundeter Hirsch, der Schutz sucht in den Bergen. Mit den Allerärmsten will
ich mein Los teilen. Nicht das Meer lockt mich, sondern der Wildbach der Berge.
(Text zu Guantanamera von José Martí aus Versos Sencillos)