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Skating Zollikon by Dame Eda

Skating Zollikon


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1.02.2010 at 12:01h
, License: All pictures © by the senders.
Hier mal ein Versuch einer Schwarzweiss-Umsetzung. Das Motiv wurde von "New Topographics" inspiriert.

Aufnahme mit Dunkelorange-Filter auf Kodak HIE, Entwickelt mit Gold-Sepiatönung - aber alles rein digital.

Comments:

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Dame Eda, 1.02.2010 at 12:22h

@Bernd
Klar, ich hab' auch deine Kritik mit berücksichtigt.. ;-)

Hier hab' ich jedenfalls mal versucht, die Anmutung einer analogen Aufnahme auf Film (konkret auf einen Kodak HIE) möglichst gut zu reproduzieren. Über den Sinn oder Unsinn einer digitalen Simulation von Analogaufnahmen lässt sich streiten. Aber probieren geht ja bekanntlich über studieren und ich muss sagen, mir gefällt die "analoge Anmutung" mit dem simulierten Filmkorn hier wirklich sehr gut.



Dame Eda, 1.02.2010 at 13:15h

@Bernd
Stimmt, das monochrome sorgt natürlich buchstäblich für eine gewisse "Eintönigkeit". Andererseits gibt die Tönung dem an sich kalten Motiv "Wärme".
Die "analoge" Körnung macht das Bild für mich "griffiger", insbesondere der Himmel und die Wände des Wohnblocks bekommen so nicht diese "digitale Glätte".

Ich hab' da wohl was neues zum Spielen und experimentieren gefunden.. ;-)



Dame Eda, 1.02.2010 at 13:35h

@Bernd
Stimmt, macht grossen Spass. Werde auch mal ein paar Farbfilm-Simulationen (z.B. ein Pola) ausprobieren ;-)



fokal, 1.02.2010 at 18:52h

Ich weiß nicht was genau "Dunkelorange-Filter auf Kodak HIE" bewirkt, empfinde aber die matschigen Zweige als recht störend und die Skatingszenerie nicht als Motiv erkennbar.


Dame Eda, 2.02.2010 at 6:23h

@focal
der dunkelorange Filter bewirkt eine Aufhellung der von dunklen Rot- und Gelbtönen.
Das wirkt sich auf die Hausfassaden auf, besonders auf das Haus in der Mitte, dessen Fassade in verschiedenen dunklen Rottönen gefärbt ist.
Er erhöht auch den Kontrast in der Vegetation. Die teilweise Aufhellung mag die Vegetation vielleicht auch ein wenig "matschiger" erscheinen lassen, aber dafür lassen sich die verschiedenen Sträucher besser differenzieren.

Der simulierte Kodak HIE ist eigentlich ein ein IR-empfindlicher, ziemlich grobkörniger Film. Vielleicht etwas zu grobkörnig für ein Motiv mit solchen feinen Details in der Vegetation und an der Hausfassade des mittleren Hauses.



Helge Hochleitner, 22.02.2010 at 9:56h

Bitte reduzier dieses Bild doch nicht auf das einzige wo es wirklich schlecht ist. Die digitale Ausarbeitung in dieser Darstellung, zeigt alles Negative der Digitaltechnik. Matschige Büsche und Bäume, künstliche Kantenschärfe an Fahnenmästen, Fachwerk und Giebeln, merkwürdige Baumzweige im Himmel. Eine übertriebene Nutzung der Werkzeuge.

Ich würde viel lieber über die Power des Bildes reden. Warum hast Du es aufgenommen? Dieses Bild ist so stark, dass es in meinem Kopf weiterlebt, in Farbe. "Das Monochrom passt gut zur Tristesse, des blah, blah) So ein Quatsch. Und jeder der jetzt Anfängt von Grauabstufungen zu reden, sollte lieber Graukarten oder Testbilder abfotografieren.
Diese Bild lebt von Bewegung und Stillstand. Ich sehe Familien in Wohnungen, die nichts tun können (Kälte, soziale Kälte?, Stillstand der Bewegung, sozialer Aufstieg gehemmt,- symbolisiert durch die Skatebahn). Diese Interpretation ist natürlich ins unreine Geschrieben, wollte nur zum Ausdruck bringen, warum ich mir die Mühe mache einen Kommentar zur schreiben (übrigens, die Forumsdiskussion zu diesem Bild war/ist Zeit Verschwendung).



Dame Eda, 22.02.2010 at 12:25h

@Helge
Danke für deine ausführliche Kritik. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen.

Die Bearbeitung ist sicher noch stark verbesserungswürdig, da gebe ich dir recht - war auch ein bisschen ein Experiment; vermutlich werde ich noch einige Bilder "verhunzen" bis ich mich an eine optimale Bearbeitung herangetastet habe.

Gar so schlecht finde ich selbst die Bearbeitung nun aber doch nicht. Insbesondere mit der Schärfe bin ich gar nicht so unglücklich. Auf meinem Bildschirm sieht das Bild jedenfalls nicht wirklich überschäft aus - zugegeben, beim weissen Fahnenmast links vor dem dunklen, Hintergund zeigen sich an den senkrechten Kanten deutliche Artefakte. Das liegt aber nicht nur am Schärfen, hier ist auch die Kompression ein bisschen mitschuldig. Das gilt auch ein Stück weit für den "Matsch" in den Sträuchern. Ich will damit aber nicht die "Schuld" an den Mängeln bei der Bearbeitung auf die Verkleinerung und Kompression auf fc-Grössse schieben.

Du möchtest wissen warum ich das Bild aufgenommen habe?
Wie schon in der Bildbeschreibung angedeutet, liess ich mich von den Diskussionen um NT in den Foren inspirieren.
Ich habe das Motiv früher schonmal abgelichtet:


NB.: Bei dem älteren Bild sieht man übrigens auch, dass im aktuellen Bild die weisse Fahnenstange wohl gerade vor dem hinteren Baumstamm steht und die vermeintlichen Artefakte im braunen zwischen Zweigen und Schnee gar keine sind.

Wie auch immer, ich habe das Bild jedenfalls u.a. auch deshalb gemacht, weil ich die damals erhaltene Kritik umsetzen wollte.

Die von Dir erwähnte "soziale Kälte" kann ich so nicht nachvollziehen; aber das ist womöglich nur ein Missverständnis.
Jedenfalls war es nicht meine Intention, ein "sozialkritisches" Bild zu machen. Mir geht es bei diesem Bild vielmehr um die formalen Aspekte.
Konkret meine ich damit diese "arrangierte" bzw. "gemachte" Zufälligkeit, die sich sowohl in der Bebauung/Bepflanzung als auch in der Gestaltung des Platzes zeigt.
Auf der Horizontalen bzw. auf den "Oberflächen" findet eine "Entwicklung" und "Durchsetzung" vom chaotisch-zufälligen, "gewachsenen", hin zum geplanten, zum "Einfachen", zur geometrischen Wiederholung von Quadraten und Vierecken statt. Die alte Hausfassade scheint beide Extreme zu verbinden. Ganz rechts findet das "Gemachte" und das "Gewachsene" in einer - wie ich meine - ganz witzigen Symbiose zusammen.

Aber wie gesagt, ich bin dankbar für deine Kritik und nehme sie ernst.



Helge Hochleitner, 22.02.2010 at 17:39h

Danke für die Erläuterungen zum Bildaufbau und Intention. Ich denke es liegt kein Missverständinis vor, vielmehr die Tatsache, das guter durchdachter Bildaufbau den Betrachter dazu anregt seine eigenen Gedanken zu machen. Das ist doch der erste Schritt zur bildenden Kunst.


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