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Hollunderantennen empfangen Mondsignale besonders gut! ;)
Für einen Märchenerzâhler (im positiven Sinn) - für dich!
Mutter Holunder
Es war einmal ein Junge, der erkältet
war. Er war draußen gewesen und hatte
nasse Füße bekommen. Niemand konnte
begreifen, wo er sie sich geholte hatte,
denn es war ganz trockenes Wetter.
Nun zog seine Mutter ihn aus, brachte
ihn zu Bett und ließ die Teemaschine
hereinbringen um ihm eine gute Tasse
Holundertee zu machen, denn der
wärmt! In diesem Augenblick kam der
alte lustige Mann zur Tür herein, der
ganz oben im Haus wohnte und so allein
lebte; denn er hatte weder Frau
noch Kinder, liebte aber alle Kinder
sehr und wusste so viele Märchen und
Geschichten zu erzählen, dass es eine
Lust war.
"Jetzt trinkst du deinen Tee", sagte die
Mutter, "vielleicht bekommst du dann
ein Märchen zu hören."
"Wenn ich bloß ein neues wüßte", sagte
der alte Mann und nickte so freundlich.
"Aber wo hat sich der Junge die nassen
Füße geholt?" fragte er.
"Ja, wo hat er die wohl her?" sagte die
Mutter. "Das kann niemand begreifen."
"Bekomme ich ein Märchen?" fragte der
Junge.
"Kannst du mir etwa sagen, denn das
muss ich zuvor wissen, wie tief der
Rinnstein drüben in der kleinen Straße
ist, wo du in die Schule gehst?"
"Das Wasser reicht mir gerade bis an
die Mitte meiner Stiefelschäfte", sagte
der Knabe, "aber dann muss ich in das
tiefe Loch gehen!"
"Siehst du, von dort haben wir die nassen
Füße her", sagte der Alte.
"Nun sollte ich freilich ein Märchen
erzählen, aber ich weiß keins mehr!"
"Sie können sich gleich eins ausdenken",
sagte der Knabe.
"Mutter sagt, dass alles, was Sie sehen,
ein Märchen werden kann und aus allem,
was Sie berühren, können Sie eine
Geschichte machen."
"Aber diese Märchen und Geschichten
taugen nichts. Nein, die richtigen, die
kommen von selbst, sie klopfen an meine
Stirn und sagen: «Hier bin ich!`"
"Klopft es nicht bald?" fragte der kleine
Junge, und die Mutter lachte, tat Holundertee
in die Teekanne und goss kochendes
Wasser darüber.
"Erzähl! Erzähl!"
"Ja, wenn die Märchen nur von selbst
kommen wollten, aber so eins kommt
nur, wenn es gerade Lust hat - halt!"
sagte er auf einmal. "Da haben wir es!
Gib acht, jetzt ist eins in der Teekanne!"
Und der Junge schaute zur Teekanne
hin: der Deckel hob sich mehr und
mehr, und die Holunderblüten kamen
frisch und weiß hervor. Sie trieben
große, lange Zweige, selbst aus der
Tülle kamen sie, breiteten sich nach allen
Seiten aus und wurden immer
größer. Es war der schönste Holunderbusch,
ein ganzer Baum. Er ragte in
das Bett hinein und schob die Gardinen
zur Seite; nein, wie das blühte und
duftete! Und mitten im Baum saß eine
alte, freundliche Frau mit einem wunderlichen
Kleid; es war ganz grün, wie
die Blätter des Holunderbaumes und
mit großen, weißen Holunderblüten besetzt.
Man konnte nicht gleich sehen,
ob es Kleid war oder lebendes Grün
und Blüten. (...)
Es ist der Anfang des Mârchens "Mutter Hollunder" von Hans Christian Andersen - hätte er Fotos gemacht, hätten sie deinen geglichen -
Erhol dich gut und schöne Pfingsten - na ja - eben Feiertage wie andre auch - kennst du einen ...! :)