This is a pay function
If you are already a paying member you can use all the features of the fotocommunity from 4€ per month.
  • Read and write in all forums
  • look at nude pictures
  • take part in the gallery-voting
  • upload up to 30 pictures per week
> Become a member now
 

*** CIRCLE OF FRIENDS *** by André Schwabe

*** CIRCLE OF FRIENDS ***


by 

André Schwabe

Post a new QuickMessage
15.06.2008 at 20:04h
, License: All pictures © by the senders.
*** THANKS FOR EVERYTHING :) ***



Heute möchte ich euch von einem weniger schönen Erlebnis berichten welches wir in unserer letzten Reise hatten. Der Tag begann eigentlich traumhaft. Wir haben direkt am Trail zur Coyote Gulch gezeltet und sind kurz nach dem Sunrise aufgebrochen in die CG. Es war ein schöner Tag bis zur letzten Etappe. Den nun folgenden Text hat die Eva verfasst :)



Letztes Highlight auf unserem Weg ist der Jacob Hamblin Arch. Die Natur hat es wirklich gut mit dem Canyon gemeint, ein gewaltiger Arch jagd den nächsten. Hier am Arch verweilen wir eine Weile und sammeln Kräfte für den anstehenden Aufstieg und die cross-country Wanderung zurück zum Wagen.
Was dann allerdings folgt, haben wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausgemalt.
Wie in unserer Beschreibung aufgeführt suchen wir das Hinweisschild „toilets“, denn einige Schritte dahinter, soll der Aufstieg möglich sein. Das Schild ist schnell gefunden und eine Aufstiegsstelle können wir ausmachen. Wir wechseln unsere Wanderschuhe gegen die mitgebrachten Kletterschuhe, machen das mitgebrachte Seil startklar und André beginnt mit dem Vorstieg. Die ersten Meter laufen noch ganz gut, dann fangen wir uns schon an zu fragen, wie andere es nur mit Schuhen mit gutem Gripp dort hinaufgeschafft haben wollen.
André steigt immer ein Stück vor und zieht mich dann nach. Noch weit unter der Hälfte weiß er schon nicht mehr richtig wie es weitergehen soll. Keine großartigen Tritte wo er mit den Füßen Halt findet und auch keine wirklichen Handgriffe. Für eine Umkehr scheint es zu spät und wir sehen die Flucht nach oben als einzigste Möglichkeit. Tapfer kämpft sich André weiter nach oben. Auf jedem „Plateau“ wo er festen Stand hat, holt er mich nach.
Wir sehnen das Ende des Aufstiegs mehr als herbei, denn unsere Kräfte wie auch die Wasservorräte schwinden.
Als wir endlich oben sind lassen wir uns erst einmal völlig kaputt auf den Felsen nieder und beglückwünschen uns den Aufstieg gemeistert zu haben, ohne großartige Sicherung. Gleichzeitig sind wir uns durchaus bewusst, wie leichtsinnig und lebensmüde der Aufstieg war und wir sind uns einig nie wieder so etwas machen zu wollen. Nachdem wir uns einigermaßen erholt haben, hole ich mein GPS raus und peile den Parkplatz an. Die Wegstrecke scheint mit gut 2.5 Meilen ganz okay. Nachdem wir eine Weile gelaufen sind beschleicht uns dieses ungute Gefühl, das wir uns in eine auswegslose Situation manövriert haben, denn offensichtlich stehen wir auf der komplett falschen Seite des Canyons. Der Parkplatz befindet sich auf dem gegenüberliegenden Canyonrand und hinüberzukommen ist nicht möglich, schließlich haben wir die Schlucht unter uns durch die der Gulch fließt. Komischerweise spüre ich nicht einen Augenblick das Gefühl Angst, warum auch immer, ich bin überzeugt wir finden einen Weg.
André dagegen ist schier verzweifelt; es ist das erste Mal das ich erlebe, dass er wirklich Angst hat. Ständig murmelt er etwas davon dass er nicht sterben will. Ich versuche einen kühlen Kopf zu bewahren und sporne ihn an, spreche ihm Mut zu. Wir laufen am kompletten Canyonrand bergauf, bergab entlang bis fast zurück zum Stevens Arch. Obwohl eigentlich aussichtslos, haben wir immer die Hoffnung doch noch irgendwo herunterzukommen. Die Sonne sinkt tiefer und tiefer und irgendwann wird auch mir klar, dass wir es im Hellen unter keinen Umständen zum Auto schaffen werden. Da unser Wasser jetzt fast alle ist, schöpfen wir aus einem Pothole Nachschub, immer im Hinterkopf das irgendwelche Bakterien es verseucht haben könnten, aber die Geschmacksprobe passt und wir haben keine andere Wahl.
Die Sonne ist bereits untergegangen als wir uns vom Stevens Arch wieder auf den Rückweg Richtung Aufstiegsstelle machen. Nach rund 2 km haben wir einfach keine Kraft mehr und suchen uns eine windgeschützte Stelle um die Nacht dort auf dem Felsen zu verbringen. Gott sei Dank strahlt der Stein noch eine große Portion Hitze ab und die Lufttemperatur hat sich nicht zu doll abgekühlt. Ich habe noch ein langärmeliges Treckinghemd dabei, aber André hat nur kurze Hosen und Tshirt.
Mir fällt ein, dass wir in unserem Medipack eine Rettungsdecke haben, also hole ich sie heraus und decke André damit zu. Erst Stunden später wird auch mir zu kalt und ich krieche zu ihm unter die Decke. An Schlaf ist nicht zu denken, der Fels ist hart und ständig wechseln wir die Position. Speziell André ist total ausgepowert und übergibt sich schließlich noch und ich fürchte schon das er mir dort oben schlapp macht.
Wir haben Vollmond und die Umgebung ist einigermaßen erleuchtet.

*** AM ANDEREN MORGEN ***

Bereits um 4.30 raffen wir uns wieder auf und laufen zurück Richtung Jacob Hamblin Arch. Als die Sonne schließlich aufgeht sind wir schon fast da. Wir sehen die einzige Möglichkeit darin wieder abzusteigen obwohl uns noch völlig unklar ist, wie wir das bewerkstelligen sollen. Mich kann André abseilen, dass ist das kleinere Problem, aber wie er selbst wieder runterkommen soll, ist uns momentan noch schleierhaft. Wir wissen nur, wie müssen es irgendwie schaffen.
Es dauert ein Weilchen bis wir die Stelle finden wo wir hochgekommen sind. Von hier oben sieht alles anders aus.
Wir stellen fest, dass in der Zwischenzeit eine Gruppe eine Art Camp dort unten am Gulch aufgeschlagen hat und wir schreien hinunter und ziehen die Aufmerksamkeit auf uns. Es handelt sich um eine Gruppe Amerikaner die sich als sehr hilfsbereit und geduldig herausstellen. Wir fragen sie ob sie dort unten das Toilettenschild sehen und erklären ihnen das wir dort hinaufgestiegen sind und zu spät gemerkt haben, dass das der falsche Weg ist. Wir sagen auch das wir kein Wasser haben und unsere Kräfte am Ende sind.
Wieder tauschen wir unsere Wanderschuhe gegen unsere Kletterschuhe, schlingen uns beide das Seil um den Bauch und ich beginne mit dem Abstieg. Auf jedem Felsvorsprung auf dem wir Halt haben halten wir an und warten aufeinander. André lässt mich von oben ab, ich sichere ihn von unten so gut das mit den primitiven Mitteln geht die wir haben.
Auf Dreiviertel der Strecke wird es kritisch, zumindest was André betrifft, denn mich kann er relativ problemlos abseilen. Zwischendurch haben die Amis bereits Wasser für uns gefiltert und wir haben es mit dem Seil hinaufgezogen, genau wie Power Bars um kurzfristig Kräfte zu sammeln. Unsere Retter stellen sich als ein wahrer Segen heraus, sie haben selber Kletterkenntnisse, wenn auch leider keine Ausrüstung dabei, aber sie wissen worauf es ankommt. Nach endlos scheinenden Minuten hat André mich schließlich abgeseilt, hinein in die Arme eines der Amerikaner der mich und den 10-Kilo schweren Rucksack in Empfang nimmt. Der Rucksack war ein großes Hindernis und wir haben zwischenzeitlich versucht ihn auch abzuseilen, was allerdings nicht gut geklappt hat. Ihn einfach hinunterschmeißen wollten wir nicht, denn unsere beiden Kameras waren drin, also habe ich ihn letztlich doch mit hinuntergenommen.
Am Camp angekommen werde ich mich allem notwendigen versorgt und man kümmert sich wirklich aufopferungsvoll um mich.
Erst jetzt überfällt mich ein Schleier der Angst, denn ich weiß nicht wie André heil von dem Berg kommen soll.
Die Männer spielen mehrere Möglichkeiten durch und ich bin froh um ihre Kletterkenntnis, denn ihn jetzt sichern zu müssen hätte meine Kräfte überstiegen. Der Felsabschnitt ist brüchig und mehrer Versuche das seil um einen Stein zu wickeln und so mehr Halt beim Abstieg zu gewinnen schlagen fehl. André bekommt ein wenig Werkzeug hochgeschickt mit der Aufforderung zu versuchen es sinnvoll einzusetzen. Irgendwie gelingt es ihm eine Konstruktion hinzuzaubern die wackelig ist aber hält und quälende Minuten später ist auch André endlich unten und wir klammern uns verzweifelt und überglücklich das alles ein gutes Ende genommen hat aneinander
Wir nehmen uns die Zeit uns wieder einigermaßen zu aklimatisieren und dann brechen wir mit den Amis zusammen auf. Zunächst zu einer Wasserquelle am Jacob Hamblin Arch um unsere Vorräte aufzufüllen, denn hier kann man das Wasser bedenkenlos trinken.
Von dort aus geht’s weiter bis wir vor dem echten Ausstieg stehen, denn wir hätten nehmen müssen um einigermaßen gefahrlos aus dem Canoyn hinauszukommen. Erst jetzt sehen wir, dass es eine zweite Toilette mit Schild gibt und wir einfach komplett den falschen Weg eingeschlagen haben.
Erst nach und nach realisieren wir an welchem seidenen Faden unser Leben kurzzeitig gehangen hat und wir wissen vor lauter Dankbarkeit gar nicht wohin. Die Amerikaner betrachten es als das normalste der Welt, sie sind einfach wunderbar ruhig und sympathisch und ersparen uns jegliche Vorwürfe.
Am Aufstieg lassen sie uns alleine weiterziehen und hier ist es im Gegensatz zu dem was wir bereits hinter uns haben wirklich ein Kinderspiel den Canyonrand zu erklimmen.
Oben angekommen verschnaufen wir noch einmal und machen und dann auf den Rückweg zum Auto. Zwischenzeitlich hat sich der Himmel total zugezogen und erste Regentropfen klatschen auf uns hinab. Um halbs eins sind wir sicher und fast trocken zurück am Auto und stürzen uns auf die Inhalte der Kühlbox.......................................................................... :)


*** Hier endet dieser kleine Bericht von unserem fast letzten Abenteuer ***


Für alle die noch ein bischen mehr haben wohlen gibt es unter folgenden Links noch einige Fotos von unseren Freunden . Sie waren so nett und haben das ganze Fototechnisch festgehalten.

*** LINK DER RETTUNGSBILDER ***


http://picasaweb.google.com/reversobelay/AndresPhotos?authkey=KO1
Xib_eHto



*** HIER NOCH EINE KLEINE SHOW ***

http://www.cod.edu/people/faculty/eggegi/


Ihr müsst die Escalante show 5.08 anklicken.



*** VIELEN DANK AN ALLE DIE SICH DIE ZEIT GENOMMEN HABEN ***

Comments:

d1w.gifTo leave a comment please register first





Michael Fink, 15.06.2008 at 20:20h

wow, was eine abenteuerliche Geschichte. Da wird man beim nächsten Mal bestimmt um einiges vorsichtiger!?!
Zumindest hat man daheim dann eine "tolle" Story zum erzählen :-)
VG,
Michael



gerla , 15.06.2008 at 20:25h

Hi Andre,
euer Erlebnis zeigt einmal mehr, dass man die Landschaft und die Natur im Südwesten nicht unterschätzen soll. Gute Vorbereitung und Recherche sind das eine - ein umsichtiges Verhalten vor Ort das andere. Nun weiß ich ja, dass ihr zur Vorbereitung noch Kletterkurse belegt habt. Wahrscheinlich hat euch das neben der Hilfe der Leute aus der Situation herausgeholfen. Vielleicht ist es ja eine Warnung an alle Greenhorns, die meinen, im Südwesten findet man jede Location wie am Premiumwanderweg Rheinsteig oder so.

Damit euch das nicht mehr passiert - ein wenig Schutz der Indianergeister, gepaart mit moderner erster Hilfe Nahrung ;-))



Biggi Oehler , 15.06.2008 at 20:42h

Ein lieber Schutzengel begleitete Euch. Der Bericht ist mal wieder super gut und Deine Bilder zum träumen schön.
LG.
Biggi



Martina Bie., 15.06.2008 at 20:45h

Hallo, André,
Als ich eben euern Bericht las, ging mir das Gleiche durch den Kopf wie Gerti. Man kann sich noch so gut und umfassend vorbereiten: Vieles sieht vor Ort ganz anders aus. Meist sind die Schwierigkeiten größer , als sie in einschlägigen Reiseberichten dargestellt werden.
Möge euer Erlebnis, das Gott sei Dank glücklich endete, allen eine Warnung sein, die Kräfte nicht zu überschätzen und leichtsinnig etwas in Angriff zu nehmen, was man aus den verschiedensten Gründen nicht packt.
Lies mal meinen Kurzbericht aus den Bistis von 2005. Auch da haben wir uns wegen einer Ungenauigkeit in den I-Net-Angaben hoffnungslos verfranst, und aus einer geplanten Vierstundentour wurde eine von fast zwölf Stunden. Irgendwann waren wir beide auch fast am Ende, auch wenn die Auf- und Abstiege nicht so gefährlich waren wie bei euch. Wir richteten uns damals schon ein, in einer Felsspalte (mit Rettungsdecke :-)) ) die Nacht zu verbringen, aber beim Mondschein fanden wir dann doch die Lösung...
Das hat uns auch bestärkt, noch aufmerksamer zu sein...
Besten Gruß und Daumendrücken für weitere und weniger gefahrvolle Unternehmungen!
Martina



Lothar Gold, 15.06.2008 at 21:15h

Mann o Mann, das ist aber wirklich noch mal gut ausgegangen. Musste dabei an Peters "Don´t die out there !"-Bericht denken. Ansonsten kann ich mich Gerla und Martina nur anschließen.
Gruß
Lothar



decay, 15.06.2008 at 21:27h

Sehr ausführliche Info, find ich gut!
Is echt geil gemacht!
LG



ILO NA , 15.06.2008 at 21:37h

Uuuuups, da habt Ihr wirklich einen bzw. fünf Schutzengel gehabt. Wie Gerla und Martina schon geschrieben haben, man kann sich noch so gut vorbereiten und dann sieht es vor Ort oft ganz anders aus. Gut, das nichts schlimmeres passiert ist, obwohl, eine Nacht auf einem Felsen verbringen zu müssen ist schon schlimm genug, das möchte ich lieber nicht ausprobieren.
lg Ilona



Waldi W., 15.06.2008 at 21:43h

....hier fehlen mir irgendwie die Worte ....da kann man wohl nur sagen "welcome back to life" ... ich hatte beim Lesen irgendwie doch schon ein wenig Gänsehaut
lg waldi



Albert Wirtz, 15.06.2008 at 22:02h

Welcome back im Leben Ihr zwei Abenteurer. Gut dass dies glimpflich endete. Bei dem Foto konntet Ihr ja bereits wieder lachen.
Übrigens, der richtige Ausstieg aus diesem Canyon ist auch nicht ohne, zumindest für Leute wie mich ohne Klettererfahrung. Also von wegen "Kinderspiel".

Grüße
Albert



Stefan Sauerland, 16.06.2008 at 8:43h

Hallo Ihr beiden!
Habe gerade mit großem Interesse Euren Bericht gelesen, da wir die Coyote Gulch Tour vor zwei Jahren auch gemacht haben. Die Wanderung ist sehr schön. Der Abstieg ist super, unten im Gulch ist es herrlich, und dann kommt irgendwann der Aufstieg. Wir hatten damals das Problem, dass meine Frau beim Aufstieg plötzlich Angst bekommen hat und in der steilen Wand festsass. Ich musste sie mit dem glücklicherweise mitgenommenen Seil fast die gesamte Wand Stück für Stück hochziehen. Jeder sieht das vor Ort anders. Einige locals gingen dort mit Badelatschen auf und hinab und andere versteinern plötzlich vor Angst.
Mir persönlich hat die Steilwand wiederum nichts ausgemacht. Ich bin zweimal rauf und herunter wegen dem Gepäck.
Nun zu Eurem Bericht. Ich finde es sehr gut, dass Ihr offen über das Geschehene schreibt, denn es ist eine perfekte Warnung für andere Hiker. Selbst Hikern mit Erfahrung (wie Euch) kann so etwas passieren. Durch eine Unumsichtigkeit kann man sich sehr schnell in eine heikle Situation manövrieren. Und dann enden Wasservorräte plötzlich ganz schnell, oder man begibt sich in besondere Gefahr an Orten, an denen man sich besser nicht verletzt.
Ihr bin sehr froh darüber, dass Ihr beiden so gut davongekommen seid! Das Ganze hätte, wie Ihr bereits schreibt, auch anders ausgehen können. Der Südwesten ist eine wunderbare Gegend, aber auch alles andere als ein Spielplatz.
Liebe Grüße aus Oregon, Stefan



Reiner Boehme, 16.06.2008 at 9:07h

Gerade nochmal geschafft! Von allen Abenteuern in die Wildnis war der Aufstieg, vor allem die ersten 100 m, für mich bisher die größte aller Herausforderungen. Ich war dort im letzten Jahr. Mein erster Gedanke war: "Nein, das schaffe ich nicht." Nie mehr wieder!
Zum falschen Aufstieg auf die andere Seite müßt Ihr also rechts (wenn man Richtung arch schaut) statt links nach oben aufgestiegen sein.
Ja, die Amis sind Klasse wenn es um uneigennützige Hilfe für andere geht.
Reiner



Roland Brunn, 16.06.2008 at 9:40h

Hallo Andre,
ich habe mir den Bericht ausgedruckt und gerade beim Frühstück gelesen. Na, das war ja wohl das "Abenteuer"! Von euren Gefühlen her kann ich das Ganze ein wenig nachvollziehen.
Vor vielen Jahren war ich im Südschwarzwald im Winter zur Kur. Nach einem tollen Schneefall während der Nacht machte ich mich vormittags zu einer Wanderung auf. Viel zu leichtsinnig und ohne Karte stapfte ich los. Nach einiger Zeit merkte ich das dies keine gute Idee war. Aber umkehren wollte ich nicht, warum auch immer. Die Wege im Wald wurden schmaler und als auch noch ausrutschte und einen kleinen Abhang hinabglitt wurde mir meine Situation klarer. Allein, und wenn dann etwas passiert ist es vermutlich aus bei dieser Kälte. Erschöpft nach stundenlagem Schneewandern war ich dann glücklich wieder eine befahrene Straße erreicht zu haben.
Gut das Alles so ausgegangen ist für euch. Ich glaube das schweißt einem noch ein Stück mehr zusammen :-)
Nun doch noch zum Foto. Es scheint hochgezogen worden zu sein. Ihr seht irgendwie wie 2,20m Personen aus ;-)
VG Roland



Birgit Vogel, 16.06.2008 at 9:56h

Hallo Eva und Andre´!
Boah... bin ich froh, dass ihr heil aus der Sache rausgekommen seid!!!
Danke auch, dass ihr das hier mal so veröffentlicht, eigentlich verliert man auf der "Jagd nach dem ultimativen Foto" manchmal ein bisschen den Blick für die Bedingungen rundherum... (ein ähnliches, wenn auch nicht so gefährliches feeling hatte ich an der Wave, da ist irgendwie doch die "Bremse reingeflogen" - hinterher habe ich mich zwar geärgert, aber wenn ich eure Sache so lese, dann bin ich doch froh, mich dort für den Abbruch entschieden zu haben).
Trotzdem, noch viele schöne ERlebnisse wünscht euch Birgit und klettert nicht schneller und höher, als euer Schutzengel fliegen kann ;)))



Martina Bie., 16.06.2008 at 11:10h

Wie groß bist du in Wirklichkeit, André?


Mathias Bernhardt , 16.06.2008 at 11:30h

Klasse Bericht und klasse Foto!
LG Mathias



Uwe Skotschier, 16.06.2008 at 11:45h

Hallo Andrè,
ich finde es gut, wenn man auch mal seine Schwächen zeigt und somit sich selbst und auch andere zur Vorsicht aufruft. Man liest ja immer wieder mal, wie manche "Abenteurer" solche Touren mit ihrem Leben bezahlen mussten und fragt sich immer, wie so etwas passieren kann. Ihr beschreibt hier sehr anschaulich, wie schnell man in eine solche Situation geraten kann.
Es ist aber auch schön zu lesen, dass ihr doch nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen seid. :-)))
LG Uwe



Rheinbild , 16.06.2008 at 12:10h

Eine gute und ehrliche Schilderung.
So in der Art ist es uns mal auf Kreta gegangen. Es sollte nur ein Spaziergang werden......Ab da wird man etwas Vorsichtiger.
Die wirklich fast überall zu findende Hilfsbereitschaft der Amerikaner kommt hier schön zum Ausdruck. Etwas das viele Leute entweder garnicht wissen oder nicht würdigen. Natürlich wäre dir auch hier geholfen worden, aber die Selbstverständlichkeit mit der dort angepackt wird fehlt uns hier leider. Gut das alles heil ausgegangen ist. Klingt zwar abenteuerlich, aber sowas muss man nicht haben, glaube ich.
Wer weiss wie wir uns in dieser Situation angestellt hätten.
LG
Rheinbild



Michael Schlebach, 16.06.2008 at 12:17h

Mensch Ihr Zwei - dass war ja wohl mehr als knapp!!! Zum Glück gibt es wirklich noch hilfbereite Menschen - auch das ist nicht immer selbstverständlich. Es hätte soviel schief gehen können - alleine schon mit dem Wasser aus dem Pothole. Schön, dass Ihr alles einigermaßen "gut" überstanden habt. Danke für Euren lesenswerten Erlebnisbericht. Vielleicht hab Ihr noch GPS Koordinaten vom "richtigen" Aufstieg für alle die diesen Hike angehen wollen...ich sicherlich nicht :-)
lg,
Micha



Volker Haak, 16.06.2008 at 12:31h

Glückwunsch Andre, das ist ja gerade noch mal gut gegangen! Jetzt wo es gut ausgegangen ist, wird sie euch euer Leben lang begleiten, einerseits als einprägsame Mahnung, andererseits mit ein wenig Abstand auch mit ein wenig Stolz (berechtigter Weise) sie gemeistert und besonnen gehandelt zu haben. Was die Ehrlichkeit und Vorbildfunktion angeht, kann ich die Worte von Uwe nur unterstreichen!!
VG Volker



Martin U. WENDT, 16.06.2008 at 13:01h

Das ist ja gerade noch mal gutgegangen. Beim Lesen des spannenden Berichts wurde mir Angst und Bange. Nichts gegen etwas Abenteuer, das gehört irgendwie dazu, aber müßt ihr denn gleich so übertreiben???!!! Jedanfalls werdet ihr das Erlebnis nicht mehr vergessen und im Nachhinein könnt ihr stolz sein, diese Schwierigkeit (auch mit etwas Hilfe) so gut gemeistert zu heben. In siesem Sinne: "lieber arm dran als arm ab" ;-)

LG Elke & Martin



Felix Büscher, 16.06.2008 at 14:19h

WOW!
Gut, dass ihr es geschafft habt. Der Bericht ist spannend und zugleich eine Mahnung. Ich freue mich, das ihr mit heiler Haut davon gekommen seid.
LG, Felix



Lidschlag, 16.06.2008 at 17:58h

Oh Mann, Andre und Eva. Das nächste mal schaut ihr euch aber die Toilettenschilder genauer an.
Ich habe eine ähnliche Situation in Hawaii erlebt, allerdings war das ganze innerhalb von vier Stunden ausgestanden.
Da hat uns ein hilfsbereiter Ami ein Seil über den Fluss gespannt und die gesamte Truppe an Klettergurten samt Rucksäcken rüberholt, nachdem wir von einer Flashflood überrascht worden waren.




Benjamin Otto., 16.06.2008 at 20:16h

Ohja ich habe auch so eine Geschichte erlebt, mit nem Freund auf ner Tour in Norwegen, von daher kann ich eure sehr gut nachempfinden... Jetzt sieht man das Leben wieder n bissl mit anderen Augen oder? Es wurde einem bewusst, wie schnell alles vorbei sein kann, wenns schief läuft...

Geniesst Euer Leben und noch viele schöne Bilder!!

Grüße, Ben



Indrani Novello, 17.06.2008 at 18:52h

hab jetzt zwar nicht die ganze Story gelesen, aber ein Bild mit gleichem Titel hätt ich auch noch im Angebot:
DE: Circle of Friends by Indrani Novello
DE: Circle of Friends
by Indrani Novello
2.9.05, 20:47
10 Comments



Henk Auwema, 22.06.2008 at 9:54h

Just read the whole story, Andre. Glad you and your wife are OK.

We in Euroipe often criticize the Americans, but in all of my encounters with Americans I have found them to be helpful, friendly and very kind.

Glad you and your wife managed to stay alive. It could turn out differently. Everybody starts a hike not thinking it can go wrong, but you are very fortunate to got out well and able to share your story with others that might start them thinking to go prepared as well as one can be or even think am I not in over my head.
Thanks for sharing. Stay safe

Henk



Detlef K, 26.06.2008 at 21:28h

Man, dass ist ja eine wirklich bewegende Story! Wenn man noch bedenkt, dass ihr ja nun wirklich erfahren seit gibt mir das schon sehr zu bedenken! Gut das alles gut verlaufen ist!

Ansonsten, gefallen mir eure Fotos ausgesprochen gut. Ist eine wirklich sehr gelungene Serie mit wirklich traumhfaten Aufnahmen!

VG
Detlef



d1w.gifTo leave a comment please register first


 
Information about the photo
  • 1.380 Clicks
  • 27 Comments
  • 0 times saved as favourite
Tags
Link/Embed

Link for the following services:




previous (1921/1920)