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Auf dem Judenplatz befindet sich das von Siegfried Charoux (1896-1967) geschaffene Denkmal des deutschen Dichters Gotthold Ephraim Lessing, eine Auftragsarbeit, die Charoux 1930 gegen eine Konkurrenz von zweiundachzig Bildhauern gewann. Es wurde 1931/32 vollendet, 1935 enthüllt und bereits 1939 von den Nationalsozialisten abgetragen und eingeschmolzen. Lessings „Ringparabel“ im Drama „Nathan der Weise“ gilt als Schlüsseltext der Aufklärung und als pointierte Formulierung der Toleranzidee. 1962-65 (Enthüllung 1968) schuf Charoux ein zweites Lessing-Denkmal aus Bronze, das 1981 vom Ruprechtsplatz auf den Judenplatz übersiedelt wurde. Lessing war 1775/76 in Wien gewesen, wurde von Joseph II. in Audienz empfangen und hatte Einfluss auf die Veränderung des geistigen Klimas.
Wie schafft ihr es nur , dass nie Menschen sich auf euren Fotos tummeln ? Sind in Wien am Abend die Bürgersteige hochgeklappt wie bei uns hier oben ? Tolle Aufnahme, lg. Marlis
gefällt mir ausgezeichnet diese tiefgelegte blickwinkel auf den leeren platz.
vermittelte ein ganz starkes gefühl, darüber zu gehen.
toll auch wieder die beleuchtung.
Mir ist eine Gemeinsamkeit an Euren und meinen Bildern aufgefallen!!! Wisst Ihr was ich meine?
Menschen gibt's bei uns fast nie zu sehen!
Während Ihr bei Euren abendlichen Wien-Touren regelmäßig menschenleere Straßen zeigt, sind bei mir die Gaststätten eigentlich immer leer! So werden wir nie gute Portrait-Fotografen! :-)
Oben gibt's wieder ein außerordentliches Nachtbild von Wien zu sehen! Durch die Beleuchtung sieht Lessing fast schon aus wie auf einer Schauspielbühne. Gefällt mir sehr gut.
Das rot-blaue Licht im HG hätte ich vielleicht noch farblich ein bisschen an die braune Gesamttönung angepasst.
..wieder ein Canaletto-Gemälde? Schönes Arrangement, wirkt wie zur Entstehungszeit dieses baulichen Ensembles.
PS: vielleicht die blau/rote Leuchtreklame noch wegstempeln.
VG Henry
das ist natürlich wieder ein exzellentes Bild von Euch.
Außerdem ist es auch ein Beispiel, dass Fotografie auch sehr lehrreich sein kann.
Dass es in Wien ein Lessing-Denkmal gibt war mir wie dessen Entstehungsgeschichte völlig unbekannt.
Lessing wurde bekanntlich in Kamenz, in der Stadt, in der ich schon mehr als 50 Jahre lebe, geboren.
Sein Vater war in der hiesigen Hauptkirche Pfarrer.
Er schickte auch den kleinen Lessing an die Sankt-Afra- Schule nach Meißen, das auch heute noch ein renommiertes Gymnasium ist.
Kamenz hat zwar keine großen Denkmäler, dafür aber ein kleines, rühriges Lessing- Museum.
Jedes Jahr im Januar, anlässlich seines Geburtstags finden viele Veranstaltungen, Aufführungen, Lesungen, Literatur-Wettbewerbe etc. meist sogar mir internationaler Prominenz statt.
Damit versucht eine kleine Stadt erfolgreich das zu tun, was sie seinem großen Sohn schuldig ist..
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PS: Wer mehr über Kamenz wissen möchte; einfach bei Google unter Kamenz Sachsen nachschauen.
Übrigens Kamenz kommt aus dem Slawischen und heißt so viel wie Stein.
Auch im Russischen und Polnischen heißt kamienc= Stein; also die Stadt am Stein, das stimmt auch, denn viele Steinbrüche (besonders Granit) waren maßgeblicher Wirtschaftsfaktor der Stadt.